DEP0001676BA - Kupplung für Stahlrohrgerüste - Google Patents
Kupplung für StahlrohrgerüsteInfo
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Description
Bei den üblichen Kupplungen für Stahlrohrgerüste schneiden sich die Achsen der sich kreuzenden Gerüstrohre nicht in einem Punkte, so dass durch aussermittigen Kraftangriff Biegungs- und Verdrehungsbeanspruchungen unausbleiblich sind. Bei den gebräuchlichen Hilfs-Baugerüsten kann dieser Nachteil in Kauf genommen werden. Bei hochbeanspruchten Gerüsten jedoch, z. B. bei Schalungsgerüsten für grosse Brücken und dergleichen, ist es äusserst vorteilhaft, wenn die Kräfte ohne zusätzliche Momente aufgenommen werden können. Es sind für diesen Zweck bereits Kupplungsglieder in Vorschlag gebracht worden, die in ihrer Längs- und Quermittelebene unterteilt und deren zusammengefügte Teile als Lager zur Aufnahme der Stangen bezw. Rohrenden ausgebildet sind. Diese Kupplungsglieder sind aber wegen der Vielzahl ihrer Einzelteile äusserst schwierig zu handhaben (DRP 649 695).
Für Verbindungsstellen, bei denen an ein Gerüstrohr das Ende eines Anschlussrohres achsmittig angeschlossen werden soll, wird erfindungsgemäss eine Gerüstkupplung vorgeschlagen, bei der die eine der beiden Kupplungsschalenhälften für das Gerüstrohr mit einer der beiden Kupplungsschalenhälften für das Anschlussrohr zu einem gemeinsamen Sattelstück unlösbar verbunden ist, wobei jeder dieser Kupplungshälften eine gelenkig angebrachte Deckelhälfte zugeordnet ist. Die Teilungsebene für die zu einer Lagerstelle vereinigten Schalenhälftenpaare liegt zur Achse des umschlossenen Rohres parallel, dagegen geneigt zur Achse des in die andere Lagerstelle eingespannten Rohres. Die in der Regel am Sattelstück gelenkig angebrachten Schliessteile, z. B. Schraubenbolzen, sind gemäss der Erfindung vorzugsweise für beide Lagerstellen auf der gleichen Kupplungsseite angeordnet, wodurch die Handhabung bei der Gerüstmontage bequem und rasch ausgeführt werden kann.
Anstelle eines einzigen Anschlussrohres können ohne Schwierigkeiten auch mehrere z. B. zwei, vorgesehen sein, die mit dem Gerüstrohr in gleicher aber auch in verschiedener Ebene liegen können. Zweckmässig sind hierbei je eine Kupplungsschalenhälfte beider Anschlussrohrenden mit einer der beiden Lagerschalenhälften für das Gerüstrohr zu einem gemeinsamen Sattelstück zu vereinen.
Die Kupplung nach der Erfindung ist nicht nur zur Übertragung von Druck-, sondern auch von Zugkräften geeignet. Die aufzunehmenden Zugkräfte können noch erhöht werden, wenn die Kupplungsschalen für das oder die Anschlussrohre mit einem inneren Ringwulst versehen werden, der sich beim Festziehen der Kupplung in eine entsprechende Ringnut des Rohrendes einlegt.
In der Abbildung ist ein Beispiel einer Gerüstkupplung nach der Erfindung schaubildlich dargestellt. Die Schalenhälfte 1a für das Gerüstrohr mit der Achse I und die Schalenhälfte 1b für das Anschlussrohr mit der Achse II bilden das gemeinsame Sattelstück 1. An ihm sind die Schalenhälften 2 und 3 gelenkig befestigt. Mit 4 ist eine am Sattelstück 1a sitzende, ebene Anschlagfläche bezeichnet, die eine gute Auflage für die Stirnfläche des Anschlussrohres abgibt. Die beiden Schalenhälften 1b und 3 für das Anschlussrohr tragen innen den Ringwulst 5; er legt sich beim Anziehen der Kupplung in eine entsprechende Ringnut des Rohrendes ein. Die im Bild gezeigte Befestigung der schwenk-
baren Lagerdeckel und die Art der Lagerung der Verschlussbolzen können auch anders als dargestellt ausgeführt werden, sie sind auch nicht Gegenstand dieser Erfindung.
Claims (6)
1.) Kupplung für Stahlrohrgerüste zur Verbindung eines Gerüstrohres mit dem Ende eines Anschlussrohres, dessen Achse mit der Achse des ersten Rohres in einer Ebene liegt und sich unter beliebigem Winkel von z. B. 90° schneidet, dad. gek., dass eine der Kupplungsschalenhälften für das Gerüstrohr mit einer der Kupplungsschalenhälften für das Ende des Anschlussrohres zu einem gemeinsamen Sattelstück unlösbar verbunden ist, dass jede Kupplungsschalenhälfte des Sattelstückes einen mit ihr gelenkig verbundenen Schalendeckel trägt, und dass die Teilungsebene für die eine gemeinsame Lagerstelle bildenden Schalenhälftenpaare zur Achse des von ihnen umschlossenen Rohres parallel, zur Achse des in der anderen Lagerstelle liegenden Rohres dagegen geneigt liegt.
2.) Kupplung nach Anspruch 1, dad. gek., dass die Schliessteile, z. B. Schraubenbolzen, für beide Kupplungsschalen auf der gleichen Seite der Kupplung angeordnet sind.
3.) Kupplung nach Anspruch 1 und 2, dad. gek., dass die das Sattelstück bildende Kupplungsschale des Gerüstrohres mit Kupplungsteilen für zwei oder mehr Anschlussenden ausgerüstet ist, deren Achsen zur Achse des Gerüstrohres verschieden geneigt sind, gegebenenfalls in verschiedenen, durch die Gerüstrohrachse verlaufenden Ebenen liegen.
4.) Kupplung nach Anspruch 3, dad. gek., dass je eine Kupplungshälfte der zwei oder mehr Anschlusskupplungen untereinander sowie mit einer Kupplungsschalenhälfte des Gerüstrohres fest verbunden sind oder mit ihr ein gemeinsames Sattelstück bilden.
5.) Kupplung nach Anspruch 1 bis 4, dad. gek., dass die Kupplungsschalen für das Anschlussrohr mit einem inneren Ringwulst versehen sind.
6.) Kupplung nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, daß am Sattelstück eine ebene Anschlagfläche (4) für die Stirnfläche des Anschlußrohres vorgesehen ist.
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