DEP0010207MA - - Google Patents

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DEP0010207MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. Juli 1953 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei der Schmierung von Getriebeelementen in selbstbeweglichen Fahrzeugen werden allgemein Schmieröle verwandt, die durch Zusätze verstärkt sind, um dem Schmieröl die Fähigkeit zu verleihen, unter hohem Druck schmierend zu wirken. Ein solches Produkt, das schon seit einigen Jahren mit Vorteil im Gebrauch ist, stellt ein geschwefeltes und phosphoriertes Lardöl dar, wie es in der USA.-Patentschrift 2 211 306 von Whittier und Mitarbeitern beschrieben ist. Obgleich das in dieser Patentschrift beschriebene Produkt bei seiner Verwendung als Schmierölzusatz ausgezeichnete Resultate gibt, besitzt es doch einige Unzulänglichkeiten, da es nicht in allen Schmierölen löslich ist und ein Schmieröl mit einem Gehalt eines solchen Zusatzes keinen genügend niedrigen Rinnpunkt aufweist, um bei sehr niedrigen Temperaturen Verwendung finden zu können. Hierbei wird unter »Rinnpunkt« (im Englischen »Channelpoint« genannt), vgl. z. B. Coordinating Research Council-Handbuch, Januar 1946, S. 452 bis 455) die Temperatur verstanden, bei der ein Schmiermittel nicht mehr imstande ist, in 5 Sekunden einen Spalt zu schließen, der durch Hindurchziehen eines Metallstreifens durch das Schmiermittel hervorgerufen wird. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß es nicht zu einem Endprodukt vermischt werden kann, das den vorgeschlagenen neuen SAE-Vorschriften für eine Kombination von 75/8ogrädigem und 8o/o,ogrädigem Schmieröl genügt.
Es sind bereits mittels Phosphortrisulfid phosphorierte, vorher geschwefelte Körper der Fettreihe, z. B.
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phosphoriertes, vorher geschwefeltes Propylenglykoldioleat und Glycerintrioleat bekanntgeworden, die einige der Nachteile phosphorierter, geschwefelter Lardöle nicht aufweisen. Jedoch sind diese Produkte, abgesehen von den ihnen noch anhaftenden später erwähnten Mängeln teuer, und es ergibt sich dabei aus Konkurrenzgründen die. Notwendigkeit, in den verschiedenen Regionen verschiedene Produkte auf den Markt zu bringen, um den jeweils dort gestellten Anforderungen gerecht zu werden.
Diese und andere Nachteile der durch Verwendung der bisher bekannten Zusätze erhaltenen Produkte werden in der vorliegenden Erfindung durch die Verwendung eines einzigen Zusatzes behoben, welcher hinsichtlich seiner Wirkung gegenüber den bekannten Typen von geschwefelt und phosphorierten "Zusätzen gleichwertig ist und zudem die Eigenschaft hat, daß er allgemein in den verschiedenen Typen von Mineralschmierölen löslich ist. Der erfindungsgemäße Zusatz ist auch stabil, d. h., er bildet keine Ablagerung während des Stehens, und verleiht dem Schmieröl einen niedrigen Rinnpunkt, wodurch er für den Gebrauch als Schmierölzusatz auch bei niedrigen Temperaturen geeignet wird. Ferner können Schmiermittel, welche den erfindungsgemäßen Zusatzstoff enthalten, so vermischt werden, daß das Gemisch jeweils den SAE-Vorschriften bezüglich 75/80- und 8o/o,ogrädiger Schmieröle genügt.
Die allgemeine Praxis ging bisher dahin, ein und denselben Körper der Fettreihe zu schwefeln und zu phosphorieren, um einen für extreme Drücke brauchbaren Zusatz zu erhalten. Dies kann nicht mit Methylestern von Tallölfettsäuren (»Metalyn«*)) und homologen Estern erfolgen, da die Phosphorisation hierbei auf eine Polymerisation hinausläuft und nicht zufriedenstellende Produkte ergibt. Aber durch die Kombination eines geschwefelten Tallölfettsäureesters und phosphorierten Glycerintrioleates oder diesem äquivalenten Materials werden getrennt Schwefel- und Phosphorreaktionsprodukte hergestellt, die in Kombination als Mischung geeignete Schmierölzusätze sind. In der USA.-Patentschrift 2 541 789 ist bereits ein Mineralschmieröl beschrieben, welches zuerst sulfurierte und hierauf phosphorierte Propylen- und Butylen-Glykolester der Ölsäure enthält. Der Schwefel· reagiert zunächst mit einer ungesättigten Bindung des Esters und hierauf der Phosphor mit einem anderen Teil des Estermoleküls. Nach vorliegender Erfindung wird das sogenannte Metalyn wohl geschwefelt, aber nicht phosphoriert, denn es läßt sich nicht phosphorieren. Gegenüber dem bekannten Produkt der USA.-Patentschrift besitzt das erfindungsgemäße Produkt eine größere Schmiegsamkeit. Zur Anwendung bei hohen Geschwindigkeiten genügt aber das sulfurierte und: phosphorierte Glycerintrioleat nicht. Aber sulfuriert es Metalyn und phosphoriertes Glycerintrioleat läßt sich miteinander vermischen, und zwar so, daß es ein Mischprodukt gibt, welches auch den Anforderungen sehr hoher Geschwindigkeiten genügt. Auch bei Vorliegen höherer Drehmomente und bei Ansprü-
*) Zusammensetzung s. Seite 3, Abs. 2 und Tabelle Seite 3.
chen an größere Filmstärke können befriedigende Mischprodukte erhalten werden, nur ist in diesem Fall ein größerer Anteil an phosphoriertem Trioleat erforderlich als bei höherer Geschwindigkeit. Das sulfurierte Metalyn und phosphorierte Glycerintrioleat-Mischprodukt hat auch bei niedrigerer Temperatur eine höhere Dünnflüssigkeit, als das Produkt gemäß USA.-Patentschrift 2 541 78g. Dies ist besonders für kalte Gegenden wichtig, wie den Norden der Vereinigten Staaten, Wo im Winter Temperaturen bis unter — .20 bis — 290 C herrschen. Zudem ist das Produkt gemäß vorliegender Erfindung wesentlich billiger als das bekannte Produkt nach der USA.-Patentschrift 2541789.
Die Erfindung betrifft die Verwendung einer öllöslichen Mischung von 3 bis 5 Gewichtsteilen eines geschwefelten Esters von Tallölfettsäuren, insbesondere deren Methylestern, mit einem Schwefelgehalt von ungefähr 3 bis io°/0, vorzugsweise 6 bis 26°/0, mit einem Gewichtsteil eines als Zusatz zu Schmiermitteln bekannten Reaktionsproduktes von Phosphortrisulfid und einem Glycerintrioleat, Äthylen-, Propylen- oder Butylenglykoldioleat oder eines Lardöls mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren, welche mehr als eine ungesättigte Bindung aufweisen, mit einem Phosphorgehalt von ungefähr 0,6 bis 2,5%, vorzugsweise 1,26 °/0, gegebenenfalls unter weiterem Zusatz von ungefähr 5 bis 10 Gewichtsprozent von als Schmiermittelzusatz bekanntem Dibenzyldisulfid als Zusatz zu Mineralschmierölen in solchen Mengen, daß das Gesamtschmiermittel ungefähr 0,02 bis 0,06 Gewichtsprozent Phosphor, ungefähr 0,5 bis i,5% Schwefel und gegebenenfalls ungefähr 0,5 bis 1 Gewichtsprozent Dibenzyldisulfid enthält.
Lardöl mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren mit mehr als einer ungesättigten Bindung ist ein Fettöl, das durch Extraktion dieser Verbindungen, die zwei oder mehr ungesättigte Bindungen im Säureradikal enthalten, mittels Lösungsmitteln gewonnen worden ist.
Durch geeignete Auswahl einer mineralischen Schmierölgrundlage können leicht Schmiermittel eines gewünschten 0SAE erhalten werden.
Es wurde ferner gefunden, daß die Ester von Tallölfettsäuren und Alkoholen mit Seitenketten, wie z. B. Isopropyl- und Isobutyl-, als Basis für die geschwefelten Tallölfensäureester ungeeignet sind, da diese keine stabilen Moleküle bilden und eine Tendenz zum PoIy-.,merisieren besitzen.
Die Methylester von Tallölfettsäuren (»Metalyn«,. s. unten) sind ein leicht beschaffbares billiges Material und deswegen den Tallölfettsäureestern anderer aliphatischer, geradkettiger einwertiger Alkohole vorzuziehen. Da die geschwefelten Methylester im Verhältnis zum phosphorierten Glycerintrioleat, das nur in geringen Mengen zugegeben wird, ein verhältnismäßig billiges Material sind, sind die Unkosten für das Zusatzmittel und das Gesamtschmiermittel ungefähr gleich denen für das geschwefelt phosphorierte Lardöl.
Hinsichtlich der Stabilität (da keine Neigung zur Bildung von Niederschlägen während des Stehens besteht) und hinsichtlich der EP-Test-Resultate mit den Timken- und SAE-Prüfungsmaschinen ist das phos-
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phorierte Glycerintrioleat den anderen phosphorhaltigen Komponenten der erfindungsgemäß verwendeten Mischung überlegen.
Metalyn ist ein Handelsmarkenname für Methylester von Tallölen. Er wird durch Methylesterifizie-
rung der Tallölsäuren unter erhöhtem Druck und anschließender Destillation des Esters gewonnen. Dieses Produkt, das jetzt durch die Hercules Powder Company hergestellt wird, soll die folgenden charakteristischen Merkmale besitzen:
°/0 Harzsäure-Methylester
°/0 Fettsäure-Methylester
°/0 unverseifbare modifizierte AOCS* Ca 6b~40 nicht über
Verseifungszahl (kräftig, Herculesmeth.)
Säurezahl (AOCS Ds 14-42) * nicht über
Jodinzahl (AOCS Cd 1-25) *
Acetylwert (AOCS Cd 4-40) * , nicht über
Farbe (Gardner 1933) nicht über
Spezifisches Gewicht 20°/20° C
Flammpunkt ° C (COC) nicht unter
Gefrierpunkt 0C.. nicht über
Viskosität bei 37,78° C SUS ** (ASTM D 445-4.6 T)
Feuchtigkeit (AOCS * Ca 2 a-45) nicht über
Aussehen bei 2O°/3O° C
45,0 typisch
47,0 typisch
8,0
155/170
5.0
120/130
10,0
12,0
o,95/o,975
1820
10,0°
2,17 bis 30 Engler
0,1
klar und frei
von fremden Stoffen
Selbstverständlich können auch die geschwefelten Produkte anderer. Ester von Tallölfettsäuren, wie die des Äthylalkohols, sowie der unverzweigten Propyl-, Butyl- und Amylalkohole in der gleichen Weise wie die Methylester geschwefelt werden und bilden dann einen Bestandteil der Zusatzmischung. Erforderlichenfalls können mit Rücksicht auf die geforderte Viskosität, den Fließpunkt und andere Eigenschaften des Schmieröls auch Mischungen von mehreren geschwefelten Estern an Stelle eines einzigen Esters Anwendung finden.
Als phosphorierter Bestandteil"des Gemisches wird wegen seines größeren Gehalts an Phosphor vorzugsweise Glycerintrioleat angewandt. Bei der Herstellung . des phosphorierten Glycerintrioleats wird vorzugsweise ein Glycerintrioleat mit folgenden Kennzeichen angewandt:
10,0 187,0
3,5 75/85
0,3 40,0
0,25
Säurezahl nicht über
Verseifungszahl nicht unter
% Unverseifbares nicht über
Jodinwert
°/o Feuchtigkeitsgehalt nicht über
Äcetylwert nicht über
% Gehalt an freiem Glycerin .. nicht über
Farbe wasser- bis lichtbernsteinfarbig
i8o% Ölsäure Min. Zusammensetzung ^. Linolsäure Max.
der Fettsäuren | go/o gesättigte Säure Max.
Mit Rücksicht auf die erstrebte Gleichmäßigkeit der Endprodukte wird zur Phosphorierung vorzugsweise Phosphortrisulfid angewandt. Andere Phosphorsulfide, wie z. B. Phosphorpentasulfide, verursachen eine unerwünschte Polymerisation. Die Verwendung von
*) »Official and Tentative Methods of American Oil Chimists Society« 2. Ausgabe, veröffentlicht durch die genannte Gesellschaft.
**) SUS = Sekundär Universal Seybold, ASTM = American Society for Testing Materials.
Vgl. ASTM Standards on Petroleum Products and Lubricants, November 1954, veröffentlicht durch »American Society for Testing Materials«, 1916, Rade Street, Philadelphia 3, Pennsylvania.
reinem Phosphortrisulfid ist erforderlich, da unreines Material einen staubartigen Niederschlag im Endprodukt erzeugt.
Phosphoriertes Propylenglykololeat oder phosphoriertes Lardöl mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren, welche mehr als eine ungesättigte Bindung aufweisen, ist in derselben Weise wie phosphoriertes Glycerintrioleat verwendbar.
Das fertiggeschwefelte Metalyn und/oder homologe Tallölf ensäureester und phosphoriertes Glycerintrioleat oder Äthylen-, Propylen- oder Butylenglykoldioleat oder Lardöl mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren mit mehr als einer ungesättigten Bindung, können getrennt oder in Mischung in das gewünschte Schmieröl eingeführt werden. Sie ergeben in letzterem Fall für eine spätere Zugabe ein einziges Zusatzmittel.
Eine Zugabe von 5 Teilen geschwefeltes Metalyn auf ι Teil phosphoriertes Glycerintrioleat gibt ein Zusatzmittel mit folgenden Merkmalen:
Spezifisches Gewicht 0,993
Litergewicht in kg 1,00
Schwefel, Gewichtsprozent 5,35
Phosphor, Gewichtsprozent '. .. 0,21
Viskosität bei 98,89° C 1,82° E.
Bei der Zugabe des Zusatzmittels zu dem schließlich als Schmiermittel dienenden Öl kann man annähernd 10 bis 30, vorzüglich aber 12 bis 15 Gewichtsprozent des Zusatzmittels anwenden, und zwar so, daß das Endöl in jedem Falle annähernd 0,02 bis 0,06% Phosphor und annähernd 0,5 bis 1,5% Schwefel, das von dem Zusatzmittel herstammt, enthält.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand von zwei Beispielen erläutert, welche die Herstellung
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von zwei Zusätzen zu dem schließlich als Schmiermittel dienenden Öl wiedergegeben.
Zusatzmittel Nr. ι .12 Gewichtsprozent
83,3 °/0 geschwefeltes Metalyn 16,6 °/0 phosphoriertes Glycerintrioleat 1,0 Gewichtsprozent Dibenzyldisulfid 0,5 Gewichtsprozent
polymere Ester von Methacrylsäure und höhermolekularen Alkoholen, gemäß USA.-Patentschrift 2 681 891, 3. Spalte 60,0 Gewichtsprozent Schmieröl H 26,5 Gewichtsprozent Schmieröl L
Zusatzmittel Nr. 2 15,0 Gewichtsprozent
83,3 °/0 geschwefeltes Metalyn 16,6 °./0 phosphoriertes Glycerintrioleat 1,0 Gewichtsprozent Dibenzyldisulfid o,5 Gewichtsprozent
polymere Ester von Methacrylsäure und höhermolekularen Alkoholen, gemäß USA.-Patentschrift 2 681 891, 3. Spalte 57,0 Gewichtsprozent Schmieröl H 26,5 Gewichtsprozent Schmieröl L.
Die Zugabe von Dibenzyldisulfid erfolgt, um dem hohen Drehmoment-Leistungstest zu genügen. Die Zugabe des polymeren Esters gemäß USA.-Patentschrift 2 681 891 erfolgt, um den Fließpunkt herabzusetzen und den Viskositätsindex zu verbessern. Beide Zusätze genügen vollkommen den Fahrleistungstesten, die durch Prüfung der Öle vor und nach ausgedehntem Gebrauch in einer Anzahl von Passagierfahrzeugdifferentialen festgelegt sind.
.35 Zusatz Nr. 2 erfüllt alle Erfordernisse für die SAE 90 MIL-L-2io5*-Anforderung.
Die Schmierölbasen H und L, in welchen die Zusatzmischungen löslich sind, haben folgende Kennzeichen:
Schmieröl Schmieröl Spezifisches Gewicht (15,6° C) H L
(ASTM D 1298-54) , 0,9083 0,8772
Flammpunkt 0C
(ASTM D-92-52) 287,78 210,00
Entzündungspunkt ° C
. (ASTM D-92-52) 332,23 240,55
Viskosität 37,78° C 85,8° E 5,97° E
54,45°C "...· 30,60E 3,170E
98,89° C 4,51° E 1,49° E
Viskositätsindex
(ASTM D 567-53) .91 93
Fließpunkt °C
(ASTM 97-47) — 15- —15
Gardner Farbe (1933) 17,0 6,5
% Verkohlungsrückstand
(ASTM D-189-53) 1,23 0,02
% Schwefel (ASTM D 129-52) . 0,78 0,38
Säurezahl (ASTM D 974-487) .. 0,36 0,21
*) Vom 7. April 1950 Military Specification Lubricant, g0 Gear, Universal.
Dieses Gemisch genügt nicht nur den MIL-L-2105-Anfordernissen für gogrädiges Öl, sondern auch allen Vorschriften für ein SAE-8ogrädiges Öl, ausgenommen die Max. SUS-Viskosität von 100,000 bei —17,78° C. 90grädiges Öl erfordert nämlich eine Viskosität von 80 bzw. 90 bis 210. Diesem Erfordernis kann leicht durch die Verwendung einer vorrätig gehaltenen Mischung mit hohem Viskositätsindex an Stelle einer solchen mit dazwischenliegendem Viskositätsindex bei der Herstellung des getesteten Zusatzes Genüge getan werden.
Die folgende Tafel gibt die Eigenschaften und Zusammensetzung eines EP-Schmieröls auf der Basis hochviskoser Schmieröle, welche durch Solventextraktion von Petroleum-Schmierölfraktionen vom Mid-Continent-Typ mit Phenol erhalten wurden, an. Diese Schmieröle genügen allen Erfordernissen für ein Hochdruckschmieröl SAE 80/90, Zusammensetzung nach Gewichtsprozenten:
Geschwefeltes Metalyn
Viskosität bei 98,89° G — 2,85° E .... λ
% S (ASTM D 97-52) 5,30
phosphoriertes Glycerintrioleat | ->' '°
% P (ASTM D 1091-54) 0,18 J
Dibenzyldisulfid 1,0 °/0
polymere Ester von Methacrylsäure und höhermolekularen Alkoholen gemäß USA.-Patentschrift 2 681 891, 3. Spalte 0,5%.
Mineralschmieröl A ; 27,5 °/0
Mineralschmieröl B 56,0 °/0
Kennzeichen: . '
Viskosität bei 37,78° C 21,7° E
98,89° C '. 2,5° E
Index (ASTM D-567-53) 109
Viskosität, extrapoliert auf —17,78° C 75,000
Fließpunkt ° C (ASTM D 97-47) ..... —31,67
Rinnpunkt (CRS-L-15-445) —43.45
Lagerstabilität in Ordnung
Modifizierte SAE:
Ring-Zustand inOrdnung 100·
Ring-Gewicht, Verlust mg 20,6
Timken (CRC-L-18-545X '
Trag-Last (kg) 23,13
Druck (kg/cm2) 2,253
Kennzeichen der Schmieröle A und B 105.
Spezifisches Gewicht (15,6° C) A B
(ASTM D-1298-54) 0,8708 0,8956
Flammpunkt ° C
(ASTM-D-92-52) 215,55 304,44 110-
Zündpunkt °C . ■
(ASTM D-92-52) 246,11 332,23
Viskosität bei 37,78° C 5,31° E 72,1° E
54,45° C 2,95° E 26,9° E
98,89° C ........ 1,44° E 4,55° E H5.
Viskositätsindex '
(ASTM D 567-53) 97 97
Gardner Farbe (1933) 2 16
ASTM Fließpunkt ° C
(ASTM D 97-47) —15 —15 120.
Verkokungsrückstand (Conradson)
(ASTM D 189-52) 0,04 0,7
% Schwefel
(ASTM D-129-52) — 0,5
Säurezahl < 125,
(ASTM D-974-48 T) 0,2 4,5
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In allen diesen Fällen kann ein Zusatz gemäß vorliegender Erfindung auch durch Hinzugabe der gewünschten Menge von Dibenzyldisulfid oder einem äquivalenten Material, wie es in der USA.-Patentschrift Re 22 911 beschrieben ist, und durch Einverleiben einer genügenden Menge polymerer Ester hergestellt werden, um dem gewünschten Öl den gewünschten Viskositätsindex und Fließpunkt zu geben. Bisweilen ist auch ein Zusatz kleiner Mengen z. B.
von 0,001 Gewichtsprozent einer das Schäumen herabsetzenden Substanz empfehlenswert, wie es in den USA.-Patentschriften 2 416 503 und 2 416 504 beschrieben ist. Durch einen gleichzeitigen Gehalt der verschiedensten Bestandteile innerhalb eines einzigen Zusatzmittels kann ein billiges, allgemein verwendbares Zusatzmittel erhalten werden, das mit einem beliebigen Typ eines Mineralschmieröls versetzt werden und demselben außerordentlich gute Hochdruckeigenschaften geben kann. Hierdurch vermeidet man die Notwendigkeit der Herstellung und der Vorrathaltung von mehreren verschiedenen Zusatzmitteln.
Selbstverständlich sind die spezifischen Zusatzstoffe, die hier beispielsweise angeführt sind, nicht notwendigerweise die billigsten oder besten Zusätze.
Durch Variierung der Mengen von geschwefeltem Metalyn oder dessen Homologen und phosphoriertem Glycerintrioleat oder Äthylen-, Propylen- oder Butylenglykoldioleat oder Lardöl mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren mit mehr als einer ungesättigten Bindung in der Zusatzmischung oder im Schmieröl innerhalb der erfindungsgemäßen Grenzwerte kann mit einem Minimum an Kosten ein Produkt erzeugt werden, das den nötigen Erfordernissen für den jeweils beabsichtigten Zweck genügt. Oder aber man kann auch zu einem Schmieröl von maximalen Hochdruck- und Schmiereigenschaften gelangen, wenn der Unkostenfaktor keine entscheidende Rolle spielt. Das
phosphorierte Glycerintrioleat, Äthylen-, Propylen- und Butylenglykoldioleat oder Lardöl mit einem geringen Gehalt an Säuren, welche mehr als eine ungesättigte Bindung aufweisen, steigert die Schmierfähigkeit und fördert unerwartet auch die Gewichtstragkraft des fertigen Zusatzmittels. Wenn die Kosten nicht von Bedeutung sind, können daher auch größere Mengen an Phosphor dem Zusatzstoff und damit dem Schmieröl innerhalb der erfindungsgemäßen Grenzwerte einverleibt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verwendung einer öllöslichen Mischung von 3 bis 5 Gewichtsteilen eines geschwefelten Esters von Tallölfettsäuren mit geradkettigen Alkoholen, insbesondere deren Methylestern, mit einem Schwefelgehalt von ungefähr 3 bis io°/0, vorzugsweise 6 bis 26 °/0, mit einem Gewichtsteil eines als Zusatz zu Schmiermitteln bekannten Reaktionsproduktes, mit einem Phosphorgehalt von ungefähr 0,6 bis 2,5%, vorzugsweise 1,26%, aus Phosphortrisulfid ' mit einem Glycerintrioleat, Äthylen-, Propylen- oder Butylenglykoldioleat oder Lardöl mit einem niedrigen Prozentgehalt an Säuren mit mehr als einer ungesättigten Bindung, gegebenenfalls unter weiterem Zusatz von ungefähr 5 bis 10 Gewichtsprozent von als Schmiermittelzusatz bekanntem Dibenzyldisulfid als Zusatz zu Mineralschmierölen in solchen Mengen, daß das Gesamtschmiermittel etwa 0,02 bis 0,06 Gewichtsprozent Phosphor, ungefähr 0,5 bis 1,5 Gewichtsprozent S und gegebenenfalls etwa 0,5 bis 1 Gewichtsprozent Dibenzyldisulfid enthält.
    Angezogene Druckschriften:
    USA-Patentschrift Nr. 2 541 789.

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