DEP0013505DA - Verfahren zum Herstellen von Trockengleichrichterplatten - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Trockengleichrichterplatten

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DEP0013505DA
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Germany
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burr
plates
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dry rectifier
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Fritz Dr. phil. Belecke/Möhne Brunke
Original Assignee
LICENTIA Patent-Verwaltungs-GmbH, Hamburg
Publication date

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Description

Es ist üblich, kleine Trockengleichrichterplatten dadurch herzustellen, daß man entsprechend große Trägerelektroden aus großen, u.U. bereits vorbehandelten, beispielsweise gesandeten, Blechtafeln ausstanzt und anschließend die verschiedenen Schichten, die zur Erzielung der Gleichrichterwirkung erforderlich sind, und auf diese die Abnahmeelektrode aufbringt. Dieses Verfahren ist jedoch, wenn man zu kleineren Leistungen übergeht, außerordentlich kostspielig. Man hat deshalb versucht, aus großen, bereits mit Schichten versehenen Trockengleichrichterplatten kleine Platten durch Ausstanzen zu gewinnen. Diese Platten befriedigten jedoch nicht, da sie schon bei niedrigen Spannungen Durchschläge aufweisen. Eine eingehende Untersuchung ergab, daß die Fehler dadurch zustandekommen, daß das Material der Gegenelektrode beim Stanzen bzw. Abschneiden längs der Kante derart deformiert wird, daß es dort stellenweise die Trägerelektrode berührt oder wenigstens in nur sehr geringem Abstand von ihr endet. Die Ursache der Störung bildet ein feiner Spalt zwischen der Trägerelektrode und den aufgebrachten Schichten, der sich stets am Rande ausbildet, und dessen Luftraum schon bei niedriger Spannung durchschlagen wird. Dadurch löst sich die Schicht in der Umgebung der Durchschlagstelle ab, sodaß diese schlechten Stellen immer weiterwandern.
Dieser Nachteil wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch vermieden, daß der Grat mit einem, vorzugsweise rotierenden, Werkzeug vor dem Zusammenbau der Trockengleichrichterplatten entfernt wir. Hierzu verwendet man mit Vorteil ein Werkzeug, das an der Stanz- oder Schnittkante entlanggeführt wird und während des Entfernens des Grats auf die Schicht einen auf die Trägerelektrode zu gerichteten Druck ausübt. Bei Verwendung eines Fingerfräsers, dessen Rotationsachse nur einen kleinen Winkel mit der Schichtoberfläche bildet, kann man diese Forderung durch entsprechende Wahl der Drehrichtung des Fräsers leicht erfüllen.
Die Figuren erläutern in z.T. schematischer Darstellung stark vergrößert und, was die Schichtdicken und die Höhe des Grats betrifft, sehr übertrieben, die soeben beschriebenen Vorgänge.
Die Trägerelektrode 1, beispielsweise eine Aluminiumplatte, ist mit einer Selenschicht 2 überzogen, die ihrerseits mit einer als Abnahmeelektrode dienenden Metallschicht 3 bedeckt ist. Aus einer großen Platte dieser Art werden erfindungsgemäß zahlreiche kleine Platten durch Stanzen hergestellt. Dabei wird die aufgebrachte Schicht in der Nähe der Kante 4 weggequetscht, sodaß sie eine unregelmäßig geformte Schmiere auf dieser Kante bildet. Der untere Grat 5, der sich an der Trägerelektrode 1 ausbildet, braucht nur entfernt zu werden, wenn mehrere Elektroden dieser Art aufeinandergelegt werden sollen. Aus fabrikatorischen Gründen wird man, wenn diese Möglichkeit überhaupt in Betracht gezogen werden muß, sicherheitshalber bei allen Platten auch den unteren Grat 5 entfernen. Die in Fig. 1 nicht dargestellte Schmiere der Schicht an der Kante 4 wird bei der Fertigung meist durch kurzzeitiges Anlegen einer hohen Spannung, das sogenannte "Stoßen", überall dort beseitigt, wo sie die Überschlagspannung zwischen der Abnahmeelektrode 3 und der Trägerelektrode 1 wesentlich herabgesetzt. Leider erreicht man nicht mit Sicherheit durch dieses Stoßen, daß die Platte spannungsfest wird.
In Fig. 2 ist die Kante 4 stark vergrößert dargestellt. Man erkennt den feinen Spalt 6, in dem der Durchschlag erfolgt, der ein weiteres Abheben der Schichten 2, 3 zur Folge hat, sodaß sich dieser vom Stanzen herrührende Fehler durch das Stoßen bei dem bisher bekannten Verfahren nicht beseitigen läßt. Wie man aus Fig. 3 erkennt, bewirkt ein Fingerfräser, dessen Rotationsachse 7 mit der Oberfläche der Schicht nur einen kleinen Winkel bildet, bei der in der Figur dargestellten Drehrichtung nicht ein Abblättern der Schicht. Es wird vielmehr der enge Spalt 6 zugedrückt, sodaß die nach diesem Verfahren hergestellten Platte auch in ihren den Kanten nahestehenden Teilen die gleichen Eigenschaften besitzt wie in der Mitte. Die gestrichelte Linie in Fig. 1 deutet die Richtung der unteren Kante nach dem Entfernen des Grats 5 an.

Claims (3)

1. Verfahren zum Herstellen von Tockengleichrichterplatten, insbesondere Selentrockengleichrichterplatten, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus großen mit den Gleichrichterschichten und der Abnahmeelektrode versehenen Platten durch Abschneiden oder Ausstanzen gewonnen werden.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der beidseitige Grat entfernt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grat auf der Schichtseite durch ein Werkzeug, vorzugsweise einen Fingerfräser, entfernt wird, das sich in Richtung der Kante bewegt und während des Entfernens des Grats durch entsprechende Wahl des Anpreßdruckes und der Neigung gegen die Plattenebene einen Druck auf die Kante der Gleichrichterschicht ausübt.

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