DEP0011117DA - Photographische Filmpatrone - Google Patents
Photographische FilmpatroneInfo
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Description
Photographische Filmpatronen, die aus zwei teleskopartig ineinander steckbaren Zylinderhülsen bestehen, sind bekannt. Die innere Hülse dieser Patronen ist an einer Stirnseite offen (zwecks Einführens der Filmspule) und weist an der anderen Stirnseite eine Öffnung zum Durchführen eines Spulenantriebszapfens (oder dergleichen) auf. Die äußere Hülse hat auf einer Stirnseite eine oder keine Öffnung für den Durchtritt des Spulenantriebszapfens (oder dergleichen), an der anderen Stirnseite ist sie offen. In einem bekannten Fall haben beide Hülsen einen achsenparallelen Filmdurchtrittsschlitz, der sich maulartig nur bis in die Nähe der Spulenstirnseitenränder erstreckt. Beim Einführen des Filmspulenkerns mit dem aufgewickelten Film muß der Filmanschnitt aus dem Filmmaul herausgefädelt werden. Außerhalb der Kamera werden die beiden Hülsen so gegeneinander verdreht, daß die Filmmäuler der beiden Hülsen zueinander versetzt sind. Der Filmanschnitt hat gerade Platz in dem zwischen den beiden Hülsen befindlichen Spalt. In der Kamera werden die beiden Hülsen mit einer in der Kamera befindlichen Vorrichtung wiederum so verdreht, daß die beiden Filmmäuler zur Deckung kommen und der Film ohne Berührung der Filmpatronen-Wandung vom Kern über die Filmbühne der Kamera geführt werden kann. In einem anderen bekannten Fall haben beide Hülsen einen achsenparallelen Filmdurchtrittsschlitz, der sich von der offenen Stirnseite bis nahe an den anderen Stirnseitenrand erstreckt. Beide Hülsen zusammen bilden jedoch im zusammengesteckten Zustand ein mit Textilbelägen als Lichtdichtung versehenes Filmmaul, wobei je eine Hälfte des Filmmauls einer Filmpatronenhülse
zugeordnet ist und die beiden Hülsen durch eine Blattfeder so zueinander verdreht werden, daß die beiden mit Textil belegten Filmmaulhälften gegeneinander gepreßt werden. Nach dem Einführen der Filmpatrone in die Kamera, bei deren Schließen, werden dann durch eine besondere Vorrichtung die beiden Filmmaulseiten durch Verdrehen der beiden Hülsen auseinandergespreizt, sodaß auch hier der Film von dem Filmspulenkern ohne Berührung der Filmpatronenhülse über die Filmbühne geführt werden kann. Beide bekannten Filmpatronen haben an den Spulenstirnseiten zur Lichtabdichtung Textilbeläge, die gleichzeitig die Lichtabdichtung der offenen Stirnseite der inneren Patronenhülse im zusammengesteckten Zustand bewirkt. Solche Textilbeläge in der Filmpatrone sind aber, wie bekannt, sehr nachteilig, weil sie Feuchtigkeit aufnehmen und staubsammelnd wirken. Gesammelter Staub aus diesen Dichtungen und von der Reibung der Spulenendscheiben auf den Textilbelägen herrührende Textilfasern führen dann zum Verschmutzen der lichtempfindlichen Schicht. Außerdem ist als wesentlicher Nachteil der bekannten Filmpatronen zu nennen, daß sie zum Gebrauch eine besondere Vorrichtung zum Öffnen in der Kamera bedingen und somit nur für jeweils die zugehörige Kamera zu verwenden sind.
Die neue photographische Filmpatrone ist von den genannten Nachteilen frei und bietet darüber hinaus noch Vorteile.
Die in einem Ausführungsbeispiel in der Abb. 1 (auseinandergenommen) in perspektivischer Ansicht, in der Abbildung 2 (zusammengesteckt) im Längsschnitt schematisch dargestellte Filmpatrone besteht aus zwei teleskopartig ineinander steckbaren Zylinderhülsen 1, 2, die mindestens an einer Stirnseite 3 bzw. 4 offen, an ihren anderen Stirnseiten 5, 6 geschlossen oder dort, im zusammengesteckten Zustande, im Zusammenwirken mit dem Filmspulenkern 7 lichtdicht abgeschlossen sind. Bei dieser Filmpatrone bildet erfindungsgemäß die offene Seite der Patronenhülsen mit der Gegenhülse, etwa durch einen zylindrisch aufgebogenen Randteil 18, eine lichtdichte, textilfreie Labyrinthdichtung. Der lichtdichte Abschluß der Patrone kann dadurch vervollkommnet
werden, daß mindestens eine der Stirnseiten der Hülsen, beispielsweise die Stirnseite 5, zusammen mit entsprechenden Spulenstirnscheiben (Spulenstirnringen) 8 eine von Textilauflägen frei Labyrinthdichtung bildet; die Spulenstirnscheibe 8 kann beispielsweise ebenfalls einen zylindrisch aufgebogenen Rand 9 aufweisen, der in eine entsprechende Kreisrinne 10 der Spulenstirnseite 5 paßt. Die Öffnung 11 kann zum Einführen des Spulenantriebszapfens oder dergleichen dienen. Jede der Hülsen 1 bzw. 2 weist gemäß der Erfindung einen achsenparallelen, vom offenen Zylinderrand der Stirnseiten 3 bzw. 4 bis nahe an den anderen Rand (bei den Stirnseiten 5 bzw. 6) sich erstreckenden Filmdurchtrittsschlitz 12 bzw. 13 auf, und die Zylinderdurchmesser und Zylinderlängen sind so gewählt, daß zwischen den Zylindern - in der Gebrauchsstellung der Patrone - ein Dunkelkanal 14 gebildet wird, durch den der (nicht dargestellte) Film von innen nach außen gelangt. Um mit Sicherheit zu erreichen, daß die Hülsen nach dem Zusammenstecken sich in der gegenseitig richtigen (lichtdichten) Lage befinden, in der die beiden Schlitze beispielsweise um 180° gegeneinander versetzt liegen, sind diese Lage erkennen lassende bzw. sichernde Führungs- oder Anschlagteile (Vorsprung 15, etwa bajonettverschlußartige Rille 16) an den Hülsen angebracht.
Zweckmäßig ist es noch, zur Vermeidung von Reibung zwischen Film und Hülsen und der damit verbundenen Filmbeschädigung den Film im Dunkelkanal 14 nur längs schmaler Auflageränder (Schienen oder dergleichen) 17 zu führen; so lange der Film um die Filmspulenachse gerollt ist, tritt nämlich keine Filmkrümmung um senkrecht auf der Filmspulenachse stehende Achsen auf, sodaß die letztere Filmkrümmung innerhalb des Dunkelkanals 14, auch bei nur schmalen Führungsrändern 17, nicht auftritt. Die Ränder 17 können in die Hülsen 1, 2 eingepreßt sein.
Es ist ersichtlich, daß sich die Filmspule mit ihrem Anschnitt in die innere Hülse 1 mit den bis zum offenen Rand sich erstreckenden Filmdurchtrittsschlitz 12 leicht einführen läßt. Ebenso leicht kann dann nach dem Umlegen des Films
um das erforderliche Stück um die innere Hülse 1 die Außenhülse 2 mit ihrem offenen Schlitz 13 übergeschoben werden. Trotz der einfachen Handhabe gewährleistet die Patrone eine sichere, von Textilbelägen freie Lichtabdichtung an allen Stellen. Insbesondere ist die neue Patrone nicht an eine bestimmte Kamera gebunden, sondern kann bei Ausführung in den genormten Abmessungen ohne weiteres in jeder Kleinbildkamera Verwendung finden.
Claims (4)
1) Photographische Filmpatrone, bestehend aus zwei teleskopartig ineinandersteckbaren Zylinderhülsen, von denen jede an einer Stirnseite offen und an der anderen Stirnseite geschlossen bzw. im Zusammenwirken mit dem Filmspulenkern lichtdicht abgeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die offene Seite der Patronenhülsen im zusammengesteckten Zustand mit der Gegenhülse etwa durch einen zylindrisch aufgebogenen Randteil eine lichtdichte, textilfreie Labyrinthdichtung bildet, jede Hülse einen achsenparallelen, vom offenen Zylinderrand bis nahe an den anderen Rand sich erstreckenden Filmdurchtrittsschlitz aufweist und die Zylinderdurchmesser und -längen so gewählt sind, daß zwischen den Zylindern in der Gebrauchsstellung der Patrone ein Dunkelkanal für den Film gebildet wird.
2) Filmpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - im zusammengesteckten Zustand - mindestens eine der äußeren Stirnseiten der Hülse, zusammen mit Spulenstirnscheiben (oder dergleichen) eine von Textilauflagen freie Labyrinthdichtung bildet.
3) Filmpatrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Film im Dunkelkanal nur längs schmaler Ränder (Schienen oder dergleichen) geführt ist.
4) Filmpatrone nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch die richtige, gegenseitige Verschlußstellung der Hülsen erkennen lassende bzw. sichernde, etwa bajonettverschlußartige Führungs- oder Anschlagteile (Vorsprünge, Rillen oder dergleichen).
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