DEP0020218DA - Verfahren zum Reinigen von fettig verschmutzten Maschinenteilen und zum Herstellen von zur Vorbereitung der Reinigung geeigneten Mitteln - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von fettig verschmutzten Maschinenteilen und zum Herstellen von zur Vorbereitung der Reinigung geeigneten Mitteln

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DEP0020218DA
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English (en)
Inventor
Eugen Dr.-Ing. Hutzenlaub
Original Assignee
Hutzenlaub, Eugen, Dr.-Ing., Markgröningen, Württ.
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen von stark fettig verschmutzten Körpern, insbesondere metallischen Maschinen-, z.B. Lokomotivteilen und ganzer Maschinen, sowie auf ein Verfahren zum Herstellen von die Reinigung derartiger Teile vorbereitenden Mitteln.
Es ist bekannt, fettig verschmutzte Maschinenteile rein mechanisch, durch Abkratzen, Abbürsten, Abreiben und dgl. zu reinigen. Es ist auch bekannt, eine kombinierte mechanisch-chemische Reinigung anzuwenden, z.B. den Schmutz bei gleichzeitiger mechanischer Behandlung der Teile durch Petroleum zu lösen. Schließlich ist es bekannt, auf rein chemischem Wege, z.B. durch Kochen in Laugen oder durch Lösen in leicht flüchtigen Lösungsmitteln zu reinigen, gegebenenfalls mit Unterstützung durch mechanische Maßnahmen. Zu den meist heiß angewandten laugenartigen Mitteln gehören wässrige Lösungen von Ätzalkalien, Karbonaten, z.B. Soda, Phosphaten, Silikaten usw. Derartige Lösungen lassen sich nicht verwenden, wenn die zu reinigenden Maschinenteile auch Teile aus nichtmetallischen Werkstoffen, z.B. aus Kunstharzpreßstoffen aufweisen. Beim Arbeiten mit heißen Lösungen werden außerdem erhebliche Wärme-, also Kohlemengen verbraucht. An flüchtigen Lösungsmitteln, in welche die zu reinigenden Maschinenteile eingetaucht werden, verwendet man z.B. Petroleum, Benzin,
Benzol, Trichloraethylen, Glykol und ähnliche Fettlösungsmittel.
Statt die Teile in Laugen abzukochen, war es auch bekannt, sie mit den heißen Laugen abzuspritzen und statt sie in Lösungsmitteln zu tauchen, war es auch bekannt, sie mit den Lösungsmitteln abzubürsten. In allen Fällen war es notwendig, viel Zeit, viel menschliche Arbeitskraft - dazu auch zu deren Aufrechterhaltung notwendige Mittel, z.B. Arbeitskleidung - und viele mechanische Arbeit anzuwenden, abgesehen von den schon genannten, beim Arbeiten mit heißen Lösungen erforderlichen Wärmemengen. Nach den bekannten Verfahren gereinigte Eisenteile neigten überdies anschließend an die Reinigung stark zum Rosten.
Gemäß der Erfindung wird deshalb vorgeschlagen, den fettreichen Schmutz an Maschinenteilen durch eine Vorbehandlung mit öllöslichen Emulgatoren zur Bildung einer wässrigen Emulsion geeignet zu machen und ihn dann mit Wasser abzuspülen, vorzugsweise mit kaltem Wasser abzuspritzen. Die Emulgatoren können in beliebiger, geeigneter, dem einzelnen Anwendungsfall leicht anzupassender Weise an den Schmutz herangebracht werden, z.B. durch Aufsprühen auf die zu reinigenden Körper, durch Eintauchen der zu reinigenden Körper oder durch Auftragen mit Hilfe eines Auftragmittels, z.B. eines Pinsels oder Lappens. Je nach Art und Menge der aufgetragenen Emulgatoren und nach Art und Menge des Schmutzes läßt man die Emulgatoren 10 Minuten bis 5 Stunden einwirken. Stehen die Emulgatoren in reichlicher Menge zur Verfügung, wie beim Eintauchen, so genügen kurze Einwirkungszeiten, stehen sie in geringerer Menge zur Verfügung, wie beim Aufsprühen, so sind längere Einwirkungszeiten nötig. Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich kalt durchführen. Die für Wärmeerzeugung notwendigen Aufwendungen werden also gespart. Auch mechanische Arbeit, insbesondere Handarbeit, braucht nicht aufgewendet zu werden, soweit nicht das Abspritzen als mechanische Arbeit zu bezeichnen ist. Insgesamt ist auch der für das neue Verfahren notwendige Zeitaufwand geringer als bei den bekannten Verfahren.
In weiterer Erfindung werden die Emulgatoren in organischen Lösungsmitteln, und zwar zweckmäßig in Mischungen von schwer flüchtigen und von leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln an den Schmutz herangebracht. Die leicht flüchtigen Lösungsmittel erleichtern die Durchdringung des Schmutzes mit den Emulgatoren. Die Verwendung der schwer flüchtigen Lösungsmittel hat den zusätzlichen Vorteil, daß nach dem Abspritzen, also nach dem Abfließen der von dem Spritzwasser mit dem vorbehandelten Schmutz gebildeten Emulsion ein Fett- oder Ölhauch auf den Maschinenteilen zurückbleibt, so daß die Gefahr des Nachrostens sehr vermindert wird. Das Einbringen der Emulgatoren in derartigen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen hat überdies den Vorteil, daß nur geringe Mengen dieser Stoffe notwendig sind, so daß das neue Verfahren in dieser Form auch wesentlich billiger ist als die bisher bekannten Verfahren. In einem Gemisch von leicht und schwer flüchtigen Lösungsmitteln werden zweckmäßig die schwer flüchtigen in größerer Menge verwendet. Derartige Gemische können beispielsweise 50 bis 80 Gewichtsteile schwer flüchtiger Kohlenwasserstoffe und deren Mischungen, z.B. Petroleum, Gasöl, Spindelöl, Tetralin oder dgl., enthalten, dazu 10 bis 30 Gewichtsteile leicht flüchtiger Kohlenwasserstoffe oder deren Mischungen, wie Trichloraethylen, Methylenchlorid, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff und dgl., sowie 10 bis 40 Gewichtsteile der öl- und fettlöslichen, gegebenenfalls auch wasserlöslichen Emulgatoren, z.B. Polyaethylenoxyd; Fettsäureester, Aethylenoxyd-Fettalkohol, Laurylalkohol, Cetylalkohol, Oleate, wie Ammoniumoleat, Triaethanolaminoleat; Triaethanolaminresinat, Naphtensäure-Triaethanolamin; Sulfonate von Mineralölen, Rizinussolfosäure, ferner Türkischrotöle, Türkischrotöle mit aromatischen Sulfosäuren und/oder mit aliphatischen Sulfosäuren und/oder mit Fettalkoholsulfonaten, Naphtalinsulfosäure; Seifen aus Polymerisationsprodukten und/oder Anhydrierungsprodukten des Rizinusöls, ferner saure Seifen und Seifen mit Hexalin oder Methylhexalin.
Für Mischungen, die geeignete wasserfreie Mittel zum Vorbereiten der Reinigung stark fettig verschmutzter Körper in der beschriebenen Weise ergeben, werden die folgenden drei Beispiele genannt, die vielfältige Abwandlungen zulassen:
Beispiel 1)
70 Gew.T. Petroleum
15 Gew.T. Trichloraethylen
15 Gew.T. Rizinussolfosäure
Beispiel 2)
60 Gew.T. Gasöl
15 Gew.T. Spindelöl
15 Gew.T. Methylenchlorid oder Benzol
10 Gew.T. Aethylenoxyd-Fettalkohol
Beispiel 3)
65 Gew.T. Petroleum
15 Gew.T. Tetrachlorkohlenstoff
5 Gew.T. Harz
3 Gew.T. Triaethanolamin
12 Gew.T. Spiritus

Claims (9)

1) Verfahren zum Reinigen von stark fettig verschmutzten Körpern, insbesondere metallischen Maschinen, z.B. Lokomotivteilen und ganzer Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die verschmutzten Teile der Einwirkung öllöslicher Emulgatoren ausgesetzt werden, wonach der durch die Einwirkung der Emulgatoren zur Bildung einer wässrigen Emulsion geeignet gemachte Schmutz mit Wasser abgespült wird, vorzugsweise durch Abspritzen mit kaltem Wasser.
2) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigenden Teile der Einwirkung von in organische Lösungsmittel eingebrachten Emulgatoren ausgesetzt werden.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigenden Teile der Einwirkung von in Mischungen von schwer flüchtigen von von leicht flüchtigen organischen Lösungsmitteln eingebrachten öllöslichen Emulgatoren ausgesetzt werden, wobei die schwer flüchtigen Lösungsmittel zweckmäßig überwiegen.
4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Gemisches von 50 bis 80 Gewichtsteilen schwer flüchtiger Kohlenwasserstoffe und deren Mischungen, z.B. Petroleum, Gasöl, Spindelöl, Tetralin oder dgl., 10 bis 30 Gewichtsteilen leicht flüchtiger Kohlenwasserstoffe oder deren Mischungen, wie Trichloraethylen, Methylenchlorid, Benzol, Tetrachlorkohlenstoff und dgl., und 10 bis 40 Gewichtsteilen fettlöslicher, gegebenen- falls fett- und wasserlöslicher Emulgatoren, z.B. Polyaethylenoxyd; Fettsäureester, Aethylenoxyd-Fettalkohol, Laurylalkohol, Cetylalkohol; Oleate, wie Ammoniumoleat, Triaethanolaminoleat, Triaethanolaminresinat, Naphtensäure-Triaethanolamin; Sulfonate von Mineralölen, Rizinussulfosäure, ferner Türkischrotöle, Türkischrotöle mit aromatischen Sulfosäuren und/oder mit aliphatischen Sulfosäuren und/oder mit Fettalkoholsulfonaten, Naphtalinsulfosäure; Seifen aus Polymerisationsprodukten und/oder Anhydrierungsprodukten des Rizinusöls, ferner saure Seifen und Seifen mit Hexalin oder Methylhexalin.
5) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgatoren oder deren Lösungen durch Aufsprühen auf die zu reinigenden Körper aufgetragen werden.
6) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgatoren oder deren Lösungen durch Eintauchen der zu reinigenden Körper mit diesen in Berührung gebracht werden.
7) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulgatoren oder deren Lösungen durch Auftragen mit Hilfe eines Auftragemittels, z.B. eines Pinsels oder Lappens auf die zu reinigenden Körper aufgebracht werden.
8) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 und einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zu reinigenden Körper, nachdem sie der Einwirkung der Emulgatoren oder deren Lösungen ausgesetzt und mit Wasser abgespült, vorzugsweise abgespritzt wurden, mit Luft trocken geblasen werden.
9) Verfahren zum Herstellen eines Mittels zum Vorbereiten der Reinigung von stark fettig verschmutzten Körpern, dadurch gekennzeichnet, daß öllösliche Emulgatoren mit viel schwerflüchtigen und wenig leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffen vermischt werden.

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