DEP0016086DA - Verfahren zur Herstellung eines Nährmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Nährmittels

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DEP0016086DA
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Germany
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drying
digestion
starch
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flour
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English (en)
Inventor
Armin Dr.-Ing. Starke
Original Assignee
Starke,Armin, Dr.-Ing., Hamburg
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Description

Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens nach den Patent ... ... (Patentanmeldung p 143 IVa/53 K), dass sich das Verfahren nach dem Hauptpatent verbessern und die Herstellung der Nährmittel vereinfachen lässt, wenn man die wässrige Aufschwemmung von Carbohydrase- und Stärke-haltigem Gut nach dem teilweisen oder völligen Verzuckern auf heissen Oberflächen, z.B. einem Walzentrockner, bei Temperaturen von etwa 110-150° aufschliesst und trocknet. Der verzuckerten Aufschwemmung kann man nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen auf dem Walzentrockner stärkehaltige Mehle oder Schrote zusetzen. Auch kann man dem Gemisch vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen zuckerhaltiges Gut wie Zuckerrübenmark, Sirup, Fruchtmark, Obstsaft o.dgl. zumischen.
Auch können eiweisshaltige Stoffe und/oder Lipoide wie Fette oder Phosphatid tierischer oder pflanzlicher Herkunft vor oder nach dem Aufschluss zugefügt werden. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann man dem Gemisch vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen genussfähige Säuren wie Milchsäure, Citronensäure o.dgl. und nach dem Aufschluss oder Trocknen Wirkstoffe wie Vitamine zusetzten.
Beispiel 1:
100 kg Gerstenmalzmehl werden mit 150 kg aufgeschlossenem Roggenmehl und 400 kg Roggenschrot in 1000 Litern Wasser in einem heizbaren Rührgefäss zu einem schlanken Brei angerührt, unter ständigem Rühren auf 60° erwärmt und etwa 30 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. In dieser Zeit ist ein grosser Teil der aufgeschlossenen Stärke verzuckert. Wird die Aufschwemmung nun mittels einer Eintauchwalze, die mit Dampf von 2,5 atü beheizt ist, aufgenommen und getrocknet, so findet gleichzeitig ein Aufschluss der unveränderten Stärke in Quellstärke statt. Das Erzeugnis trocknet auf der Walzenoberfläche in Form einer Kruste ein, die mittels Schaber in Form von Flocken abgenommen wird, die zerkleinert und gesichtet werden können.
Das erhaltene Mehl, das einen angenehmen süssen und aromatischen Geschmack aufweist, wird nun zum Verbrauch mit warmem Wasser oder warmer Milch zu einem Brei oder einer Suppe angerührt, kurze Zeit stehen gelassen, bis die Quellung der aufgeschlossenen Stärke beendet ist und keine Nachdickung mehr eintritt und ist dann sofort genussfähig.
Beispiel 2:
400 kg Weizenmehl, Type 1350, werden mit 600 Litern Molke zu einem schlanken Brei angerührt und darauf in einem Rührwerk unter Einleiten von Dampf erhitzt, sodass die Stärke verkleistert und dann 100 kg Weizenmalzmehl zugesetzt. Die Stärke wird dadurch zum Teil verzuckert. Man mischt nun in einer Ansteigschnecke das Erzeugnis mit 500 kg Weizenbackschrot zu einem dickflüssigen Teig, der auf einen Walzentrockner gegeben bei einer Temperatur von etwa 140° aufgeschlossen und getrocknet wird.
Das Erzeugnis stellt ein leicht verdauliches und bekömmliches süsses Nährmittel dar, das nur mit Wasser oder Milch angeteigt sofort genussfähig ist. Auf diese Weise lässt sich die Verzuckerung der Stärke zu Maltose für Genusszwecke verwerten, ohne dass die Hausfrau diese Verzuckerung selbst vorzunehmen braucht, die im Fabrikbetrieb genau geleitet werden kann, während die Einhaltung der notwendigen bestimmten Temperaturen für die Hausfrau schwierig ist, denn zum Verzuckern darf das Gemisch nur bis etwa
65° erhitzt werden, weil die Diastase bei höheren Temperaturen zerstört wird, während andererseits die Stärkemehle zur Verkleisterung der Stärke Temperaturen von 60 bis 90° erfordern. Man kann dem Nährmittel Früchte oder Fruchtsäfte zusetzen und den Geschmack weitgehend abwandeln.
Beispiel 3:
25 kg des mehlartigen Erzeugnisses nach Beispiel 2 werden mit 5 kg Kirschmark und 2 kg gemahlenen Mandeln gemischt und dann mit 68 kg einer sirupartigen Invertzuckerlösung verknetet. Es wird eine dickflüssige, braune, streichfähige Masse von ansprechend süssem, fruchtartigem Geschmack erhalten, die sich vorzüglich als nahrhafter Brotaufstrich eignet.
Beispiel 4:
20 kg Weizenmalzmehl und 80 kg Kartoffelstärke werden nach Beispiel 2 mit enteiweisster Molke als Anrührflüssigkeit verzuckert und dann mit 100 kg Kartoffelstärke, 50 kg Obstmark auf der Walze aufgeschlossen und getrocknet. Die Flocken werden zerkleinert und dem Mehl 140 kg Zucker zugesetzt.
Verrührt man 80 g dieses Pulvers mit 100 ccm Wasser, so erhält man eine dicke, streichfähige Masse, welche sich sehr gut als Brotaufstrich eignet.
Beispiel 5:
25 kg Weizenmalzmehl werden mit 100 kg Weizenmehl nach Beispiel 2 unter Verwendung frischer Vollmilch als Anrührflüssigkeit verzuckert und dann 80 kg Weizenmehl, 20 kg Sojamehl, 20 kg. Mohrrübenmark, 0,2 kg Eisenlaktat und 0,3 Liter Milchsäure zugesetzt und dann auf der Walze aufgeschlossen und getrocknet. Die Flocken werden zerkleinert und dem Mehl 2 kg Vitamin-D-haltige Trockenmilch zugesetzt.
Das Erzeugnis stellt ein hochwertiges Kindernährmittel dar, das sämtliche Bestandteile der Mohrrübe und der Milch, insbesondere die Calcium- und Eisensalze, in leicht resorbierbarer Form, sowie das antirachitisch wirkende Vitamin D enthält und bei dem die Caseinbestandteile in ausserordentlich feiner Verteilung auf der Oberfläche der Mehlpartikelchen niedergeschlagen sind, sodass es sehr leicht verdaulich ist.
Ausser Carbohydrase-haltigem Gut wie Getreide<Nicht lesbar> kann <Nicht lesbar> Diastase, oder Amylase verwendet werden. Als stärkehaltige Mehle kann man Getreidemehle, Kartoffelwalzmehl oder reine Stärke, und als eiweisshaltige Mehle Sojamehl, Erbsenmehl, Süsslupinenmehl usw. verwenden. Man kann nach der Erfindung mit Vorteil auch Molke, selbst enteiweisste Molke, als Anmachflüssigkeit verwenden und den Erzeugnissen Obst, Früchte, Säfte, Zuckerrübenmark, Kakao, Kakaobestandteile, Fette, Öle, Phosphatide und andere für die Ernährung wertvolle Bestandteile einverleiben, die an die Quellstärke gebunden, von grosser Haltbarkeit und leichter Verarbeitbarkeit sind.
Man kennt das Erzeugnis nach der vorliegenden Erfindung auch vorteilhaft für Backzwecke, z.B. als Backhilfsmittel oder als Zusatz zu Backhilfsmitteln bekannter Zusammensetzung verwenden, weil die löslichen Kohlenhydrate die Hefegärung und die Säuerung leicht in Gang bringen und unterhalten. Für süsses Gebäck wie Klöben, Zwieback usw. macht sich der Zuckergehalt vorteilhaft bemerkbar.

Claims (5)

1.) Verfahren zur Herstellung eines Nährmittels nach Patent ... ... (Patentanmeldung 1v 143 IVa/53k), dadurch gekennzeichnet, dass man die wässrige Aufschwemmung von Carbohydrase- und stärkehaltigem Gut ganz oder teilweise verzuckert und anschliessend auf heissen Oberflächen, z.B. einem Walzentrockner, bei Temperaturen von etwa 110 bis 150° aufschliesst und trocknet.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der verzuckerten Aufschwemmung vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen auf dem Walzentrockner stärkehaltige Mehle oder Schrote zusetzt.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gemisch vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen zuckerhaltiges Gut wie Zuckerrübenmark, Sirup, Fruchtmark, Obstsaft o.dgl. zusetzt.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gemisch vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen fett- und/oder eiweisshaltige Stoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft zufügt.
5.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gemisch vor oder nach dem Aufschluss oder Trocknen genussfähige Säuren wie Milchsäure, Citronensäure o.dgl. und gegebenenfalls nach dem Trocknen Wirkstoffe wie Vitamine zufügt.

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