DEP0002795DA - Verfahren zum Aufschließen von Chromerzerzen. - Google Patents

Verfahren zum Aufschließen von Chromerzerzen.

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DEP0002795DA
DEP0002795DA DEP0002795DA DE P0002795D A DEP0002795D A DE P0002795DA DE P0002795D A DEP0002795D A DE P0002795DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
sufficient
chrome
addition
alumina
Prior art date
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Gerhard Dr.-Ing. Holder
Original Assignee
Holder, Gerhard, Dr.-Ing., Oftersheim
Publication date

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Description

Dr. Gerhard Holder
Öfter she im b. Schwetzingen/Baden 9 h 9 R7 k> & 0*1 h ^ h Mannheimerstr. 90
Patentanmeldung.
°"Ί' Verfahren, sura Aqf schliessen von Chrorserzen. . (Zusatz zu Patent . ..' (Anmeldung JiTJY$M-$ifrt1$J/jt0ß.jwam
gleichen Tage))
. Das Hauptpatent Anmeldung H .. vom
gleichen Tage) hat ein Verfahren zum Aufschliessen von Chromerzen durch oxydierende alkalische.Röstung bei gleichzeitiger Gewinnung von Tonerde aus den Aufschlussprodukten zum Gegenstand und ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass das für. den Prozess benötigte Alkali bei Zuschlag von Erdalkali-Karbonaten,-Hydroxyden oder -Oxyden ganz oder zum Teil in Form von Alkali-Aluminium-Doppelsilikaten. zur Anwendung kommt. Insbesondere wurde dort auch gezeigt, dass das Alkali-Aluminium-Doppelsilikat nicht nur für seinen eigenen Aufschluss kein zusätzliches Alkali benötigt, sondern auch das für den Aufschluss des Chromerzes erforderliche Alkali zu -wesentlichen Teilen, -wenn nicht ganz, stellt, und derngemäss eine Ausführungsform des Verfahrens beansprucht, bei der der Einsatz, von Alkali-Alumlnium-Doppelsilikat so bemessen wird, dass ein besonderer Zusatz von Alkali., oder anderen alkraliliefern-
den Stoffen entbehrlich wird.
In Fortbildung des Verfahrens des üauptpatents wurde nun gefunden, dass man beiai gleichzeitigen Aufschluss von tonerdehalt igen Stoffen neben dem Chromerz mit erhebliches weniger Alkali auskommt, als es der Bildung von Alkaliohromat,Alkalialuminat und Alkaliferrit entspricht und man dabei unerwartet hohe Ausbeuten sowohl an Ohrornat als auch an Altiminat erhält.
Diese überraschende und wirtschaftlich bedeutungsvolle Beobachtung steht in direktem Gegensatz zu dem im Hauptpatent bereits erwähnten älteren Verfahren, bei dem Bauxit statt der üblichen Magerungsmittel zugesetzt und gleichseitig mit dem. Chromerz aufgeschlossen wird, wobei so viel Alkali in Form von Soda zugesetzt wird, dass die Gesamtmenge an vorhandenem Chrom, Aluminium und .Eisen in Hatriumcliromat, -aluminat und -ferrit übergeführt wird.
Gegenüber diesem Verfahren hat das dar vorliegenden Anmeldung neben einer Ersparnis an Alkali auch noch den Vorteil, dass Si reichere Bauxite" verwendbar sind. Denn durch einen .Brdalkali-,
- 2 - ■ ' -iJA,i
insbesondere Kalkstein-Zusatz, der, wie im Hauptpatent beschrieben, zweckmäseig so bemessen ist, dass die vorhandenen sauren Komponenten abgesättigt werden, wird vor allem die Kieselsäure als in verdünnten Alkalilösungen sclrwer lösliahes Erdalkali-Slikat abgeschieden. ■
Man hat wohl schon einen Kalkzusatz in Betracht gezogen, durch den die Kieselsäure von Bauxit und Chromerz ^wenigstens zum Teil an CaO und Al 0 gebunden in den Rückstand gehen soll, bei der dort gleichzeitig vorhandenen grossen Alkalimenge ist diese Massnahme jedoch keineswegs 'ausreichend, die Kieselsäure nur annähernd vollständig zu binden. Die Folge davon ist, dass bei der Laugung^ des Chromat-Aluminat-Sinters erhebliche SiO "Beträge löslich werden und erst durch besondere Massnähmen wieder abgeschieden werden müssen, ^obei iiatritira-Alutriinium-Doppelsillkat ausfällt, also sowohl Alkali- wie Tonerdeverluste unvermeidlich sind.
Demgegenüber wird bei vorliegendem Verfahren durch den Erdalkalizusatz.,· der den vorhandenen Kieselsäuremengen z^weckmässig angepasst ist und zum mindesten für eine vollständige Bindung der in den Erzen vorhandenen Kieselsäure genügen soll, erreicht, dass die Kieselsäure praktisch vollständig als in verdünnter Sodalösung oder sonstigen verdünnten Alkalilösungen schwer lösliches Er dalfi silikat zurückbleibt und demzufolge keine Alkali- und Tonerdeverluste durch Bildung von Alkali-Aluminium-Doppelsilikat eintreten.
Dass der Aufschluss von Chrom- und Aluminiumerz mit für die Bildung von Alkali cnroiaat, -aluminat und ferrit unzureichenden Mengen an Alkali in guter Ausbeute durchführbar ist, war keineswegs vorauszusehen. Dieser unerwartete Reaktionsverlauf dürfte vielleicht so zu erklären sein, dassidas Alkali in den verschiedenen Phasen des Prozesses einmal bevorzugt vom Aluminiusierz, zum anderen vom Chromerz in Anspruch genommen wird.
Gegenstand vorliegenden Verfahrens ist demgemäss ein Verfahren zum Aufschliessen von Chromerzen durch oxydierende alkalische Röstung bei gleichzeitiger Gewinnung von Tonerde aus den Aufschlussprodukten, bei dem in Abweichung von Hauptpatent solche Mengen an Alkali, insbesondere in Form von Soda, zugesetzt werden, dass letztere für die Chromatbildung ausreichend, für die Alumnatbildung aber nicht ausreichend sind.
Im übrigen kann das Verfahren in sinngemässer Abwandlung des Hauptpatents in den verschiedensten Ausführungsformen zur An-
gelangen. Als tonerdehalt ige s Ausgangsmaterial kann man ausser Alkali-Aluminium-Silikat auch Bauxit, Ton oder ähnliehe Rohstoffe oder Gemische solcher benutzen^ Die eingesetzte iJenge aller dieser Stoffe Kann bei der praktischen Durchführung des Auflschlussverfahrenε in weiten Grenzen schwanken. Beispiel:
100 kg Chromeisenstein mit 45,0 % Gr2 0, und ?,3 % Al3O , 200 kg Bauxit mit 45,6 fo Al2O3 und 9,0 ρ SiO , 250 kg Kalkstein (.98 jSig) und
129 kg Soda (9? #i
werden in fein zerteilter Form und gut gemischt bei Luftzutritt etwa 2 Stunden lang einer Reaktionstemperstur um etwa 1100° ausgesetzt. Dnbei entstehen 480 kg eines weichen Sinters, der das 0r?0g des Chromerzes zu. 96% und die insgesamt eingeführte Tonerde zu 8670 unter Zurücklassen eines praktisch auch die gesamte Kieselsäure enthaltenden Rest Schlamms an verdünnte Sodalösung abgibt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    Verfahren zum Aufschläessen von Chromerzen durch oxydierende alkalische Röstung bei gleichzeitiger Gewinnung von Tonerde aus
    den Aufs^nlussprodukten gem. Ilauptpatent (Anmeldung
    H. vom gleichen Tage ^ dadurcn gekennzeichnet, dass
    Alkali in für die Chromstbildung ausreichenden, für dies Aluminatbildun»1 nicht ausreichenden Sengen zugesetzt wird.
  2. 2. Verfahren gem. Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass ηώ. Stelle von Alkali-Aluminium-Doppelsilikaten andere tonerdehiltip;e Rohstoffe ^ngewandtWerden.
    Verfahren -a« Anspruch 1 oder 2r dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschlag an Erd'-lkaLi-.I^rDonaten, -Hydroxyden odep -Oxyden
    WfToL
    so bemessen är&^, toss er zum mindesten für eine vollständig I-indurif der in den ICrzen vorhandenen ilieselsäure als in verdünnter Alkali lösungen sender loslicnes Erdalkalisilikat ausreicht .

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