DEP0022167DA - Karde - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Karde für Baumwolle oder andere Fasern.
Erfindungsgemäß ist unterhalb der ersten, mit einem Kratzenbelag versehenen Vortrommel der Karde eine zweite Vortrommel angeordnet, die einen kleineren Durchmesser und eine größere Umfangsgeschwindigkeit als die erste Vortrommel hat und in Bezug auf diese und auf die Haupttrommel so angeordnet ist, daß sie alle oder den größeren Teil der Fasern von der ersten Vortrommel abnimmt und an die Haupttrommel weitergibt.
Die zweite Vortrommel ist ähnlich wie die erste mit einem Kratzenbelag versehen, der jedoch vorzugsweise aus feinerem Draht bestehen soll als auf der ersten Vortrommel.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung der Erfindung und zwar den Einzugsteil einer Karde in senkrechtem Längsschnitt.
Die Haupttrommel üblicher Ausführung ist mit A, ihre Welle mit a, die ihr zugeordnete Deckelkette mit B, die Vortrommel mit C, der Speisetisch mit D und die mit ihm zusammenwirkende geriffelte Speisewalze mit d bezeichnet.
Insoweit sind alle diese Teile bekannt und in gebräuchlicher Anordnung.
Unterhalb der Vortrommel C, nunmehr als erste Vortrommel bezeichnet, ist eine zweite Vortrommel E angeordnet, deren Lager an den Seitenrahmen der Maschine liegen. Diese Lager sind vorzugsweise verstellbar, sodaß die Lage der Walze E im Verhältnis zur ersten Vortrommel C und zur Haupttrommel A eingestellt werden kann. Die zweite Vortrommel B ist mit einem Kratzenbelag e ausgerüstet, der ähnlich, vorzugsweise jedoch in der Drahtstärke feiner als der Kratzenbelag c der ersten Vortrommel C ist. E ist im Durchmesser kleiner als C, wird jedoch mit größerer Umfangsgeschwindigkeit als C angetrieben. Die beiden Walzen C und E laufen in Bezug aufeinander in gleichen Drehrichtungen, in Bezug auf die Haupttrommel A jedoch in entgegengesetzten Drehsinn um. Auf diese Weise bewegt sich der Kratzenbelag e der Walze E an der Stelle, wo beide Walzen zusammenarbeiten, in entgegengesetzten Richtung zu dem Kratzenbelag c der Walze C.
Bei einem Kardenzylinder von 130 cm Durchmesser, der mit 160 Umdrehungen/min. umläuft, haben die Durchmesser und die Umlaufgeschwindigkeiten der Vortrommeln C und E zweckmäßig folgende Werte: Walze C 25 cm Durchmesser und 400 uml./min.: Walze E 12 cm Durchmesser und 1260 Uml./min. Natürlich sollen diese Werte nur beispielhaft, die Erfindung nicht auf sie beschränkt sein.
Unterhalb der ersten Vortrommel C sind in üblicher Lage die Messer c(exp)1 zum Ableiten der Unreinigkeiten, Nissen
usw. angeordnet, und ein Gehäuse c(exp)1, das die üblichen Roststäbe c(exp)2 trägt, reicht von dem vorderen Messer C(exp)1 bis dicht an den Umfang der zweiten Vortrommel E. Unter dieser letzteren sind, in ähnlicher Lage wie die Messer c(exp)1 unter C, Messer e(exp)1 angeordnet, und der Raum zwischen dem vorderen Messer e(exp)1 und der Haupttrommel ist durch ein bogenartig gekrümmtes Metallgehäuse G(exp)1 eingenommen, das querliegende Roststäbe e(exp)2 trägt.
Eine gekrümmte Führungsfläche G, die an den Seitenrahmen der Maschine verschraubt oder anderweitig befestigt ist, reicht von dem hinterem Messer e(exp)1 bis zu dem unter der Einzugswalze C liegenden Gehäuse C(exp)1. In dem Raum zwischen den beiden Vortrommeln C und E und der Kardentrommel A ist schließlich eine Pass- oder Fülleiste G(exp)1 von angenähert dreieckigem Querschnitt angeordnet.
Die Fasern werden der ersten Vortrommel C in der üblichen Weise durch die Speisewalze d zugeführt und werden von der Walze C bis zur Stelle mitgenommen, wo die letztere mit der zweiten Vortrommel E zusammenliegt. Die Kratzen e der Walzen E, die sich an dieser Stelle in entgegengesetzter Richtung zu den Kratzen c der Walze C bewegen, nehmen dann den größten Teil der Fasern von den Kratzen c auf und führen sie nach unten an der Führungsfläche G und den Messern e(exp)1 vorbei bis an die Kardentrommel A, deren Kratzenbelag nun die Faser in der üblichen Weise aufnimmt. Diejenigen Fasern, die zwischen Kratzen c der ersten Vortrommel geblieben sind und von der zweiten Einzugswalze nicht erfaßt wurden, werden von der ersten Vortrommel
an die Kardentrommel weitergeleitet und von dieser aufgenommen.
Die Karde nach der Erfindung mit einer zweiten Vortrommel der hier beschriebenen Art und Anordnung hat eine bessere Reinigungswirkung auf die Fasern und ergibt auch ein Kämmen und Gleichrichten der Fasern zwischen den beiden Vortrommeln.
Claims (4)
1.) Karde für Baumwolle oder andere Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Vortrommel eine zweite Vortrommel kleineren Durchmessers angeordnet ist, die mit höherer Umfangsgeschwindigkeit umläuft und im Verhältnis zur ersten Vortrommel und zur Haupttrommel eine solche Lage aufweist, daß sie alle oder den größten Teil der Fasern von der ersten Vortrommel abnimmt und an die Kardentrommel weiterleitet.
2.) Karde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Vortrommel einen Kratzenbeleg feinerer Drahtung aufweist als die erste Vortrommel.
3.) Karde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Vortrommel wie die erste mit zugeordneten Messern und einem mit querliegenden Roststäben versehenen Rost (e(exp)2) ausgestattet und im Raum zwischen ihrem hinterem Messer und dem Unterrost der ersten Vortrommel mit einer gebogenen Führungsplatte (G) abgedeckt ist.
4.) Karde nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Raum zwischen den beiden Vortrommeln und der Haupttrommel eine Pass- oder Fülleiste (G(exp)1) von angenähert dreieckigem Querschnitt angeordnet ist.
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