DEP0008983MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Januar 1953 Bekanntgemacht am 19. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bei elektrischen Vakutimgefäßen, z. B. bei
Empfänger- und Senderöhren, bekannt, den Kolben
dies Gefäßes durch einen gepreßten Glas teller abzuschließen, in den die Kontaktstifte eingeschmolzen
sind. Wenn man solche Röhren in ihre Fassung einsetzt, werden die Durchführungsleiter
und die Preßteller mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt, welche Spannungen entstehen lassen,
die bei nachfolgender plötzlicher Temperatursteigerung, etwa infolge der Einschaltens dies Heizstromes,
zu Glassprüngen führen. Diese Sprünge dehnen sich oft über den Preßteller aus und. verursachen
eine Verschlechterung des Vakuums infolge von Lufteintritt.
Diese Erscheinung tritt auf, wenn das Glas am Material der Durchführungeleiter weniger gut
haftet, wenn also z. B. Kontaktstifte aus Nickel Verwendung finden.. Aber auch in anderen Fällen
bilden die Glashosen am Durchführungsleiter, d. h. die spitz auslaufenden Glashäute, häufig den Ausganigspunkt
für Glassprünge.
Es ist bereits bekannt, bei Preßglasfüßen von Elektronenröhren Erhöhungen um die eingeschmolzenen
Kontaktstifte vorzusehen. Hierfür werden in der Bodenfläche der Preßform Ausbohrungen um
die Kontaktstifte vorgenommen, und die Pressung des Glasfußes erfolgt in normaler Weise. Es entstehen
dann auf der Außenfläche des Preßtellers
609 506/246
P 8983 VIIIcI21g
Wulstringe um die Kontaktstifte. Es kann hierbei aber nicht die Bildung sogenannter Glashosen an
den Kontakt-Stiften vermieden werden. Überdies ist
ein Loslösen des Glastellers aus der Preßform einigermaßen erschwert. . .- „
■ Man hat auch bereits vorgeschlagen, bei der
Herstellung von tellerförmigen Preßglasfüßen mit eingeschmolzenen Kontaktstiften diese Stifte hineinzudrücken,
solange das Glas noch plastisch ist.
ίο Es ist jedoch nicht einfach, dieses Eindrücken der
Stifte auf maschinellem Wege in zufriedenstellender Weise zu erreichen. Außerdem sind hierzu
weitere Arbeitsgänge erforderlich..
Die Erfindung zeigt einen Weg, auf dem es gelängt, die erwähnten Risse oder Sprünge im Glas
des Preß tellers zu vermeiden, ohne die mit den bekannten Verfahren verknüpften Nachteile herbeizuführen.
Bei einem Verfahren zur Herstellung von Preßglastellern für elektrische Vakuumgefäße mit
eingeschmolzenen Kontaktstiften, < um die an der
Außenseite Vertiefungen vorgesehen sind, werden zu diesem Zweck gemäß der Erfindung die Teller
in einem einzigen Preßvorgang hergestellt unter Verwendung einer Matrize, die zum Einpressen
der Vertiefungen um die Kontaktstifte derart mit Erhöhungen versehen ist, daß ein Knick in der
Oberfläche des Glases am Rande der Vertiefungen entsteht.' ·..,..'; . .- .■ ·,
Die Erfindung zeichnet sich durch,-große Ein-..
fachheit aus. Der Tellerboden bleibt glatt, und ein Wulst wird nicht geformt, die konischen Vertiefungen
sind in ihrer Form genauestens festgelegt durch die Erhöhungen auf der Matrize. Die
Apparatur' wird in keiner Weise kompliziert,'.und die Preßglasteller, die sauber ausgeführt werden
können, heben sich leicht von der Matrize ab.
Eine für die Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung geeignete Matrize kann beispielsweise
aus Chromeisen bestehen und in der Weise ausgestaltet werden, daß man die Ausbohrungen
der Grundform erweitert und an deren Rändern konisch geschliffene Hülsen aus. Silberstahl ·.einführt. Mittels einer solchen Matrize werden um die
Einführungsöffnungen der Kontaktstifte konisch geformte Einbuchtungen gebildet. Die Matrize
kann. aber auch eine ringförmig verlaufende Erhöhung
aufweisen, wobei der Durchmesser dieses Ringes dem des Kontaktstiftkranzes entspricht.
Schließlich kann man auch die Erhöhungen radial in Richtung der Kontaktstifte verlaufen lassen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Die Fig. ι zeigt einen
Schnitt durch einen, Preßglasteller i, in den die Kontaktstifte 2 eingeschmolzen sind. Um jeden Kontaktstift
2 herum ist auf der Seite, die die Außenseite der Röhre bilden soll,: eine konisch geformte ;
Ausbuchtung 4, 5 vorgesehen. Wesentlich ist dabei, daß ein Knick in der Oberfläche des Glases gebildet
wird, nämlich am Rande der konusförmigen Ausbuchtungen. Hierdurch wird nämlich die Ausbreitung
kleiner Risse vom Stift aus verhindert. Die Fig. 2 zeigt den Schnitt durch eine Matrize,
die bei dem Verfahren nachrder Erfindung verwendet
werden kann. Die zur Aufnahme der Kontaktstifte: 2 dienenden Bohrungen 6,7 weisen an
ihrem oberen, dem Preßglasteller zugewandten Rand konusförmige Erhöhungen 8, 9 auf, die beim
Preß Vorgang die gewünschten Einbuchtungen entstehen lassen. Dadurch ist eine saubere Ausführung
.,des Tellers möglich, die IBilifüiig von Glashosen
wiird vermieden und damit:;die Gefahr der Bildung
von Rissen und Sprüngen beseitigt.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Preßglastellern für elektrische Vakuumgefäße mit eingeschmolzenen
Kontaktstiften, um die an der Außenseite Vertiefungen vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß der Teller in einem 'einzigen" Pießvorgang^hergestellt "wiird unter
Verwendung einer Matrize, die. zum Einpressen
;;r-;ider" Vertiefungen,.·uin die Kontaktstifte derart
rnit Erhöhungen versehen'ist, daß ein Knick in
der: Oberfläche des Glases am Rande der Vertiefungen
entsteht.
2. Matrize zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erhöhungen durch an ihrem Ende konisch
abgeschliffene Hülsen, z. B. aus Silberstahl, ge- c bildet · werden, die in die erweiterten Ausbohrungen
zur Aufnahme der Kontaktstifte eingesetzt sind.
3. Matrize zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß c
die Erhöhung der Matrize: ringförmig verläuft
und daß der mittlere Durchmesser dieses Ringes
dem mittleren Durchmesser des Kontaktstiftkranzes entspricht.
4. Matrize zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erhöhungen der Matrize radial in Richtung auf die Kontaktstifte verlaufen.
5. Matrize nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Chromeisen
besteht. ;
"' Angezogene Druckschriften:·
Deutsche Patentschriften Nf. 857543, 867 1I4;
USA.-Patentschrift Nr. 2 340 879. ,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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