DEN0006049MA - - Google Patents

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DEN0006049MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. September 1952 Bekanntgemacht am 3. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
.j Die Anwendung von feuerverzögernden Mitteln, entweder für sich oder mit Pigmenten gemischt, ist bekannt. Diese Mittel werden auf die zu schützenden Materialien z. B. aufgestrichen und verzögern die Ausbreitung des Feuers. Sie enthalten Salze anorganischer und organischer Säuren, insbesondere Silicate (sog. Wasserglas), Ammonium- und Alkalisalze von Mineralsäuren, wie Phosphorsäure, Schwefelsäure, Salzsäure und Borsäure, die jedoch sämtlich
ίο wasserlöslich sind, wodurch sich Nachteile ergeben. Diese Nachteile hat man z. B. dadurch behoben, daß eine wasserunlösliche komplexe Ammoniumverbindung einem Bindemittel zugesetzt wird. Infolge Unlöslichkeit der verwendeten Verbindungen in Wasser beeinflussen Feuchtigkeit und bzw. oder Wasserdampf die Lebensdauer der aufgetragenen Schichten nicht, so daß solche Schichten unter fast allen atmosphärischen Verhältnissen aufgebracht werden können. Man kann auch auf diese Schichten normale Farben ohne Eintritt einer vorzeitigen Zer-Störung auftragen. Durch den Ammoniumgehalt der komplexen Verbindungen entwickelt sich in der Hitze Ammoniakgas, so daß sich Blasen bilden. Gleichzeitig entsteht mehr oder weniger Wasserdampf vorwiegend aus dem Kristallwasser der Verbindungen.
Nachfolgend sind einige unlösliche Ammoniumverbindungen angegeben: Magnesiumammoniumphosphat, Manganammoniumphosphat, Zinkammonium-
509 578/134
N 6049 IVc/22g
phosphat, ChiomilK'Xaniinpheisphat, Ammoniumcalciuiiiarsenat, Aminoniuniplie)S])he)rmt)lybdat, CaI-ciumanunoniuniferreicyanid st)wie verschiedene Kobaltainine·.
Als Bindemittel kann man in eier Farbtechnik übliche Bindemittel verwe'iielen, z. 15. elas ve>n alters her bekannte· Leintil. Ebenso eignen sich jedoch auch andere· l-iineleinittcl, wie Chlor-Kautschuk, PoIyvinyle-liloritl und Phlhalatharze. Derartige- Bindeniitle1! ergeben mit den wasserunlöslichen Ammoniumverbindungen nach ele-r Trocknung Schichten, die· bei Erhitzung unter Blasenbilelung zeistöri werden. Die· Blasenbildung wirel durch Ye-rgröße umg der FiImschiclildicke", z. B. durch Auftrag von zwei oder mehr Schichten des Flammschutzmittel eider durch Abelecken ele'i' feuirvtrzögirnelin Schicht mit einer oeler mehreren normalen Farbschie'hten, gefördert.
Ge-inäß eier Erliiielung werden elie· durch die unlöslichen Ammoniumverbindungen erzielten feuervvrzögei nelen Eigenschaften durch Vermischen mit praktisch unlöslichen Nitrilen, Nitraten und bzw. oelcr organischen Verbinelunge-n mit e'iner Nitro-Iizw. Nitre)sogni])])e· verbe'sse rt.
Diese Zusätze haben folgt nele Wirkung: Bei der durch elen Brand hervorgerufenen Temperatursteigerung wirel Stickstoff gebildet, eier zur Blasenbilelung beiträgt. Dei' fivi werdende' Sauerstoff oxydiert elie Aimneiniumgnippem bzw. elas bereits gebilde-te1 Ammoniakgas zu hau])tsächlich Stickstoff unel Wasserilampf, die das Löschen fördern. Damit kein freier Sauerstoff verbleibt, müssen elie Ammoniumverbindungen im Überschuß über tue Stoffe- mit nitrosen Gruppen vorhanden sein.
Geeignete· Yirbineluiigen sind z. B.: Kobalttrubieliuinnitrit, Sillurnitnt, Kaliumkeibaltnitrit, Wismut-(ixynitral, Kobaltnitroferiocyaniel, Nitroguanidin, Ni-(roharnstoff seiwie· Nitrose)guanidin.
Man kann elie Mischunge'ii gemäß eier Erfindung für sich als feuervt lzögt rnele· Schicht auftragen oeler aber auch Pigmente· unel grgcbemenfalls F'üllstoffe· zusetzen. Man kann auch nachträglich andere !•'arbschichten aufhingt n.
Die fetierveizögemele Eigenschaft kann weiter erheblich verbessert wtreltn, wenn unlösliche saure Salze·, elie· bei Erhitzen Säuren bilden, zugesetzt werden, wie saure' Salze eier Phosphorsäure, Schwefelsäure· und Borsäure·.
Die'se· sauren Salze sollen wasserunlöslich sein, um den nachteiligen Einfluß vem Wasser und Wasserdampf auszuschlie-ße'ii.
Als Beispiele· für solche wasserunlöslichen sauren Salze seien genannt: se'k. Magnesiumorthophosphat, se'k. Galciumeirtlmpheisphat, prim. Calciumorthophexsphat, sek. Bariumorthophosphat, sek. Zinne>rthoplieisphat, Bleibisulfat, saures Manganborat und saure Calciuinborate·.
Die· Verwendung eier Mitte-1 gemäß der Erfindung beschränkt sich nicht nur auf brennbares Material, wie· He)Iz, Faserplatten, Karton u. dgl. Stoffe, st>ndern ist auch be'i Metallen nützlich, eieren Temperatur durch die wärmeisolierenden Eigenschaften der bei der Zerstörung des Flammschutzmittel gebildeten gasgefüllten Blasen niedriger gehalten wird.
Die folgenden Vergleichsveisuche zeigen die Überlegenheit der Flammschutzmittel mit den erfindungsgemäßen Zusätzen gegenüber den bisher bekannten Mitteln. Die· für die Versuche verwendetem Flammschutzmittel bestanden aus 62,5 Teilen Bindemittellösung und 37,5 Teilen der nachstehenden Gemische:
Aluminiumoxydhydrat
BenttHiit
Titanwe-iß 99 °/0
Blanc fixe (BaSO4)...
Magnesiumammonium-
jihosphat
Kobaltnitrit
Wismutoxynitrat
Nitroguanidin
Memocalciumphosphat .
I II in IV
3 3 3 3
I I I I
1.5 1,5 i,5 !,5
15 9 9 9
17 17 17 17
6
f>
β
i,5 6
17
6
Versuch A I II III IV V
Verkohlung 16 13 IO 5 6,5 3
Das Bindemittel bestand aus 25 Teilen Chlorkautschuk, 25 Teilen Alkydharz, 20 Teilen Xylol, 20 Teilen Testbenzin, 15 Teilen Äthylenglycol und 5 Teilen Blei-Mangansikkativ.
Für die Versuche wurden sechs Bretter mit einer Schicht der flammschützenden Farbe bedeckt und danach mit einer Schicht phthalathaltiger Grundfarbe und einer- Schicht phthalathaltiger Deckfarbe versehen. Ein Brett (A) blieb unbemandelt.
Die verschiedenen Bretter wurden im Brennapparat der New York Club Federation of Paint and Varnish Production Clubs dem Feuer einer bestimmten Gcwichtsmenge Brennstoff ausgesetzt und danach die Gewichtsmenge des durch das Feuer zerstörtem Holzes gemessen. Es wurden folgende; Ergebnisse erhalten:

Claims (2)

105 Pate N ta N s p R 0 c 11K:
ι. Streichbare oder verspritzbare Flammschutz- i mittel aus wasserunlöslichen komplexen Ammo- * niumverbindungen, einem Bindemittel und gegebenenfalls Pigmenten, gekennzeichnet durch lJh einen Gehalt an wasserunlöslichen anorganischen Nitriten oder Nitraten und bzw. oder organischen Verbindungen mit einer Nitro- bzw. Nitrosogruppc.
2. Flammschutzmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Zusatz wasserunlöslicher saurer Salze.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 818 067, Kl. 22 g;
USA.-Patentschrift Nr. 2 530 458.
O 509 578 134 10.55

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