DEP0001361DA - Büstenhalter - Google Patents

Büstenhalter

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DEP0001361DA
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DE
Germany
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pockets
belt
halves
breast
brassiere
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English (en)
Inventor
Berta geb. Glaser Stadler
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Description

Die Erfindung betrifft einen Büstenhalter, bestehend aus in der Fadenrichtung des Gewebes nicht dehnbaren Brusttaschen, einem Gürtel und Trägern, wobei die inneren Brusttaschenhälften längs einer schräg zu den anschließenden Kanten dieser Hälften verlaufenden Linie vereinigt sind. Erfindungsgemäss steht die Linie im spitzen Winkel zur Gewebe-Fadenrichtung. Dadurch wird die zur Vermeidung einer Faltenbildung unerlässliche Dehnbarkeit der beiden Brusttaschenhälften möglich, obwohl das Gewebe an sich nicht dehnbar ist. Würden die Fäden oder Fasern des Gewebes parallel und senkrecht zur Naht verlaufen, so wäre die Dehnungsmöglichkeit nicht vorhanden.
Die inneren Taschen sind an den unteren Ecken im spitzen Winkel zur Gewebefaserung zugeschnitten und längs dieser Schnittlinie vereinigt. Die an den Trägerangriffspunkten zusammenlaufenden Aussenkanten der Taschen weichen lediglich im oberen Drittel von der Senkrechten auf die Grundlinie nach innen ab. Der Gürtel ist vorne in der Mitte im stumpfen Winkel abgenäht; bei breiterer Ausführung besitzt er an seiner oberen Kante im Bereich der Brusttaschen entsprechend geschweifte Ausschnitte und ist an seinem freien Ende entsprechend der Körperform schräg zugeschnitten.
In die Brusttaschen oder -schalen, und zwar vorzugsweise in der Mitte der unteren Hälfte derselben, können versteifende Stützen, z.B. Fischbeinstäbchen, eingearbeitet sein, die zweckmässig in Stepptaschen auswechselbar angeordnet werden.
Die Abbildungen zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Es stellen dar:
Abbildung 1 den Schnitt einer Brusttaschenhälfte,
Abbildung 2 die vier Hälften der zwei Brusttaschen nebeneinander
Abbildung 3 die Brusttaschen nach Vereinigung der beiden inneren Hälften,
Abbildung 4 die Anordnung bei der Herstellung von Brusttaschenschnitten verschiedener Grösse,
Abbildung 5 einen schmalen Gürtel,
Abbildung 6 eine Hälfte eines breiten Gürtels,
Abbildung 7 den fertigen Büstenhalter,
Abbildung 8 eine Ausführungsform der Brusttaschen mit Stützstäbchen.
Gemäss Abbildung 1 besteht eine Hälfte einer Brusttasche aus einem kreissektorförmigen Stoffblatt, z.B. aus Seide oder Drell.
Von dem Punkt A bis zum Punkt B (Grundlinie) verläuft der Schnitt geradlinig. Von dem Punkt A zum Punkt C hingegen verläuft der Schnitt zunächst auf der Senkrechten durch den Punkt A, weicht aber dann ungefähr in zwei Drittel Höhe von der Senkrechten nach innen ab. Der Abstand des Punktes von der Senkrech- rechten durch A beträgt beispielsweise 1/2 cm; die Schnittführung von B nach C verläuft in einem Bogen. Der Abstand von A nach C beträgt beispielsweise 15 cm, der Abstand von A nach B beispielsweise 12 cm. Diese Masse seien jene, einer normalen Grösse, nach welcher grössere oder kleinere Modelle geschnitten werden können, wie in Abbildung 4 schematisch gezeigt. In dieser Figur sind die Eckpunkte einer Taschenhälfte normaler Grösse wieder mit A, B und C bezeichnet und in stärkeren Linien ausgezogen; die kleineren oder grösseren Schnitte sind in schwächeren Linien gezeichnet. Die verschiedenen Grössen ergeben somit mathematisch ähnliche Figuren. In der Praxis werden die Bürstenhalter je nach der Büstenstärke beispielsweise in Grössen von zwei bis zwölf eingeteilt. Was für eine Grösse für den Zuschnitte verwendet werden muss, ergibt jeweils die Differenzberechnung zwischen dem Mass der Oberweite,das gut unter den Armen von rückwärts nach vorne in gerader Richtung genommen wird und dem Mass der Brustweite, das über der höchsten Stelle der Brust genommen wird. Angenommen, die Oberweite betrage 90 cm, die Brustweite 94 cm, so ergeben sich 4 cm Unterschied und aus der Hälfte dieses Unterschiedes die Grösse 2.
Jede Brusttasche wird nun aus zwei Hälften des in Abbildung 1, bzw. Abbildung 4 dargestellten Schnittes zusammengesetzt, wie in Abbildung 2 gezeigt. Die Bogenlinien von dem Punkt B nach C bilden später die Nahtlinien für zusammengehörige Hälften einer Brusttasche. Diese zusammengehörigen Hälften sind in Abbildung 2 mit I, I' bzw. II, II' bezeichnet. Zunächst müssen die beiden inneren Hälften I' und II' an ihren unteren Ecken miteinander verbunden werden. Dies geschieht erfindungsgemäss längs im spitz Winkel verlaufender Linien 3-5, die in den Abbildungen 1 und 2 durch gestrichelte Linien angedeutet sind.
Der Abstand des Punktes 3 von dem Punkt A beträgt beispielsweise 3 cm, der Abstand des Punktes 5 von dem Punkt A beispielsweise 5 cm. Die Ecken der inneren Hälften I' und II' werden um die Linie 3 bis 5 gefaltet und längs der gewonnenen Faltenkanten miteinander verbunden (vernäht), wie in Abbildung 3 gezeigt. Die überstehenden Stofflappen dieser Ecken werden nach der Anprobe zweckmässig abgeschnitten. Der Winkel, in welchem die Linien 3 bis 5 verlaufen, hängt von der Büstenform ab, bzw. dem durch die Büstenform bedingten Abstand beider Büstentaschen und wird bei der Anprobe festgestellt. Die Fäden des verwendeten Stoffgewebes, z.B. Seide, verlaufen parallel zur Grundlinie A, B, bzw. parallel zur Senkrechten auf dieser Grundlinie durch den Punkt A. Infolgedessen schliessen die Linien 3 bis 5 mit diesen Fadenverlauf spitze Winkel ein; die Linien verlaufen diagonal zur Fadenrichtung des Gewebes; somit gestattet der Büstenhalter bei Ausübung eines Zuges in dieser Diagnonalrichtung im Bereich der Taschenhälften I' und II' von 0 - 0 (Abbildung 7) eine elastische Verformung (Dehnung) auch dann, wenn das verwendete Gewebe, wie Seide, in Richtung der Fäden unelastisch ist. Dadurch ist es möglich, die Brüste in ihre natürliche Lage leicht nach aussen zu stellen und festzuhalten. Die äusseren unelastischen Hälften I und II sorgen durch die besondere Schnittführung A-C für einen festen Sitz der Büste in der ihr gegeben Lage.
Nach der Vereinigung der inneren Hälften der beiden Brusttaschen ergibt sich das in Abbildung 3 gezeigte Bild. Nunmehr werden die zusammengehörigen Hälften I,I' und II, II' längs der bogenförmig verlaufenden Linien B, C zusammengenäht, wodurch sich der fertige Oberteil des Büstenhalters mit den beiden Brusttaschen ergibt, wie in Abbildung 7 erkennbar.
Durch die beschriebene Art der Verbindung der inneren Hälften I' und II' ist es bedingt, dass die Grundlinien dieser Hälften im stumpfen Winkel zusammenlaufen. Infolgedessen ist es notwendig, auch den Gürtel, an welchem der Oberteil befestigt wird, vorne in der Mitte im stumpfen Winkel abzunähen oder ihn aus zwei im stumpfen Winkel aneinander gefügten Teilen zusammenzusetzen. Der Gürtel der Abbildung 5 ist ein schmaler Gürtel von etwa 5-6 cm Breite. Er ist vorne in der Mitte, also an der Stelle, an welche die Naht der beiden inneren Hälften I' und II' zu liegen kommt, in einem entsprechend stumpfen Winkel abgenäht; diese Naht ist in Abbildung 5 mit D bezeichnet.
Bei stärkeren Körperformen wird ein entsprechend breiterer Gürtel verwendet, wie beispielsweise in Abbildung 6 gezeigt. Diese Abbildung gibt eine Hälfte eines solchen Gürtels wieder. Die stark ausgezogene Linie ist der endgültige Schnitt der Gürtelhälfte; die schwach gezogenen Linien zeigen den Umfang des Stoffstückes, aus welchem die Gürtelhälfte geschnitten wird. Wie ersichtlich, ist der Gürtel rückseitig bei E breiter, als vorderseitig bei F. Die Schnittlinien E und F stehen nicht rechtwinklig auf der Grundlinie, sondern in einem vom 90° verschiedenen Winkel, damit die Grundlinien der beiden Gürtelhälften in dem schon oben erwähnten stumpfen Winkel aneinanderstossen. Die Oberkante jeder Gürtelhälfte ist nicht geradlinig geführt, sondern mit einem geschweiften Ausschnitt g versehen. Die tiefste Stelle dieses Ausschnittes befindet sich im Beispielsfalle etwa in einem Abstand eines Fünftels der Gesamtlänge der Gürtelhälfte von der Kante F; die Tiefe des Ausschnittes an dieser Stelle beträgt im Beispielsfalle 3 cm. An dieser Stelle kann der Gürtel mit einem Abnäher versehen sein. Die Ausschnitte g verlaufen, wie Abbildung 7 zeigt, im Bereich der Brusttaschen. Als Material für den Gürtel wird zweckmässig ein mehrfach abgestepptes Band aus Drell oder Seide verwendet mit einer versteifenden Einlage, z.B. aus Leinen oder dergleichen. Die Absteppnähte sind in Abbildung 7 gestrichelt angedeutet. In dieser Abbildung sind auch die Träger H zu sehen, welche die nunmehr zusammenfallenden Punkte C zusammengehöriger Brusttaschenhälften mit dem Gürtel in der üblichen Weise verbinden.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung wird eine naturgetreue Wiedergabe der Büste, wie sie Kunstwerke, Plastiken usw. zeigen, erreicht, d.h., die Büstenhälften werden leicht nach auswärts gestellt. Durch die Dehnbarkeit der inneren Taschenhälften I' und II' in Richtung der Linie 0 - 0 lässt sich der Abstand der beiden Büstenteile regeln und bestimmen. Die beiden äusseren, nicht dehnbaren Hälften I und II in Dreieckform bewirken den festen Sitz des Büstenhalters in der ihm gegebenen Lage. Die Festigkeit des Sitzes wird erhöht durch die feste Naht an der Verbindungsstelle der beiden inneren Taschenhälften I' und II', durch die feste Verbindung der Taschen mit dem Gürtel und durch an den freien Seiten der Brusttaschen festgenähte Umrahmungsbänder, insbesondere an den freien Aussenkanten der Taschenhälften I und II, welche unter die äusseren Brustseiten zu liegen kommen. Die erwähnten Umrahmungsbänder sind in Abbildung 7 zu sehen.
Gemäss Abbildung 8 sind in den unteren Teil jeder Brusttasche a und zwar in der Mitte, zu beiden Seiten der Mittelnaht, Fischbeinstäbchen b eingearbeitet, die im Beispielsfalle in Stepptaschen c auswechselbar liegen. Es können natürlich auch mehr als zwei Stäbchen je Tasche oder auch nur ein Stäbchen je Tasche verwendet werden. Die Stäbchen stützen die Brüste von unten und geben ihnen dadurch einen besseren Halt, als die bisher üblichen, ohne Stützeinlagen gearbeiteten Büstenhalterschalen.

Claims (6)

1.) Büstenhalter, bestehend aus in der Fadenrichtung des Gewebes nicht dehnbaren Brusttaschen, einem Gürtel und Trägern, wobei die inneren Brusttaschenhälften längs einer schräg zu den anschliessenden Kanten dieser Hälften verlaufenden Linie vereinigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Linie im spitzen Winkel zur Fadenrichtung des Gewebes der Taschen steht.
2.) Büstenhalter nach Anspruch 1.), dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Taschen an den unteren Ecken im spitzen Winkel zur Gewebefadenrichtung zugeschnitten und längs dieser Schnittlinien (3-5) vereinigt sind.
3.) Büstenhalter nach Anspruch 1. und 2.), dadurch gekennzeichnet, dass die an den Trägerangriffspunkten (c) zusammenlaufenden Aussenkanten (A-C) der Taschen lediglich im oberen Drittel von der Senkrechten auf die Grundlinie nach innen zu abweichen.
4.) Büstenhalter nach Anspruch 1. - 3.), dadurch gekennzeichnet, dass der Gürtel vorne in der Mitte im stumpfen Winkel abgenäht ist.
5.) Büstenhalter nach Anspruch 1. - 4.), dadurch gekennzeichnet, dass der Gürtel bei breiterer Ausführung an seiner Oberkante im Bereiche der Brusttaschen entsprechend geschweifte Ausschnitte (g) besitzt und an seinen freien Enden entsprechend der Körperform schräg zugeschnitten ist.
6.) Büstenhalter nach Anspruch 1. - 5.), dadurch gekennzeichnet, dass in die Brusttaschen, und zwar vorzugsweise in der Mitte der unteren Hälfte derselben, versteifende Stützen, z.B. Fischbeinstäbchen, eingearbeitet sind, die zweckmässig auswechselbar in Stepptaschen liegen.

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