AT100854B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung kondensierbarer Stoffe aus Gemischen mit Luft oder mit anderen schwer adsorbierbaren Gasen durch Adsorption. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung kondensierbarer Stoffe aus Gemischen mit Luft oder mit anderen schwer adsorbierbaren Gasen durch Adsorption.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung kondensierbarer Stoffe aus Gemischen mit Luft oder mit anderen schwer adsorbierbaren Gasen durch Adsorption. Zur Abscheidung flüchtiger Stoffe, die in vergaster Form mit Luft oder anderen schwer adsorberbaren Gasen vermischt sind, ist es bekannt, diese Gemische mit Kohle von. geeigneter Hohlraumstruktur in Berührung zu bringen, welche die Dämpfe adsorbiert und beim Durehblasen von Wasserdampf wieder abgibt, so dass die betreffenden flüchtigen Stoffe durch Kondensation gewonnen werden können (siehe Österr. Patentschrift Nr. 87633). Hiebei ergibt sich aber ein mit Wasser gemischtes Destillat, aus dem der gesuchte Stoff erst abgesondert werden muss, was umständlich und wegen der unvermeidlichen Verluste kostspielig ist. Ferner hat diese Arbeitsweise den Nachteil, dass das Adsorptionsmittel hernach erst getrocknet werden muss, um wieder gebrauchsfähig zu werden. Der Gang einer solchen Anlage ist demnach ein unterbrochener, indem er notwendig in die drei Stufen : Adsorbieren, Ausdämpfen und Trocknen zerfallen muss. Bei dem vorliegenden Verfahren wird der adsorbierte kondensierbare Dampf aus dem Adsorptionsmittel mit Hilfe eines bei der betreffenden Temperatur nicht kondensierbaren gasförmigen Transportmittels durch einen Kühler hindurch ausgetrieben, so dass nur der dampfförmige Bestandteil verdichtet wird und aus der Vorlage als reines Kondensat abgezogen werden kann. Erfindungsgemäss wird das zu zerlcgende Ursprungsgemisch selbst als Transportmittel verwendet, indem man nach Sättigung der Adsorptionsmasse einen Kühler vorschaltet und die Durchleitung des zu behandelnden Gemisches von Gasen und Dämpfen fortsetzt, so dass dieses Gemisch die in der Adsorptionsmasse aufgespeicherten Dämpfe aus dieser fortschafft. Da die Abgabe des adsorbierten Stoffes bekanntlich durch erhöhte Temperatur befördert wird, ist es zweckmässig, die Adsorptionsmasse in dieser Stufe des Arbeitsganges zu erhitzen. Demgegenüber wird die Adsorption bekanntlich durch Herabsetzung der Temperatur begünstigt (siehe deutsche Patentschrift Nr. 169514). Es empfiehlt sich daher nicht, das den Kühler unkondemiert verlassende Gemisch im Kreislauf zu dem ersten Adsorptionsgefäss zurückzusenden ; vielmehr wird man es zweckmässig hinter dem Kühler durch weitere Adsorptionsgefässe hindurchschicken, bis alle kondensier- baren Bestandteile gebunden sind, worauf schliesslich der gasförmige Rest seiner Verwendung zugeführt oder ins Freie entlassen wird. In dieser Art lässt sich der Arbeitsgang dadurch zu einem vollkommen konti- nuierlichen gestalten, dass jedes Adsorptionselement im ununterbrochenen Strom des ursprünglichen Gasdampfgemisches abwechselnd vor dem Kondensationsvorgang und nach diesem, also zur Aufnahme und zur Abgabe der Dämpfe in Tätigkeit gesetzt wird. Diese Ausführungsform des Verfahrens wird in ihrer Anwendung auf ein Gasgemisch, das bei atmosphärischem Druck kondensierbare Bestandteile enthält, an Hand der Zeichnung in den folgenden Ausführungen der Beschreibung erläutert. A und B sind zwei das Adsorptionsmittel aufnehmende Behälter, die nach Art eines Röhrenkessels mit einem Rohrsystem a, b ausgestattet sind, durch welches ein Heizmittel oder ein Kühlmittel durchgeleitet werden kann. Jeder der beiden Behälter A und B ist mit einem Zuleitungsrohr j ! bzw. S und einem Ableitungsrohr 3 bzw. 4 ausgestattet. Die Zuleitungsrohre sind durch eine Leitung 5 und die EMI1.1 die kondensierbaren flüchtigen Stoffe niedergeschlagen und hierauf in einer Vorlage V gesammelt werden. Die von den kondensierbaren Stoffen befreiten Gase treten aus dem Kühler durch ein Rohr 7 aus, das <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 EMI2.2 Es ist schon vorgeschlagen'worden, behufs Entfernung von Gasbestandteilen aus Gasgemischen, insbesondere industriellen Abgasen, diese Gemische mit entgaster Braunkohle unter Kühlung in Berührung zu bringen und die adsorbierten Gasbestandteile durch geeignete Vorkehrungen, wie Evakuieren, Aus- dämpfen oder Erhitzen mit oder ohne gleichzeitiges Durchleiten eines differenten oder indifferenten Transportmediums wieder auszutreiben (deutsche Patentschrift Nr. 302092 und Nr. 304603). Die Brauch- barkeit dieser letzteren Hilfsmittel für die Gewinnung der Gasen beigemischten Dämpfe als reine Kondensate ist nicht ausgeschöpft worden, geschweige denn, dass daran gedacht worden wäre, das zu behandelnde Ursprungsgemisch selbst zur Austreibung der adsorbierten Dämpfe heranzuziehen. Vielmehr wurde für diesen Fall der Weg des Ausdämpfens ausgewählt (Österr. Patentschrift Nr. 87633). Diesem Weg gegenüber weist das vorliegende Verfahren die folgenden sehr wesentlichen Vorteile auf : 1. Ununterbrochenes Durchströmen des Gasgemisches sowohl zum Zweck der Anreicherung, als auch der Abtreibung der flüchtigen kondensierbaren Stoffe, somit keinerlei Unterbrechung zwischen Anreicherung und Abtreibung. 2. Die kondensierbaren flüchtigen Stoffe fliessen aus der Vorlage ab, ohne mit Wasser in Berührung gekommen zu sein, somit vollkommen trocken. 3. Das Adsorptionsmittel braucht nach erfolgter Anreicherung nicht getrocknet zu werden. Als Beispiele für die technische Anwendung des Verfahrens seien erwähnt : die Gewinnung von Benzol-Kohlenwasserstoffen aus Leuchtgas, die Gewinnung von Benzol-Kohlenwasserstoffen aus Koksofengas, die Gewinnung von Benzin und sonstigen flüchtigen Lösungsmitteln bei den versehiedenenExtrak- tionsverfahren. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung kondensierbarer Stoffe aus Gemischen mit Luft oder mit anderen schwer adsorbierbaren Gasen durch Adsorption, wobei die vom Adsorptionsmittel gebundenen Dämpfe aus diesem mit Hilfe eines bei der betreffenden Temperatur nicht kondensierbaren gasförmigen Transportmittels abgetrieben und durch Abkühlung kondensiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das zu zerlegende Ursprungsgemisch selbst als Transportmittel verwendet wird, indem man es über die gesättigte Adsorptionsmasse, welche gleichzeitig auch erhitzt wird, leitet und dann durch einen an das Adsorptionsgefäss anschliessenden Kühler gehen lässt.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei ununterbrochenem Strom des ursprünglichen Gasdampfgemisches jedes Adsorptionselement abwechselnd zur Aufnahme und zur Abgabe der Dämpfe in Tätigkeit gesetzt wird. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2
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