DEP0000116BA - Verfahren und Vorrichtung zum drucklosen Verfestigen kleinkörniger und/oder faseriger Brennstoffe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum drucklosen Verfestigen kleinkörniger und/oder faseriger Brennstoffe

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DEP0000116BA
DEP0000116BA DEP0000116BA DE P0000116B A DEP0000116B A DE P0000116BA DE P0000116B A DEP0000116B A DE P0000116BA
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DE
Germany
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fuel
fuels
grain
small
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Application number
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English (en)
Inventor
Karl Buchenberg über Frankenber Warzilek (Hess.)DE
Original Assignee
Warzilek, Karl, Buchenberg über Frankenberg (Hess.)
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Description

Verfahren und Jjjbnrichtung zum drucklosen ,,Ver^sj^igen kleinkörniger und/oder faseriger Brennstoffe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, kleinkörnige Brennstoffe einschließlich Staub und Schlamm, besonders auch in Form von Überresten bereits veredelter Brennstoffe z.B. Braun- und Steinkohlen-
Schwelkoks, Torf, Gas- und Hüttenkoks, ferner faserige Brennstoffe allein oder, mit anderen Brennstoffen so zusammenzusetzen und ohne diese zu pressen derart in eine stückige Form zu bringen, dass die Brennstoffe nicht nur für gewöhnliche Heizzwecke, sondern auch als Generatorkraftstoff verwendet'"werden können. Das zum Verfestigen kleinkörniger oder" faseriger Brennstoffe der genannten Arten am"
häufigsten angewandte Verfahren des Pressens zu Briketts erfordert einerseits verhältnismässig schwere und damit kostspielige Fabrikationseinrichtungen und führt andererseits zu einer so starken Verdichtung der Brennstoffe, dass diese nur beschränkt verwendbar sind. Es sind deshalb auch bereits verschiedene Verfahren bekannt geworden, um die genannten Brennstoffe ohne Anwendung einer Pressung mit Hilfe von Bindemitbein z.B. im Giessverfahren herzustellen. Ein weiteres besonders fur die Herstellung von aus einem Kern und Mantel verschiedener Brennst off zusammensetzung be stehend e/jjeueranziind-erhbestimmtes Verfahren besteht -gersrr&r darin, dass die Kernmasse, welcher zweckmassig faserige Brennstoffe, z.B. Torf, zugesetzt sind, und die Mantelmasse, welcher zweckmäsaig faserige Brennstoffe und Bindemittel, z.B. Naphthalin, zugesetzt sind, in getrennten, zweckmässig gleichachsigen Rohren gefördert und während der Förderung derart vereinigt werden, dass siclr die Mantelmasse gleichmassig um den Kern herumlegt, wobei während und an der Stelle der Vereinigung kurzzeitige Erwärmung des Mantels erfolgt. Dieses Verfahren, das sich für die Herstellung der immer nur in kleineren Mengen benötigten Feueranzünder sehr bewahrt.hat,"kann jedoch nur unte-r Verwendung von thermoplastischen Bindemitteln ausgeführt
werden und erfordert ausserdem einen laufenden Aufwand an Energie zum vorübergehenden Ervfärmen der Bindemittel.
Die Erfindung besteht nun darin, dass zum drucklosen Verfestigen kleinkörniger unä/oäer faseriger Brennstoffe diesen Brennstoffen ein bei Wasserzutritt erhärtendes Bindemittel, vorzugsweise Gips, beigemischt und das Gemisch unter Zusatz von 11ZaSser zu einem endlosen Strang geformt wird. Durch die^se Herstellungsweise gelinagt es,Brennstoffe der genannten Art mit geringstem Kostenaufwand für die Bindemittel und mit einfachsten Vorrichtungen zu verfestigen, wobei die Verwendung eines hitzebestandigen Bindemittels noch den besonderen Vorteil bietet, dass die Brennstoffe wahrend des Verbrennungsprozesses ihre stückige Form weitgehend behalten, was für die Benutzung als -Generätorkraftstoff wesentlich ist.
Irn weiteren Ausbau des erfindungsgemassen Verfahrens ist es besonders vorteilhaft, bei einem' in an sich bekannter Weise aus einem Kern und einem Mantel verschiedener Zusammensetzung bestehenden Brennst οf:§nur dem Mantelbrennstof f ein bei Wasserzutritt erhärten™ des Bindemittel, vorzugsweise Gips, beizumengen. Auf diese Teise kann der Bindemittelverbrauch erheblich verringert werden, sodass auch die bei dem neuen Verfahren unvermeidbare Erhöhung des Ascheante ils in -UÄ&ööaäiiTrhen Grenzen gehalten wird.
Für die Verwendung der nach dem neuen Verfahren hergestellten ' Brennstoffe als G-enerat~orkraftstoffe ist es schließlich zweokmässig, den verfestigten Brennstoff anschj-iessend einer-S^p-Taaaaisr^&rcmg zu unterwerfen. Auf diese 1VeXse lässt sich aus faserigen Brennstoffen, H.B-. Säge me IlL7 ein holzkohlenähnlicher Brennstoff gewinnen, der
sich "bekanntlich besonders gut fur Gene rat orzweoke eignet.
eitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sxch aus der
nachf Qlgenden Beschreibung eines Aus fahrung sbe i spiels einer Mrfrich tung zur Durchführung des Verfahrens an Hand der zugehörigen Zeichnung. In dieser zeigen im einzelnen:
Abb. 1 einen Längsschnitt durch die Vorrichtung, Abb. 2s die gleiche Vorrichtung in Ansicht aus der
.Richtung JEI,
Abb. 3 einen-Teilschnitt· durch das äussere Eohr (6), Abb. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV de.r Abb. 3, Abb. 5 einen Längsschnitt durch einen mit aer Vorrichtung nach den Abb. 1.bis 4 hergestellten Brennstoffstrang und
Abb. 6 Querschnitte durch zwei Brennstoffstrange und 7 mit unterschiedlichen Kern- und Mantelumrissen.
Die Vorrichtung besteht aus einem Fussgestell 1, das aus einem Stuck-mit dem Fülltrichter 2 gegossen ist. Der Fülltrichter ist in" zwei Hämmern 3 und 4 aufgeteilt, welche zum Einfüllen der Brennstoffe dienen. Unterhalb des Fülltrichters sind zwei Rohre 5 und 6 konzentrisch angeordnet, die durch je eine Leitung 7 bezw. 8 mit den entsprechenden Kammern 3 bzw. 4 des Fülltrichters in Verbindung stehen. In jedem Rohre 5 und 6 ist eine Förderschnecke 9 bzw. 10 drehbar angeordnet, die die · Brennstoffe in Richtung auf die Aus-strittsbuchsen 11 bzw. 12 zu bewegen. Der gemeinsame Antrieb der Förderschnecken kann auf beliebige Weise erfolgen, beispielswei se mittels eines Elektromotors. Zwischen die Bohre 5 und 6 und die Au-strittsbuchsen sind trichterförmige Verbindungsstücke 13 und 14
eingeschaltet. ■ Das vordere Ende des .äüsseren Rohres 6' ist mit - " '--'■':.' einem .Wassersamnielräum 16 ■-umgeben.,, dem das Wasser durch έ ine-'; ' ■ '■■■'·■ Leitung 17 mit' zwi sehe nge se halteten Einst el-lhahn· 18'. zugeführt■ .'-;:■■ .wird· Wie in' den yer'grösserteTi Schnittaeichnungen. (Abt).' 3 und 4) ;.. - veranschaulicht ,'■ sind/auf der ^Innenseite des'ausseren.Bohres 6- .■ ■ ■■-■wendelförmig^ Nuten;. 19 änge ordnet',' /in- 'a ie das'Wasser yon dem ; Sam~
■'•nie !raum 16 durch· konisch- geformte ■ Offnungen 20 e-ihtritt., Wie Mn--.·.·..
den Abb. 5: "bis 7 - veranschaulicht, wird mit Hilfe \der dargestellten··-.
Verrichtung .der pmit einem bei' Wasserzutritt erhärtenden.'Bindemitter '-versehene- und. durc-li' die, Wassereintrlttö.ffnungen■ 20^uhd■ wendelfö'rmige ' Nuten.' 19' ange-f eucht e t e Brennst of f. ■ in. Porni/e ine's" ■ Jlant eis . 21 um -d en ·. "■ .'■■' Kernbrennstoff '22 ' herumgelegt „'ün'd" tritt, mit diesem" gemeinsam' in- .·':.'.'
■ Strangform'-'durch die' Austrattsbuchse·. 11 'aus. -Während dieser Form™. ■"'■;' • gebung ■ findet' bereits eine" vorläufige" Abbindung 'des Bind-emittels . ; '..■ statt. 'Um-. dem- Mantel •G-eiegenheit zu geben/"durch 'Berührung -mit":der.
.Luft weiter auszutrocknen und zu erhärten," ist in; Verlängerung'der ■ ■Austrittsbuchse ■ 1-1 eine.. :obeh offene Pührungsrinne 23 aiigeOrdnet, di:e ein ',vorzeitiges ;■■ Abbrechen -,de s Stränge s, verhiiLdert o Durch entsprechende-Formgebung,, der, Aüstrit:tsbuGhsen-:ir. und '-12. könneii -Mantel-'und J -Kern mit:,·beliebig geformten -Querschnitten, hergestellt werden, -von- · denen in -Abb.- .6.und- 7' 'zwei'. Aus führung sbe'i spie i.e dargestellt sind'... Zur Erhöhung der , Brennst off erzeugung ist' es'im allgemeinen zweck» . ■.massig, 'einem .Fülltrichter mehrere, z.B. viör.Fördere-inr'iehtungen \. :■■
■ mit-'gerne in.sameili Antrieb, zuau ordnen.': - - .
Beispiele;
:Dem Kohl eh schlamm wird- -nach Bedarf soviel Kohlenstaub, · Sägemehl .'. : ·
■ -oder kleinkörnige': Kohle .zügesetzt-, -bis- eine;.knetbare'' Konsistenz .. ·. erreicht.' ist. ' Eine- au a... 100 -Teilen'.. dieses" plastischen Jiohlenschlarams-
' bestehende__.Kernmasse ,wird mit·, einem Mantel bestehende aus. ;85 ,Teilen·- 1
getrockneten .Kohle η se hl amins, 15 Teilen Gips und'dem . erfor--' " Verliehen Wasser umgeben "und /der; so lie rge stellte, 'strarig.' ..■'- ■ nach dem Erhärten des'Mantels in beliebige" Ab schnitte zerlegt.
Ein Kernbrennstoff bestehend aus .70" Teilen Icle Inkörniger' Kohle 'und ; 3D Teiloh Kohlenstaub oder Sägemehl- (mit "Wasser angefeuchtet;) und;- ;' ein Man^telbrennstoff be-stehend; aus . 65 Te ilen· ■ Kohlenstaub", 20 Teilen ■Sägemehl ,oder Torf tyad 15 Teilen 'Gips mit dem /erforderlichen. Wasser werden zu einem ge mein se haft l'ic he η Brennstoffstrang, yere-inigt., /der nach' dem'.Erhärten- "des 'Mantel's' :·in ^beliebige Teilstücke1 zerlegt' wird.
Ein" Kernbrennstoff bestehend aus :i.0Ö Te.ilen "Sägemehl, oder Torf .-'Λ.'; (angefeuchtet) .und1-ein .Mantelbr'e'niistoff bestehend aus 85 teilen : Sägemehl und·. 15'·,Teilen Gipa'-tiiit "dem erforderlichen- Wasser-;werden "zu. e'inem' gerne in se ha ft lic he h- Brennstoff strang .^e-relnigt,; der .nach ' ■ dem Erhärten de.s Mantels- in ■ beliebige' Teilstücke verlegt .wird. ■■',.'.;
. Patentansprüche:

Claims (1)

  1. Pat ent a ns ρ r ü c_ h e
    Verfahren zum drucklosen Verfestigen kleinkörniger und/oder faseriger Brennstoffe unter Verwendung eines Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, dass den kleinkörnigen und/oder faserigen Brennstoffen ein bei Vasserzutritt erhärtendes Bindemittel, vorzugsweise Gips, beigemischt und das Gemisch unter Zusatz von JTasser zu einem endlosen Strang geformt wird.
    Verfahren nach Anspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, dass bei einem 'in an sich bekannter Weise aus einem Kern und einem Mantel verschiedener Zusammensetzung bestehenden Brennstoff nur dem Man telbrennstoff ein bei Wasserzutritt erhärtendes Bindemittel, vorzugsweise Gips, beigemengt wird.
    Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der verfestigte Brennstoff anschliessend unterworfen wird.
    4^ Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ahspriiche 1 bis 3? gekennzeichnet durch zwei oder mehrere konzentrische mit je einer Fördervorrichtung fur den Brennstoff vei sehene Rohre, welche in eine gemeinsame Austrittsbuchse munden.
    59=· UAa.rich.tung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des Förderrohres für denvm.it den Bindemittel|-ver~~
    'mi se lit en 'Brennstoff Jwenäelförmige -Nuten (19) auf weist"," in ;d±e, das Wasser .durch, vorzugsweise .konisch 'geformte 'Öffnungen '(.2Q) -eintritt.-, "·
    Vorrichtung nach ■ einem/der.-vorhergehenden Ansprüche , ■ dadurch : -ge Ice nnz eic hne t, dass -sich an die Austritt sbuchse (11 )■ eine ·■■.'--oben offene'■. Pühruhgsf ihne' (23) für den\ Brennstoff anschliesst-..

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