DEP0020366DA - Presse zur Herstellung von Formlingen aus erhärtender Formmasse - Google Patents
Presse zur Herstellung von Formlingen aus erhärtender FormmasseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse zur Herstellung von Formlingen aus erhärtender Formmasse, insbesondere zur Herstellung von Formsteinen. Ihr Wesen besteht darin, daß die Masse zwischen Stempel und Widerlager in Vibrationen versetzt wird, indem vom Preßstempel, vom Widerlager oder von der Formwandung aus die Formmasse in Schwingungen versetzt wird. Bei hinreichend hoher Frequenz der Schwingungen wird die Reibung der Masseteilchen gegeneinander stark verringert und damit die Voraussetzung für ein leichtes und wirksames Pressen geschaffen. Die Masse setzt während der Vibration dem Preßdruck keinen großen Widerstand entgegen. Es ist auch möglich, eingeschlossene Luftreste sowie überschüssiges Wasser durch in den Wandungen der Form vorgesehene Öffnungen auszutreiben.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Darin ist 1 der Drehtisch einer Steinpresse, welcher in Pfeilrichtung a schrittweise vorgerückt wird. Nachdem zunächst die Form 2 mit Formmasse gefüllt worden ist, rückt die Form mit ihrem Stempel 3 in den eigentlichen Preßmechanismus vor. In jeder Form befindet sich ein Stempel; diese werden von einer Schiene 4 getragen und sind zu diesem Zweck mit Rollen 5 versehen. An der Preßstelle werden die Stempel durch einen Druckkörper 6 von der Laufschiene 4 abgehoben und führen den erforderlichen Preßhub aus. Dabei wird die Form nach oben hin durch ein Widerlager 7 verschlossen. Die Stempel 3 sind für den Angriff des Druckkörpers 6 beidseitig der Laufschiene 4 mit Vorsprüngen 8 versehen.
Die Masse wird während des Preßhubes in Schwingungen versetzt. Zu diesem Zweck ist der Stempel 3 mit einem
Schwinger 9 versehen, dessen Strahlfläche 10 gleichzeitig die Arbeitsfläche des Stempels bildet. Der Schwinger 9 ist als Magnetostriktionsschwinger ausgebildet; er erhält seinen Erregerstrom über federnde Kontaktpaare 11, 12, die beim Angriff des Druckkörpers 6 am Stempel 3 miteinander verbunden werden.
Die Schwingungen können auch von dem Widerlager 7 ausgehen, indem dessen Stirnfläche 13 als Strahlfläche zum Beispiel eines elektrodynamischen Schwingers 14 ausgebildet ist. Der magnetostriktive Schwinger wird mit einer höheren Frequenz von z. B. 10 kHz, der elektrodynamische Schwinger mit einer niedrigeren Frequenz von z. B. 50 Hz betrieben. Die Herabsetzung der Reibung durch Anwendung von Vibrationen während des Preßvorganges gewährleistet bei verhältnismäßig geringem Energie- und Zeitaufwand einen höheren Verdichtungsgrad und ein gleichmäßiges Gefüge.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt, vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen und andere Ausführungen möglich. So könnte die Form z. B. an ihren Seitenwandungen feine Löcher aufweisen, durch die Gaseinschlüsse und überschüssiges Wasser beim Pressen ausgetrieben werden. Ferner ist es im allgemeinen nicht, wie im Beispiel angegeben, erforderlich, gleichzeitig verschiedene Schwingungsfrequenzen anzuwenden. Man kann auch je nach Art des vorliegenden Falles den Schallerzeuger entweder im Stempel oder im Widerlager oder in den Seitenwandungen der Form anbringen. Ferner ist die Erfindung nicht nur auf Steinpressen anwendbar, sondern allgemein bei Preßvorgängen zwecks Herabsetzung der beim Formen auftretenden Widerstandskräfte, insbesondere durch innere Reibung der Formmasse oder auch durch Reibung der Formmasse an den Formwandungen.
Claims (9)
1.) Presse zur Herstellung von Formlingen aus erhärtender Masse, insbesondere zur Herstellung von Formsteinen, d. g., daß die Masse zwischen Stempel und Widerlager in Vibrationen versetzt wird.
2.) Presse nach Anspruch 1, d. g., daß die Druckfläche des Stempels als Strahlfläche eines Schallsenders ausgebildet ist.
3.) Presse nach Anspruch 1, d. g., daß die Angriffsfläche des Widerlagers als Strahlfläche eines Schallsenders ausgebildet ist.
4.) Presse nach Anspruch 1, d. g., daß ein oder mehrere Seitenwandungen der Preßform als Strahlfläche von Schallsendern ausgebildet sind.
5.) Presse nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, d. g., daß in den Seitenwandungen der Preßformen feine Löcher vorgesehen sind, durch die Gaseinschlüsse und überschüssiges Wasser beim Formen entweichen können.
6.) Presse nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch mehrere, an verschiedenen Seiten der Preßform angeordnete Schallsender.
7.) Presse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schallsender zur vorzugsweise gleichzeitigen Beschallung mit verschiedenen Frequenzen vorgesehen sind.
8.) Presse nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch die Anwendung magnetostriktiver Schallerzeuger für hohe Frequenzen von z. B. 10 kHz.
9.) Presse nach Anspruch 1 bis 8, gekennzeichnet durch die Anwendung von elektrischen Membranschwingern für niedere Frequenzen von z. B. 50 Hz.
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