DEP0007823DA - Hörkopf für Magnettongeräte - Google Patents
Hörkopf für MagnettongeräteInfo
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Description
Eines der schwierigsten Probleme in magnetischen Schallaufzeichnungsgeräten beruht darin, dass die von dem Magnetogrammträger abgetastete Nutzspannung bei Verwendung der üblichen Hörköpfe nur in der Grössenordnung von einigen Mikrovolt bis zu wenigen Millivolt liegt. Infolge dessen ist eine aussergewöhnlich hohe Verstärkung erforderlich, um die für eine Wiedergabe angemessene Lautstärke zu erzielen. Aus diesem Grund auch ist die Abhöreinrichtung in magnetischen Schallaufzeichnungsgeräten äusserst empfindlich gegen Brummeinstreuungen und trotz sorgfältigster Abschirmung des Hörkopfes und seiner Verbindungsleitungen zu den Wiedergabeverstärker ist es bisher nicht gelungen, den Pegel der Brumm-Störspannung auf ein so niedriges Niveau zu reduzieren, dass man die volle Dynamik ausnutzen könnte, die an sich ein mit Hochfrequenzvormagnetisierung arbeitendes Magnettongerät leisten könnte.
Gegen eine Erhöhung der Empfindlichkeit des Hörkopfes durch Steigerung der Windungszahl solcher Köpfe bestand bisher das Vorurteil, dass durch diese Massnahme die Amplitude der Brumm-Störspannung nur noch erhöht würde. Man begnügte sich aus diesem Grunde z.B. bei der Verwendung der von Schüller vorgeschlagenen Ringköpfe nach deutscher Patentschrift 660 377 mit insgesamt 600 Windungen und schaltete zwischen den Hörkopf und das Gitter der ersten Verstärkerröhre einen sehr steil übersetzenden Eingangstransformator; dadurch erreicht man, dass die vom Hörkopf abgegebene und durch den Eingangstransformator hochtransformierte Nutzspannung hinreichend hoch über der durch das Röhrenrauschen bedingten Störspannung lag. Nun lässt sich zeigen, dass die
Brummempfindlichkeit der Abhörvorrichtung nicht allein durch Einstreuung von Netzstörungen auf den Hörkopf selbst, sondern zum guten Teil auch trotz aller Abschirmungsmassnahmen durch Störeinflüsse bedingt ist, die auf die Verbindungsleitungen zwischen dem Hörkopf und dem Verstärker einwirken. Erfindungsgemäss wird durch Behebung dieser Schwierigkeiten vorgeschlagen, für den Hörkopf die Windungszahl so hoch zu wählen, dass die Eigenresonanz des Hörkopfes an der oberen Grenze des tonfrequenten Übertragungsbereiches des Magnettongerätes liegt oder etwa höher gelegt wird als diese Grenze. Es empfiehlt sich, die Windungszahl auf wenigstens 1500 Windungen zu erhöhen. Durch eine solche Resonanzbestimmung erreicht man eine Spannungsüberhöhung in dem oberen Frequenzbereich und kann auf diese Weise ohne zusätzliche Entzerrungsmittel den durch die Gesetze der magnetischen Schallaufzeichnung bedingten Spannungsabfall für die hohen Frequenzen angenähert oder vollständig ausgleichen.
Will man die Empfindlichkeit des Hörkopfes bis an die Grenze des Möglichen steigern, so empfiehlt es sich überdies zur Herabsetzung der Eigenkapazität seiner Wicklung ihn in an sich bekannter Weise möglichst kapazitätsarm zu wickeln. Um den Brummeinfluss auf die Verbindungsleitungen zwischen Hörkopf und Verstärker auf ein Mindestmass herabzusetzen, empfiehlt es sich, die Länge der Verbindungsleitungen zwischen Hörkopf und Verstärker so stark wie irgend möglich zu reduzieren. Erfindungsgemäss wird aus diesem Grund ein solcher Hörkopf unmittelbar mit der ersten Röhre zusammengeschaltet, ähnlich wie man auch die Kapsel eines Kondensatormikrophons mit der ersten Mikrophonverstärkerröhre zu einem Bauelement vereinigt.
Claims (3)
1. Hörkopf für magnetische Schallwiedergabegeräte, gekennzeichnet durch eine so hochohmige Wicklung des Hörkopfes, dass dessen Eigenresonanz in der Nähe der oberen Grenze des Übertragungsbereiches liegt.
2. Hörkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er zur Erzielung einer möglichst hohen Eigenresonanz kapazitätsarm gewickelt ist.
3. Schaltungsanordnung für Hörköpfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Röhre des Wiedergabeverstärkers unmittelbar neben dem Hörkopf angeordnet wird.
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