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Niederfrequenzverstärker mit automatischer Regelung des Verstärkungs grades
EMI1.1
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Die Regelspannung wird einerseits am Widerstand 17 abgegriffen und einer Regelröhre der ersten
Verstärkerstufe zugeführt, anderseits über einen Widerstand 18 der zweiten Verstärkerstufe zugeleitet, in deren Ausgangskreis der Aufsprechkopf 19 vorgesehen ist. Der Verstärker weist somit eine kombi- nierte Vorwäns-Rückwärtsregelschaltung auf, die in ihrer Grundkonzeption bekannt ist, so dass es sich an dieser Stelle erübrigt, auf ihre Wirkungsweise näher einzugehen. In Fig. 2 ist für den stationären Zustand die Abhängigkeit des durch den Quotienten der Ausgangsspannung VA und der Eingangsspannung VE bezeichneten Verstärkungsgrades von der Eingangsspannung angegeben, wobei sowohl in Abszissen- als auch in Ordinatenrichtung logarithmische Massstäbe verwendet sind.
Die durch den Widerstand 17 und die Kondensatoren 13 und 13 a bestimmte Zeitkonstante T = R. C ist relativ gross und so gewählt, dass der Verstärker in kürzeren Signalpausen nicht hochregelt und damit Störgeräusche zur Aufzeichnung bringt. Zur Verkleinerung dieser Zeitkonstante kann der Kon- 'densator 13a durch einen Schalter 20 abgeschaltet werden. Die Verkleinerung der Zeitkonstante könnte in bekannter Weise auch durch Verkleinerung des Entladewiderstandes durch Parallelschalten eines
Widerstandes zum Widerstand 17 bewirkt werden.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Dem Verstärker 1 wird über die Eingangsbuchsen 4 ein Mikrophonsignal zugeführt, während über den Spannungsteiler 6 die Ausgangsspannung eines Plattenspielers, eines Tonbandgerätes oder eines
Radios eingespeist wird. Der Spannungsteiler 6 ist so eingestellt, dass die dem Verstärker l über die Eingangsbuchsen 7 zugefühne reduzierte Nennspannung etwa 1/50 der durch das Mikrophon eingespei- sten Nennspannung beträgt. Wird das Mikrophon nicht besprochen, so passt sich die Aussteuerungsregelschaltung automatisch dem geringen Eingangspegel an, und regelt die Verstärkerstufen 1 und 2 auf einen hohen Verstärkungsgrad hoch.
Dieser Vorgang ist auch in Fig. 2 zu erkennen, in der die über die Buchsen 7 eingespeiste und im Spannungsteiler 6 reduzierte Nenneingangsspannung mit V 2N bezeichnet ist. Wird nun das Mikrophon besprochen, so erhält der Verstärker 1 eine wesentlich grössere Eingangsspannung (V in Fig. 2), der Verstärker 1 und 2 wird automatisch auf geringere Empfindlichkeit herunter geregelt. Durch diese Reduktion des Verstärkungsgrades wird das durch den Eingang 7 eingespeiste Signal im Ausgang des Verstärkers 2 unterdrückt. Der Pegel dieses Signals wird bei Besprechen des Mikrophons um etwa 35 db abgesenkt. Im Gegensatz zu normalen Magnettonaufzeichnungen ist es bei Einblendungen erwünscht, dass nach Besprechen des Mikrophons das Grundsignal innerhalb relativ kurzer Zeit wieder. den vollen Pegel erreicht.
Um in beiden Betriebsfällen eine optimale Zeitkonstante für die Regelspannung festlegen zu können, ist die Ladekapazität aus zwei Kondensatoren 13 und 13a aufgebaut, von denen der Kondensator 13a mittels eines Schalters 20.'abschaltbar ist. Bei normalen Magnettonaufzeichnungen ist der Schalter 20 geschlossen, bei Benutzung der beidenEingänge 4 und 7 ist der Schalter 20 geöffnet und die Zeitkonstante daher verkürzt. Der Schalter 20 kann direkt durch Einführen eines Steckers in die Eingangsbuchsen 4 bzw. 7 betätigbar sein.
Sollen in eine Geräusch- oder Musikuntermalung Kommentare od. dgl. eingeblendet werden, so genügt es, das Mikrophon zu besprechen, wobei automatisch die Untermalung zurückgeregelt und nach Beendigung derEinblendung wieder auf den ursprünglichen Pegel eingestellt wird. Mit Hilfe des Spannungsteilers 6 kann dabei die Pegelabsenkung des Grundsignals vorgewählt werden. Wird eine konstante Pe- gelreduktion gewünscht, so kann der Spannungsteiler fest eingestellt werden. Stehen Signalquellen wie Mikrophone, Tonabnehmer usw. mit entsprechend unterschiedlichen Nennausgangsspannungen zur Verfügung, so kann auf den Spannungsteiler verzichtet werden. In diesem Falle muss die dominierende Signalquelle (z. B. das Mikrophon) die höhere Nennausgangsspannung aufweisen.
Es kann auch erwünscht sein, das dominierende Signal und das Grundsignal gegeneinander zu vertauschen. Zu diesem Zweck kann in den beiden Eingangskreisen ein zweipoliger Umschalter 21 vorgesehen sein, der die Eingangsbuchsen 22 bzw. 23 über einen Spannungsteiler 24 oder direkt mit dem Verstärker 1 verbindet (Fig. 3).
DieErfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschräI1'k) :. So kann z. B. an Stelle eines Spannungsteilers im Eingangskreis für das Grundsignal ein gegebenenfalls regelbarer Vorverstärker für das dominierende Signal vorgesehen sein. An Stelle eines Regelverstärkers mit kombinierter Vorwärts-Rückwärtsregelung kann auch ein solcher mitVorwärtsregelung oder mit Rückwärtsregelung verwendet werden.