DEP0014220MA - - Google Patents

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DEP0014220MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Juni 1955 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine elektrische Steuereinrichtung für Nähmaschinen, zum Annähen von Vierlochknöpfen an Arbeitsstückein mittels zweier Stichgruppen ohne Verbindungsstich, und zwar für Maschinen, die nach Vollendung der ersten Stichgruppe automatisch stillgesetzt werden, wobei der Faden getrennt wird.
Eine bekannte Maschine dieser Art ist mit zwei voneinander unabhängigen Pedalen, ausgestattet. Durch Niedertreten des ersten. Pedals wird die Maschine eingeschaltet und näht die erste Stichgruppe, die sich aus einer Anzahl von Befestigungsstichen und einem oder mehreren Ve.rknotungsstichen zusammensetzt. Nach dem letzten Verknotungsstich setzt sich die . Maschine selbsttätig still. Anschließend wird durch Betätigen des zweiten. Pedals die Knopfklammer angehoben, wobei der Faden an der Verknotung abgerissen und der im Nähgut befindliche Faden durch den Fad.ena.uszieh.er herausgezogen wird. Daraufhin, wird die Maschine mittels des ersten Pedals wieder eingeschaltet und näht in gleicher Weise die zweite Stichgruppe. Durch erneutes Niedertreten des zweiten Pedals wird der Faden abgetrennt und ausgezogen. Die Bedienung muß somit bei einer derartigen Maschine für das Annähen eines Vierlochknopfes vier Schaltungen durchführen, was zeitraubend und zudem noch anstrengend ist. y; ''
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Eine andere bekannte Maschine dieser Art nutzt die Abschaltbewegung des Ausrückhebels der Maschine aus, um damit automatisch eine Fadenabtrennung durchzuführen. Bei dieser Maschine ist also nur ein Pedal zu bedienen, und zwar stets nach Beendigung einer Stichgruppe.
Allgemein weisen Maschinen, deren Arbeitsablauf aus zwei getrennten Arbeitsgängen, zur Herstellung der beiden Stichgruppen besteht, gegenüber anderen mit ununterbrochenem Artoeitsablauf den Vorteil auf, daß das Fadenabtrennen, und anschließende Fadenausziehen nach jeder Stichgruppe wesentlich sicherer und besser beherrscht werden. kann.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, für Maschinen, die Knöpfe mittels zweier getrennter Stichgruppen und zwischenzeitlicher Stillsetzung der Maschine annähen, eine Steuereinrichtung zu schaffen, durch welche die Bedienung wesentlich vereinfacht und laufender Arbeitsablauf erzielt wird. Diese Aufgabe löst die Erfindung durch eine von zwangläufig bewegten Teilen der Maschine gesteuerte Relaisanordnung, welche den Fadenauszieher betätigt und die Maschine zum Nähen der zweiten Stichgruppe nach einer einstellbaren Zeitspanne wieder einschaltet.
Zu diesem Zweck sind in der Relaisanordnung Verzögerungselemente vorgesehen, die den zeitlichen Ablauf der Schaltvorgänge regulierbar beeinflussen. Um einen selbsttätigen Bewegungsablauf zu gewährleisten, steht die Relaisanordnung nach Inbetriebsetzung der Maschine· nur unter dem Einfluß eines von dein'Klammerlüfthebel betätigten Schalters und eines von dem Einschalt- und Bremshebel der Maschine betätigten Schalters.
Zweckmäßig ist es, die von der Maschine gesteuerten Schalter in einem · an beliebiger Stelle angeordneten Schaltkasten unterzubringen und sie über Bowdenzüge od. dgl. mit den, sie betätigenden, Hebeln der Maschine zu verbinden.
Zu den Zeichnungen ist ein. Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben,
Fig. ι stellt die Gesamtansicht einer mit der neuen Steuereinrichtung ausgestatteten Knopf annahm as chine dar;
Fig. 2 ist eine Teilansicht der Maschine mit der Fadenausziehvorrichtung, der Knopfklammer und, den Stichbildewerkzeugen von, unten bei abgenommener Schutzkappe;
Fig. 3 gibt das Schaltschema der gesamten elektrischen Einrichtung der Maschine wieder.
Auf der Tischplatte 1 des Gestelles 2 ist die als Ganzes mit 3 bezeichnete Knopfannähmaschine aufgestellt. Sie besteht in üblicher Weise aus dem Sockel 4, dem Ständers, dem Stofftragarm 6 und dem oberen Arm 7, der in dem Kopf 8 endet. Am Ständer 5 der Maschine 3 ist die Klammersteuerscheibe 9 drehbar angeordnet, die in Triebverbindung mit, dieir nicht sichtbaren Armwelle der Maschine 3 steht.
Die Klammersteuerscheibe 9 ist an einer Stelle ihres Umfanges mit einer Ausnehmung 10 versehen, die bei Stillstand, der Maschine die in Fig. 1 gezeigte Lage einnimmt. Auf dem Umfang der Steuerscheibe 9 wälzt sich die an dem doppelarmigen Klammerlüfthebel 11 drehbar befestigte Rolle 12 ab. Der Klammerlüfthebel 11 ist um den im Arm 7 befestigten Bolzen 13 drehbar und steht mit seinem freien, in. der Zeichnung nicht sichtbaren Ende mit der Knopfklammer 14 in, Wirkverbindung, und zwar in der'Weise, daß, wenn sich die Rolle 12 in der Ausnehmung 10 der Steuerscheibe 9 befindet, die Klammer 14 angehoben und, wenn sich die Rolle 12 auf dem kreisförmigen Umfang der Scheibe 9 befindet, die Klammer 14 freigegeben ist, so daß sie unter Federdruck auf dem Arm 6 bzw. auf dem Nähgut aufliegt.
An, der Unterseite der Tischplatte 1 ist der Motor 15 befestigt, der mittels des Riemens 16 entweder mit der Leerlauf- oder mit der Antriebsscheibe in Verbindung steht. Die Leerlauf- und die Antriebsscheibe sowie der Schalt- und Bremshebel und schließlich der letzteren betätigende Einrückhebel befinden sich auf der Rückseite der Maschine und sind somit in der Zeichnung nicht sichtbar. Auch die mit dem Schalt- und Bremshebel verbundene Riemenführung, mit deren Hilfe der Riemen 16 beim Einschalten der Maschine von der Leerlauf scheibe auf die Antriebsscheibe übergeführt wird, ist in der Zeichnung nicht erkennbar. go
Zum Betätigen des Einrückhebels dient ein, unter der Tischplatte 1 angeordneter Elektromagnet 17.
Im Kopf 8 der Maschine ist die Nadelstangenschwingei 18 (Fig. 2) seitlich ausschwingbar gelagert. In der Schwinge 18 ist die Nadelstange 19 mit der Nadel 20 geführt. Die Nadel 20 arbeitet in bekannter Weise mit dem Greifer 21 und dem Hilfsgreifer 22 zur Bildung von, Einfadenketten-Stichen. zusammen.
Mit 23 ist die Hilfsgreiferwelle und mit 24 die Greifervorschubwelle bezeichnet, während die Greiferwelle in der Zeichnung nicht sichtbar ist. Der hakenförmige Fadentrenner 25 ist in dem Arm 26 befestigt, der fest auf der in dem winkelförmigen Ansatz 27 des Armes 6 gelagerten Welle 28 sitzt. Am freien Ende der Welle 28 ist der Arm 29 befestigt, der gelenkig mit der. unter der Wirkung einer in der Zeichnung nicht sichtbaren Feder stehenden Stange 30 verbunden, ist. Letztere steht mit dem Schalt- und Bremshebel in, kraftschlüssigieir Verbindung.
In Fig. 2 ist die Stellung des Fadentrenners 25 • bei eingerücktem Schalt- und Bremshebel zur Darstellung gebracht. Beim Abschalten der Maschine wird die Stange 30 von dem Schalt- und Bremshebel freigegeben, so daß sie unter der Wirkung der zuvor erwähnten Feder in Richtung zum Armende bewegt wird. Dadurch führt der Fadentrenner 25 eine Schwenkbewegung um die Welle 28 aus. Hierbei schlägt der Fadentrenner 25 in, die vom Greifer 21 und Hilf sgreifer 22 gebildete Fadenschlinge ein und reißt den Faden an der Verknotung ab.
An. der Klammer 14 sind in bekannter Weise zwei federnde Backen 31 angeordnet, die an ihren gegenüberliegenden Rändern, Einfräsungen 32 zum Halten des Knopfes aufweisen. Zwischen den
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Backen 31 ist noch ein Knopf anschlag 33 für Konfektionsknöpfe vorgesehen.
An den Kopf 8 ist weiterhin ein Elektromagnet 34 angeschraubt, der mit seinem unter der Wirkung einer Feder 35 stehenden Zuganker 36 mit einem doppelarmigen Hebel 37 beweglich verbunden ist. Der Hebel 37 ist auf einem im Kopf 8 be-. festigten Bügel 38 mittels einer Bundschraube 39 drehbar gelagert. Das freie Ende des Hebels 37 ist mit einem Stift 40 versehen, der in einem gegabelten Arm 41 eines Winkelhebels 42 aufgenommen ist. Der Hebel 42 ist mittels einer Bundschraube 43 auf einer am Kopf 8 angeschraubten Platte 44 drehbeweglich befestigt. An dem sich nach unten erstreckenden Arm 45 des Hebels 42 ist mittels einer Schraube 46 ein bügielförmiger Fadenauszieher 47 angeschraubt.
An dem Tischgestell 2 ist ein feststehender Fußtritt 48 (Fig. 1) befestigt, in welchen der Druckknopf 49 eines Schalters 50 eingelassen ist.
Unter der Tischplatte 1 ist ein Schaltkasten 51 angebracht, in welchem sämtliche Schalter und Geräte der elektrischen Einrichtung, außer dem Schalter 50, untergebracht sind.
Die elektrische Einrichtung unterliegt nach dem Einschalten durch den Schalter 50 nur noch dem Einfluß eines von dem Klammerlüfthebel 11 betätigten Schalters 52 und eines von dem Schaltun,d Bremshebel betätigten Schalters 53, die beide in dem Schaltkasten.51 untergebracht sind. Die Schaltstößel 54 und 55 dieser Schalter stehen über doppelarmige Hebel 57 und 58, die an einer Konsole 56 gelagert sind, und über Bowdenzüge 59 und 60 mit den sie betätigenden, Hebeln in formschlüssiger Verbindung. Bestimmten Stellungen des Klammerlüfthebels 11 und des Schalt- und Bremshebels entsprechen also' bestimmte Stellungen der . Schalter 52 und 53, wie weiter unten noch näher beschrieben wird.
Fig. 3 läßt das Schaltschema der elektrischen Einrichtung erkennen.
Die Spannung wird vom Netz über einen Hauptschalter.61 dem Motor 15 zugeführt. Die Spannung für die elektrische Steuereinrichtung wird von einer Netzklemme 62 und einer Nulleiterklemme 63 abgenommen, welch letztere auch mit der Maschinenmasse verbunden ist. Die Klemme 62 ist durch eine Leitung 64 über eine Sicherung 65 mit einer Klemme 66 verbunden. Von der Nulleiterklemme 63 führt eine Leitung 67 zu einer Klemme 68. Zwischen den Klemmen 66 und 68 ist eine Kontrollampe 69 vorgesehen, die anzeigt, ob die Einrichtung unter Spannung steht. Die Klemmen 66 und 68 sind durch Leitungen 70 und 71 mit Klemmen 72 und 73 einer GleiehrichteranOrdnung 74 in Graetz-Schaltung verbunden. Die Gleichspannung der Gleichrichteranordnung 74 wird an Klemmen 75 und 76 abgegeben. Die Leitungen 70 und 71 sind von den Klemmen 72 und 73 weiter zu der Primärwicklung eines Umspanners yy geführt, der die Steueirspannung für die Relaisanordnung sekundärseitig über die Leitungen 78 und 79 zur Verfügung stellt. Ein Gleichrichter 80 in der Leitung 78 richtet die niedergespannte Steuerspannung gleich. Die den Minuspol der Steuerspannung führende Leitung 79 ist zu dem Schalter 50 im Fußtritt 48 geführt, während die den Pluspol führende Leitung 78 mit einer Klemme 81 einer Spule 82 eines Relais 83 verbunden ist. Eine Klemme 84 des Relais 83 erhält den anderen Pol der Stromquelle.
Das Relais 83 weist Schaltkontakte 85 und 86 auf, die im unerregten Zustand der Spule 82 geschlossen und Schaltkontakte 87 und 88, die im unerregten Zustand geöffnet sind. Die Leitung 78 ist weiter über eine Leitung 89 mit eimer Klemme 90 einer Spule 91 eines Relais 92 verbunden. Den Minuspol der Steuerspannung erhält die Spule 91 auf eine Klemme! 93.
Das Relais 92 weist Schaltkontakte 94 und 95 auf, die im unerregten Zustand der Spule 91 geschlossen, und Schaltkontakte 96 und 97, die im unerregten Zustand, geöffnet sind. Zwischen, den Klemmen 90 und 93 der Spule 91 des Relais 92 ist ein Kondensator 98 geschaltet.
Die den Minuspol führende Klemme 75 der Gleichrichteranordnung 74 ist über eine Leitung 99 mit einer Klemme 100 des Elektromagneten 17 verbunden, während seine andere Klemme 101 über eine Leitung 102 mit dem Schaltkontakt 97 des Relais 92 verbunden, ist. Der Minuspol der Gleichrichteranordnung 74 ist von der Klemme 100 des Magneten 17 über eine Leitung 103 auch an eine Klemme 104 des Elektromagneten 34 gelegt. Seine andere Klemme 105 ist über eine Leitung 106 mit dem Schaltkontakt 88 des Relais 83 verbunden.
Der an der Klemme 76 bereitgestellte Pluspol der Gleichrichteranordnung 74 ist über eine Leitung 107 einmal zum Schaltkontakt 87 des Relais 83 und zum anderen über eine Leitung 108 zum Schaltkontakt 96 des Relais 92 geführt. Durch eine i?C-Kombination 109 und eine i?C-Kombin,a,tion 110 sind zwecks Funkenlöschung die Schaltkontakte 87 und 88 des Relais 83 bzw. die Schaltkontakte 96 und 97 des Relais 92 überbrückt.
Von einer Klemme 111 in der Leitung 79 wird der Minuspol der Steuerspannung über eine Leitung 112 an eine Kontaktklemme 113 des Schalters 52 gelegt, der, wie beschrieben,, von dem Klammerlüfthebel 11 betätigt wird, Eine der Kontaktklemme 113 zugehörige Kontaktklemme 114 ist mit einer Leitung 115 verbunden. Ein dem Kontaktklemmenpaar 113 und 114 zugeordnetes Kontaktklemmenpaar 116 und 117 steht einerseits über eine Leitung 118 mit dem Schalter 50 und andererseits über eine Leitung 119 mit der Klemme 93 des Relais 92 in Verbindung. Die Leitung 115 ist zu einer Kontaktklemme1 120 eines Kontaktklemmenpaares 120 und 121 des Schalters 53 geführt. Dem Kontaktklemmenpaar 120 und 121 ist ein Kontaktklemmenpaar 122 und 123 zugeordnet. Die Klemme 121 ist durch eine Leitung 124 mit der Klemme 123 verbunden, die ihrerseits wieder über eine Leitung 125 mit einer Klemme 126 eines Kondensators 127 ver- , bunden ist. Eine Klemme 128 des Kondensators 127 ist über eine Leitung 129 mit dem Schaltkontakt 95 des Relais 92 verbunden, während der
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dem Schaltkontakt 95 zugeordnete Schaltkontakt 94 über eine Leitung 130 mit der Klemme 84 der Spule 82 des Relais 83 in Verbindung steht.
Zwischen der Kontaktklemme 122 und der Klemme 128 ist ein Entladewiderstand 131 für den Kondensator 127 geschaltet. Von der Klemme 126 führt eine Leitung 132 zu dem Schaltkontakt 85 des Relais 83 und von dem Schaltkontakt 86 weiter über eine Leitung 133 zu einem Schieber 134 eines Regelwiderstandes 135, welcher seinerseits wieder mit der Leitung 119 in Verbindung steht.
Die neue Einrichtung arbeitet wie folgt:
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die Maschine und die Schalter in Ruhestellung. Der Schalt- und Bremshebel der Maschine ist eingerückt, so daß der Bowdenzug 60 entlastet ist, wodurch die Kontaktklemmen 120 und 121 des Schalters 53 geschlossen sind. Weiter befindet sich die Rolle 12 des Klammerlüfthebels 11 in der Ausnehmung 10 der Klammersteuerscheibe 9. Der Bowdenzug 59 ist somit angezogen, SO' daß die Kontaktklemmen 116 und 117 des Schalters 52 geschlossen sind. Die mit dem Klammerlüfthebel 11 in Verbindung stehende Knopfklammer 14 ist angehoben,
Wird nun der Hauptschalter 61 betätigt, so werden der Motor 15 und die Steuereinrichtung unter Spannung gesetzt. Der Motor beginnt sich zu drehen und treibt über den Riemen 16 die Leerlauf scheibe der Knopfannähmaschine 3 an. Gleichzeitig leuchtet die Kontrollampe 69 auf und zeigt an, daß die Maschine und die Einrichtung unter Spannung stellen.
Nun wird in üblicher Weise der Knopf zwischen die Backen 31 der erhobenen; Klammer 14 eingesetzt und das Nähgut zwischen der Klammer 14 und dem Arm 6 eingelegt. Die Maschine kann nun in Gang gesetzt werden.
Zu diesem Zweck wird der Knopf 49 im Fußtritt 48 niedergetreten und dadurch der Schalter 50 geschlossen. Somit erhält die Spule 91 des Relais 92 Spannung, und zwar auf folgende Weise:
Der Pluspol der Steuerspannung liegt über die Leitungen 78 und 89 direkt an der Klemme 90 der Spule 91 an, während der Minuspol der Steuerspannung der Klemme 93 über die Leitung 79, den geschlossenen Schalter 50, die Leitung 118, die geschlossenen Schaltkontakte 116 und 117 des Schalters 52 und die Leitung 119 zugeführt wird. Das Relais 92 zieht infolgedessen an und schließt seine Schaltkontakte 96 und 97. Dadurch erhält der Elektromagnet 17 Spannung, da der Minuspol der Gleichrichteranordnung 74 von der Gleichrichterklemme 75 bereits über die Leitung 99 an der Klemme 100 anliegt und der Pluspol der Gleichrichteranordnung 74 von, der Klemme 76 über die Leitungen 107 und 108, die Schaltkontaktego und 97 des Relais 92, die Leitung 102 an die Klemme 101 des Elektromagneten 17 gelangt.
Durch das nun erfolgende Anziehen des Magneten 17 wird über den Einrückhebel der Schalt- und Bremshebel betätigt, wodurch der Riemen 16 von der Leerlaufscheibe auf die Antriebsscheibe geführt wird und die Maschine 3 zu laufen beginnt.
Gleichzeitig wird die Klammer 14, ausgelöst durch den Schalt- und Bremshebel, von dem Klammerlüfthebel 11 freigegeben und senkt sich auf das Nähgut ab. Mit dem Schalt- und Bremshebel wird aber auch der Bowdenzug 60 betätigt, wodurch die Kontaktklemmen. 120 und 121 des Schalters 53 geöffnet und die.Kontaktklemmen. 122 und 123 geschlossen werden. Hierdurch wird aber nur der Entladestromkreis des Kondensators 127 geschlossen, der sich nun über den Widerstand 131 entladen kann.
Ist die Maschine 3 in Gang gesetzt, so gelangt die Rolle 12 am Klammerlüfthebel 11 aus der Ausnehmung 10 der Klammersteuerscheibe 9, wodurch der Klarnmerlüfthebel 11 zum Lüften der Klammer 14 in Stellung geht. Gleichzeitig wird über den Bowdenzug 59, der mit dem Klammerlüfthebel 11 in Verbindung steht, der Schalter 52 betätigt, welcher nun die Kontaktklemmen 116 und 117 öffnet und die Kontaktklemmen 113 und 114 schließt. Damit wird die gesamte Steuereinrichtung dem Einfluß des Schalters 50 entzogen. Die Steuerung der Einrichtung erfolgt jetzt nurmehr durch die beiden zwangläufig von der Maschine gesteuerten, Schalter ' 52 und 53. Beim Öffnen der Kontaktklemmen 116 und 117 fällt das Relais 92 ab, und der Magnet 17 wird stromlos. Die Maschine näht nun die erste Stichgruppe, wobei, wie gesagt, die Kontaktklemmen 113 und 114 des Schalters 52 und die Kontaktklemmen 122 und 123 geschlossen sind.
Nach dem Nähen der ersten Stichgruppe wird die Maschine mittels des mechanisch gesteuerten Schalt- und Bremshebels selbsttätig stillgesetzt und die Fadentrennung in der vorhin beschriebenen Weise durchgeführt. Dabei wird über den Bowdenzug 60 auch der Schalter 53 betätigt, und zwar werden die Kontaktklemmen 122 und 123 geöffnet und die Kontaktklemmen 120 und 121 geschlossen. Der Schalter 52 verbleibt jedoch in seiner Stellung, da die Klammiersteuerscheibe 9 während des doppelten Arbeitsspieles' nur eine Umdrehung macht.
Durch das Schließen der Kontaktklemmen 120 105 ■ und 121 des Schalters 53 werden folgende Schaltvorgänge ausgelöst: Die Spule 82 des Relais 83, das durch die Leitung 78 den Pluspol der Steuerspannung an die Klemme 81 führt, erhält nun den Minuspol der Steuerspannung auf seine Klemme 84 über die Leitungen, 79 und 112, die geschlossenen, Kontaktklemmen 113 und 114 des Schalters 52, die ■ Leitung 115, die geschlossenen, Kontaktklemmen 120 und 121 des Schalters 53, die Leitung 125, den. Kondensator 127, die Leitung 129, die Schaltkontakte 94 und 95 des Relais 92 und die Leitung 130. Das Relais 83 zieht an und öffnet seine Schaltkontakte 85 und 86 und schließt seine Schaltkontakte 87 und 88, wodurch der Fadenausziehmagnet 34 Spannung über die Leitung 107, die Schaltkontakte 87 und 88 und die Leitung 106 bzw. über die Leitungen 99 und 103 erhält. Der Fadenauszieher 47 wird also durch den Magnet 34 über den Hebel 37 und den Winkelhebel 42 betätigt. Da der Stromkreis der Spule 82 des Relais 83 über den Kondensator 127 geführt ist, wird, da es sich um
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Gleichstrom handelt, das Relais 83 nur so lange angezogen bleiben, als der Ladestrom des Kondensators 127 andauert. Das Relais und somit auch der Elektromagnet 34 werden nur kurzzeitig ansprechen. Durch entsprechende Bemessung des Kondensators 127 kann also die Bewegung des Fadenausziehers 47 regelbar beeinflußt werden.
Gleichzeitig mit dem Schließen des Stromkreises der Spule 82 des Relais 83 wird auch der
ίο Stromkreis der Spule 91 des Relais 92 geschlossen, und zwar über die Leitungen 79 und 112, die Kontaktklemmen 113 und 114, die Leitung! 115, die Kontaktklemmen 120 und 121, die Leitungen 124 und 125 und 132, die Schaltkontakte 85 und 86 des Relais 83, die Leitung 133, den Widerstand 135 und die Leitung 119, da der Pluspol der Steuerspannung über die Leitungen 78 und 89 bereits am Relais 92 anliegt. Das Relais 92 wird aber gegenüber dem Relais 83, bedingt durch den Widerstand 135 und Kondensator 98, verzögert die.volle Spannung erhalten, so daß das Relais 83 zuerst anspricht und den über seine Schaltkon.takte85 und 86 geführten Stromkreis des Relais 92 unterbricht, so daß dieses nicht anziehen kann,
Erst wenn das Relais 83 wieder abfällt, also der Vorgang des Fadenausziehens beendet ist, wird durch Schließen der Schaltkontakte 85 und 86 des Relais 83 der vorhin beschriebene Stromkreis des Relais 92 wiederhergestellt, so daß dieses nun anziehen kann. Dadurch erhält der Elektromagnet 17 Spannung und schaltet durch Betätigen des Einrückhebels die Maschine zum Nähen der zweiten Stichgruppe erneut ein.
Wie zuvor wird durch den Schalt- und Brenishebel über den Bowdenzug 60 der Schalter 53 betätigt, wodurch die Kontaktklemmen 120 und 121 geöffnet werden, das Relais 92 also wieder abfällt und somit der Magnet 17 stromlos wird. Gleichzeitig werden, die Kontaktklemmen 122 und 123 geschlossen, wodurch sich der Kondensator 127 über den Widerstand 131 entladen, kann und sodann für den nächsten Schaltvorgang bereit ist.
Nach dem Nähen der zweiten Stichgruppe wird die Maschine wieder selbsttätig stillgesetzt. Im Augenblick des Stillsetzens fällt auch die Rolle 12 an dem Klammerlüfthebel 11 in die Ausnehmung 10 der Klammersteuerscheibe 8 ein, Der unter Federwirkung stehende Klammerlüfthebel· 11 hebt hierbei die Klammer 14 ruckartig an und reißt dadurch den Faden ab.
Weiter wird über den Bowdenzug 59 der Schalter 52 betätigt, der die Stromkreise der Relais 83 und durch Öffnen der Kontaktklemmen 113 und 114 unterbricht, so daß kein weiterer Schaltvorgang stattfinden kann. Es findet also- nach Beendigung der zweiten Stichgruppe kein Fadenausziehen mehr statt, was auch nicht notwendig ist.
Durch die Betätigung des Schalt- und Bremshebels gelangt auch der Schalter 53 in, seine in Fig. 3 gezeigte Ausgangsstellung zurück. Die Maschine ist damit für den nächsten Nähvorgang betriebsbereit. Dieser muß durch Betätigen des Schalters 50 ausgelöst werden.
An Stelle der Relaissteuerung kann auch eine andere elektrische Steuerung treten. Ferner können die mechanisch gesteuerten Schalter durch elektrisch gesteuerte Schalter ersetzt werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Elektrische Steuereinrichtung ,an Nähmaschinen zum Annähen von Vierlochknöpfen an Arbeitsstücken mittels zweier Stichgruppen ohne Verbindungsstich mit automatischer Still-Setzung nach Vollendung der ersten Stichgruppe und Fadentrennung, gekennzeichnet durch eine von zwangläufig bewegten Teilen der Maschine gesteuerte Relaisanordnung (83, 92), welche den Fadenauszieher (47) betätigt und die Maschine zum Nähen der zweiten Stichgruppe nach einer einstellbaren Zeitspanne wieder einschaltet.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Relaisanordnung (83, 92) Verzögerungselemente (98, 135) vorgesehen sind, die den zeitlichen Ablauf der SchaltvO'rgänge regulierbar beeinflussen,
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Relaisanordnung (83, 92) nach Inbetriebsetzung der Maschine nur noch unter dem Einfluß eines von dem Klammerlüfthebel (11) betätigten Schalters (52) und eines von dem Schalt- und Bremsnebel der Maschine betätigten Schalters (53) steht.
4. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Maschine gesteuerten Schalter (52, 53) in einem an beliebiger Stelle angeordneten Schaltkasten ioo (51) untergebracht sind und über Bowdenzüge (59, 60) od. dgl. mit den sie betätigendien Hebeln der Maschine in Wirkverbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 706/66 10.56

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