DEP0016224DA - - Google Patents
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Description
Beschreibung
Sin lange! der selbsttätig öffnenden Ventile ist ihr
geringer Hub. Ir lat zunächst dadurch bedingt, dai
nacht Öffnung de® Tentils durch den Druck des ruhenden
Betriebsmittel« - Gas, Luft, Dampf oder flüssigkeit der
durch das strömende Betriebsmittel auf die Vorderseite
des Ventilkörpers ausgeübte Druck mit wachsen dem
?entilhube imsier saehr abnimmt.
Führt das fentil nicht ins freie» sondern ist ea in eine
Leitung oder in einen sonstigen Raum eingebaut, bo
wird Ton dem strömenden Betriebsmittel auf die Rückeeite
des ?entilkSrpers ein die WeiterCSffnung des Tentils
hindernden Druck ausgeübt, der mit wachsendem
Yemtilhub issaaer mehr zunimmt.
Ist schließlich des Ventil durch eine Iu üblicher Weise
angeordnete Feder belastet^ so steigt mit wachsendem fentilhub der Gegendruck der Feder immer mehr an und
wirkt ebenfalls der Weiteiöffnung des ¥entils entgegen.
Ein bekanntes Mittel zur Erhöhung dee Hubes ist die Anordnung von Membranen» wodurcn der äie Weiteröffnung
bewirkende Drucfe vervielfacht wird, doch ist diese verwickelte
Beufert nicht iiberajl aat Platze.
Eine Erhöhung ü@& Hubes katrs aucii erreicht weiten,
wenn es gelingt, den Unterschied z^iseöen uer:
die von dem strömenden Betriebsmittel auf die Vorderseite
des Ventilkörpere und auf seine Bückseite ausgeübt
werden, zu vergröesern.
Bach der Erfindung wird der Unterschied zwischen die-Ben
Drückern dadurch vergrössert, daß in Strömungsrlohtung
gesehen vor dem Ventil eine düsenartige Verengung,
welche den Druck auf die Vorderseite des Vexitilkörpere
erhöht, und hinter dem Ventil eine ejektorartig
wirkende Vorrichtung, welche den Druok auf die Büekßeite
des Ventilkörpers ermäaeigt, angeordnet sind. Diese beiden Mittel können auch jedes für sich allein
verwendet werden.
Ausführungsbeispiele zeigen die Abbildungen 1 bis Abb.l stellt ein Ventil mit üblicher Federbelastung
dar.
In der Zuleitung 1 ist eine düaenförmige Verengung
angeordnet, duroh welche das Betriebsmittel in den ständig eich erweiternden Baum 3 tritt. Hierdurch
sinkt in diesem Raum die Geschwindigkeit des Betriebsmittel
ständig und damit steigt nach dem Bemoullischen Gesetz sein Druck immer mehr an. Infolgedessen wird
der durch Schraubenfeder 8 belastete Ventilkörper 4 kräftig emporgehoben, sobald das Ventil durch aen
Druok dee ruhenden Betriebamittels geöffnet worden
ist.
ÜE das Betriebsmittel mit einer möglichst hohen ß#-
achvsinäigkelt durch die Düse strömen zu lassen, muß
Sorge getragen werden, daß die Seibungeverluste in
der Zuleitung 1 bis zur Diie· möglichst gering werden,
und die Strömungβenergie beim Eintritt in die Düse möglichst
groß wird. Dies i*4 erreicht, indem die Zuleitung
Tor dem Ventil auf eine möglichst lange Strecke
möglichst gerade geführt wird und indem die Innenwandung
der Zuleitung eine glatte Oberfläche erhält. Der Brück dee strömenden Betriebsmittels auf die Rückseite
des Ventilkörperβ 4 wird durch die saugende
Kraft des Ejektor85,6 umso mehr ermässigt, Je weiter
sich der Tentilkörper dem unteren Bande der Wandung 5
nähert, indes durch den Zwischenraum zwischen den Wandungen 5 und fi immer mehr Betriebsmittel fließt*
Der Druck in Raum 7 wird ein Minimumf wenc der Tent11-körper
an den unteren Band der Wandung 5 anstösst
und die gesamte letriebsmittelmenge durch den Ejektor
5,6 hindurohströffit.
Eine weitere Huberhöhung kann durch eine an sich, nämlich
bei EucksehlagTentilen für Sauerstoffleitungen
bekannte Anordnung einer zur Strömungsrichtung senkrecht stehenden Schraubenfeder gemäß Abb.2 erreicht
werden« Der Bogen der Federachse 9 ist so flach ge wählt, daß der von der feder auf αen Yentilkörper
ausgeübte Druck nur durch öffnung des Ventils ,mit
steigenden Hub immer geringer wird. Bei gerader Stellung
der Feder würde der Druck gänzlich aufhören· Um öle feder wieder in die Ur;gr»<'run;givlage zm bringen,muß
die feder in der ßndstellung d.h. beiai Anstossen der
Feder an die Begrenzung XO noch, eine leichte ILrommung
haben.
Grund©ätslleh kanu die Feder auch in umgekehrter lage
angeordnet werden, also so, daß sich die Enden auf
den YentilkÖrper stützen·
Bie Abb. 3 and 4 aeigen eine Schläuche!eherung für Autogenbrenner.
Die bei autogenen SchweiS-Schneid-und HIrteanlagen vorgeschriebenen und in ihrer Bauart amtlich
genehmigten Waaservorlagen, haben awei Mängel. Sie
schützen erstens nicht gegen Eücktritt von Sauerstoff in den Brennerschlauch» sondern, nur gegen solchen Rücktritt
in die Leitung hinter der Wasservorlage. Sie
schützen zweitens auch nicht gegen diesen Bücktritt in die Leitung, wenn die Bedienungsmannschaft versäumt
hat, genügend Wasser als Ersatz fix mit dem Gasstrom
mitgerissenes oder verdunstetes Wasser nachzufüllen.. Explosionen im Brennerschlauch treten daher häufig auf
und Explosionen in ösr Leitung sind meist auf fehlendes
Wasser zurückzuführen.
Abhilfe sucht man durch Einbau von Zusatzsieherungen in den Brennerschlauch zu schaffen. Bisher befinden
sich einwandfreie Zusatzsicherungen aber noch nicht
auf dem Markte. Die am meisten verbreiteten Sicherungen
mit Lippenventilen gewähren keinen Schutz gegen schleichenden Sauerstoff, da bei ihnen keine ständige
Kraft ein Zu samcs end rücken der Lippen bewirkt. Der
rücktretende Sauerstoff übt erst bei hohem Druck so viel Kraft auf die Lippen au®, daS kein Sauerstoff
mehr durch die Lippen hindurch gelangen kann.
Die dargestellte SchlauehBleherung gewährt gleichseitig
eine genügende Belastung für die Dichtung des
Ventils im Buaezustande und einen genügenden Gasäurchfluß
im geöffneten Sustande.
Säen öffnen des Brennerventils hebt der Druck dee Gaees
in Zuleitung 1 die Gummlseheibe 4· Das nun durch
Düse 2 strömende Gas Übt infolge der Erweiterung des Baumes 3 einen starken Druck nach rechts auf die
Gummischeibe aus und gleichzeitig wird durch den Ejektor
5» 6 aas Yentil nach rechts gesaugt. Infolgedessen wird da© Ventil weit geöffnet.
Me Gumniisoheib© yereinigt die in Abb.2 dargestellten
fentilkörper 4 und Schraubenfeder 9 zu einem einzigen
Körper mit gleicher Wirkungsweise. Die durchlochte Gummiecheibe wird durch Aufpressen auf den Schaft
der Stiftsahraube 7» der einen etwas grösseren Durchmesser
als das Loch der GusKlacheibe hat, und durch
Anziehen dieser Stiftschraube so eingestellt, daß sie
einen derart flachen Bogen bildet, daß die τοη ihr susgeübte Kraft mit wachsendem Yentilhub sinkt.
lach richtiger Einstellung der Gumaiischeibe werden die
beiden Mundstücke bei 8 miteinander verlötet, aodaB
von der Bedienungsmannschaft keine Abänderungen vorgenommen werden können.
Bs ist bei dieses 0umaiventil dae gleiche Prinzip der
KraftTerniinderung mit wachsend eis Hub angewendet wie
bei der Anordnung nach Abb.2 und es gilt auch bezug-
lieh des Standes eier fechnik das Gleiche wie bei dieser
Anordnung.
AbTa.5 zeigt ein, Membranventil für Betriebe, die Leuchtgas
geringen Druckes - Stadtgas - in Verbindung mit Preßluft verwenden, z.B. für mit künstlicher Luftzuführung
arbeitende gewerbliche oder industrielle Gasfeuerungen. Solche Ventile sollen den Rücktritt von
Preßluft in die Gasleitung aufhalten, um die Gasmesser vor Beschädigungen zu schützen und Explosionen
in den Leitungen zu verhüten.
Das durch die Verengung 1 und den erweiterten Raum 2
strömende Gras hebt mit starkem Strömungsäruck die Membran
3 hoch empor, sodaß der Ansatz 4 der Membran in die etwas grössere öffnung 5 gelangt. Infolge dee so
gebildeten e^ektorartig wirkenden Ringraums saugt das
strömende Gaa die Membran an, sodaß sie noch weiter gehoben wird*
Die lembran ist aus einem Sonderleder gefertigt, weil
die Gttffljaiinembranen gegen Leuchtgas nicht widerstandsfähig
sind. Sie ist mit Eüeksicht auf die sehr geringen Stadtgasdrücke nicht belaßtet, achlieit daher im
Ruhezustände nicht die^t, legt sich aber bei Rückstrom
von Preßluft ,bei eine& gewissen geringen Druck
dichtend an·
Bei plötzlichem starkem Bücicdruek oder einei Explosion
aus äer Verbraucnsleitung 6 her beateßt die Gefahr, daß
die Membran beschädigt oder derart eingedrückt wird,
■* 7 "■
daS sie nachher nicht wieder in die ursprüngliche Buhelage
zurückkehrt. Deshalb sind auf dem Körper 7 einige Rippen 8 angeordnet, auf die sich die Membran
bei einem starken Kücköruck oder einer Explosion stützt,
Statt der Stützrippen kann auch eine mit Aussparungen fur den Sasäurchgang versehene Sttttssplatte vorgesehen
und z.B. an den Auflagekörpsr 9 befeetigt werden.
Wird die Membran nicht aus Leder, sondern Sumai hergestellt
und durch eine parallel oder senkrecht zur SirÖBiungsrichtung angeordnete Schraubenfeder belastet,
so ergibt das Ventil in Verbindung mit einer 5roekeneieherung
gegen Plaamenrückschlag eine selbst inöige
trockene Sicherheitsvorlage fur Azetylenanlagen ale Ersata für die bisherigen Wasservorlagen. Ohne Hinzufligung
einer solchen Trockeneicherung gegen Plammenrüeksehlag
würde eie unter Beibenaltung der Wasservorlage als Zuaatzsieherung gegen Eüoktritt von Sauerstoff
dienen können.
Sin weiteres Anwendungsgebiet für Ventile nach der
Erfindung sind Sicherheitsventile auf allen Sebieten
der Technik, bei den©» nach Erreichung eines zulässigen Höchste!ruckes ein möglichst schleuniges Ausströmen
des Betriebsmittel© ins Freie erforderlich ist, um
ein weiteres Ansteigen des Drucke© au verhindern. So ist z.B. für Sicherheitsventile fur Azetylenentwickler
vorgeschrieben, daS bei einen. Druck von 1,5 atu
mindestens 6 000 1 Gas stündlich abblasen. Hierfür sind allgemein Membranventil in Gebrauch. Unter Anwendung
öer Erfindung kann diese umständliche Bauart
vermieden oder bei Beibehaltung der ÜLembran ein schnelleres
Abblasen erreicht werden.
Im übrigen sind die Ventile nach der Erfindung vorzugsweise dort am Platze, wo bei geringen Drücken einerseits
in der Ruhelage eine genügende Dichtung vorhanden sein soll, andererseits für den geöffneten Zustand
eine große Purchgangsmenge in der Zeiteinheit gefordert
wird» wie z.B.bei Atemventilen an Atemschutzgeräten·
Claims (6)
1) Ventil für "beliebige Betriebsmittel, dadurch gekennzeichnet,
daß der Unterschied zwischen den Brücken des strömenden Betriebsmittel auf die Vorderseite
des Ventilkörpers und auf seine Bücksedte vergrössert
wird, indem in StrÖmungsrichtung^ gesehen vor dem
Ventil eine düsenartige Verengung mit nachfolgender starker Erweiterung des Querschnitts, welche den
QsBocsk: auf die Vorderseite des Ventilkörpers wirkenden
Druck erhöht» txad hinter a em Ventil eine ejektorartig
wirkende Vorrichtung, welche üentäassxato: auf
die Etickseit© des Ventilkörpere wirkenden etatischen
Druck des Strömungsmediums ermäßigt, angeordnet sind» Diese beiden Mittel können auoh jedes
für sich allein angeordnet werden.
2) Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung bis zur düsenartigen Verengung auf eine
möglichst lange Strecke möglichst gerade geführt ist*
3) Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche der Zuleitung bis zur düsenartigen
Verengung glatt gestaltet ist.
4',' fertil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
es ale Membranventil ausgebildet ist.
5) Sentil nech Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daS ein des Ventil belastendes Organ so ausgebildet
ist» daß der von ihm ausgeübte Druck mit wach
sendem Ventilhub abniamt.
6) Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,daß
ror der beaufschlagten Seite der Membran Stiitzrippen
oder dergleichen angeordnet aind.
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