DEP0006350DA - Bügelmaschine. - Google Patents

Bügelmaschine.

Info

Publication number
DEP0006350DA
DEP0006350DA DEP0006350DA DE P0006350D A DEP0006350D A DE P0006350DA DE P0006350D A DEP0006350D A DE P0006350DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ironing
machine according
ironing machine
cloth
shoe
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Kannegießer
Original Assignee
Kannegießer, Herbert, Herford
Publication date

Links

Description

Als Bügelpresse wirkende Bügelmaschinen, die mittels Wasserdampf beheizt und bei welchen der letztere gleichzeitig zur Befeuchtung der zu bügelnden Gegenstände Verwendung findet, sind bereits bekannt.
Solche Maschinen sind nun nicht nur in ihrem Aufbau ausserordentlich kompliziert und erfordern zu ihrer Herstellung grosse Mengen von Materialien, sondern ihre Inbetriebnahme ist stets auch von dem Vorhandensein einer umfangreichen und platzraubenden Dampfkessel- bezw. Dampferzeugungsanlage abhängig, weshalb dieselben beispw. auch für eine Einordnung oder Umstellung auf Fliessarbeiten kaum in Frage kommen dürften. Die unter Zuhilfenahme derartiger, an sich schon teuren, maschinellen, Bügelanlagen arbeitenden Betriebe müssen infolgedessen laufend äusserst vielseitige, unbequem und zeitraubend auszuführende, kostspielige Nebenarbeiten mit in Kauf nehmen, durch welche die Preisbildung der Fertigfabrikate wesentlich und ungünstig beeinflusst wird.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Bügelmaschinen ist der, dass eine der jeweiligen Stoffart bezw. Beschaffenheit der zu bügelnden Gegenstände entsprechend erforderliche Umstellung der Maschine auf Nass- oder Trockenbügeln nicht möglich ist, sodass sie sich nur zur Bearbeitung von feucht zu bügelnden Gegenständen eignen, wobei die zu bügelnden Gegenstände sich ausserdem noch infolge einer im Bereich des Bügeltisches fest angeordneten Filzschicht beim Zuklappen des Bügelschuhes leicht zu verschieben vermögen.
Ferner war noch als nachteilig anzusehen, dass bisher auch die der jeweiligen Stoffart usw. zweckmässig anzupassende Heiztemperatur, beispw. von 120, 150 und 180°C, nicht einregulierbar war. Diese Mißstände zu beseitigen, ist nun Zweck der Erfindung und wird in einfachster und billigster Weise erreicht durch Anwendung einer Bügelmaschine, deren Beheizung auf elektrischem Wege geschieht.
Die beigefügte Zeichnung lässt den Gegenstand der Erfindung beispw. erkennen. Es zeigen:
Abb. 1 eine in der Offenstellung sich befindliche Bügelmaschine in Seitenansicht und
Abb. 2 die Bügelmaschine nach Abb. 1 in Vorderansicht.
Nach der Erfindung soll nunmehr erstmalig eine elektrisch beheizte Bügelmaschine zur Anwendung gelangen. Dieselbe wird dabei im wesentlichen gebildet aus einem Bügeltisch a, einem Bügelschuh b, einer elektrischen Holzeinrichtung c, einer Vorrichtung zum Regulieren der Heiztemperaturen d, einem Bügeltuch e mit selbsttätig wirkender Befeuchtungseinrichtung f, Schaltorganen für Nass- und Trockeneinstellung sowie einem Maschinengestell g.
Der von dem Maschinengestell g gleichzeitig getragene Bügeltisch a stellt einen länglichen Hohlkörper dar, dessen mit einer grossen
Anzahl von Durchtrittsöffnungen versehene Tischplatte ein Auflagepolster a' aus elastischem Filz o.dgl. bedeckt. Die Quer- und Längsschnittsform des Tisches ist trichterförmig gehalten, sodass der in den Innenraum des Tisches eintretende Wasserdampf und das sich hier bildende Kondensat zunächst in ein mittig angeschlossenes rohrförmige <Nicht lesbar> Tragstück g' geleitet wird, von wo der Dampf über ein mit einem z.B. von einem Motor h angetriebenen, Exhaustor h' verbundenes Rohr h'', das Kondensat dagegen getrennt davon durch ein Leitungsrohr i abgeführt werden.
Der oberhalb des Bügeltisches sich befindende Bügelschuh b stellt ebenfalls einen Hohlkörper dar, in welchem eine elektrische Heizeinrichtung (zweckmässig Heizwiderstände) eingebaut ist, die mit einer besonderen Vorrichtung, z.B. einem Thermostat d, zum Einschalten bezw. Regulieren verschiedener Heiztemperaturen von 120, 150, 180 bis 250°C in Verbindung steht.
Der Bügelschuh ist unter Zwischenschaltung von Druckfedern d o.dgl. an einem Doppelhebelarm k o.ä. befestigt, welcher um eine im Traggestell gelagerte Welle 1 in senkrechter Ebene verschwenkbar ist.
Während der Doppelhebelarm, vorne einen Handgriff k' besitzt, um ihn bequem auf- und abwärts bewegen bezw. den an ihm befestigten Bügelschuh in seine Gebrauchs- oder Aussergebrauchsstellung zu verbringen zu können, befinden sich am hinteren Ende desselben verstell- und feststellbare Kontergewichte k'', um dem den Bügelschuh tragenden Schenkelteil des Doppelhebelarmes gegenüber je nach Bedarf einen Gewichtsausgleich schaffen zu können. Ebenfalls am hinteren Ende, um den Punkt m schwenkbar, greift sodann ein Kniehebel n, n' an, dessen unterer Schenkel, mit einem Fusshebel o fest verbunden, am Bodenteil des Traggestells angelenkt ist derart, dass bei Herunterdrücken des Fusshebels der Kniehebel eine solche Verschwenkung erfährt, dass der Kniehebelteil n den Doppel- traghebelarm hinten empordrückt und unter gleichzeitiger Neigung des den Bügelschuh tragenden Teils des Doppelhebelarmes nach Einrasten einer Sperrklinke p den elastisch nachgiebigen Bügelschuh, auf dem Bügeltisch unbedingt gleichmässig aufliegend, niederhält. Die Kniehebelteile n, n' sind zueinander längs verstellbar, um so die Druckstärke des Bügelschuhs dem Tisch gegenüber genau regulieren zu können.
Um beim Öffnen der Bügelmaschine in die aus Abb. 1 und 2 der Zeichnung ersichtlichen Stellung, was nach Lösen der Sperrklinke durch Betätigung des Ausklinkhebels p' sowie durch Erfassen des Handgriffes und in senkrechter Ebene erfolgende Aufwärtsbewegung des letzteren bewirkt wird, ein zu hartes Aufstossen des hinteren Teiles des Doppeltraghebelarmes zu verhindern, ist an diesem oder aber auch an der Traggestellsäule ein elastisch nachgiebig wirkender Puffer q o.dgl. angeordnet.
Eine Bügelmaschine nach der Erfindung soll je nach Bedarf zum Trockenbügeln oder aber zum Nassbügeln Verwendung finden. Im letzteren Falle bedarf es alsdann nur zur Wasserdampferzeugung der Einschaltung beispw. eines feuchten Tuches zwischen Bügelschuh und dem jeweils zu bügelnden Gegenstand. Zu diesem Zwecke befindet sich hinter dem Bügeltisch, und zwar in dessen gesamter Länge, eine Wanne f, die ein auf einer drehbaren Welle r aufgerolltes Bügeltuch aufnimmt. Das vordere Ende des Bügeltuches ist dabei, ebenfalls in seiner ganzen Länge, an einer weiteren Welle s befestigt, die an ihren beiden Enden an mit einer gemeinsamen Welle t verbundenen Bügeln t' angelenkt ist. Mittels durch Lagerarme an der Welle angreifender Vorholgewichte u' lässt sich nun das Bügeltuch automatisch in die Gebrauchsstellung verbringen, in welcher dasselbe locker aufgehängt, bei Herunterklappen des Bügelschuhs sich den zu bügelnden Gegenständen absolut gleichmässig und ohne Verschiebung der letzteren hervorzurufen anpasst und auflegt.
Durch ein mit dem oberen Kniehebelteil in Verbindung stehendes ein- und ausschaltbares Zwischengestänge t''' erfolgt dann bei Hochklappen des Bügelschuhs stets zwangsläufig, unter Mitverwendung von Aufhängegewichten o.dgl., (in der Zeichnung nicht besonders dargestellt) und Zurückschwenken der Bügel t', der Vorholgewichte u' u.s.w., auch wieder das selbsttätige Aufrollen des Bügeltuches.
Das Anfeuchten des in der Wanne untergebrachten Bügeltuches geschieht durch ein in derselben mituntergebrachtes, vorteilhafterweise mit tangential angeordneten Düsen versehenes, an eine Wasserleitung angeschlossenes, Rohr v, dessen periodisch erfolgender Wasserzulauf automatisch geregelt wird.
Beim Nassbügelvorgang entsteht zwischen dem beheizten Bügelschuh und dem zu bügelnden Stoff ein durch das nasse Tuch hervorgerufener Dampfdruck. Da der Dampf nach keiner Seite entweichen kann, ist er gezwungen, durch den Stoff hindurchzudringen und sich den Weg durch die in dem Bügeltisch befindlichen Löcher zu bahnen. Unter dem Bügeltisch befindet sich ein abgedichteter Hohlraum, in welchen der Dampf eintritt. Damit dieser sich hier nicht kondensiert, wodurch der auf dem Bügeltisch befindliche Bügelfilz völlig durchnässt und somit das zu bügelnde Teil auch nach dem Bügelvorgang feucht bleiben würde, wird der Dampf abgeblasen. Hierfür genügt ein kleiner Ventilator von ca. 1/4 bis 1/3 PS, welcher den Dampf in Längsrichtung des Bügeltisches durch den gegenüberliegenden Ablaßstutzen, der eine einfache Rohrverbindung zur Aussenluft hat, abbläst. Da ein Abblasen durch Kaltluft wieder um eine zu starke Kondensation nach sich ziehen würde, wird die Luft, ähnlich wie bei einem Fön, auf ca. 80-100° erhitzt. Der Dampf kann anstatt abgeblasen auch abgesaugt werden, was mittels eines einfachen normalen Exhaustors geschehen kann, wie bei h, h' und h'' dargestellt. In diesem Falle erübrigt sich die Luftanwärmung, die beim Abblasen erforderlich ist.
Bügelmaschinen im Sinne der Erfindung sind von einfachster, übersichtlicher und gedrungener Bauart. Dieselben lassen sich bei weitgehendster Raumeinsparung überall dort aufstellen und in Gebrauch nehmen, wo eine elektrische Anschlussmöglichkeit besteht. Solche vielseitig Verwendung bietenden Maschinen ermöglichen ein sauberes, bequemes, schnelles und zuverlässiges Arbeiten und ihre Anschaffungs- und Unterhaltungskosten sind den bekannten Bügelmaschinen gegenüber ausserordentlich niedrig.

Claims (17)

1.) Bügelmaschine dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung derselben auf elektrischem Wege geschieht.
2.) Bügelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zweckmässig in dem Bügelschuh (b) derselben eine elektrische Heizeinrichtung eingebaut ist.
3.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe wahlweise ein Feucht- oder Trockenbügeln ermöglicht.
4.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung der beim Feuchtbügeln erforderlichen Wasserdämpfe ein automatisch angefeuchtetes Bügeltuch (e) o.dgl. Mitverwendung findet.
5.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Befeuchten des in einer Wanne (f) aufgerollten Bügeltuches (e) durch ein gleichzeitig in der Wanne eingelagertes, vorteilhafterweise mit tangential angeordneten Düsen versehenes Wasserrohr (v) o.dgl. erfolgt.
6.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bügeltuch im Bereich des Bügeltisches selbsttätig auseinander- bezw. zusammenrollbar angeordnet ist.
7.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verhinderung von Verschiebungen der zu bügelnden Gegenstände das oberhalb des Bügeltisches bezw. zwischen dem letzteren und dem Bügelschuh angeordnete Bügeltuch möglichst locker und nachgiebig aufgehängt ist.
8.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass das in einer Wanne (f) untergebrachte Bügeltuch vermöge Vorholgewichten (u') in die Gebrauchsstellung verbracht wird.
9.) Bügelmaschinen nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückschaltung bezw. das Zusammenrollen des Bügeltuches infolge Einwirkung eines Zwischengestänges (t''') beim Hochklappen des Bügelschuhs und Einwirkung eines aufgehängten Gewichtes geschieht.
10.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mit einer Vorrichtung zum Regulieren der jeweils erforderlichen Heiztemperaturen ausgestattet ist.
11.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Regulieren der Heiztemperaturen vorteilhafterweise ein elektrischer Thermostat zur Anwendung gelangt.
12.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe im wesentlichen gebildet wird aus einem Bügeltisch (a), einem an einem Doppelhebelarm (k) elastisch nachgiebig befestigtem Bügelschuh (b) mit elektrischer Heizeinrichtung (c), einer Vorrichtung zum Regulieren der Heiztemperaturen (d), einem Bügeltuch (e) mit Befeuchtungseinrichtung (f), einem Schaltmechanismus sowie einem Maschinengestell (g).
13.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelhebelarm (k) vorne einen Griff (k') hinten dagegen verstell- und feststellbare Kontergewichte (k'') besitzt.
14.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Herunterklappen und Festhalten des den Bügelschuh (b) tragenden Doppelhebelarmes (k) mittels eines mit einem Fusshebel (o) in Verbindung stehenden, am Fussende des Maschinengestells (g) angelenkten Kniehebels (n, n') geschieht, wobei eine mit dem Fusshebel im Eingriff stehende Sperrklinke (p) die Bügelmaschine in der geschlossenen Arbeitsstellung sichert.
15.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (n u. n') des Kniehebels in vertikaler Ebene verstell- und feststellbar sind.
16.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Bügeln auftretende Wasserdampf durch Abblasen oder Absaugen entfernt wird.
17.) Bügelmaschine nach Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Abblasen des Wasserdampfes dienende Luft auf ca. 80 bis 100° erhitzt wird, um eine zu starke Kondensation zu vermeiden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2832625A1 (de) Maschine zum reinigen eines gewebestuecks
DE3217872A1 (de) Dampfbuegelstation
DEP0006350DA (de) Bügelmaschine.
DE2615501A1 (de) Waschsauger-duese
DE2555084A1 (de) Einrichtung zum absaugen von farbnebeln und lackloesenden daempfen
DE10128939B4 (de) Vorrichtung zum Trocknen und Glätten von Kleidungsstücken
DE20103268U1 (de) Dampfreinigungsgerät
DE909442C (de) An einem Dampferzeuger anschliessbare handbetaetigte Daempf- und Buerstvorrichtung
AT113549B (de) Vorrichtung zum Trocknen des Bügelgutes mittels Saugluft.
DE20306361U1 (de) Ventilator zur Erzeugung eines Luftstromes an einem zusammenklappbaren Wäschetrockner
DE825237C (de) Freistehender Presstisch fuer zu pressende Kleidungsstuecke
DE2913800A1 (de) Universalbuegelmaschine, insbesondere fuer faerbereien, chemische reinigungsanstalten u.dgl.
CH229819A (de) Vorrichtung zum Entwässern von nassen Regenschirmen.
CH172050A (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entstauben von Kleidungsstücken.
DE634031C (de) Als Wringmaschine benutzbare Tischheissmangel
DE3220612A1 (de) Aufrechtes elektrisches reinigungsgeraet
DE584701C (de) Anordnung fuer Buegelmaschinen, insbesondere fuer Hauswaesche
DE102022113391A1 (de) Wärmerückgewinnungseinheit, Finisher-System und Finisher-Anordnung
CN216445635U (zh) 一种具有干燥功能的湿巾机
DE2711462A1 (de) Hosenbuegelmaschine
DE809955C (de) Vorrichtung zum Trocknen feuchten Schuhwerkes
DE19938013A1 (de) Vorrichtung zur Verlängerung von Stoffhosen
DE452061C (de) Gewebespann- und Trockenmaschine mit wagerechter Kettenumkehr
CH269492A (de) Presstisch für Kleidungsstücke.
DE577941C (de) Vorrichtung zum Daempfen von Geweben vor dem Scheren