DEP0000455DA - Verfahren zur Abscheidung und Gewinnung adsorbierbarer Bestandteile aus Gasgemischen. - Google Patents
Verfahren zur Abscheidung und Gewinnung adsorbierbarer Bestandteile aus Gasgemischen.Info
- Publication number
- DEP0000455DA DEP0000455DA DEP0000455DA DE P0000455D A DEP0000455D A DE P0000455DA DE P0000455D A DEP0000455D A DE P0000455DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- adsorbent
- bed
- adsorption
- gas
- expulsion
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Lichterfelde-West, 11. Nov. 1948 Freiwaldauer Weg 28.
Beschreibung
zur Patentanmeldung der
Imperial Chemical Industries Limited, London SW 1,
betreffend:
Verfahren zur AblicheTdling/jiS^
Priorität England No. 14118/43 vom 30. August 1943.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Adsorption von in gasförmigen Mischungen enthaltenen Bestandteilen, insbesondere
zur Adsorption von Aethylen. Obwohl das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren zur
Gewinnung von Dämpfen aus gewöhnlich flüssigen organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Schwefelkohlenstosff und chlorierten^wasserstoffen
dienen kann, die in gasförmigen Mischungen enthalten sind, ist es besonders geeignet zur Entfernung
von gewöhnlich gasförmigen Bestandteilen aus gasförmigen Mischungen, beispielsweise^, zur Gewinnung von Aethylen aus Gasen,
die während der e&^oο- vonfKohle entstehen. Es ist bekannt, adsorbierbare Bestandteile aus diese enthal-
tenden gasförmigen Mischungen zu entfernen durch Anwendung von Adsorptionsmitteln, wie beispielsweise Holzkohle, Silikagel
und Aluminiumoxydgel. Sin Beispiel für ein derartiges Verfahren ist die Entfernung von Aethylen aus loksofengas
mit Hilfe von Aktivkohle. Die gasförmige Mischung wird dabei zunächst mit dem Adsorptionsmittel bei niedriger Temperatur
in Berührung gebracht, wobei das a&sorbierbare Material im wesentlichen adsorbiert wird und die übrigen Gase im wesentlichen
nicht adsorbiert vorübergehen. Das adsorbier^®*©· Material wird dann aus dem Adsorptionsmittel ausgetrieben,
und zwar gewöhnlich dadurch, dass Dampf durch das Adsorptionsmittel geleitet wird. Das freigemachte Adsorptionsmittel wird
dann ^&sß^B&&^¥-^e^r^^t- und in geeigneter Weise gekühlt, um von neuem zur Adsorption verwendet werden zu können. Ss wurde
bereits vorgeschlagen, das Adsorptionsverfahren in der Weise durchzuführen, dass in ggeigneten Kesseln feststehende
Betten des Adsorptionsmittels untergebracht wurden. Ss wurde auch schon vorgeschlagen, zwischen den feinverteilten festen
Stoffen und den Gasen eine wechselseitige Wirkung durchzuführen, beispielsweise bei der Adsorption von Mischungsbestandteilen,
indem in einer Kammer ein aufsteigender Gasstrom angewandt wurde, der verhinderte, dass das fein verteilte
Material durch die Kammer fällt. Nach Beendigung der Behandlung wird die Gasgeschwindigkeit vergrössert, um das
verbrauchte Material aus der Kammer auszutreiben. Bei einem derartigen Verfahren kann gewünschtenfalls die Arbeitsweise
so geführt werden, dass in der gleichen Kammer, die für die Eingangsreaktion Verwendung findet, auch die umgekehrte Reaktion
der Teilchen stattfindet, beispielsweise eine Desorption*^
Da das Adsorptionsmittel wechselseitig erhitzt und gekühlt werden muss, tritt für das Erwärmen und Kühlen des Kesselmaterials
ein beträchtlicher Wärmeverlust auf. Es wurden schon verschiedene Vorschläge gemacht, um dies zu vermeiden,
indem die heiss und kalt arbeitenden Stufen des Verfahrens in getrennten Kesseln durchgeführt wurden, wobei das Adsorptionsmittel
je nach dem Erfordernis aus dem einen in den anderen Kessel gebracht wurde» Bei all diesen vorgeschlagenen Verfahren
treten jedoch erhebliche Schwierigkeiten auf bei der wirkungsvollen Reinigung der Ausgangsgase und der wirkungsvollen
Regenerierung des Adsorptionsmittels.
Bs wurde nun gefunden, dass sich ein verbessertes Verfahren der Abscheidung des von in gasförmigen Mischungen enthaltenen
adsorbierbarem Material mit Hilfe von Adsorptionsmitteln durchführen lässt, indem getrennte Kessel für die Adsorption
und Abscheidung angewandt werden und wobei das Adsorptionsmittel aus dem einen Kessel in den anderen übergeführt wird,
wodurch eine wirkungsvolle Reinigung der gasförmigen Mischungen erzielt und eine wirtschaftliche Wiedergewinnung des Adsorptionsmittels
erreicht wird.
Wenn ein aufwärts gerichteter Gasstrom durch ein Bett von abgesonderten Teilchen hindurchgeleitet wird, steigt, wie
aus dem in der Zeichnung dargestellten Diagramm ersichtlich", ist, der Druckabfall zunächst linear mit dem Anwachsen
der Gasgeschwindigkeit. Wenn die Gasgeschwindigkeit gesteigert wird, wird dann ein kritischer Punkt A erreicht, bei
dem die Druckabfall-Gasgeschwindigkeitskurve sich zu neigen beginnt und wobei das Volumen des Bettes der abgesonder-
ten Teilchen um ungefähr 10$ ansteigt. In diesem Punkt nimmt das Bett der abgesonderten Teilchen~^|Mfe/iCigenschaften
einer Flüssigkeit an, indem beispielsweise die Teilchen ähnlich wie Flüssigkeiten gegossen werden können. Infolge
der Tatsache, dass die einzelnen Teilchen von dem Gas eingehüllt sind und die innere Reibung des Bettes dadurch wesentlich
verringert wird, kann das Bett leicht gut umgerührt werden. WennvSie Gasgeschwindigkeit weiter g-e-steigert
wird oberhalb des kritischen Punktes A wtrd ein Punkt B erreicht, bei dem auf der Bettoberfläche eine Bewegung festgestellt
werden kann, die ähnlich der der Oberfläche einer siedenden Flüssigkeit ist. Diese Beobachtung ist für alle Gasgeschwindigkeiten
oberhalb dieses Punktes B festzustellen, wobei der Druckabfall nunmehr unabhängig von der Gasgeschwindigkeit
ist.
Wenn die Gasgeschwindigkeit oberhalb des durch den Punkt B angegebenen Wertes gesteigert wird, dehnt sich das Bett weiter
aus, bis es das ganze Volumen des Reiktionskessels ausfüllt. Bei einer weiteren Steigerung der Gasgeschwindigkeit
beginnen die das Bett darstellenden Teilchen in die Gasaustrittsleitung infolge der höheren Gasgeschwindigkeit mit über
zugehen, und die Teilchen werden durch den Gasstrom mitgerissen und fortgetragen» Wenn die Gasgeschwindigkeit noch weiter
gesteigert wird, wird schliesslich ein Zustand erreicht, bei dem die Teilchen als ein von dem Gas mitgerissener Strom
durch den Kessel hindurchgehen.
In der folgenden Beschreibung wird ein Bett von Teilchen, bei dem die Gasgeschwindigkeit des hindurchtretenden Gases dem
Wert A oder einem höheren Wert entspricht, als ein fliessendes Bett bezeichnet, während ein Bett von Teilchen, bei dem die
Geschwindigkeit des durchgehenden Gases zwischen den Punkten A und B liegt, als ein ausgedehntes Bett bezeichnet wird und
ein Bett, bei dem die Gasgeschwindigkeit dem Punkt oder einem höheren Punkt der Kurve entspricht, wobei jedoch die Teilchen
immer noch die Form eines Bettes bilden, als siedendes Bett bezeichnet. Wenn jedoch die Gasgeschwindigkeit so hoch ist,
dass die Teilchen durch den Reaktionskessel hindurchgeführt werden, und zwar als von den Gasen mitgerissener Strom, so
wird ein derartiger Zustand als ein mitgerissener Strom bezeichnet .
Gamäss der Erfindung wird ein Verfahren zur Entfernung von adsorbierbaren Bestandteilen, die in einer gasförmigen Mdschung
enthalten sind, mit Hilfe von Adsorptionsmittel!!, vorgeschlagen, wobei getrennte Kessel für die Adsorption und frbslmldl Anwendung
finden, und wobei das Adsorptionsmittel aus dem einen Kessel in den anderen übergeführt wird. Hierbei wird derart
gearbeitet, dass ein Mitreissen der Teilchen durch den Gasstrom, vermieden^wird, vielmehr in der Adsoyptionsstufe und/oder
in der At^^^^äfe^sstufe ein fliessendes Bett angewandt wird. Die Bildung eines mitreissenden Stromes während der Überführung
des Adsaptionsmittels aus dem einen Kessel in^ den anderen zwischen den Arbeitsstufen der Adsorption und Afe*ÄS*te^g- wird
jedoch vermieden.
Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ist besonders geeignet zur kontinuierlichen Durchführung der Entfernung
von adsorbierbaren Bestandteilen aus gasförmigen Mischungen.
Wenn kontinuierlich gearbeitet wird, umschliesst das Verfahren die Arbeitsschritte der kontinuierlichen Zuleitung von
fein verteiltem Adsorptionsmittel in die Adsorptionsstufe, die kontinuierliche Entfernung des fein verteilten Adsaptionsmittels
aus der Adsorptionsstufe und der Zuleitung desselben in eine Austreibungsstufe, aus der es ständig in die Adsorptionsstufe
zurückgeführt wird. Die Strömung des fein verteilten Adsorptionsmittels und der gasförmigen Mischung wird derart
eingestellt, dass während der Adsorptionsstufe und/oder der Austreibungsstufe ein fliessendes Bett gebildet wi^-är und
das Mitreissen des Materials verhindert wird.
Wie schon erwähnt ist das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren besonders^ zweckmässig in der Anwendung der üblichen
GewinnungYaus^asförmlgen Mischungen mit Hilfe von Adsorptionsmitteln. Hierbei finden getrennte Gefässe für die Adsorption
und A»te«ete«-täfeag Anwendung, wobei das Adsorptionsmittel aus dem einen Gefäss in das andere ü,berge£ührt wird und
während der Adsorptionsstufe bezw. der Afeeeiw&iUuagBstufe oder in beiden Stufen ein fliessendes Bett des Adsorptionsmittels
Anwendung findet und ein Mitreissen dieses Adsorptionsstoffes durch den Gasstrom vermieden wird.
Wenn eiryfliessendes Bett während der Adsorptions stufe Anwendung findet. ist_es zweckmässig, dafür zu sorgen, dass das Bett
*€«^4iθ4eiHieft^ί©ΐifi-, wobei mit einer Gasgeschwindigkeit gearbeitet
wird, die so nahe wie möglich dem Punkt ρ der Kurve liegt. Die Teilchen, welche sich am Boden des Adsorptionsbettes
befinden, kommen zuerst mit dem eintretenden Gas in Berührung und infolgedessen reichern sie sich stärker mit dem
zu adsorbierenden Mittel an als diejenigen sn der Oberseite des Bettes, mit denen das austretende Gas in Berührung kommt,
aus dem bereits der adsorbierbare Bestandteil bezw. die adsorbierbaren Bestandteile im wesentlichen entfernt worden
sind. Alle die Teilchen, welche sich in dem Bett unter dem Einfluss des Gasstromes nach oben ,bewegen, haben also das
Bestreben, gewisse Anteile des Materials, die sie bereits adsorbiert haben, an das Gas wieder abzugeben. Diese unerwünschte
Eigenschaft wird dadurch vermieden, dass mit einer Gasgeschwindigkeit gearbeitet wird, die so niedrig wie überhaupt
möglich ist unter der Voraussetzung, dass ein ausgedehntes Bett gebildet wird. Wenn jedoch in der Austreibungsstufe
ein fliessendes Bett Anwendung findet, ist es zweckmässig, die Gasgeschwindigkeit derart zu steigern, dass ein siedendes
Bett erhalten wird, urn die wirksamste Reinigung der Teilchen zu erreichen und so eine weitgehende Entfernung des adsorbierten
Materials herbeizuführen.,
Ss ist zweckmässig, dass das Adsorptionsmittel eine hohe Volumendichte besitzt und einen möglichst geringen Anteil an
fein verteilten Stoffen aufweist. Die Anwendung von grossstückigem Adsorptionsmittel ist vorteilhaft; da jedoch durch
die Gasgeschwindigkeit ein fliessendes Bett aufrecht erhalten werden muss und infolgedessen der Druckabfall anwächst
mit dem Wachsen der Teilchen-grösse, 1st für die praktische Arbeitsweise eine obere Grenze durch den gerade noch zu duldenden
Druckabfall gegeben. Die kleinste Teilchengrösse, mit der gearbeitet werden kann, hängt von der Natur des Adsorptionsmittels und der zu behandelnden Gasmischung ab. Wenn beispielsweise
Aethylen aus Koksofengas</adsorbiert werden soifcl^unter Anwendung von fein verteilter Aktivkohle als AdsorptionsmittelVist
es unmöglich, ein siedendes Bett zE erreichen, wenn die Teilchengrösse 120/^oder kleiner '1st. In ähnlicher Weise
| O. | 50 |
| 2. | 75 |
| 7. | 00 |
sollte die Tiefe des Adsorptionsmittelbettes sofroch wie irgend möglich sein und wie mit einem praktisch brauchbaren
Druckabfall verträglich ist.
In der folgenden Tabelle sind die minimalen Gasgeschwindigkeiten angegeben, welche erforderlich sind, um mit Aktivkohle
ein siedendes Bett durchfuhren zu können, wobei die Aktivkohle eine verschiedene Teilchengrösse besitzt. Die
Gasgeschwindigkeiten wurden oberhalb des siedenden Bettes gemessen.
Bereich der Teilchengrösse Gasgeschwindigkeit om/sek.
150 - 180 u· 180 - 250 Λ' 250 - 500 £C
Das Austreiben des adsorbierten Materials aus dem Adsorptionsmittel kann durch bekannte Verfahren erfolgen, beispielsweise
indem Dampf durch das Adsorptionsmittel hindurchgeleitet wird.
Der Wassergehalt des Adsorptionsmittels ist für die Durchführung des Verfahrens von Wichtigkeit; wenn Dampf zum Reinigen des
Adsorptionsmittels verwendet wird, ist dafür zu sorgen, dass vermieden wird, dass das Adsorptionsmittel so feucht wird,
dass die Teilchen zusammenbacken und ihre freifliessenden Eigenschaften verlieren. Abgesehen hiervon ist es wünschenswert,
den Feuchtigkeitsgehalt des Adsorptionsmittels so niedrig wie nur möglich zu halten, um den besten Wirkungsgrad
des Adsorptionsmittel zu erreichen, und zu diesem Zweck wird z.weckmässig das die Ate^aeAekmgf-stufe verlassende Adsorptionsmittel
von Feuchtigkeit befreit, indem es beispielsweise durch
einen heissen Strom eines inerten Gases hindurchgeleitet wird, bevor es gekühlt und in den Adsorptionskessel zurückgeleitet
wird. Für diesen Zweck findet vorteilhaft Stickstoff oder die gasförmige Mischung selbst Anwendung, «äk^esatä·
wichtige Bestandteile aus ihr entfernt worden sind.
Es wurde gefunden, dass bei Anwendung von Dampf mit einem genügenden Grad der Überhitzung das Adsorptionsmittel genügend
getrocknet v/erden kann, um dann direkt gekühlt zu werden, damit es in der Adsorptionsstufe wieder verwendet werden kann,
ohne dass eine Zwischentrocknungsstufe Anwendung finden muss. Wenn beispielsweise mit Aktivkohle gearbeitet wird, kann eine
genügende Austreibung und eine im wesentlichen trockene von den Bestandteilen befreite Kohle erhalten werden, wenn bei
Atmosphärendmck mit einem Dampf von 2000C gearbeitet wird. Das Adsorptionsmittel kann durch bekannte Mittel gekühlt werden,
beispielsweise indem es durch einen kalten Strom eines inerten Gases geleitet wird, beispielsweise eines solchen,
wie es zum Trocknen des Adsorptionsmittels Verwendung findet.-V/enn das Trocknen dadurch erfolgt, dass ein Gasstrom durch
das Adsorptionsmittel geleitet wird, wird dieses vorteilhaft in dem Zustand eines fliessenden Bettes und zweckmässig in
dem Zustand eines siedenden Bettes in dieser Stufe gehalten. Wenn das Trocknen durch Anwendung eines Gasstroms erfolgt,
wird das Adsorptionsmittel vorteilhaft ebenfalls in dem Zustand eines fliessenden Bettes und vorzugsweise eines siedenden
Bettes gehalten.
Die Arbeitsstufen der :M=st>rpir±OireWs1rre4-&ai^ und Trocknung erfolgen in getrennten Gefässen und zweckmässig auch das Kühlen.
Die Trocknungs- und Kühlungsstufen können aber auch in denselben Gefässen durchgeführt werden.
Das Überführen des Adsorptionsmittel aus der einen Stufe in die andere kann durch bekannte Verfahren erfolgen, jedoch
werden zweckmässig solche angewandt, bei denen die geringste Zerteilung des Adsorptionsmittels stattfindet.
Koksofengas, welches 1,5 Volumenprozent Aethylen enthält, wird mit einer Geschwindigkeit von 3 Jam pro Sek. durch
ein Bett von Aktivkohle geleitet, dessen Teilchengrösse zwischen 180 und 250 ','liegt. Diese Kohle befindet sich in
einem zylindrischen Kessel, und durch die Gasgeschwindigkeit wird in diesem Kessel ein siedendes Bett erzeugt. Die Gasgeschwindigkeit
wurde oberhalb des siedenden Bettes gemessen. Das Koksofengas wird durch das Aktivkohlebett solange
hindurchgeleitet, bis das Austrittsgas die gleiche Zusammensetzung wie das Eintrittsgas besitzt. Die Aktivkohle wird
dann in einen anderen Kessel übergeleitet, durch den Dampf mit einer Temperatur von 30O0C und einer Geschwindigkeit
von 5 cm pro Sek. durchgeleitet wird. Die den Kessel verlassenden Gase werden gekühlt, um Wasserdampf zu kondensieren,
und hierbei wird ein Gas erhalten, welches 41,8 Volumenprozent Aethylen enthält. Die Aktivkohle wird dann gekühlt
und in die Adsorptionsstufe zurückgeführt, wo sie für einen weiteren Arbeitsgang verwendet werden kann.
Das folgende Beispiel erläutert eine Arbeitsweise, bei der kontinuierlich gearbeitet wird.
Koksofengas mit einem Aethylengehalt von 1,5$ wird mit einer
/p/L·,
Geschwindigkeit von 6 jg pro Sek. aufwärts durch ein Bett von Aktivkohle geleitet, dessen Teilchengrösse zwischen
250 und 420 iV. liegt. Diese Aktivkohle befindet sich in einem
*1Rfl R
16B itigust 19SÖ*
ρ 455 ITV12 β
lern« Seite 11
7ir^53„1948
Kessels srobei sieh das Volumen ä&r fein verteiltes infolge der angewandtmi Gtrömmgsgeschv/lndlgkett
ausdehnt« Die Sasgt*seii\ädndigfe©it wurete ober&alb d®s ausgedehntes. Bettes gesseos en. Von der Oberseite des Kess^ela her wird st Sad ig
neue feiB. verteilte Aktirkohle sugeftibxt nnü gleichseitig wird ..4k
kerntiniiierlleil vom Boden d©s Kessele abgase*gea» Bie ^keit äer Safialir xmä äer 'iktxüar- von 'ktivteoiile ist
dass unter ,lawendang der erwähnten fesgasohwindigfeeit imm.mv eis ausgeöeiintes Bett beibehalten wird« IJurch. diese ,Irbeitaw-eise vdxd
im der gleiciie-n Seit im wesentlichen das ganae in dem Kok®©feiigas enthaltene Athyluu. von der Aktivkohle aufg«noHirnen ixad mit ihr
gefütirte Di6 fei» verteilte Aktivkohle, welche "<m Böden des ständig abgeEogen wirä, wird kontinuierlich von ofesn in
scheidekesael elafegebea9 durch <l©m von unten nach obea aia etrom mit eiaer T«apferatur tob 500° und einer Sesohwindigk«it tob
8 0® pro S«&. geleitet wlr-d, wodurch in ihm ein sied.end.es Bett auf« recht erlialtea wird,, Pie asm AbseiiMdungskeesel Yerlasseadea
werden abg#]feüklts ^m d^n in ilmen enthalt<&η®Ά Wasserdrampf zm.
©ierene Die Saee enthalten 53?6 Volvirnemprosent /thylea. Vob ö#m Bö«
äes iss Ädeorptioiislessels wird kontiiiuie.rlich feiß verteilte A kohle abgezogen und in einen dritten Sessel übergeleitet, w© man
sie abkühlen lässt und worauf sie äsjffi wieöer in den Adsorptions kessel eingegeben weräea
Claims (3)
1.) Yerfahren bot Abseheidung \xnö Oewinnung -von adeorbierbaren £»ta2iätelles ^as Saemisoimn-gea mit Hilfe yoö Ade-orptione-aitteln
getr^mter BLeeeeL filar Si© adsorption snö Amstngitoimg^ wo»
bei das Adsorptionsmittel aus des einen. Kessel in den andere» Wb®¥~ geführt wird, dadurch gelEfmnseiehnet, dass während der Adsorption®·
und/oder der Austreibuagsattife das M sorptionsmittel durch den Sas· strom im Zustand, eines fliessenden Bettes gehe.lt en wird, wobei eis
Mitreissen <!es Msorptioneiaittels durch &®n (Jasstroia verhindert ?;ird -und wobei wiährend des ftberführens des Adsorptionsraittels aus
dem einsn Kessel in den anderen ^wi-aeiien öen 'dsorptions- und troifcungsstufen. ein mitreiseenäer Strom verhindert wird«
2·) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennaeichnet, dass als sorptionsmittel Aktivkohle* Silikagel ού@τ Alimlniumöxydgel ver
wendet
3.) Verfahren nach Ansprach 1 und 2, dadurch ge&ennaeichnet, dass während der 'äsorptionsstufe das Msorptionaiaittslbett in einem
ausgedehnten Zustand gehalten wird«
4e) Verfahren nach Anspruch 3e dadurch gekäiiiüseiaimüt, dass der .M so rp ti ons stufe die iasgesohwiridigkeit jiieht wesentlloh
ist als dis liTiiBit«as welch.ee zur Aufrechterhaltung des Adssorptiom©
mittels in Fora eines ausgedehnten Bettes erforderlich
5«) Terfahren nach .faispröch 1 bis 4 1 d^/itu-eh gekennzeichnet, dl aas
während der Austreibungsstufe das ^dsorntionsmittel in öinem al eä© artigen Sustand gehalten wirrt»
6*5 Anwendung des Verfahrens nach '-.nsprueh 1 auf die öewinnung von Ithylen aus gagföiisigen Miaohungcari, wobei als Adsorptionsmittel
voraugsweise Aktivkohle dient·
7*} Verfahren nach Anspruch S9 dadurch gekennzeichnet, dass da©
Ithylen aus der Aktivkohle durch ktvnenäxmg eines Batnpfetromes mit einer Temperatur von mindestens 200° bei Atmosphärendruck
trieben wird»
8») Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, der Austreibung das Adsorptionsmittel gekühlt wird.«
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1272891B (de) | Verfahren zum Reinigen von Gasen oder Daempfen | |
| DE2363418B2 (de) | Verfahren zum extrahieren von fetten und oelen pflanzlichen und tierischen ursprungs | |
| DE1935712A1 (de) | Verfahren zur Abtrennung von CO2 und/oder H2S aus Gasgemischen | |
| DE2227000C3 (de) | Verfahren zur Regenerierung von Zeolith-Molekularsieben | |
| DE2151793A1 (de) | Verfahren zur Entfernung von Schwefelverbindungen in der Form von Schwefeloxyden aus Gasen oder Gasgemischen,die eine oder mehrere gasfoermige Schwefelverbindungen enthalten,sowie eine zu diesem Zweck geeignete Vorrichtung | |
| DEP0000455DA (de) | Verfahren zur Abscheidung und Gewinnung adsorbierbarer Bestandteile aus Gasgemischen. | |
| DE2001889A1 (de) | Verfahren zur Rueckgewinnung von Diolefinen | |
| DE407179C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Gas- oder Dampfgemischen, z.B. Luft, durch Adsorption oder chemische Bindung | |
| DEP0000455BA (de) | Verfahren zur Abscheidung und Gewinnung adsorbierbarer Bestandteile aus Gasgemischen | |
| AT222094B (de) | Verfahren zur Abtrennung von Bestandteilen eines Gasgemisches aus dem Gasgemisch und Anlage zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP0085833B1 (de) | Verfahren zur trockenen Kokskühlung und Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens | |
| AT103233B (de) | Verfahren zur Abscheidung von Bestandteilen aus Gasgemischen. | |
| DE1517964B1 (de) | Verfahren zum Regenerieren eines desaktivierten Zeoliths | |
| DE325563C (de) | Verfahren zur trockenen Destillation von kohlenstoffhaltigen Stoffen | |
| DE1494785C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Natur gas | |
| DE526852C (de) | Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Koks aus Rohbraunkohle | |
| DE435587C (de) | Verfahren zur Abscheidung von Bestandteilen aus Gasgemischen | |
| AT60709B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verdampfen, Konzentrieren und Destillieren von beim Kochen schäumenden Flüssigkeiten. | |
| DE1069316B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entwässerung von Naturgas und/ oder Abscheidung kondensier'barer Kohlenwasserstoff - Komponenten aus demselben durch Adsorption | |
| DE444136C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Gasen und Daempfen aus Kokereigasen mittels grossoberflaechiger Stoffe unter Ausnutzung ihrer Eigenwaerme | |
| AT100854B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung kondensierbarer Stoffe aus Gemischen mit Luft oder mit anderen schwer adsorbierbaren Gasen durch Adsorption. | |
| DE5208C (de) | Vorrichtungen zum Reinigen der Bettfedern durch Chlor- und Wasserdämpfe | |
| AT92300B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Propan und Butan in flüssiger Form aus Gasgemischen. | |
| CH188313A (de) | Verfahren zur Entfernung kondensierbarer Bestandteile aus Gasen und Dämpfen. | |
| AT223170B (de) | Verfahren zur Gewinnung von deuteriumangereichertem Wasserstoff und/oder deuteriumangereichertem Wasser |