DEN0010295MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. März 1955 Bekanntgemacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Glimmentladungsröhre als wirksames Element in einer
elektrischen Schaltung, z. B. in einem selbsttätigen Fernsprechvermittlungsamt.
Bei Schaltungen mit Glimmentladungsröhren wird häufig der beim Zünden auftretende Spannungsimpuls
in der Anoden- öder Kathodenzuleitung dadurch z. B. für die Zündung weiterer Entladungsröhren
benutzt, daß der Spannungsimpuls der Haupt- oder der Hilfsanode der zu zündenden
Röhre zugeführt wird.
Der beim Zünden einer Glimmentladungsröhre in der Anoden- oder Kathodenzuleitung auftretende
Spannungsimpuls ist höchstens gleich dem Unterschied zwischen der Zündspannung und der Brennspannung.
Dieser Unterschied ist bei vielen bekannten Glimmentladungsröhren im allgemeinen
viel geringer als die doppelte· Brennspannung, ein
Wert, der für viele Anwendungen, wie oben erwähnt, zu niedrig ist, da die Wirkung der mit
einer solchen Röhre versehenen Vorrichtung leicht gestört werden kann.
Die Erfindung bezweckt, die Anwendbarkeit von Glimmentladungsröhren in elektrischen Schaltungen
zu erhöhen.
Bei einer Glimmentladungsröhre als· wirksames
Element in einer elektrischen Schaltung ist nach der Erfindung die Röhre mit dem Edelgas Neon
609 580/389
N 10295 VIIIc/21g
oder Helium gefüllt, und: das Produkt von Gasdruck und Abstand zwischen den Hauptelektroden
ist derart, daß sich die Anode im Fairadayschen Dunkelraum befindet mit beim normalen Betriebsstrom
vollständig entwickelten Anodenfall, ohne daß eine Säulenentladung auftritt.
Die Erfindung macht von der bekannten Tatsache Gebrauch, daß die Brennspannung einer
Glimmentladung in Neon oder Helium bei Zunähme dfes Produktes von Gasdruck und Elektrodenabstand
dadurch erhöht wird, daß ein Anodenfall auftritt, bevor die Säule gebildet wird, und
ohne daß eine Schwingung auftritt. Hierbei ist das Verhältnis zwischen der Zündspannung und der
Brennspannung verhältnismäßig hoch und die Impedanz der Röhre für Tonfrequenzen ist dennoch
nicht höher als bei geringem Abstand Anode — Kathode. Bei den bekannten Röhren
wird der Bereich des Anodenfalles gerade vermieden, da bei anfangendem Anodenfall die Impedanz
sehr hoch werden kann.
Das Produkt von Abstand und Druck wird vorzugsweise derart gewählt, daß das Verhältnis
zwischen der Zündspannung und der Brennspannung wenigstens 3,5 beträgt. Der bei der Zündung
auftretende Spannungsimpuls kann auch das 2,5-fache der Brennspannung betragen, die außerdem
in diesem Falle höher als ohne Vorhandensein von Anodenfall ist. Bei sorgfältigem Aufbau und falls
gegen eine höhere Wechselstromimpedanz der Entladungsröhre keine Bedenken bestehen, kann das
Verhältnis bis zu einem Faktor 6 gewählt werden. Die Erfindung wird an Hand des nachfolgenden
Ausfü'hrangsbeispiels näher erläutert.
Eine Glimmentladungsröhre ist mit Helium von 13 mm Quecksilbersäule gefüllt, und die
Hauptelektroden bestehen aus zwei kreisförmigen Nickelplatten von 30 mm im Durchmesser, die
mit Barium-Strontiumoxyd bedeckt sind. Bei einem Elektrodenabstand von 33,5 mm betragen; die
Durchschlags- und die Brennspannung 380 bzw. 89,3 Volt, was einem Verhältnis von 4,3 entspricht.
Bei einem Elektrodenabstand von 18,5 mm betragen diese Spannungein 257 bzw. 87,8 Volt, und das
Verhältnis ist 2,9. Der Anodenfall ist dabei noch nicht völlig entwickelt. Bei einem Elektrodenabstand
von 10,5 mm betragen die Durchschlags-
und die Brennspannung 181 bzw. 63,7 Volt, und das Verhältnis ist 2,8. Der normale Betriebsstrom
beträgt 10 mA. .
Claims (2)
1. Glimmentladungsröhre als wirksames Element in einer elektrischen Schaltung, da- '
durch gekennzeichnet, daß die Röhre mit dem Edelgas Neon oder Hedium gefüllt ist und das
Produkt von Gasdruck und Abstand zwischen den Hauptelektroden derart ist, daß sich die
,Anode im Faradayschen Dunkelraum mit beim normalen Betriebsstrom völlig entwickeltem
Anodenfall befindet, ohne daß eine Säulenentladung auftritt.
2. Glimmentladungsröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
zwischen der Zündspannung und der Brennspannung zwischen 3,5 und 6 liegt.
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