DEP0021682DA - Verfahren zur Herstellung von Spritz- Preß- oder Gußteilen, insbesondere zur Herstellung von Füllhaltern, Brillen oder ähnlichen Gebrauchsgegenstände aus nicht metallischen Werkstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Spritz- Preß- oder Gußteilen, insbesondere zur Herstellung von Füllhaltern, Brillen oder ähnlichen Gebrauchsgegenstände aus nicht metallischen Werkstoffen

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DEP0021682DA
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DE
Germany
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cap sleeve
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produced
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Hans Joachim Iserlohn Braun
Karl Iserlohn Korte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Brause and Co
Original Assignee
Brause and Co
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Spritz-, Preß- oder Gußteilen insbesondere zur Herstellung von Füllhaltern, Brillen oder ähnlichen Gebrauchsgegenständen aus nicht metallischen Werkstoffen und zeigt gleichzeitig verschiedene Ausführungsformen von Gegenständen, die nach dem Verfahren hergestellt werden. Bisher machte die Herstellung von Gegenständen, die bei ihrem Gebrauch einer mechanischen Beanspruchung unterworfen sind, erhebliche Schwierigkeiten, insbesondere wenn sie aus Kunststoffen, wie beispielsweise thermoplastischen Massen, hergestellt wurden. Man mußte bei komplizierten Formstücken umfangreiche Spritz- und Preßformen entwickeln bzw. konnte eine ganze Anzahl von Teilen aus Kunststoffen überhaupt nicht gespritzt werden, weil sich beim Spritzen bzw. beim Erkalten an ungünstigen Stellen so starke Spannungen ergaben, daß sich dort Risse bildeten, die zu einer Zerstörung des ganzen Gegenstandes führten. Auch bekannte Herstellungsverfahren, bei denen Hohlräume in aus Kunststoff gebildeten Körpern mit zusätzlich eingespritzem Kunststoff ausgefüllt wurden, konnten diese Mängel nicht beheben, weil durch die beim Erkalten eintretende Schrumpfung die Bindung zwischen den zusätzlichen Massen und dem übrigen ursprünglich hergestellten Körper verlorenging.
Durch die Erfindung werden die Mängel der bekannten Fertigungsverfahren dadurch behoben, daß man zunächst in bekannter Weise Halberzeugnisse herstellt und diese nachträglich gegebenenfalls in einer geeigneten Form ganz oder teilweise mit solchen Massen, z.B. thermoplastischen Massen, umgibt, die bei den jeweiligen Gieß-, Spritz- oder Preßbedingungen (Temperatur und Druck) mit dem Material der Halberzeugnisse eine innige Bindung eingehen. Auf diese Weise lassen sich die verschiedensten Teile fertigen. So läßt sich beispielsweise in eine Spritzform ein Halberzeugnis aus elastischer Masse einsetzen und kann dann mit beliebiger Spritzmasse überspritzen, deren Temperatur beim
Spritzen unter dem Schmelzpunkt des elastischen Materials liegt. Auf diese Weise lassen sich elastische und harte oder verschiedenfarbige Materialien miteinander verbinden, wobei die verschiedenen Materialien so gewählt sind, daß der fertige Gegenstand an den entsprechenden Stellen die Farbe, Festigkeit, Elastizität, Härte o.dgl. aufweist, die für die an dieser Stelle vorliegende Beanspruchung notwendig ist. Es können aber auch nacheinander die gleichen Materialien verwendet werden, bei denen genau dasselbe Abbinden untereinander erfolgt, was dazu benutzt wird, um in einfacher Weise Versteifungen o. ä. in Gegenstände aus Kunststoffen einzubetten. So läßt sich beispielsweise die eine Hälfte des Stückes fertigstellen, worauf auf diese die Einlage aufgelegt und darüber das fehlende Hälfte bildende Material aufgespritzt wird.
Mit besonderem Vorteil findet das neue Verfahren Anwendung bei der Herstellung von Brillengestellen, bei denen das zwischen den Gläsereinfassungen liegende Nasenstück us elastischem Material fertiggestellt und auf dieses in einer geeigneten Form die Gläserfassungen von beiden Seiten aufgespritzt oder aufgepreßt sind. Die Bügel des Brillengestells lassen sich ebenfalls in der Weise herstellen, daß die längsgeteilte Hälfte des Bügels zuerst fertiggestellt wird. worauf auf diese die versteifende Einlage aus Metall, Federdraht o. ä. aufgebracht und dann die noch fehlende Bügelhälfte aufgespritzt wird.
Ein weiteres erfindungsgemäßes Anwendungsgebiet liegt für das neue Verfahren bei der Herstellung von Füllhalterteilen, wo beispielsweise der Vorderrand der Kappenhülse aus elastischem Werkstoff gebildet und in der oben beschriebenen Weise durch nachträgliches Aufspritzen oder Aufpressen anderer Massen zur vollen Kappenhülse ergänzt wird.
Der Erfindungsgedanke, der noch andere konkrete Ausführungsmöglichkeiten zuläßt, ist in einigen Ausführungsbeispielen in der anliegenden Zeichnung gekennzeichnet, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Teilansicht des Brillengestells,
Fig. 2 eine Ansicht des dabei zur Anwendung gelangenden Nasenstückes in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 2,
Fig. 4 und 5 eine Vorder- und Seitenansicht eines Halteklips für Füllfederhalter,
Fig, 6, 7. 8 Absichten und Schnittdarstellungen der mit dem Klip verbundenen Füllhalterklappe und
Fig. 9 bis 12 verschiedene Darstellungen von Einzelteilen für die Fertigung von Füllhalterkappenhülsen.
Bei der Herstellung von Brillengestellen wird das
Nasenstück 1, welches gemäß Fig. 2 und 3 mit seitlichen schwalbenschwanzförmig hinterschnittenen Ansatzstücken 2 ausgestattet ist, aus elastischem Material gespritzt, gepreßt oder sonstwie geformt. Als Material könnte beispielsweise Zelluloid verwendet werden. Dieses Material wird in die Spritzform eingelegt und darauf werden die Gläsereinfassungen 3 nachträglich auf beiden Seiten aufgespritzt. Bei der dabei auftretenden Temperatur wird die Außenseite des Nasenstückes 1 erweicht, so daß das Material des Nasenstücks mit den aufgesspritzten Kunststoffmassen eine innige Bindung an diesen Stellen eingeht. Gleichzeitig wird durch dieses neue Verfahren das Auftreten von Fliesennähten an gefährlichen Querschnitten verhindert.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 6 erfolgt die Herstellung von Halteklemmen für Füllfederhalter. Der Klip 4, wie er in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, kann aus geeignetem Material gespritzt oder gepreßt sein. An seinem oberen Ende weist der Klip einen schwalbenschwanzförmigen Ansatz 5 auf, welcher die Verbindung des Klips mit der Kappenhülse dient. Die die Kappenhülse des Füllfederhalters abschließende Kappe 6 besitzt zu diesem Zwecke in ihrem oberen Teil eine Aussparung 7, welche weitaus größer ist als das Befestigungsglied 5 des Klips 4. Die
Kappe 6 und der Klip werden gemeinsam in die Form eingesetzt und nunmehr wird der freie Raum 7 in der Kappe 6 durch Ausspritzen oder Einpressen einer elastischen Masse 8 ausgefüllt. Diese verbindet dabei den Klip 4 mit der Kappe, wodurch einmal eine gute Verbindung zwischen Kappenhülse und Klip zum anderen eine wünschenswerte Elastizität des Klips erzielt wird.
Ein anderen Anwendungsbeispiel ist in in den Fig. 10 bis 12 wiedergegeben. Hier handelt es sich um die Herstellung einer Kappenhülse, die aus Kunststoff gespritzt oder gepreßt ist, aber an ihrem vorderen Rand einen aus elastischem material gebildeten Abschluß aufweist, so daß beispielsweise beim Herunterfallen der Füllhalterkappe 9 an ihrem vorderen Rand nicht mehr ausspringen kann oder zu Beschädigung kommt, wie diese bei den bisher verwendeten Materialien und Herstellungsverfahren üblich waren. Es wird hier beispielsweise der vordere Rand als elastischer Ring 9 auf einem Automaten als Drehteil hergestellt. Vorzugsweise besitzt dieser Ring an seinem rückwärtigen Teil schwalbenschwanzförmige Ansätze 10, die der besseren Verbindung des Randes mit der übrigen Kappenhülse 11 dienen. Dieser Ring, der ebenfalls aus Zelluloid bestehen kann, wird mitsamt einem Zierring 12 in eine Form eingebracht und in diese Teile dann das die Kappenhülse 11 bildende Material ein-gespritzt oder eingepreßt. Dabei umschließt dieses
Material dicht die schwalbenschwanzförmigen Ansätze 10, so daß eine innige Einladung beider Teile erreicht wird. Gleichzeitig wird der Zierring 12 mit eingespritzt. Er überdeckt die Stoßstelle beider Materialien, wie dies insbesondere aus Fig. 12 ersichtlich ist, so daß die Stoßstelle auch nach außen hin überdeckt und gesichert ist.
Wie bei den eben beschriebenen Beispielen läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren für die beliebigsten Gegenstände und Materialien verwenden. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele

Claims (10)

1.) Verfahren zur Herstellung von Spritz-, Preß- oder Gußteilen, insbesondere zur Herstellung von Füllhaltern, Brillen oder ähnlichen Gebrauchsgegenständen aus nicht metallischen Werkstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in bekannter Weise Halberzeugnisse hergestellt und diese nachträglich gegebenenfalls in einer geeigneten Form ganz oder teilweise mit solchen Massen, z.B. thermoplastischen Massen, umgeben werden, die bei den jeweiligen Gieß-, Spritz- oder Preßbedingungen (Temperatur und Druck), unter denen sie zugeführt werden, mit dem Material der Halberzeugnisse eine innige Bindung eingehen.
Der Text wurde gestrichen. Patentanspruch 1 wurde auf Seite 12 erfasst.
2.) Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass vor dem abschliessenden Spritz- oder Pressvorgang Versteifungseinlagen, wie Metallbügel oder sonstige Metallteile, auf die vorher fertiggestellten Teile aufgelegt und in den gewünschten Gegenstand mit eingepresst, eingespritzt oder eingegossen werden.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Teile aus verschiedenartigen, beispielsweise steifen und elastischen, harten und weichen oder verschiedenfarbigen Materialien bestehen.
4.) Ein nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 3 hergestelltes Brillengestell gekennzeichnet durch ein Nasenstück aus elastischem Material und seitlich daran sitzenden Gläsereinfassungen aus spritz-, giess- oder pressfähigem Material, welches an der Berührungsstelle mit dem Material des Nasenstückes innig verbunden ist.
5.) Ein nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 3 hergestellter Bügel für Brillengestelle gekennzeichnet durch Bügelhälften aus giess-, spritz- oder pressfähigem Material und eine zwischen den beiden Hälften eingebrachte, den Bügel versteifende Einlage aus Metall, Federdraht oder dergl., wobei die beiden Bügelhälften beiderseits der Einlage innig miteinander verbunden sind.
6.) Eine nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 3 hergestellte Kappenhülse für Füllhalter gekennzeichnet durch einen den Vorderrand der Kappenhülse bildenden Ring aus elastischem Material und einen aus spritz-, giess- oder pressfähigem Material gebildeten hinteren Kappenhülsenteil, wobei beide Teile an ihrer Berührungsstelle innig miteinander verbunden sind.
7.) Eine nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 3 hergestellte Kappenhülse nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass der Ring aus elastischem Material an der dem hinteren Teil der Kappenhülse zugekehrten Seit mit Vorsprüngen, Aussparungen oder dergl. versehen ist, die die innige Verbindung der beiden Kappenhülsenteile begünstigen.
8.) Eine Kappenhülse nach den Ansprüchen 6 und 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstelle zwischen den beiden Kappenhülsenteilen durch einen Zierring überdeckt ist.
9.) Eine nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 3 hergestellte Halteklemme für Füllhalter dadurch gekennzeichnet, dass der Clip an seinem oberen Teil in das die Kappenhülse oder die Halterung für den Füllhalter bildende Material allseitig eingebettet ist.
10.) Halteklemme nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet dass der Clip an seinem mit der Kappenhülse in Verbindung tretenden Teil mit schwalbenschwanzförmigen Ansätzen, Mitnehmern oder dergl. versehen ist.

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