DEP0008575DA - Leichtbauplatte - Google Patents
LeichtbauplatteInfo
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Description
Für die Herstellung von Bauplatten, insbesondere solchen von tragenden Eigenschaften gibt es die verschiedenartigsten Wege, um an Gewicht und Baumaterialien zu sparen. Einer der wirksamsten ergab sich mit der Verwendung von Leichbeton in Sonderheit des Schaumbetons, aber auch mit der aus Holzwolle hergestellten Heraklithplatte erzielte man jahrelang brauchbare Erfolge, soweit sie Füllstoff in einem tragenden Verbande blieb. Beton ist wohl weitgehend belastbar, jedoch nicht für alle Belastungen und als Leicht- bezw. Schaumbeton erhöht empfindlich gegen Zugkräfte, sodass seine Verwendung trotz aller günstigen Leichtbetoneigenschaften sich nicht allgemein ausweiten liese.
Die Erfindung will die Vorteile beider Plattenarten vereinigen und eine Platte schaffen, die für ihre Verhältnisse ausserordentlich leicht und trotzdem aber reichlich belastbar ist, vor allem in bezug auf Zugkräfte gut aufnahmefähig wird, was erfindungsgemäss durch die Verbindung einer Betonplatte mit einer Faserplatte und zwar vornehmlich einer Holzwolle-, Stroh- oder Schilfplatte, erreicht wird. Auch Asbest oder Kunstfaser mit einem geeigneten Bindemittel, wie Zement, Gips, Kalk, Wasserglas usw., kann hier mit Vorteil verwendet werden.
Während der Betonteil in der Hauptsache für die Druckkräfte vorhanden ist, hat die Faserplatte die Zugkräfte aufzunehmen und verleiht dabei der Leichtbetonplatte die Eigenschaft einer erheblich grösseren Biegefestigkeit. Dadurch wird auch die Herstellung der Platte in grösseren Formaten möglich, ohne dass hierfür Eisenarmierungen notwendig werden, welche naturgemäss Gewicht und Preis der Platte erheblich steigern würden. Die Faserplatte schützt gleichzeitig den Betonteil vor Transportschäden (Abstossen der Ecken usw.) und bietet ferner eine gute Haftfläche für den späteren Verputz. Schliesslich ist von hervorragender Isolierwirkung, sodass durch eine Platte dieser Art genau so eine Schalldämpfung und Wärmehaltung wie bei etwa mehrfach zu dickem Mauerwerk erreicht wird.
In der beiliegenden Zeichung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem die Faserplatte f durch einzementierte Holzwolle nach Art der Heraklith- oder Holzwollen-Zementplatten gebildet wird, die etwa ein Drittel der ganzen Plattenstärke ausmacht, während die restlichen zwei Drittel an Plattenstärke durch den leichten Schaumbetonteil b ausgefüllt werden. Beide Arten sind fest miteinander verbunden, was durch gemeinsames Ausgiessen erfolgt.
Wird die Platte b, f dann als Tragbalken verwendet, beispielsweise an einem Werkstättendach, so wird sie so eingefügt, dass der Holzwolleteil f in den Bereich der Zugkräfte kommt, die er zufolge der günstigen Zugfestigkeitseigenschaften dieses Teils aufnimmt, während dem reinen Betonteil b die Druckkräfte zufallen. Aber auch als Mauerwerk bietet die kombinierte Platte den Vorteil, nach aussen in die leicht auszufüllende Betonschicht zu
haben, während sie nach innen eine gute Haftfläche für die besseren Verputzarbeiten zeigt. Auch ersetzt diese Platte, was Wärmeisolierung anbelangt, ein Heraklithmauerwerk, das bisher durch nebeneinanderliegende Holzwolleplatten mit einer Zwischenlage aus Glaswolle, Schlacke u.dgl. gebildet wurde.
Claims (4)
1.) Leichtbauplatte, dadurch gekennzeichnet, dass eine Betonplatte (b) mit einer Faserplatte (f) kombiniert wird.
2.) Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserplatte (f) aus Holzwolle, Stroh, Schilf, Asbest u.dgl. mit einem geeigneten Bindemittel, wie Zement, Gips, Kalk, Wasserglas usw., gebildet wird.
3.) Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserplattenteil (f) etwa ein Drittel der Gesamtplattenstärke beträgt.
4.) Platte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der restliche Teil der Gesamtplattenstärke aus Schaumbeton (b) gebildet wird.
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