DEP0019267DA - Verfahren zur Herstellung von gewebten, gestrickten oder geflochtenen Gegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gewebten, gestrickten oder geflochtenen Gegenständen.

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Publication number
DEP0019267DA
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DE
Germany
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yarns
woven
knitted
polymeric
braided
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
William Francis Osborne
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von gewebten, gewirkten oder geflochtenen Gegenständen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden Artikel durch Weben, Wirken oder Flechten hergestellt, welche zwischen 25 und 90 Gewichtsprozent Wolle, Zellulose oder regenerierte Zellulose oder Proteinfasern oder -fäden sowie zwischen 10 und 75 Gewichtsprozent Stapelfasern oder kontinuierliche Fäden, die im wesentlichen aus einem oder mehreren hochpolymeren linearen Estern der nachstehend definierten Art bestehen, in gleichmässiger Verteilung enthalten, wobei die Artikel gegen den Durchtritt von Wasser widerstandsfähig sowie abriebfest sind. Beispiele von natürlichen Zellulosefasern sind: Baumwolle, Leinen, Flachs und Hanf. Beispiele von regenerierten Zellulosefasern und -fäden sind: Viskose-und Kupferammoniakfasern und -fäden. Beispiele von regenerierten Proteinfasern sind solche, wie sie aus Erdnüssen oder Kasein erhalten werden.
Die in der Beschreibung genannten hochpolymeren linearen Ester sind jede Stoffe, die durch Erhitzen von einem oder mehreren Gly- kolen der Reihe HO(CH(sub)2)(sub)nOH, wobei n grösser als 1, aber nicht grösser als 10 ist, mit Terephthalsäure oder einem esterbildenden Derivat derselben erhalten werden. Unter hochpolymeren linearen Estern sind Polyester, Fäden oder Filme zu verstehen, die durch Ziehen oder Walzen eine in den charakteristischen Röntgenbildern erkennbare molekulare Orientierung erhalten können. Beispiele von esterbildenden Derivaten der Terephthalsäure sind ihre aliphatischen (einschliesslich zykloaliphatischen) und Arylester und Halbester, ihre Säurehalogenide und ihre Ammonium- und Aminsalze. Beispiele der erwähnten Glykole sind: Äthylen-, Trimethylen-, Tetramethylen-, Hexamethylen- und Dekamethylenglykole. Unter den erwähnten polymeren Estern wird das Polyäthylenterephthalat infolge der leichten Zugänglichkeit der Materialien, aus welchen es synthetisiert wird und wegen seines hohen Schmelzpunktes von 240°C, bevorzugt.
Kontinuierliche Fäden aus diesen polymeren Estern werden am leichtesten nach irgend einer der bekannten Methoden des Schmelzspinnens dargestellt, z. B. durch Schmelzen von Stückchen oder Spänen des Polymerisats auf einem erhitzten Gitterrost, Filtrieren der Schmelze durch ein Filterbett aus feinen Teilchen wie Sand, Durchtreiben der Schmelze durch ein Spinnorgan (Spinndüse) und Abkühlen der so gebildeten Fäden. Diese Fäden werden dann vorzugsweise im festen Zustand gezogen bezw. gespannt, damit sie hohe Zugfestigkeiten, Elastizitätsmoduli und hohes Widerstandsvermögen gegen Wasser sowie niedrige Dehnungswerte erreichen. Es wurde gefunden, dass hohe Werte beim Ziehen erzielt werden können, wenn die Fäden auf eine höher als 60°C liegende, jedoch niedriger, vorzugsweise um mindestens 30° niedriger als ihre Schmelzpunkte liegende Temperatur erhitzt werden. Stapelfasern der erwähnten polymeren Ester können durch Schneiden oder Reissen der kontinuierlichen Fäden, vorzugsweise nach dem Ziehen und Kräuseln derselben, erhalten werden.
Die zur Herstellung der erfindungsgemässen Artikel dienenden gezogenen Fäden oder Fasern können vorzugsweise einer Fixierung in der Hitze und Entspannungsbehandlung unterzogen werden, und zwar durch Erhitzen derselben auf eine höhere Temperatur als jene, bei welcher die Fäden gezogen wurden, die jedoch niedriger, vorzugsweise um 30° niedriger als deren Schmelzpunkt liegt unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer auf die Fäden wirkenden Spannung. Durch diese Behandlung werden die Fäden bei Temperaturen bis hinaus zur Temperatur der Entspannungsbehandlung wärmebeständig gemacht und dadurch wird jedes Garn bezw. jeder solche Faden enthaltende Artikel oder die daraus hergestellte Stapelfaser einer Schrumpfung weniger ausgesetzt.
Besonders feste Garne können aus einem Bündel der genannten polymeren Fäden bestehen, die gewünschtenfalls miteinander verzwirnt sein können, wobei die Fäden vorzugsweise vor oder nach Bildung des Garnes gezogen sein können. Solche Garne können zur Gänze oder teilweise aus den erfindungsgemässen Fäden von synthetischen linearen Polyestern bestehen. Gewünschtenfalls können kontinuierliche Fäden aus regenerierter Zellulose in diese Garne eingearbeitet sein, wobei die Fäden aus polymeren Estern vor Bildung des Garnes gezogen werden.
Die Garne können auch mittels eines beliebigen Garnspinnverfahrens aus Stapelfasern der erwähnten polymeren Ester hergestellt sein. Gewünschtenfalls können Stapelfasern aus Wolle, Baumwolle, regenerierter Zellulose oder Protein in diese Garne eingearbeitet werden.
Die erfindungsgemässen Artikel können durch Wirken, Weben oder Flechten aus Misch-Garnen, die Fäden oder Stapelfasern aus polymeren Estern enthalten, hergestellt werden. Sie können auch gebildet werden durch Vermischung von Garnen, die im wesentlichen aus Fasern oder Fäden der polymeren Ester bestehen, mit im wesentlichen aus Woll-, Zellulose- oder regenerierten Zellulose- bezw. Proteinfasern oder -fäden bestehenden Garnen, oder auch durch Vermischung von Garnen, welche im wesentlichen aus Fasern oder Fäden der polymeren Ester bestehen, mit Mischgarnen mit einem Gehalt an Fasern oder Fäden aus Polyestern.
Unter den aus Mischgarnen hergestellten Geweben sind jene, die Garne mit polymeren Estern in Form von Stapelfasern enthalten, bevorzugt, da diese Garne beim Wirken, Flechten oder Weben Stoffe ergeben, die im wesentlichen regendicht und von hoher Abriebswiderstandsfähigkeit sind. Misch-Garne mit Stapelfasern werden bevorzugt, weil die daraus hergestellten Gewebe einen kompakten Charakter aufweisen, der bei Verwendung von Fadengarnen gewöhnlich nicht erreicht wird. Da die Regendichtigkeit der erzeugten Gewebe von der Fähigkeit der Woll-, Zellulose-, regenerierten Zellulose- oder Proteinfasern abhängt, beim Feuchtwerden aufzuquellen und so die Oeffnungen in dem Gewebe zu verschliessen, ist es klar, dass, je kompakter das Gewebe ist, desto leichter die kleineren Öffnungen blockiert werden können. Solche Erzeugnisse sind für Zeltplanen, wasserdichte Ueberkleider, Golfjacken und dergl. sehr geeignet.
Gewebe, die aus Garnen mit kontinuierlichen Fäden der polymeren Ester hergestellt werden sollen, werden am vorteilhaftesten in Verbindung mit einem wenig verzwirnten Garn aus Wolle, Zellulose, regenerierter Zellulose oder Protein zu Geweben verwebt oder verwirkt. Die so hergestellten Gewebe sind beim Nasswerden infolge des Aufquellens der letztgenannten Garnsorte für Wasser fast undurchlässig und besitzen infolge des Garnes, welches die polymeren Ester in Form kontinuierlicher Fäden enthält, besonders hohe Festigkeit. Die Wasserundurchlässigkeit hängt von einer Anzahl von Faktoren ab, wie von der Verzwirnung des quellbaren Garnes (eine Verzwirnung von nicht mehr als drei Windungen je Zoll wird bevorzugt), von der Dichtheit des Garnes im Gewebe und vom Gras des Quellvermögens des quellbaren Garnes. Solche Gewebe sind brauchbar zur Herstellung von Verbindungsschläuchen z. B. zwischen Lokomotive und Tender, für zusammenlegbare Eimer, Wagen- und Zeltplanen, wo wasserundurchlässige Stoffe mit guter Abriebfestigkeit erforderlich sind.

Claims (10)

1.) Verfahren zur Herstellung von gewebten, gestrickten oder geflochtenen Gegenständen mit verbesserter Abriebfestigkeit und Wasserundurchlässigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass durch Weben, Wirken oder Flechten Gegenstände hergestellt werden, welche in gleichmässiger Verteilung 25 bis 90 Gewichtsprozent Woll-, Zellulose-, regenerierte Zellulose- und/oder Proteinfasern oder -fäden und zwischen 10 bis 75 Gewichtsprozent Stapelfasern oder kontinuierliche Fäden, die im wesentlichen aus einem oder mehreren hochpolymerisierten linearen Estern der vorstehend definierten Art bestehen, enthalten.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Stapelfasern oder kontinuierliche Gespinste aus Polyäthylenterephthalat verwendet werden.
3.) Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelfasern oder kontinuierlichen Fäden aus polymeren Estern im festen Zustande gezogen werden.
4.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand aus Garnen gewirkt, geflochten oder gewebt wir,d von welchen zumindest ein Garn den polymeren linearen Ester in Form kontinuierlicher Fäden enthält.
5.) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, das zumindest eines der das Gewebe bildenden Garne im wesentlichen in Form von gezogenen kontinuierlichen Fäden der polymeren linearen Ester verwendet wird.
6.) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eines der das Gewebe bildenden Garne in Form von gezogenen, kontinuierlichen Fäden des linearen polymeren Esters und aus kontinuierlichen Fäden von regenerierter Zellulose verwendet wird.
7.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand aus Garnen gewirkt, geflochten oder gewebt wird, von welchen zumindestens eines den linearen polymeren Ester in Form von Stapelfasern enthält.
8.) Verfahren nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegenstand aus den polymeren Ester enthaltenden Garnen und aus Garnen, die im wesentlichen aus Woll-, Zellulose-, regenerierter Zellulose- und/oder Proteingarnen bestehen, gewirkt, geflochten oder gewebt wird.
9.) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zellulose-, regenerierte Zellulose- und/oder Proteingarn in Form eines schwach verzwirnten Garnes verwendet wird, d. h. eine Verzwirnung von nicht mehr als drei Windungen je Zoll aufweist.
10.) Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe aus Mischgarnen gewirkt, geflochten oder gewebt wird, deren jedes den linearen polymeren Ester in Form von Stapelfasern enthält.

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