DEP0009613DA - Beschickungsvorrichtung für mechanische Rostfeuerungen - Google Patents
Beschickungsvorrichtung für mechanische RostfeuerungenInfo
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Description
Bei mechanischen Rostfeuerungen, insbesondere bei Wanderrosten, ist es notwendig, daß der Brennstoff in gleichmäßiger Körnung auf die ganze Rostbreite verteilt wird. Da die Kohle durch den freien Fall im Bunker entmischt wird, ist es erforderlich, den Brennstoff, bevor er in den Rosttrichter der Feuerung gelangt, wieder innig zu mischen, um Streifenbildung und ungleichmäßigen Ausbrand zu verhindern. Zur Brennstoffaufgabe auf mechanische Rostfeuerungen werden bisher Kegel- oder Pendelschurren sowie Kohlentransportbänder und Zellenwagenverteiler verwendet. Kegel- oder Pendelschurren gewährleisten aber nur dann eine gleichmäßige Brennstoffverteilung, wenn der Bunkeröffnung ein körnungsgleicher Brennstoff entnommen wird. Wenn nämlich auf dem einen Teil der Öffnung des Bunkers nur grober und auf dem anderen nur feiner Brennstoff ausläuft, dann wird auch auf den Rost auf der einen Seite grober und auf der anderen feiner Brennstoff aufgebracht, wodurch eine ungleich-
mäßige Verbrennung und ein schlechter Ausbrand erzielt wird. Bei breiten Rosten, die durch zwei Kegelschurren beschickt werden, kann sich dieser Nachteil noch viel ungünstiger auswirken. Ihn vermeidet auch die Verwendung von Pendelschurren nicht, denn bei breiten Rosten sind wiederum zwei Pendelschurren notwendig, wonach es dann bei entsprechenden Bunkeröffnungen vorkommt, daß auf der einen Seite grober und auf der anderen feiner Brennstoff gefördert wird und dieser somit auch ungleichmäßig auf das Rostbett gelangt. Bei der Anwendung von Kohlenverteilerbändern bildet sich unter der Zubringerschurre ein Teil in der Aufschüttkohle im Rosttrichter, wodurch eine stückmäßige Trennung der Kohle stattfindet und Streifenbildung in der Mitte des Rostes, so daß ein gleichmäßiger Ausbrand nicht gewährleistet ist. Das Tal in der Aufschüttkohle entsteht dadurch, daß das Ende des Förderbandes beim Zurückgehen nicht über die Öffnung der Zubringerschurre hinausgefahren werden und somit ein Streifen von Zubringerschurrenbreite nicht gefördert werden kann. Der Zellenwagenverteiler hat den Nachteil, daß die Kohlensäule in Breite der Zubringerschurre auf dem Rosttrichter lastet, wodurch die Brennstoffschicht in dieser Breite festgedrückt, zu beiden Seiten dagegen gelockert auf den Rost kommt, besonders bei feuchter Kohle. Dadurch wird ebenfalls ein ungleichmäßiger Ausbrand erzielt. Weiter wird bei dieser Art von Aufgabe der Zellenwagen auf seiner ganzen Länge durch die
Kohlensäule durchgeführt, wodurch ein bedeutender Kräfteverbrauch auftritt.
In der Zeichnung ist schematisch ein Längsschnitt und die Seitenansicht einer Beschickungsvorrichtung für mechanische Rostfeuerungen nach dieser Erfindung dargestellt, die die oben gekennzeichneten Übelstände restlos beseitigt und eine völlig gleichmäßige Verteilung des Brennstoffes auf dem Bett mechanischer Feuerungsanlagen gewährleistet.
Die Beschickungsvorrichtung besteht aus einem über die halbe Rosttrichterbreite sich erstreckenden Verteilerwagen, der aus zwei Taschen a und der dazwischen befindlichen Abdeckplatte b besteht. Die Abdeckplatte besitzt an den beiden Enden je eine Klappe c. Zwischen den beiden Taschen und unter der Abdeckplatte ist ein staubdichter Raum d für das Wendegetriebe nebst dem Motor angebracht. Die Abdeckplatte hat den Zweck, die Kohlenzufuhr während des Verlassens der beiden Taschen abzusperren. Die beiden Klappen, die an den beiden Enden der Abdeckplatte angebracht sind, haben den Zweck, Eisenteile, die mit der Kohle mitgeführt werden und zwischen Kohlenschurrenwand und Taschenwand geraten, auszuschwenken und das Eisenstück nach unten hin abfallen zu lassen. Die Klappen werden durch entsprechende Gegengewichte zugehalten. Der Brennstoff wird der Beschickungsvorrichtung durch eine Schurre vom Brennstoffbunker zugeführt.
Claims (4)
1.) Beschickungsvorrichtung für mechanische Rostfeuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar über dem Rosttrichter ein Verteilerwagen mit zwei oder mehreren durch Abdeckplatten getrennten Bunkertaschen hin- und herbewegbar angeordnet ist, so daß der aus der Brennstoffschurre anfallende Brennstoff auf die ganze Breite des Brennstofftrichters zur Verteilung gelangt.
2.) Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatten so angebracht sind, daß der Kohleneinlauf in die Bunkertaschen bei der Hin- und Herbewegung jeweils geöffnet bzw. geschlossen werden.
3.) Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden der Abdeckplatten drehbare Klappen angebracht sind, die durch Federn oder Gewichte gehalten werden.
4.) Beschickungsvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Bunkertaschen ein staubdichter Raum für Getriebe und Motor eingebaut ist.
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