DEP0003138DA - Behandlungsstuhl für Zahnärzte, Friseure usw. - Google Patents

Behandlungsstuhl für Zahnärzte, Friseure usw.

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Publication number
DEP0003138DA
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DE
Germany
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headrest
backrest
treatment chair
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support
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Neckarsulm Roder
Original Assignee
Haas & Matthes Maschinen- u. Apparatebau KG, Nürnberg
Publication date

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Description

Die Erfindung ist auf einen mit verstellbaren Kopfstütze versehenen Behandlungsstuhl gerichtet, wie er von Zahnärzten, Friseuren usw. verwendet wird. Bei diesen Stühlen ist bisher zwar die Kopfstütze in ihrer Höhenlage veränderlich, die Rückenlehne dagegen fest angebracht. Deshalb besteht der Nachteil, dass nur Menschen mittlerer Größe eine bequeme Behandlungslage einnehmen können, während für große Menschen die Rückenlehne zu tief, für kleinere Menschen zu hoch liegt, wenn sie den Kopf auf die Kopfstütze auflegen. Durch die unbequeme Sitzlage wird die Behandlung, namentlich bei längerer Dauer, für den Behandelten sehr beschwerlich.
Dieser Übelstand ist gemäß der Erfindung dadurch behebbar, dass die Rückenlehne in Abhängigkeit von der Vorstellung der Kopfstütze auf- und abbewegbar ist. Es ist somit erfindungsgemäß der Zahnarzt, Friseur o.dgl. in der Lage, anlässlich der Verstellung der Kopfstützen auch die Rückenlage so einzustellen, dass sie mit Bezug auf die Körpergröße des behandelten die richtige Lage einnimmt.
Der Erfindung liegt aber noch die weitere Erkenntnis zugrunde, dass die für jede Körpergröße passende Kopfstützenstellung und Rückenlehnenlage selbsttätig erreichbar ist, wenn die Verstellung größer, vorzugsweise zweimal so groß, ist wie die Verstellung der Rückenlehne. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass bei einem Verhältnis der Kopfstützenbewegung zur Rückenlehnenbewegung von ungefähr 2 : 1 die bei normal gewachsenen Menschen gegebenen Abstände Kopf- und Schulterblätter und Kopf- und Sitzfläche bei Menschen unterschiedlicher Größe selbsttätig die richtige Berücksichtigung finden.
Zur Verwirklichung dieser Erfindungsvorschläge wird zweckmäßig die Bewegung des Trägers der Kopfstützen zwangläufig auf den Träger der Rückenlehne übertragen. Beide Träger sind dabei bewegbar, vorzugsweise verschiebbar, an einem gemeinsamen Traggestell angebracht.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die beiden Träger durch einen in einer senkrechten Ebene auf- und abschwingbaren Hebel gekuppelt, dessen eines Ende um eine im Traggestell quer zur Verstellrichtung verschiebbare Achse, dessen anderes Ende um eine im Kopfstützträger entgegengesetzt verschiebbare Achse schwenkbar ist, um der zwischen diesen beiden Achsen, vorzugsweise mittig, an einen Haltearm des Rückenlehnenträgers angelenkt ist. Die Schwenkachsen des Kupplungshebels mögen dabei je in einer quer zur Verstellvorrichtung verlaufenden Führungsbahn des Traggestells einerseits und des Kopfstützträgers andererseits mittels Rollen verschiebbar sein.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine die
Arbeitslage sichernde Feststellvorrichtung am Kopfstützträger vorgesehen, sodass also durch die Betätigung dieser Vorrichtung beide Träger in ihrer jeweiligen Arbeitsstellung festgelegt werden können. Vorzugsweise ist die Ausbildung so getroffen, dass der zur Handhabung dieser Feststellvorrichtung dienenden Handgriff bei gelöster Vorrichtung zugleich das Verschieben der Kopfstütze ermöglicht.
Abgesehen von dem wichtigen Fortschritt, dass bei jeder Einstellung der Kopfstütze sich die für die Größe des Behandelten richtige Lage der Rückenlehne, mithin eine bequeme Behandlungsstellung ergibt, bringt die Erfindung auch den wesentlich Vorteil, dass der Behandelnde keine anderen Maßnahmen zu vollbringen hat als bisher. Wenn er die Kopfstütze in der bisher üblichen Weise verstellt, vollzieht sich die Einstellung der Rückenlehne zwangsläufig.
Die anliegende Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Längsschnitt und in Fig. 2 einen vergrößerten Teilschnitt A-A.
An einer von einer Säule getragenen Sitzplatte 1 ist das Traggestell 2 befestigt, an welchem rückseitig der Kopfstützträger 6 und vorderseitig der Rückenlehnenträger 10 verschieblich angebracht sind. Letzterer nimmt die Rückenlehne 13, ersterer den Kopfstützhalter 7 auf. Beide sind in ihren Bewegungen zwangsläufig gekuppelt durch den Hebel 8, der einerseits um die Achse des Rollenpaares 5, andererseits um die Achse des Rollenpaares 9 schwenkbar ist. Die Verbindung mit dem Rückenlehnenträger übernimmt ein an diesem befestigter Arm 12, an dessen freien Ende der Hebel 8, vorzugsweise in seiner Mitte, angelenkt ist.
Zwecks Vorstellung der beiden Träger wird zunächst der Feststellhebel 3, der am Kopfstützträger g angreift, gelöst. Wird dann mittels des Handhebels 3 der Träger 6, mithin die Kopfstütze nach oben bewegt, so wird der Hebel 8 um die Anlenkung am Haltearm 12 verschwenkt. Gleichzeitig wird aber auch die Achse 5, zusammen mit dem Kopfstützträger, nach oben bewegt. Dabei gleitet das Rollenpaar 5 in der Führungsbahn 4 des Kopfstützträgers 6 in Richtung zum Traggestell und das Rollenpaar 9 in der Führungsbahn 11 in entgegengesetzter Richtung. Der Hebel dreht sich dabei um seine von dem Gabelarm 12 gehaltene Achse, die zugleich nach oben verlagert wird. Da diese Achse in der Mitte des Hebels g liegt, so hebt sie sich, somit auch der Rückenlehnenträger 10, nur halb so viel wie die Achse, mithin der Kopfstützträger 6.
Beim Senken der Kopfstütze spielen die geschilderten Vorgänge im gleichen Bewegungsverhältnis, aber in umgekehrter Richtung ab.
Die Erfindung ist nicht auf das Verhältnis 1 : 2 beschränkt. Durch entsprechende Teilung des Hebels lässt sich jedes gewünschte Verhältnis erreichen. Es kommt stets nur darauf an, die Rückenlehne in Abhängigkeit von der Verstellung der Kopfstütze zu bewegen, und zwar tunlichst derart, dass bei Behandelten unterschiedlicher Größe stets das Maß Kopf - Rücken bzw. Rücken - Sitz den sich einstellenden Abständen Kopfstütze - Rückenlehne bzw. Rückenlehne - Sitzplatte entspricht.
Die Kupplung und Übersetzung zwischen den Trägern 6 und 10 kann anstelle des beim gezeichneten Ausführungsbeispiel vorgesehenen Hebels 8, gegebenenfalls durch ein Getriebe aus Zahnstangen und Zahnrädern oder durch ein Kniehebelgestänge erfolgen.

Claims (6)

1) Mit verstellbarer Kopfstütze versehener Behandlungsstuhl für Zahnärzte, Friseure usw., dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne in Abhängigkeit von der Verstellung der Kopfstütze auf- und abbewegbar ist.
2) Behandlungsstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Höhenverstellung der Kopfstütze zu derjenigen der Rückenlehne größer als 1, vorzugsweise 2 : 1 ist.
3) Behandlungsstuhl nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Träger der Kopfstütze als auch der Träger der Rückenlehne an ihrem Traggestell verschiebbar angebracht sind und die Bewegung des ersteren zwangsläufig auf den letzteren übertragen wird.
4) Behandlungsstuhl nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Träger durch einen in einer senkrechten Ebene auf- und abschwingbaren Hebel gekuppelt sind, dessen eines Ende um eine im Traggestell quer zur Verstelleinrichtung verschiebbaren Achse, dessen anderes Ende um eine im Kopfstützträger entgegengesetzt verschiebbare Achse schwenkbar und der zwischen den beiden Achsen, vorzugsweise mittig, an einem Haltearm des Rückenlehnenträgers angelenkt ist.
5) Behandlungsstuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen des Kupplungshebels je in einer quer zur Verstellrichtung verlaufenden Führungsbahn des Traggestells und des Kopfstützträgers mittels Rollen verschiebbar sind.
6) Behandlungsstuhl nach Ansprüchen 1-5, gekennzeichnet durch eine die Arbeitslage sichernde Feststellvorrichtung am Kopfstützträger.

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