DEP0007804MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Juni 1952 Bekaimtgemaeht am 12. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, der insbesondere zum Erhitzen von Wasser für Haushaltszwecke
dienen kann. Im Innern des Behälters sind schraubenförmige Rohrschlangen vorgesehen,
durch welche Dampf, insbesondere Hochdruckdampf strömt und die von der erwärmenden Flüssigkeit
umströmt sind.
Bei den bekannten Wärmetauschern dieser Art sind sämtliche Rohrschlangen im gleichen Windungssinn
gedreht, weshalb es unmöglich war, die Rohrschlangen ineinanderzuschieben. Infolgedessen
sind die Zwischenräume zwischen den Rohrschlangen, also die vom Wasser durchströmten Querschnitte,
verhältnismäßig groß, so daß dementsprechend geringe Wassergeschwindigkeiten auftreten
und der Wärmetausch nur gering ist.
Gemäß der Erfindung sind im Behälter schraubenförmige
Rohrschlangen derart angeordnet und ausgebildet, daß Rohrschlangen mit verschiedenem
Windungssinn einander benachbart sind und weitgehend ineinandergreifen.
Durch diese Anordnung wird vor allem die Geschwindigkeit
des an den Rohrschlangen entlang strömenden und von ihnen zu erwärmenden Wassers
erhöht.
Es wird nämlich durch das' Ineinanderschieben
der Rohrschlangen der Zwischenraum zwischen ihnen verkleinert und dem strömenden Wasser eine
höhere Geschwindigkeit erteilt.;
Zur weiteren Verkleinerung des Strömungsquerschnitts für das Wasser werden zwischen der
Behälterwand und den äußeren Rohrschlangen Füll-
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stücke angeordnet. Man kann auch noch die von den Rohrschlangen umschlossenen Räume durch
oben und unten abgeschlossene Rohre ausfüllen, wodurch dem Wasser ein schraubenförmiger Weg
an den Rohrschlangen entlang aufgezwungen wird. Der Erfindungsgegenstand wird an Hand eines
zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es· zeigt
Fig. ι einen senkrechten Schnitt durch einen
ίο Wärmetauscher, der mit Hochdruckdampf von einer Fernheizanlage betrieben werden kann,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der
Fig. ι in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch eine Verteilerplatte
längs der Linie III-III der Fig. 2 und Fig. 4 einen waagerechten Schnitt längs der
Linie IV-IV der Fig. 1.
Der senkrecht angeordnete Behälter hat eine zylindrische Wandung 1 und ist unten durch einen
Boden 2 abgeschlossen.
An die Wand 1 schließt sich oben ein nach außen gerichteter Flansch 3 an. In der Nähe des
unteren Endes hat der Behälter 1 einen Stutzen 4 zum Anschluß an eine Leitung.für Wasser, das zur
Heizung z. B. von Wohnräumen dient. Auf dem Flansch 3 liegt eine Verteilerplatte 5 und auf dieser
der Flansch 6 des Behälteroberteils mit der Wand 7 als Verlängerung der Behälterwand 1 und mit einem
Endboden 8. Über den Stutzen 9 erfolgt der An-Schluß
an die Wasserleitung. Die Flansche 3 und 6 sind mittels (nicht dargestellter) Bolzen zusammengespannt,
unter Zwischenlage geeigneter Dichtungen zwischen den Flanschen und der Verteilerplatte
5.
An einer Seite der Verteilerplatte 5 ist ein Zugangsstutzen 10 für Hochdruckdampf, der z. B.
einer Fernheizanlage entnommen werden kann, angeschweißt, dessen inneres Ende etwas verjüngt ist,
um sich der Stärke der Verteilerplatte 5 anzupassen. An den Stutzen 10 schließen sich in der
Verteilerplatte 5 die Bohrungen 11 und 12 an,
welche mit zwei durch die Stopfen 15 und 16 verschlossenen
Kreuzbohrungen 13 und 14 verbunden sind. Die Unterseite der Verteilerplatte 5 ist mit
den waagerechten Bohrungen 11, 12., 13 und 14
durch senkrechte Bohrungen 17, die. bei 18 erweitert
sind, verbunden. Weiterhin hat die Verteilerplatte eine Anzahl durchgehender Bohrungen 1.9, die
mit den Bohrungen 11, 12, 13 Und 14 nicht in Verbindung
stehen, da sie zwischen den waagerechten Bohrungen oder außerhalb ihres Bereichs angeordnet
sind. Die Bohrungen 19 erweitern sich von der Mitte aus konisch zur Ober- und Unterseite der
Verteilerplatte und haben dort abgerundete Kanten. Unten im Behälter 1 ist eine Verteilerplatte 20
angeordnet, deren Durchmesser eüvas kleiner ist als der Innendurchmesser des Behälters. Die untere
Verteilerplatte 20 hat waagerechte Bohrungen, die den Bohrungen 11 bis 14 in der Verteilerplatte 5
entsprechen. Diese Bohrungen in der Platte 20 sind mit deren Oberseite durch senkrechte Bohrungen
verbunden, die den Bohrungen 17, 18 der Verteilerplatte
5 entsprechen. An der Unterseite der Verteilerplatte 20 ist der Stutzen 21 für den Ablauf des
Kondensats angebracht, der wasserdicht durch den Behälterboden 2 geführt ist. Die untere Verteilerplatte
20 hat keine durchgehenden Bohrungen, die den Bohrungen 19 der Verteilerplatte 5 entsprechen.
In die Bohrungen 17, 18 der Verteilerplatte 5 bzw. 20 sind die oberen bzw. unteren Enden der
schraubenförmigen Rohrschlangen 22, 23 wasserdicht eingesetzt, vorzugsweise verlötet. Die mit 22
bezeichneten Rohrschlangen sind, rechtsherum, die mit 23 bezeichneten linksherum gewunden. Im
Innern der Rohrschlangen 22 und 23 sind oben und unten geschlossene Rohre 24 zur Verringerung der
Strömungsquerschnitte für das Wasser angeordnet. Die Rohrschlangen 22 und 23 sind so zueinander
angeordnet, daß die rechtsgedrehten Windungen der Rohrschlangen 22 teilweise in den Linkswindungen
der Rohrschlangen 23 liegen. Die Rohrschlangen sind mit einer so großen Steigung gedreht, daß für
dieses Ineinanderschieben genügend Raum vorhanden ist.
Zwischen der Behälterwand 1 und den Rohrschlangen 22 und 23 befinden sich Räume von etwa
dreieckigem Querschnitt, in welchen Füllstücke 25 von entsprechender Form vorgesehen sein können.
Der Behälter i steht auf Füßen 26 und 27 und ist von einem Mantel 28 derart umgeben, daß ein
mit Isoliermaterial 29 ausgefüllter Zwischenraum verbleibt.
Der durch den Stutzen 10 von einer Fernheizanlage zugeleitete Hochdruckdampf strömt durch
die Bohrungen 11 bis 14 in der Verteilerplatte 5 und wird durch die Bohrungen 17, 18 in die Rohrschlangen
22, 23 verteilt. Der Dampf gibt in diesen Rohren Wärme ab, und das dadurch gebildete
Kondensat läuft durch die Bohrungen in der Verteilerplatte 20 zum Stutzen. 21. Dias zu erwärmende
Wasser einer Wohnungsheizung wird durch den Stutzen 4 zugeführt und durchströmt den Behälter 1
nach oben, wobei ihm ein gewendelter Weg längs der Rohrschlangen 22, 23 aufgezwungen wird. Das
Wasser wird hierbei erwärmt und gelangt durch die Bohrungen 19 in der Platte .3 zum Auslaßstutzen
9.
Nach dem Lösen des Oberteils 7, 8 kann dieser in eine beliebige Winkelstellung zum Behälter 1
und damit zum Stutzen 4 gebracht werden. Wenn »» auch der Stutzen 21 gelöst ist, können beide Verteilerplatten
5, 20 und die Rohrschlangen 22, 23 als Einheit im Behälter gedreht werden, so daß der
Stutzen 10 in die gewünschte Winkelstellung zum Stutzen 4 kommt. Die beiden Verteilerplatten. 5, 20
und die Rohrschlangen 22, 23 bilden eine druckdichte Einheit, deren Druckdichtigkeit von der
Drehung nicht beeinflußt wird. Der Oberteil 7, 8 soll nur so fest angezogen werden, daß er den verhältnismäßig
geringen Wasserdruck aufnehmen kann.
Der Erfindunggegenstand kann in Einzelheiten abgewandelt werden. So können die Verteilerplatten
die Endböden des Behälters darstellen. Sie enthalten dann keine durchgehenden Bohrungen, und
die beiden Stutzen für das zu erwärmende Wasser
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werden an der Seite des Behälters angebracht. Es ist jedoch zweckmäßig, mindestens die von Dampf
von hoher Temperatur durchströmte Einlaßverteilerplatte in der dargestellten Weise anzubringen,
weil sie bei dieser Anordnung an beiden Seiten gekühlt wird, während die Austrittsverteilerplatte,
die nur vom Kondensat durchströmt wird, eine Kühlung von beiden Seiten nicht benötigt.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Wärmetauscher, ζ. B. zum Erhitzen von Wasser, mit in einem Behälter parallel zueinander angeordneten schraubenförmigen Rohrschlangen, die von einem wärmeabgebenden Mittel, z. B. Hochdruckdampf, durchströmt und von einem wärmeaufnehmenden Mittel, vorzugsweise parallel zu den Achsen der Rohrschlangen; umströmt werden, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Rohrschlangen (22, 23) verschiedenen Windungssinn haben und weitgehend ineinandergeschoben sind.
- 2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Füllstücke (25) zwischen der Behälterwand (1) und den äußeren Rohrschlangen.
- 3. Wärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Rohrschlange (22, 23) ein Füllstück (24) angebracht ist, dessen Durchmesser annähernd gleich dem inneren Durchmesser der Rohrschlange ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 92 517, 391 097.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 54-9/46 T. 56
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