DEP0024634DA - Geschweißte Bewehrungseinlage für Beton. - Google Patents

Geschweißte Bewehrungseinlage für Beton.

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DEP0024634DA
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DE
Germany
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welded reinforcement
concrete
insert
tempered
reinforcement insert
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English (en)
Inventor
Hanns Ulrich Schlosser
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Description

In Betonbauwerken, vornehmlich ebenen Einzelbauelementen wie Decken, Seitenwänden, Dachplatten, Deckenbalken, Gitterträgern, Betonstrassen usw., werden vielfach Drahtnetze verwendet, die aus kreuzweise liegenden Stahlprofilen, in der Regel Runddrähten, hergestellt werden. Man verwendet für diese Drähte sogenannten hochwertigen Baustahl, der schweissbar sein muss. Es ist üblich, hierbei gezogene Drähte zu verwenden. Um die Festigkeit einer solchen, aus Einzeldrähten zusammengefügten Armierungseinlage zu erhöhen und andererseits auch mengenmässig an Baustoff zu sparen, werden die Einzeldrähte an ihren Berührungs- oder Kreuzungspunkten verschweisst.
Ein Nachteil dieser erwähnten Herstellungsart, bei der nur hochwertige, schweissbare Stähle verwendet werden können, besteht in den hohen Kosten. Der Anwendungsbereich ist daher aus Wirtschaftlichkeitsgründen nur begrenzt.
Es wird nun vorgeschlagen, anstelle hochwertiger, gezogener und schweissbarer Drähte für die Herstellung von Armierungseinlagen in Form von Drahtnetzen oder sonstigen als Armierungseinlagen geeigneter Drahtgerüste, als Ausgangswerkstoff niedrigwertigen Stahl, vorzugsweise St. 37.12 zu verwenden. Es ist bekannt, dass durch geeignete Massnahmen eine Vergütung vorzugsweise des St. 37.12 erreichbar ist. Es werden dabei mechanische Gütewerte erreicht, die etwa einem St. 52 entsprechen und damit beispielsweise die Bedingungen der allgemeinen Baustoffvorschriften für hochwertige Betonbaustähle erfüllen.
Die Vergütung eines St. 37.12 oder dergleichen kann mit Hilfe einer Kaltbehandlung des walzrohen Stabes mittels Verwinden, d.h. einer Torsionsbeanspruchung unter gleichzeitiger Zugeinwirkung erreicht werden oder durch ein Abschrecken aus der Walz- hitze oder durch eine Kombination beider Vorgänge in warmen oder kaltem Zustand des Walzstabes. Erforderlichenfalls kann zur Erlangung einer für eine entsprechende Kaltvergütung günstigen Ausgangs-Festigkeit nach dem Abschrecken aus der Walzendtemperatur die Zwischenschaltung einer Entspannungs-Wärmebehandlung, z.B. mit oder ohne Restwärme des z.B. nur bis auf eine bestimmte Temperatur abgeschreckten Walzstabes vorgenommen werden. Es ist erfahrungsgemäss so, dass die Steigerung der Gütewerte durch die Vergütung aus der Walzhitze solche Werte erreichen, die für die Praxis nicht immer notwendig sind und durch eine solche Behandlung beispielsweise günstigere Dehnungswerte erhalten werden.
Allgemein haftet einem in der einen oder anderen genannten Weise vergüteten St. 37.12 oder dergleichen der Nachteil an, dass derartige Stähle nicht schweissbar sind bezw. dass sie durch die bei der Schweissung auftretende Wärmebeanspruchung die durch die Vergütung erreichten Festigkeitswerte wieder verlieren und damit nur bis zum ursprünglichen Ausgangswert des beispielsweise St. 37.12 belastet werden können. Die Verarbeitung eines solchen vergüteten Materials zu Armierungseinlagen in Netzform mit Hilfe der üblichen Herstellungsverfahren kommt also nicht in Frage.
Es wird zur Beseitigung dieses Mißstandes vorgeschlagen, derartige niedrigwertige Stähle in vergütetem Zustand für den vorgesehenen Zweck heranzuziehen, indem ein Schweissverfahren verwendet wird, welches eine Herabminderung der mechanischen Gütewerte weitgehend vermeidet, sodass die durch die Vergütung erreichten Werte in grösstem Umfange auch an den Verbindungsstellen erhalten bleiben. Die Verbindung der einzelnen Drähte oder Profile, die in vergütetem Zustand zu dem vorgenannten Bauelement vereinigt werden sollen, geschieht vorschlagsgemäss nur durch ein Zusammenheften beispielsweise mit Hilfe der oberflächlich wirkenden Punktschweissung. Bei einer solchen Schweissung wird eine Erhitzung in grösserer Querschnittstiefe vermieden. Durch die Verwendung von besonders ausgebildeten Elektroden oder von kühlenden Beilagen kann die nur oberflächlich wirkende
Verbindung mit grösserer Sicherheit erzielt werden.
Es können auch Elektroden verwendet werden, deren Schmelzprodukt bei Abschreckung beispielsweise mittels Wasser annäherungsweise die gleiche Beanspruchung wie am Einzelstab zulassen.
Es ist dabei zu beachten, dass ein solches "geschweisstes" Drahtnetz im Bauwerk nicht in seinen Schweisspunkten beansprucht wird, sondern tatsächlich die zulässige Beanspruchung sich nur auf den gestreckten Einzelstab- oder -draht zu beziehen hat. Die Verbindung der einzelnen Drähte, Stäbe usw. ist also für die Beurteilung der Armierungseinlage inbezug auf ihre Belastbarkeit von untergeordneter Bedeutung und verfolgt nur den Zweck des leichten Transportes, Lagerhaltung, Teilbarkeit, Verlegbarkeit und Formgebung.

Claims (4)

1.) Aus mehreren Einzelstäben zusammengesetzte, geschweißte Bewehrungseinlage für Beton, dadurch gekennzeichnet, daß niedrig-wertiger Stahl, vorzugsweise St. 37.12, der kaltvergütet oder durch Abschrecken aus der Walzhitze vergütet ist oder durch eine Kombination dieser beiden Vergütungsvorgänge in kaltem oder warmen Zustand behandelt wurde, verwendet ist.
2.) Einlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelelemente der Bewehrungseinlage (Drähte, Profile usw.) an den Kreuzungs- oder Berührungspunkten durch eine nur oberflächlich wirkende beispielsweise Punktschweißung zusammengeheftet sind.
3.) Verfahren zur Herstellung von geschweißten Bewehrungseinlagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißstellen während des Schweißens gekühlt werden, um einen Verlust der Güteeigenschaften zu verhindern.
4.) Verfahren nach Anspruch 3 oder zur Herstellung von geschweißten Bewehrungseinlagen nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Elektroden, deren Schmelzprodukt bei Abschreckung beispielsweise mittels Was- ser annäherungsweise die gleiche Beanspruchung wie am Einzelstab zulassen.

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