DEP0012763DA - Verfahren und Einrichtung bei einer Anlage zur Herstellung feuergeschweißter Rohre aus rohrförmig gebogenen Blechstreifen, insbesondere in Fretz-Moon-Rohrschweißanlagen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung bei einer Anlage zur Herstellung feuergeschweißter Rohre aus rohrförmig gebogenen Blechstreifen, insbesondere in Fretz-Moon-Rohrschweißanlagen

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DEP0012763DA
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English (en)
Inventor
Hans Mülheim/Ruhr Melcher
Original Assignee
Rheinische Röhrenwerke AG, Mühlheim/Ruhr
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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung bei einer Anlage zur Herstellung feuergeschweißter Rohre aus rohrförmig gebogenen Blechstreifen, insbesondere in Fretz-Moon-Rohrschweißanlagen, bei der die Kanten der im Schweißofen erhitzten Rohrstreifen vor Durchlaufen der Formwalze mittels eines Kantengebläses von etwaigen anhaftendem Walzsinter gereinigt werden und dabei gleichzeitig eine Aufheizung erfahren, wobei erfindungsgemäss zusätzlich zu der bisher hierfür verwendeten atmosphärischen Luft Sauerstoff benutzt wird, mit dem die atmosphärische Luft in irgend einer zweckdienlichen Weise angereichert wird.
Bei Anlagen zur Herstellung feuergeschweisster Rohre, beispielsweise bei Fretz-Moon-Rohrschweissanlagen, ist es bekannt, die Kanten der im Schweißofen erhitzten Rohrstreifen vor Durchlaufen der Formwalze von etwaigen anhaftenden Walzsinter zu reinigen, indem mittels eines Gebläses atmosphärische Luft gegen die Rohrstreifenkanten geblasen wird. Diese atmosphärische Luft dient gleichzeitig zum Aufhitzen der Schweißkanten. Es hat sich gezeigt, daß mit dem Anblasen von atmosphärischer Luft allein gegen die Kanten der angestrebte Zweck zwar in etwa erreicht wird, dass jedoch günstigere Ergebnisse erzielt werden, wenn man erfindungsgemäss der atmosphärischen Luft Sauerstoff zusetzt.
Die Anmelderin hat erkannt und durch eingehende Versuche einwandfrei festgestellt, daß man für die Herstellung einer einwandfreien Schweißnaht bei wirtschaftlicher Schweißgeschwindigkeit die hierzu erforderliche Aufhitzung der Schweißkanten mit Sicherheit erreicht, wenn man erfindungsgemäss der atmosphärischen Luft für das Anblasen der Schweißkanten Sauerstoff zusetzt und die atmosphärische Luft in irgend einer Weise mit dem Sauerstoff anreichert, indem man beispielsweise den Sauerstoff mittels besonderer Düsen getrennt von der Luft gegen die Kanten bläst, mit ihm die Luft mantelförmig umgibt oder auch Luft und Sauerstoff innig miteinander vermischt. Als besonders günstig hat sich die letztere Massnahme erwiesen und es hat sich durch Versuche gezeigt, daß der angestrebte Zweck mit Sicherheit erreicht wird, wenn der Sauerstoff mit der Gebläseluft schon vor deren Austritt aus dem Gebläse eine innige Mischung erfährt und wenn Sauerstoff und Luft in ein bestimmtes, den jeweiligen Verhältnissen angepasstes Verhältnis inbezug auf Menge, Druck, Geschwindigkeit und Blasweg gebracht werden. Dabei ist es zweckmässig, den Sauerstoff mittels eines regulierbaren Reduzierventiles hinter dem Gebläse in die Gebläseluftleitung einzuführen und den Sauerstoff aus einem Behälter konstantes Druckes zu entnehmen. Jedenfalls ist es zweckmässig, den Sauerstoff von der Sauerstoffanlage im Niederdruck der Gebläseleitung zuzuführen, um eine Vereisung der Einrichtung zu vermeiden.
Die Verbindung von Sauerstoff und atmosphärische Luft miteinander zur Erzeugung von Hitze ist allgemein bekannt, beispielsweise bei Schneidbrennern oder dergleichen. Neu ist aber dieser Gedanke für die Aufhitzung der Rohrstreifenkanten bei der Herstellung feuergeschweißter Rohre, den die Anmelderin in seiner Wirkung erstmalig erkannt und verwirklicht hat.
Der erfindungsgemässe Vorschlag gestattet eine wesentliche Leistungssteigerung bei Anlagen der erwähnten Art, da infolge der besseren zweckdienlichen Aufhitzung der Schweißkanten mit grösserer Walzgeschwindigkeit als bisher geschweißt werden kann. Infolge der durch die zweckdienliche Aufhitzung der Kanten erzielten Güte der Schweißnaht ist der Anfall an minderwertigen Rohren weit geringer als bisher. Auch können gleichmässigere Walzlängen als bisher erzeugt werden, da der Rücken der Rohrstreifen eine wesentlich geringere Temperatur erhalten kann. Des weiteren kann der Schweißofen mit weniger Gas betrieben werden, es wird also an Gas gespart, da die Streifen nicht mehr mit der bisher erforderlichen Erhitzung den Ofen zu verlassen brauchen. Dies wirkt sich auch für den Ofen selbst inbezug auf dessen feuerfeste Auskleidung aus, die nicht mehr den bisherigen grossen Beanspruchungen unterworfen ist und daher eine längere Lebensdauer besitzt. Schliesslich kommt man infolge des Zusatzes von Sauerstoff mit einem kleineren Gebläse für die atmosphärische Luft aus, das weniger Antriebskraft bedarf und weniger Raum für seine Aufstellung in Anspruch nimmt.

Claims (6)

1.- Verfahren bei einer Anlage zur Herstellung feuergeschweißter Rohre aus rohrförmig gebogenen Blechstreifen, insbesondere bei Fretz-Moon-Rohrschweißanlagen, bei der vor Durchlaufen der Formwalze die Kanten der im Schweißofen erhitzten Rohrstreifen durch Anblasen atmosphärischer Luft vom Walzsinter gereinigt werden und dabei gleichzeitig eine Aufhitzung durch die für die Reinigung verwendete atmosphärische Luft erfahren, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der atmosphärischen Luft Sauerstoff auf die Kanten der erhitzten Rohrstreifen geblasen wird.
2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Luft und Sauerstoff vor dem Aufblasen miteinander gemischt werden.
3.- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Luft und Sauerstoff zueinander inbezug auf Menge, Druck, Geschwindigkeit und Blasweg verschiedenartig regelbar ist.
4.- Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bestehend aus einem Gebläse für die Luft mit verstellbarer Förderleitung und aus Düsen mit einer Einrichtung zum Regeln der Austrittsmenge, des Druckes sowie der Geschwindigkeit des Sauerstoffes.
5.- Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Austrittsquerschnitt der Sauerstoffdüsen und deren Abstand vom Luftgebläse veränderlich ist.
6.- Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sauerstoffdüsen um die Luftaustrittsdüse herum gruppiert sind.

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