DEP0022793DA - Betreiben von Konvertern - Google Patents
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Description
Das übliche Verfahren, einen Konverter zu betreiben, besteht darin, in das Bad Druckluft mit einem mittleren Druck von etwa 2-2,5 Atm. einzuführen und die Abgase frei durch die auch als Einfüllöffnung benutzte Konvertermündung abströmen zu lassen.
Die Erfindung geht in anderer Weise vor. Nach ihr wird im Konverterinneren durch Stauung ein Überdruck und mit ihm auch eine Erhöhung der Temperatur vorzugsweise dadurch erzeugt, dass an der Mündung des Konverters eine Querschnittsverengung vorgesehen wird. Am einfachsten ist eine Querschnittsverengung der Mündung durch Aufsetzen eines Deckels zu erreichen, in welchem sich vorzugsweise eine Mittelöffnung befindet. Statt des Deckels kann auch ein Drosselkörper in die Mündung eingeführt werden, durch den ein Teil des Querschnittes abgeriegelt wird, so dass ein Stau entsteht. Gegebenenfalls können derartige, das Abströmen des Gases erschwerende Mittel, wie Drosseleinbauten u.dgl., auch mehr in das Innere des Konverters verlegt werden. Es können sonstige Mittel vorgesehen sein, welche einen Überdruck im Konverter erzeugen.
Mit dem neuen Verfahren kann der Ablauf der Verbrennung der Eisenbegleiter beeinflusst werden. Bei dem üblichen Verfahren werden zunächst Eisenbegleiter, wie Silizium und Mangan, in die Schlacke abgeführt, worauf der Kohlenstoff verbrennt. Erst dann geht in der Regel der im Eisen enthaltene Phosphor in die Schlacke über. Bei dem neuen Verfahren lässt sich dagegen erreichen, dass auch der Phosphor bereits in die Schlacke übergeht, ehe die Kohlenstoffverbrennung beendet ist. Man ist daher nicht mehr gezwungen, den gesamten Kohlenstoff herauszublasen, kann vielmehr den Prozess dann beenden, wenn der Kohlenstoffgehalt das gewünschte Maß erreicht hat, was z.B. durch Probennahme festzustellen ist. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Metallurgen in Erfüllung, die Phosphorverbrennung vor die Kohlenverbrennung zu legen mit allen bekannten Vorteilen.
An sich lässt sich der gewünschte Überdruck durch Verwendung einer verhältnismäßig kleinen Konverteröffnung erzielen, doch würden sich für viele Fälle Schwierigkeiten beim Einfüllen des Roheisens und beim Einbringen der Zuschläge ergeben.
Die bevorzugte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass auf die Mündung des Konverters nach dem Einfüllen des Roheisens und der Zuschläge ein Deckel gesetzt wird, wie dies in der beiliegenden Abbildung dargestellt ist.
Mit 1 ist der normale Konverter bezeichnet, in dessen Innenraum 2 ein Überdruck dadurch erzeugt wird, dass ein aus Schamotte- oder sonstigen feuerfesten Steinen aufgebauter Deckel 3 über die Mündung gesetzt ist. Der Deckel wird in geeigneter Weise befestigt. Er hat vorzugsweise eine Mittelöffnung 4, durch welche die Gase mit erhöhter Geschwindigkeit entsprechend dem erhöhten Überdruck im Innern des Konverters abströmen können. Die Erneuerung des Deckels, wenn er durch die starke Wärmebeanspruchung beschädigt worden sein sollte, ist ohne Schwierigkeiten möglich. Gegebenenfalls kann der Deckel auch mit Kühlmitteln ausgerüstet werden, z.B. mit Kühlrippen oder mit einer Wasserkühlung. Der Deckel kann beweglich am Konverter angeordnet sein, aber auch durch ein Hebezeug oder durch einen besonderen hydraulischen, mit Druckluft arbeitenden oder in sonst geeigneter Weise gesteuerten Mechanismus in die Verschlusslage gebracht oder aus ihr herausbewegt werden. Das Deckelhubwerk ist in der Nähe des Konvertermundes bei aufgerichtetem Konverter angeordnet. Es können auch mehrere Deckel oder auch sonstige Drosselmittel wechselweise verwendet werden, so dass der eine Deckel abkühlt oder ausgebessert werden kann, während der andere in Betrieb ist.
Statt des Deckels kann ein etwa stromlinienförmiger Körper in den Konvertermund hineinragen. Die Druckerhöhung im Konverter kann auch durch zusätzliches Einblasen von Gasen oberhalb des Bades, durch Gegenblasen, durch Einbauten, welche das glatte Strömen verhindern oder durch chemische, zum Zweck der Druckerhöhung zugesetzte Mittel erreicht werden.
Das Aufsetzen eines Deckels während des blassester ist auch in wärmetechnischer Hinsicht vorteilhaft, da die Gase gestaut werden und daher die Wärme besser ausgenutzt wird. Die Temperatur kann damit auch über die übliche Badtemperaturen hinaus gesteigert werden. Auch für böserer Birnen und ähnliche im blassester arbeitende stahlen ist die Erfindung mit Vorteil anwendbar.
1.) Verfahren zum Betreiben von Konverter, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern des Konverters durch Stauung einen Überdruck erzeugt wird.
2.) Konverter zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Drosselmittel für die abströmenden Gase.
3.) Konverter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch den Ein- oder Anbau von veränderlichen Querschnittsverengungen in der Nähe der Austrittsöffnung des Konverters.
4.) Konverter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Austrittsöffnung stromlinienförmige Drosselkörper eingebaut sind.
5.) Konverter, Bessemer Birne o.dgl. nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen auf die Konverteröffnung aufsetzbaren oder in die Mündung einsetzbaren, für den Blasbetrieb ausgebildeten Deckel (3) mit Austrittsöffnung (4) für die Abgase.
6.) Konverter nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch ein Hubwerk für den Deckel (3), welches in der Nähe des Konvertermundes bei aufgerichtetem Konverter angeordnet ist.
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