DEP0000427DA - Verfahren zum Spülen von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Spülen von Textilien

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DEP0000427DA
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Edmund Dr. Mannheim Walter
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Description

Nicht nur beim Gebrauch von Seife, sondern auch von synthetischen Waschmitteln, insbesondere solchen auf Basis der alkylsolfonsauren Salze und deren Derivate lagern sich eine sehr beträchtliche Menge schwer löslicher Verbindungen aus den Härtebildnern des Wassers im Verlauf der Wäsche auf dem Waschgut ab. Im letzteren Fall ist der Aschengehalt der Gewebe der höhere und für das Waschgut hinsichtlich seiner Haltbarkeit noch gefährlicher als bei Verwendung von Seifen. Aschengehalte von 10-15% nach fünfzig Wäschen sind die Regel. Die Folgen hiervon sind Vergrauung und Vergilbung der Wäsche, schlechter Weißgehalt, harter Griff, schlechte Netzfähigkeit, welche letzteres besonders nachteilig bei Handtüchern, Windeln und dergleichen in Erscheinung tritt. Auch das lästige Stäuben der Wäsche beruht hierauf. Vor allem wird aber durch die Ablagerung ein rascherer Verschleiß des Waschguts beim Gebrauch und bei der Fertigstellung der Wäsche durch mechanische Einwirkungen der Ablagerung auf das Waschgut herbeigeführt. Die synthetischen Waschmittel bilden zwar an sich keine schwer löslichen Kalkseifen. Bei der Weiß- und Grobwäsche muss aber immer mit Alkalien gearbeitet werden. Die Alkalien fällen dabei die Härtebildner als schwer lösliche Verbindungen aus, welche von den Fasern zusammen mit dem Schmutz aufgenommen werden. Die geringe heutige Seifendosierung und vor allem die synthetischen Waschmittel selbst besitzen nicht genügend Schmutztragevermögen, um die Ablagerungen von den Fasern zu entfernen, wodurch die Verkrustung der Wäschefasern herbeigeführt wird.
Man versucht schon lange daher, diesen Übelstand durch Spülen der Wäsche zu beheben. Die üblichen Spülmittel bestehen nun im wesentlichen aus alkalisch reagierenden Stoffen, gegebenenfalls mit Zusätzen an Sauerstoffbleichmitteln. Sie besitzen den Nachteil, dass beim Spülprozess, welcher gerade die Waschmittel und Alkalien entfernen soll, neues Alkali zugeführt wird und dadurch auch noch die Härtebildner des Spülwassers auf den Fasern niedergeschlagen werden.
Es ist auch bekannt, zum Spülen stark verdünnte Lösungen organischer Säuren oder saurer Salze zu verwenden. Diese sauren Spülverfahren haben sich aber weder in den Wäschereibetrieben noch in den Haushaltungen einführen können, da die Gefahr der Schädigung des Waschguts, der Waschgefässe und Waschgeräte durch die sauren Stoffe sich als zu gross erwiesen hat.
Die Erfindung beseitigt nun diesen Mangel. Sie gibt der Wäschereitechnik ein Verfahren, die Inkrustierungen ohne Gefährdung der Wäsche oder der mit ihr in Berührung kommenden Geräte und Gefässe zu beseitigen.
Das Verfahren nach der Erfindung zum Spülen von mit Seife oder synthetischen Waschmitteln behandelten Textilien besteht in dem Zusatz eines sauer reagierenden Bestandteils zum Spülwasser, welcher aus den auf der Wäsche abgelagerten und von Natur aus in Spülwasser vorhandenen bzw. aus gleichzeitig zugesetzten Carbonaten Kohlendioxyd freizumachen und mit den Wäscheinkrustierungen lösliche Salze zu bilden vermag. Wesentlich ist ferner, dass das neue Mittel in solchen Mengen zugesetzt wird, dass es im Verlauf der Reaktionen in wässriger Lösung einen pH-Wert von etwa 7 und darüber liefert.
In der bevorzugten Ausführungsform werden saure Salze anorganischer oder organischer Säuren oder diese Säuren selbst allein oder zusammen mit Natriumbicarbonat oder einer entsprechenden anderen Kohlensäure liefernden Verbindung verwendet.
Am besten bewährt hat sich bisher eine Mischung aus Natriumbisulfat und Natriumbicarbonat. Zwecks bequemerer Anwendung kann das Mittel in bestimmte Formen, z.B. Tabletten, gebracht werden.
Der Zusatz dieses Mittels zum Spülwasser ruft infolge der Einwirkung des sauren Bestandteils auf die anwesenden Carbonate die Entwicklung von Kohlensäurebläschen hervor, welche im Entstehungszustand ganz besonders befähigt sind, die Ablagerungen aus den Härtebildnern auf den Wäschefasern in Lösung zu bringen. Dabei ist ferner beachtlich, dass das Lösungsvermögen von mit Kohlendioxyd bei Atmosphärendruck gesättigtem Wasser ein Vielfaches des kohlensäurefreien Wassers beträgt.
Die Einstellung des Spülmittels auf einen pH-Wert von etwa 7 schliesst jede Schädigung des Waschguts, der Gefässe und Geräte aus. Dies ist ein ganz besonderer Vorzug der Erfindung, auf Grund dessen die Benutzung des neuen Spülmittels für jedermann möglich ist. Als weiterer Sicherheitsfaktor gegen Korrosion können oxäthylierte Fettsäuren oder nichtionogene synthetische Stoffe auf Äthylenoxydbasis zugesetzt werden.
Ausser den bereits genannten Stoffen können alle Stoffe und Kompositionen verwendet werden, welche gemäss der Erfindung imstande sind, die Wäscheinkrustierungen in lösliche Salze überzuführen und nach Möglichkeiten einen pH-Wert von 7 liefern. So kann z.B. gearbeitet werden mit Alkaliphosphaten, Alkalibifluoriden, <Nicht lesbar> Formidten, Acetaten, Laktaten, Tartraten, Oxalaten, Citraten. Nach dem Waschen wird das Waschgut wie üblich einmal bis zweimal heiß gespült, dann wird die Wäsche ausgewrungen und unter Zusatz des Spülmittels noch mal gespült.
Dem Spülmittel kann auch zur Erhöhung des Weissgehaltes Waschblau zugesetzt werden. Neuerdings wurde erkannt, dass Fluorescenzfarbstoffe z.B. Stilben- oder Imidazolderivate den Wasch- oder alkalischen Spülmitteln zugesetzt, ein dem Auge besonders angenehmes bläuliches Weiß erzielen. Es ist dies aber nur bei Geweben der Fall, welche noch nicht stark verkrustet sind. Verkrustete Gewebe vergrauen bei dem genannten Zusatz stärker. Wird aber die Verkrustung nach der Erfindung gelöst, so wirkt sich der Zusatz der genannten Farbstoffe zum neuen Spülmittel sehr günstig aus.
Zum Spülen kommen auf 10 l Wasser etwa 10-15 g Spülmittel, welche Menge für 1-1,5 kg Wäsche ausreicht. Die Grösse der Tabletten kann den genannten Zahlen angepasst werden.
Nach der Behandlung mit dem neuen Spülmittel wird am besten nochmals gründlich kalt ohne Zusatz irgendwelcher Stoffe nachgespült. Das Spülmittel kann auch für andere Zwecke Verwendung finden, um schwer lösliche Carbonate, Silicate oder dergleichen in Lösung zu bringen. Dem Mittel können Stoffe, wie z.B. reduzierende Verbindungen, wie Hydrosulfit oder Natriumsulfit sowie auch oxydierende Stoffe, z.B. Alkalipercarbonat oder -persilicat zugesetzt werden. Die Bleichmittel werden dadurch stabilisiert und wirken sich bei der Anwendung günstiger aus. Ebenso können ihm säurebeständige Farbstoffe, wie Patentblau, Wasserblau und dergleichen zugegeben werden, welche eine Überdosierung erkennen und vermeiden lassen. Die Spülmittel mit einem Gehalt an Natriumbicarbonat sind den bicarbonatfreien überlegen, weil sie handlicher und ungefährlicher sowie leichter zu verpacken und zu lagern sind.
Es sollen noch einige Zusammenstellungen angegeben werden, mit welchen das Verfahren ausgeübt werden kann.
1. 60 Teile Natriumbisulfat, 20 Teile Natriumsulfat, 20 Teile Natriumbicarbonat.
2. 75 Teile Natriumbisulfat, 25 Teile Natriumbicarbonat, 1-5 Teile Mononatriumorthophosphat oder 1-5 Teile Natriumbifluorid.
3. 1360 g Natriumacetat werden mit 600 g Eisessig auf 100° erwärmt, kristallisieren lassen und abgeschleudert.
4. 600 g Natriumformiat werden mit 460 g Ameisensäure vermischt, zur Kristallisation gebracht und mit 360 g Natriumbicarbonat oder einer entsprechenden Menge Ammoniumbicarbonat vermischt.
5. 70 Teile Natriumbisulfat, 5 Teile Natriumbioxalat, 10 Teile Natriumacetat, 15 Teile Natriumcitrat.
6. 70 Teile Natriumbisulfat, 30 Teile Natriumbicarbonat, 0,3-1 Teil eines fluorescierenden Farbstoffs.
7. 80 Teile Natriumbisulfat, 15 Teile Natriumbicarbonat, 5 Teile Natriumpercarbonat.

Claims (3)

1. Verfahren zum Spülen von mit Seife oder synthetischen Waschmitteln behandelten Textilien, gekennzeichnet durch den Zusatz eines sauer reagierenden Stoffs in solchen Mengen zum Spülwasser, dass aus auf der Wäsche abgelagerten und im Spülwasser vorhandenen bzw. aus gleichzeitig zugesetzten Carbonaten ein pH-Wert von etwa 7 erreicht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Zusatz von sauren Salzen anorganischer oder organischer Säuren oder organischen Säuren selbst vorzugsweise von Natriumbisulfat zusammen mit Natriumbicarbonat.
3. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch den Zusatz von fluoreszierenden Farbstoffen und bzw. oder von oxydierenden oder reduzierenden Bleichmitteln und bzw. oder von einem geringen Gehalt an oxäthylierten Produkten.

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