DEP0017185DA - Rohr oder Rinne zur Förderung stückigen Gutes, insbesondere Blasversatzrohr - Google Patents
Rohr oder Rinne zur Förderung stückigen Gutes, insbesondere BlasversatzrohrInfo
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Description
Ein Förderrohr für stückiges Gut, insbesondere ein Rohr zur Förderung des Blasversatzes unter Tage hat zwei einander widersprechende Eigenschaften zu erfüllen. Das zum Teil mit grosser Geschwindigkeit beförderte Gut übt eine schleifende Wirkung auf die innere Rohr- oder Rinnenwandung aus, der ein glasharter Werkstoff am besten Widerstand leisten könnte. Die mannigfachen Stösse und Schläge, die gerade im Untertagebetrieb ein solches Fördermittel erfährt, verlangen auf der anderen Seite, dass die Wandung des Rohres oder der Rinne derartigen Stössen und Schlägen gegenüber nachgiebig ist, ohne dass ein Reissen eintritt.
Um diesen widersprechenden Anforderungen zu genügen, hat man ausser der Wahl verschiedener einheitlicher Werkstoffe bei Förderrohren und Förderrinnen auch schon zu dem Mittel gegriffen, die Rohre bzw. Rinnen aus zwei Blechlagen aufzubauen, wobei die Innenlage aus härtbarem, die Aussenlage aus nicht härtbarem Stahl bestand, und dann die Innenlage gehärtet.
Die Herstellung aus zwei Blechlagen ist aber umständlich und hat mannigfache Nachteile. Man hat daher bei der Herstellung eines Förderrohres einen härtbaren Stahl verwendet und die Einwirkung der Härteeinrichtung (Gasbrenner oder Induktionsspule) von der Innenwandung des Rohres so zu beschränken versucht, dass die Wandung von innen her in gewisser Tiefe gehärtet wurde, die Aussenschicht aber weich blieb. Diese Versuche, die bei Rohren grösserer Wandstärke erfolgreich verliefen, führten bei dünnwandigen Rohren zu keinem befriedigendem Ergebnis. Bei geringer Anheizung während des Härtens war die Härtetiefe zu gering, bei höherer Temperatur aber härteten die Rohre vollkommen durch, so dass die Gefahr von Brüchen des Rohres bei Stoss und Schlag bestand.
Das Ziel der Erfindung ist, bei Rohren oder Rinnen, die aus einem einheitlichen Werkstoff bestehen, eine teilweise Härtung so durchzuführen, dass die Widerstandsfähigkeit der Innenwandung gegen Verschleiss und die Nachgiebigkeit der Aussenwandung bei Stoss und Schlag gewährleistet ist, und zwar wird dies dadurch erreicht, dass bei einheitlichem Material vorzugsweise von der Innenseite des Rohres oder der Rinne her die Oberfläche teilweise derart gehärtet wird, dass gehärtete und ungehärtete Abschnitte gleichförmig über die Wandung verteilt sind. Die Er-
findung lässt sich entweder in der Weise durchführen, dass bei härtbarem, noch nicht gehärtetem Material einzelne Abschnitte der Härtung, d.h. der Erhitzung und nachfolgenden Abschreckung unterworfen werden, oder auch so, dass die bereits gehärtete Wandung des Rohres oder der Rinne abschnittweise angelassen, d.h. einer genügenden Erhitzung und darauf folgenden langsamen Abkühlung unterworfen wird.
Da die Innenwandung eines derart behandelten Rohres bzw. einer Rinne, in der Achsrichtung gesehen, immer wieder gehärtete Abschnitte aufweist, halten sich die Anfressungen durch das in der Achsrichtung beförderte Stückgut in mässigen Grenzen. Andererseits gestalten die gleichmässig über die Wandung verteilten ungehärteten Abschnitte das Gesamtgefüge des Fördermittels elastisch, so dass ein Reissen oder Springen bei Schlagbeanspruchung nicht möglich ist und selbst durch übermässige Beanspruchung entstehende Löcher infolge der Inhomogenität der Wandung keinen zu grossen Umfang annehmen und daher leicht wieder ausgebessert werden können.
Die Form der teilweisen Härtung bzw. teilweisen Anlassens richtet sich nach der Beanspruchung der Rohre oder Rinnen und den vorhandenen Härteeinrichtungen. Bei Rohren besteht ein einfaches Verfahren zur Durchführung der Erfindung darin, dass die Härtung längs senkrecht zur Rohrachse liegender aequidistanter Ringe erfolgt. Hierbei wechseln gehärtete Ringschichten mit ungehärteten ab, so dass sich in der Längsrichtung des Rohres schädliche Einwirkungen nicht im gleichen Sinne fortpflanzen können. Für den Verschleiss durch das Fördergut liegen zwichen den weichen ungehärteten Ringen immer wider gehärtete, die jene vor Abnutzung schützen.
Eine andere Ausführungsform sieht die Anordnung der gehärteten Ränder längs einer Spirale vor. Diese Form ist bei verschiedenen Härteeinrichtungen bequem zu verwirklichen. Bei Spiralen mit nicht allzu grosser Steighöhe ist die praktische Wirkung der einer Härtung längs senkrecht zur Rohrachse liegender Ringe sehr ähnlich. Statt einer Spirale können auch zwei gegenläufige Spiralen der Härtung unterworfen werden. In diesem Falle ergeben sich also verschiedene Härtegrade, je nach dem ob der Abschnitt innerhalb eines Härtungsbandes, innerhalb beider Bänder oder ausserhalb beider Bänder liegt. Ein derartiges Netz von Abschnitten verschiedener Härte und Elastizität ergibt ein besonders nachgiebiges Gefüge, welches gegen Stoss und Schlag unempfindlich macht, während ande-
rerseits die gehärtete Innenfläche den grösseren Teil der Wandung ausmacht.
Wenn Rohrenden mit einer Manschette aus ungehärtetem Eisen überzogen werden, so können die Rohrenden vollständig durchgehärtet werden. Selbstverständlich können aber auch die Rohrenden in der gleichen Weise bandförmig gehärtet sein wie der übrige Teil des Rohres.
Auf der Zeichnung stellt
Abb. 1 ein Rohr mit bandweiser Härtung längs aequidistanter Ringe,
Abb. 2 ein Rohr mit einer Härtung längs eines spiralförmig verlaufenden Bandes,
Abb. 3 ein Rohr mit einer Härtung längs zweier gegenläufig spiraliger Bänder gleicher Steighöhe dar.
Die dunkleren Stellen sollen den gehärteten Werkstoff andeuten. Es ergibt sich, das elastische und unelastische Abschnitte über die Wandung verteilt sind, so dass eine grosse Innenhärte und Gesamtelastizität bei dem neuen Rohr vereinigt sind. Die bandweise Härtung kann auch bis zu den Enden durchgeführt werden. Auf der Zeichnung ist dargestellt, dass die Rohrenden gleichförmig durchgehärtet sind und auf die gehärteten Enden Manschetten aus ungehärtetem Material aufgesetzt sind.
Rohre und Rinnen gemäss der Erfindung sind in Anbetracht der mit ihnen zu erzielenden Gebrauchsdauer besonders wirtschaftlich. Sie können aus einem einheitlichen verhältnismässig wohlfeilen Stahl hergestellt und mit einfachen Mitteln gehärtet werden.
Claims (7)
1.) Rohr oder Rinne zur Förderung stückigen Gutes, insbesondere Blasversatzrohr, mit Oberflächenhärtung, dadurch gekennzeichnet, dass gehärtete Abschnitte gleichförmig über die Wandung verteilt sind.
2.) Verfahren zur Herstellung von Rohren oder Rinnen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Härtbare, noch nicht gehärtete Material der Wandung einer Härtung in Bandform unterworfen wird.
3.) Verfahren zur Herstellung von Rohren oder Rinnen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der vollständig gehärteten Wandung durch stellenweises Anlassen gleichförmig verteilter Stellen eine höhere Elastizität erzeugt wird.
4.) Verfahren zur Herstellung von Rohren oder Rinnen nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen zum Zwecke des Härtens bzw. des Anlassens mittels Gasheizung oder durch elektrische Induktion erfolgt.
5.) Förderrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aequidistante, senkrecht zur Rohrachse liegende Ringe der Rohrwandung gehärtet sind.
6.) Förderrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrwandungen längs einer Spirale oder längs zweier gegenläufiger Spiralen, vorzugsweise gleicher Steighöhe gehärtet sind.
7.) Förderrohr nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass über einem vollständig gehärteten Rohrende eine Manschette aus ungehärtetem Werkstoff angeordnet ist.
Der Anspruch von dieser Seite wurde nachgereicht und auf Seite 7 als Anspruch 4 eingefügt!
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