DEM0024008MA - - Google Patents
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Description
[JNDESREFÜBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. August 1954 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Zum Übertragen von größeren Beweguingskräften wird häufig eine Zahnstange als Triebwerkselement verwendet, da sie in jeder Bewegungsrichtung
kraftschlüssig ist. Die Zahnstange kann gerade oder gekrümmt sein. Die Führung der geraden
Zahnstange erfolgt durch zwei Gegenrollen, die um die Ritzelachse schwenkbar gelagert sind und auf
dem geraden Rücken der Zahnstange laufen. Diese pendelnden Gegenrollen haben den Nachteil, daß sie
auch bei günstigster Anordnung der Rollen als Selbstsperrgetriebe wirken können. Bei der gekrümmten
Zahnstange ist zur Führung eine besondere Führungsbahn erforderlich, die einen erheblichen
Aufwand an schwer anzufertigenden Konstruktionsteilen bedingt. .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Führung einer zum Antrieb für durch Schwenken
bewegte Körper, insbesondere für eine Klappbrücke, dienenden Zahnstange, deren freies Ende um ihren
Angriffspunkt kreisförmig gekrümmt ist, zu verbessern. Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß
der Erfindung die Zahnstange nur von einer festen oder federnden Gegenrolle geführt, und die als
Laufbahn für die Gegenrolle dienende äußere Umgrenzung der Zahnstange ist so gestaltet, daß in
allen Stellungen der ,Zahnstange eine Berührung
509 658/100
M 24008 V/19 d
zwischen dieser und der Gegenrolle stattfindet. Durch die Verwendung nur einer Gegenrolle tritt
bei der Führung der Zahnstange niemals ein Klemmen ein. Die eine Gegenrolle ist ein einfaches Konstruktionselement,
deren feste oder federnde Lagerung keine Schwierigkeiten bereitet. Ebenso ist die
Ausbildung' der äußeren Umgrenzung der Zahnstange als Führungsbahn nach der vorher festgelegten
Kurve leicht. Durch die gekrümmte Form
ίο der Zahnstange wird der Geschwindigkeitsverlauf
beim Betätigen der Brücke günstig, d.h., es treten keine großen Beschleunigungskräfte auf. Auch das
Aufsetzen der Brücke auf ihre Lager erfolgt weich, wobei ein Nachlauf des Getriebes ohne schädliche
Wirkungen möglich ist. Die Gegenrolle bewirkt in der Verkehrslage der Brücke eine selbsttätige Verriegelung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung bei einer Klappbrücke schematisch dar-
«o gestellt. Es zeigt
Fig. ι die Seitenansicht der Klappbrücke, die von
einer gekrümmten Zahnstange angetrieben wird, Fig. 2 die Seitenansicht des gekrümmten Teiles
der Zahnstange mit Führungsrolle in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in
Fig. 2 und
Fig. 4 den Verlauf der Geschwindigkeitskurve der Klappensitze bei der Betätigung der Brücke.
Die um die feste Achse 1 schwenkbare Brückenklappe 2 liegt nach Fig. 1 in der Verkehrslage auf
den Auflagern 3, 4 auf. Ihr Gewicht wird durch Gegengewichte (nicht dargestellt) ausgeglichen, die
je an dem einen Ende von zu beiden -Seiten der Brücke in kräftigen Ständern 5 gelagerten doppelarmigen
Hebeln 6 angeordnet sind. Das andere Ende der Hebel 6 ist durch Lenker 7 mit der
Brückenklappe 2 gelenkig verbunden.
Der Antrieb der Brückenklappe 2 erfolgt auf einer Seite durch eine bei 8 an ihr angelenkte Zahnstange
9, deren freies Ende um ihren Angriffspunkt 8 kreisförmig gekrümmt ist. In ihre auf der
Innenseite liegenden Zähne 10 greift ein Ritzel 11 ein, das an dem betreffenden Ständer 5 gelagert
ist und von einem zweckmäßig im Ständer untergebrachten Antrieb in der einen oder anderen Richtung
gedreht wird. Zur Führung der Zahnstange 9 dient gemäß der Erfindung eine auf ihrer äußeren
Umgrenzung 12 bzw. auf ihrem Rücken laufende Gegenrolle 13, die ebenfalls am Ständer 5 fest oder
federnd gelagert ist. Hierbei ist die äußere Umgrenzung 12- so gestaltet (kurvenförmig), daß in
allen Stellungen der Zahnstange 9 eine Berührung zwischen dieser und der Gegenrolle 13 stattfindet.
Die geöffnete Stellung der BrückenMappe 2 ist in Fig. ι gestrichelt eingezeichnet. Bei größeren
Brücken wird der Zahnstangenantrieb doppelt vorgesehen, d. h. auf jeder Brückenseite ein Antrieb.
Um eine besondere Verriegelung der Brückenklappe 2 zu sparen, wird die Klappenspitze 14 in
der in Fig. 1 gezeichneten Verkehrslage auf das Auflager 3 gedrückt. Zu diesem Zweck wird in den
Gelenkanschluß 8 ein Exzenterbolzen (nicht dargestellt) eingebaut, der bei der Montage so gedreht
wird, daß die Reaktion der Abstützung des gekrümmten Teiles der Zahnstange 9 an der Gegenrolle
13 über die elastische Brückenklappe 2 auf das Auflager 3 übertragen wird. Dabei darf jedoch die
Innenseite der Zahnstange im Bereich ihres gekrümmten Teiles die Ritzelnabe 15 nicht berühren.
Wenn daher nach Fig. 3 der Querschnitt der Zahnstange 9 U-förmig ist, dann muß in diesem Bereich
zwischen den Seitenteilen 16 des Zahnstangenkörpers und der Ritzelnabe 15 ein geringes Spiel 17
vorhanden sein. Die U-förmige Quierschnittsausbildung der Zahnstange hat den Vorteil, daß in ihrem
geraden Teil die Ritzelnabe 15 auf den Seitenteilen 16 abrollen kann, so daß die Zahnstange 9 auch auf
der Innenseite sicher geführt wird.
Die Geschwindigkeitskurve der Klappenspitze 14 verläuft etwa wie in Fig. 4 dargestellt. Die Geschwindigkeit
der Brücke wird beim Schließen im Abschnitt α rasch verzögert und nimmt dann im
Abschnitt b langsam bis zu Null ab. Beim Öffnen der Brücke ist der Geschwindigkeitsverlauf umgekehrt.
Die federnde Lagerung der Gegenrolle 13 kann
in beliebiger Weise ausgeführt sein, beispielsweise kann die Rolle an" dem einen Ende eines doppelarmigen
Hebels gelagert sein, dessen anderes Ende zwischen zwei Anschlägen unter der Wirkung einer
Feder schwingen kann.
Claims (2)
1. Antrieb, für durch Schwenken bewegte
Körper, insbesondere für eine Klappbrücke,
' mittels einer Zahnstange, deren freies Ende um ihren Angriffspunkt kreisförmig gekrümmt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstange (9) nur von einer festen oder federnden Gegenrolle
(13) geführt wird und die als Laufbahn für die Gegenrolle (13) dienende äußere Umgrenzung
(12) der Zahnstange (9) so gestaltet ist, daß in allen Stellungen der Zahnstange (9) eine Berührung
zwischen dieser und der Gegenrolle (13) stattfindet.
2. Antrieb nach Anspruch 1 mit einer Zahnstange von U-förmigem Querschnitt, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich des freien Endes der Zahnstange (9) zwischen der Ritzelnabe
(15) und den beiden Seitenteilen (16) des Zahnstangenkörpers
(9) ein geringes Spiel (17) vorhanden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungein
© 509 658/100 2.56
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