DEP0001549DA - Ergänzungsnetzwerk - Google Patents

Ergänzungsnetzwerk

Info

Publication number
DEP0001549DA
DEP0001549DA DEP0001549DA DE P0001549D A DEP0001549D A DE P0001549DA DE P0001549D A DEP0001549D A DE P0001549DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capacitors
supplementary
chokes
trunk
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr. phil. Köln DE Reuschenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Original Assignee
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Publication date

Links

Description

Bei pupinisierten Fernmeldeleitungen muss man häufig fehlende Leitungsabschnitte durch Ersatzschaltungen, Netzwerk genannt, ergänzen. Ein solches Netzwerk ist üblicherweise aus Kondensatoren aufgebaut, manchmal noch unter Hinzuschaltung von Widerständen. Bei Viererleitungen mit Phantomausnutzung beispielsweise sind Netzwerke gemäß Abb. 1 gebräuchlich, in der mit 1 und 2 die Doppeladern der beiden Stammleitungen des Vierers und mit 3 und 8 die einzuschaltenden Ersatzkondensatoren bezeichnet sind. Ein Nachteil dieser Schaltung besteht darin, dass die Kondensatoren 5 bis 8 sehr genau gleich groß sein müssen, wenn man zusätzliche Kopplungen vermeiden will. Aber auch dann, wenn diese Kondensatoren bei ihrer Herstellung genau auf den gleichen Betrag abgeglichen wurden, können später noch Abweichungen und als deren Folge unerwünschte Kopplungen entstehen, da selbst sonst völlig gleiche Kondensatoren, wie die Erfahrung lehrt, mitunter durch ungleiches Altern oder durch unterschiedliche Temeperaturkoeffizienten im Laufe der Zeit doch wieder unterschiedliche Kapazitätswerte ergeben. Dieser Nachteil lässt sich zwar vermeiden, wenn man - wie ebenfalls bekannt - den Vierer durch zwei Viererübertragersätze in drei Stromkreise aufteilt und in jeden dieser Stromkreise einen Ergänzungskondensator einschaltet. Hierzu sind aber insgesamt sechs Übertrager erforderlich. Außerdem ist eine solche Anlage elektrisch schwerer zu überwachen, weil man hierzu jedesmal erst durch eine Kunstschaltung eine durchgehende leitende Verbindung herstellen muss.
Nach der Erfindung lassen sich die beschriebenen Nachteile vermeiden. Erfindungsgemäß werden die beiden Adern jedes Stammkreises durch Drosseln überbrückt. Zu diesen Drosseln werden die beiden Ergänzungskondensatoren der Stammkreise parallel geschaltet. Der Er- gänzungskondensator des Phantomkreises wird zwischen den elektrischen Mittelpunkten der genannten Drosseln angeschlossen. Es entsteht so ein Ergänzungsnetzwerk, das einfacher ist, als jede der erwähnten bekannten Ersatzschaltungen und mit einem Minimum von Schaltelementen auskommt.
Die Werte der einzubauenden Kondensatoren entsprechen unmittelbar den zu ergänzenden Stamm- bzw. Phantomkreiskapazitäten, mit der einzigen Beschränkung, dass bei den Ergänzungskondensatoren der Stammkreise unter Umständen die Eigenkapazitäten der Drosseln zu berücksichtigen sind. Die Drosseln sollen im ganzen Übertragungsbereich genügend hochohmig sein, und ihre Symmetrie soll ausreichen, um ein Mitsprechen zu vermeiden. Diese beiden Bedingungen sind erfahrungsgemäß ohne Schwierigkeiten zu erfüllen.
Die Netzschaltung nach der Erfindung hat noch den weiteren Vorteil, dass man leicht veränderliche Netzwerke herstellen kann, d.h. Netzwerke, die durch stetiges oder stufenweises Ändern der drei Kondensatoren für verschiedene fehlende Leitungslängen einstellbar sind. Bei der bekannten Schaltung der Abb. 1 ist dies wegen der doppelt so großen Anzahl der Kondensatoren praktisch kaum durchführbar.
Die fehlenden Leitungslängen können zusätzlich durch Widerstände ergänzt werden. Falls schließlich auch eine galvanische Trennung der zum gleichen Stamm gehörenden Leitungsadern verlangt wird, so lässt sich diese in gleicher Weise dadurch erreichen, dass jeder Drossel beiderseitig Kondensatoren vorgeschaltet werden. Diese sind jedoch zweckmäßig so zu bemessen, dass innerhalb des Übertragungsbereiches keine Resonanzstellen entstehen.
Die Schaltung nach der Erfindung ist nicht auf einfache Phantomschaltungen beschränkt, sondern entsprechend auch auf Leitungssysteme mit Phantomkreisen höherer Ordnung anwendbar.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise in den Abb. 2 bis 4 einige Ausführungsbeispiele von Ergänzungsnetzwerken nach der Erfindung.
In Abb. 2 ist ein Ergänzungsnetzwerk dargestellt, bei dem die beiden Adern des Stammkreises 1 durch die Drossel 9 und die beiden Adern des Stammkreises 2 durch die Drossel 10 überbrückt sind. Die Drosseln sind mit Mittelanzapfungen 11 und 12 versehen. Zwischen diesen Anzapfungen ist zur Ergänzung der Phantomkapazität der Kondensator 13 eingeschaltet. Zur Ergänzung der Kapazität der Stammkreise 1 und 2 dienen die beiden Kondensatoren 14 und 15, die den beiden Drosseln 9 und
10 parallel geschaltet sind.
Gemäß Abb. 3 sind anstelle der festen Kondensatoren 13, 14 und 15 die regelbaren Kondensatoren 16, 17 und 18 eingebaut. Außerdem sind die fehlenden Leitungslängen der Stammkreise zusätzlich durch die Widerstände 19 bis 22 ergänzt. Die übrigen Bezeichnungen sind die gleichen wie in Abb. 1 und 2.
Abb. 4 schließlich zeigt eine Ausführungsform, bei der den Drosseln 9 und 10 zur galvanischen Trennung der Leitungsadern der Stammkreise beiderseitig die Kondensatoren 23 bis 26 vorgeschaltet sind.

Claims (3)

1) Ergänzungswerk für pupinisierte Fernmeldeleitungen mit Phantomausnutzung, durch welche etwa fehlende Leitungsabschnitte, im wesentlichen unter Verwendung von Kondensatoren, ersetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Adern jedes Stammkreises durch Drosseln überbrückt sind, und dass die beiden Ergänzungskondensatoren für die Stammkreise zu diesen Drosseln parallel geschaltet sind, während der Ergänzungskondensator für den Phantomkreis zwischen den elektrischen Mittelpunkten der genannten Drosseln angeschlossen ist.
2) Ergänzungsnetzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ergänzungskondensatoren der Stammkreise und des Phantomkreises regelbar sind.
3) Ergänzungsnetzwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass den Drosseln zur galvanischen Trennung der Leitungsadern jedes Stammes beiderseitig Kondensatoren vorgeschaltet sind.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2262237B2 (de) Kopplerschaltung für die kombinierte Sprachfrequenzübertragung und Gleichstromsignalisierung
DE2235655A1 (de) Filteranordnung
DE2436966A1 (de) Bandfilter
DE1487259B2 (de) Fernmelde-Verstärkerzentrale
DEP0001549DA (de) Ergänzungsnetzwerk
DE1260044B (de) Aktives Zweipol-Netzwerk in >>Sandberg<<-Schaltung
DE1487623A1 (de) Schaltnetzwerk fuer Fernsprechvermittlungen
DE2620288C2 (de) Keramikfilter
DE1936006B2 (de) Schaltungsanordnung zur impulsweisen durchschaltung der anschlusseinheiten in einer zeitmultiplex-fernsprechvermittlungsanlage
EP0044909B1 (de) Mehrfach-Abzweigeinrichtung für Hochfrequenzsignale
DE2645168A1 (de) Leicht erweiterbares koppelfeld
DE1512947C3 (de) Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen mit mehrstufigen Koppelfeldern, insbesondere für Fernsprechanlagen Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München
DE2832168C2 (de) Elektrisches Frequenzfilter
DE656355C (de) Elektrisches Netzwerk, insbesondere Wellenfilter, mit unsymmetrischer Struktur
DE1928514C3 (de) Integrierbarer aktiver RC-Filtervierpol für Geräte und Einrichtungen der elektrischen Nachrichten-, Meß- und Datenverarbeitungstechnik
DE551174C (de) Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen Verbindung mehrerer Teilnehmer
DE703333C (de) Anschlussstueck zur Verbindung mehrerer elektrischer Leitungen mit einem einzigen Anschluss einer Reihenklemme
DE1815172B2 (de) Integrierbarer spulenloser Bandpaß höheren Grades
DE816413C (de) Anordnung bei Stellwerken mit elektrischen Verschluessen
AT159009B (de) Elektrisches Fernmeldekabel.
DE2251701C3 (de) Schaltungsanordnung zur Transformation der Admittanz eines Spulenzirkulators
AT249753B (de) Netzstruktur für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, die Vermittlungsstellen in mehreren Netzebenen aufweisen
CH689030A5 (de) EMV-Filter fuer Anlagen, Systeme und geschirmte Raeume.
DE584640C (de) Wechselstrombruchlochwicklung mit symmetrischer Phasen- und Leiterverteilung und mehrfacher Parallelschaltung
DE701201C (de) Mehrfachhochfrequenzdrahtfunksystem