DEP0013991DA - Selbstspannendes Bohrfutter - Google Patents

Selbstspannendes Bohrfutter

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DEP0013991DA
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Germany
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chuck
clamping
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drill
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English (en)
Inventor
Hans Joachim Ingolstadt Hammer
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Description

Die bekannten, selbstspannenden Bohrfutter sind in ihrem Aufbau kompliziert, enthalten Kugellager als Widerlager für den Spanndruck und bestehen aus mindestens zwölf Teilen; sie besitzen einen gekordelten Haltekopf, ähnlich dem Futterkörper selbst; hierdurch ergibt sich eine unverhältnismässig grosse Baulänge.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beheben.
Erfindungsgemäss sind mehrere, z. B. drei in dem Futterkörper zur Achse geneigt gelagerte Spannbacken mit einem mit der Bohrspindel fest verbindbaren Gewindekegel derart in Gewindeeingriff, dass sich das Werkzeug durch den Drehwiderstand selbst festspannt. Die Spannbacken haben zweckmässig kreisrunden Grundquerschnitt. Mindestens einer der Spannbacken trägt am Einspanngrund eine in Vertiefungen der Gegenbacken eintauchende Nase, die sich an die Flächen der einzuspannenden Werkzeuge anlegt und diese so gegen Verdrehung sichert.
Das Futter ist verstellbar, z. B. von 0 bis 10 mm; da die erwähnte hervorspringende Nase des einen Backens an den Gegenbacken bei Einstellung auf kleinsten Durchmesser anstossen würde, sind die Vertiefungen in den Gegenbacken erforderlich.
Am hervorstehenden Hals des Gewindekegels sind Schlüsselflächen angeordnet.
Die die Spannbackenbewegung nach oben begrenzende, auf den Futterkörper aufgeschraubte Gewindekappe ist zum Zwecke der Sicherung dieser Verschraubung gegen selbsttätiges Lösen nach der Montage des Futters mit dem Futterkörper gemeinsam verkordelt. Durch den Arbeitsgang des gemeinsamen Verkordelns der Gewindekappe zum Futterkörper wird eine zahnartige Verformung der Mantelfläche erzeugt, wodurch sich an der Stosslinie beide Teile zahnartig miteinander verbinden und dadurch eine sehr gute Sicherung ergeben.
Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und zwar
Abb. 1 das Bohrfutter in Ansicht,
Abb. 2 einen Achsschnitt,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie A-A in Abb. 2.
Das Bohrfutter besteht aus dem Futterkörper 1, den Spannbacken 2, dem Gewindekegel 3 und der Überwurfmutter 4.
In dem Futterkörper 1 sind mehrere, im Beispielsfalle drei zur Achse geneigt liegende zylindrische Bohrungen zur Aufnahme der zylindrischen Spannbacken 2 eingebracht. Durch diese zylindrische Anordnung der Backenführung ist eine besonders einfache Herstellung des Bohrfutterkörpers gegeben. Sie ermöglicht ferner, im Gegensatz zu den bekannten Bauformen, eine durch das ganze Futter gehende grösstmögliche Backenlänge. Durch die Möglichkeit, die Backenführungslöcher feinzubohren, und die Backen selbst aussen rund zu schleifen, ist in Verbindung mit der Backenlänge eine bisher unerreichte hohe Genauigkeit der Backenführung und damit Lebensdauer des Bohrfutters gegeben.
Die durch das Gewindeschneiden in die Backen entstehenden Flächen verhindern durch ihre Anlage am Gewindekegel 3 eine Verdrehung der Backen, sodass sie sich nur in Richtung ihrer Achse bewegen lassen.
Der Gewindekegel 3 ist im Futterkörper doppelt gelagert. Ein unterer Zapfen 9 führt sich in einer entsprechenden Bohrung des Futterkörpers 1, während sein zylindrischer oberer Hals 10 in einer auf den Futterkörper aufgeschraubten Gewindekappe 4 gelagert ist. Durch diese doppelte Lagerung wird für das eingespannte Werkzeug eine genaue konzentrische Haltung sichergestellt. Die Spannbacken finden bei ganz geöffnetem Futter ihren oberen Anschlag an der Gewindekappe 4, ihren unteren Anschlag bei kleinster Spannweite im Zusammenstoss der Backen. In dieser Stellung taucht die hervorspringende Nase 6 der einen Spannbacke, an welche sich die Flächen 7 der Werkzeuge sonst anlegen, in entsprechende Vertiefungen 5 der anderen Spannbacken ein.
Durch gemeinsames Verkordeln der Gewindekappe 4 zum Futterkörper 1 nach der Montage wird eine gute Sicherung dieser Verschraubung gegen selbsttätiges Lösen erreicht.
Der Gewindekegel 3 wird, wie üblich, durch eingesteckten Kegeldorn mit der Spindel der Werkzeugmaschine verbunden.
Beim Gebrauch des Futters wird mit der linken Hand ein Maulschlüssel auf die Schlüsselflächen 8 des Halses 10 des Gewindekegels 3 gesetzt, während nach Einführung des Werkzeuges die rechte Hand durch Verdrehen des Futterkörpers die Festspannung vornimmt, welche dann beim Arbeiten durch den Drehwiderstand selbsttätig weiter erhöht wird.
In umgekehrter Reihenfolge wird das Werkzeug ausgespannt.
Durch die nach unten spitz zulaufende Form und die bei kleinen Werkzeugdurchmessern lang aus dem Futterkörper herausragenden Backenspitzen ist es möglich, leicht an enge Stellen der Werkstücke, an Ecken oder dergl., heranzukommen.

Claims (5)

1. Selbstspannendes Bohrfutter, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, z.B. drei in dem Futterkörper (1) zur Achse geneigt gelagerte Spannbacken (2) mit einem mit der Bohrspindel fest verbindbaren Gewindekegel (3) derart in Gewindeeingriff stehen, dass sich das Werkzeug durch den Drehwiderstand selbst festspannt.
2. Bohrfutter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannbacken (2) kreisrunden Grundquerschnitt haben.
3. Bohrfutter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Spannbacken am Einspanngrund eine in Vertiefungen (5) der Gegenbacken eintauchende Nase (6) trägt, die sich an die Flächen (7) der einzuspannenden Werkzeuge anlegt und diese so gegen ihre Verdrehung sichert (Positiver Mitnehmer).
4. Bohrfutter nach den Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am hervorstehenden Hals des Gewindekegels (3) Schlüsselflächen (8) angeordnet sind.
5. Bohrfutter nach den Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Spannbackenbewegung nach oben begrenzende, auf den Futterkörper (1) aufgeschraubte Gewindekappe (4) zum Zwecke der Sicherung dieser Verschraubung gegen selbsttätiges Lösen nach der Montage des Futters mit dem Futterkörper (1) gemeinsam verkordelt ist.

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