DEM0023133MA - - Google Patents

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DEM0023133MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Mai 1954 Bekanntgeniacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Der Bau von M ehrstempelst rangpress en ist um so wirtschaftlicher, je mehr es gelingt, die äußeren Abmessungen, besonders die Baubreite der ganzen Presse, zu verringern und damit eine entsprechende Gewichtsersparnis zu erzielen. Um dieser Forderung gerecht zu werden, hat man schon verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen bzw. angewendet, die jedoch nicht zu einem vollkommen befriedigenden Ergebnis geführt haben. Bei Drillingspressen, ist zwar die dreifach, gekröpfte Kurbelwelle lediglich in zwei äußeren Lagern und somit in vorteilhafter Weise statisch bestimmt gelagert; jedoch konnte bisher der seitliche Abstand der Preß stempel nicht so weit vermindert werden, wie es die Gestaltung der Kurbelwelle mit Rücksieht auf ihre Beanspruchung an. sich zulassen würde, weil eine bestimmte Wandstärke zwischen den im gußeisernen Preßkopf nebeneinanderliegenden Formzeugkanälen aus Festigkeitsgründen nicht unterschritten werden darf. Man muß sich also· bei der Bemessung des seitlichen Abstandes zwischen den Kurbelmitten der Kurbelwelle nach dem geringsten zulässigen Abstand zwischen den Formzeugkanälen. im Preßkopf richten; dadurch ist die Mindestbaubreite! sowohl des Preßkopfes als auch des ganzen Pressenrahmens bestimmt.
Um die Baubreite des Preßkopfes einer Drillingspresse zu vermindern, hat man vorgeschlagen,
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den Unterteil des Preßkopfes aus Gußeisen, aber ohne Zwischenwände für die Formzeugkanäle, und die Deckplatte des Preßkopfes aus Stahlguß her-
:' zustellen, wobei die die Formzeugkanäle vonein-
, 5 ,ander trennenden Zwischenwände an die Deckplatte 'angegossen werden, also ebenso wie. die Deckplatte aus Stahlguß bestehen und somit schwächer als bei einem aus Gußeisen, hergestellten Preßkopfunterteil ausgebildet werden können. Der hierdurch erreichbare Gewinn an Baubreite ist aber dadurch begrenzt, daß die an die Deckplatte angegossenen Zwischenwände gegen seitliche Bewegungen infolge der zu verschiedenen Zeitpunkten in den Formkanälen auftretenden Preßdrücke durch, Eingreifen ihrer freien Unter-kanten- in im. Boden des Preßkopfunterteiles vorgesehene Längsaussparungen gesichert werden müssen und daß die Zwischenwände in diesem Eingriffsbereich durch von unten in sie eingeschraubte Zugbolzen geschwächt werden, die die Zwischenwände zur Entlastung der Preßkopfdeckplatte mit dem Preßkopfuntefteil verbinden. Letzten Endes setzt auch die Unterteilung des Preßkopfes in einen Unterteil undi eine Deckplatte der Verminderung der Baubreite und des
25' Gewichtes eine Grenze.
Die "Unterteilung der ursprünglich einteiligen Brikettpresse an irgendeiner Stelle hat fertigungstechnisch und betriebstechnisch erhebliche Vorteile gebracht und ist daher allgemein üblich. In den meisten Fällen wird der Preßkopf insbesondere bei Mehrstempelpressen in einen Unterteil und
"' eiiie Deckplatte unterteilt. Diese Bauart erfordert zwar zum Zusammenhalten der beiden Bauteile Verklammerungsbolzen- und ineinandergreifende Passungen, wodurch die damit verbundene Schwächung der Preßkopfwände durch entsprechende Wandverstärkungen, ausgeglichen werden muß; jedoch ist damit der Vorteil verbunden, daß man den Unterteil aus Gußeisen und die Deckplatte! aus Stahlguß herstellen konnte, wie man es auch in der Hand hatte, durch Vorsehung einer Preßzunge den Preßdruck den jeweiligen Verhältnissen anpassen zu können.
Es sind jedoch auch Brikettpressen bekannt, bei denen die Teilung zwischen Preßkopf und Pressenrahmen vorgesehen ist, wobei z. B. der Preßkopf in einem Stück aus Stahlguß und der Pressenrahmen aus Gußeisen hergestellt ist. Bei dieser Art der Pressenunterteilung ist der einteilige Preßkopf entweder mit an der Stirnfläche; des Pressenrahmens anliegenden Flanschen versehen und mit dem Preissenrahmen durch sich über dessen ganze Länge erstreckende Längsanker fest verbunden, oder der Preßkopf ist auf seitlichen Drehzapfen schwenkbar gelagert, die bei einem in einen Hauptteil und einen Kopfteil unterteilten Rahmen zwischen diesen, Bauteilen beim Zusammenpressen derselben durch das Anziehen der ebenfalls über die ganze Länge des Rahmens reichenden, Längsanker-
schrauben eingeklemmt werden. In beiden Fällen wird die Baubreitei des Pressenrahmens durch die am Preßkopf seitlich vorspringenden Flansche bzw. Drehzapfen und durch die erforderlichen Längsanker vergrößert. Die Presse wird ^dadurch schwerer und außerdem durch die zu bearbeitenden Paß- flächen verteuert, mit denen Preßkopf und Pressenrahmen zur genauen gegenseitigen. Festlegung an den Stoßstellen ineinandergreifen.
Jede Art von Teilung einer Brikettpresse, ,an welcher Stelle sie auch vorgesehen werden mag, hat zwar gewisse Vorteile, schließt jedoch stets den Nachteil einer Vergrößerung der 'Baubreite ein. Da, die Vorteile jedoch überwogen, hat sich die geteilte Pressenbauform in der Praxis durchgesetzt und wurde von den maßgeblichen Fachkreisen als zweckmäßigste Bauform anerkannt und beibehalten.
In der Zwischenzeit ,hat man jedoch Brikettstrangpressen entwickelt, bei denen die Formkanäle auf den denkbar kleinsten Mittenabstand dadurch gebracht wurden, daß das aus Ober- und Unterhaken nebst Schwalbungen und seitlichen Schleißblechen-bestehende Formzeug als schmaler Formzeugkörper ausgebildet und als Ganzes nur mittels Boden- und Seitenkeilen in, den. entsprechend schmalen und mit kleinem Mittenabstand angeordineten Formkanälen in einem ungeteilten Preßkopf festgelegt wurden;. Man hat ferner gelernt, die Kreuzkopf führung und den Kurbelabstand der Kurbelwelle auf ein Kleinstmaß zu bringen.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß, wenn, sämtliche Maßnahmen, die zur Verringerung der Baubreite von Preßkopf und Presseinrahmen geführt haben, sowie die Fortschritte, die in, der Herstellung von hochwertigem Werkstoff gemacht wordein sind,, zusammengefaßt werden, eine schmale und in ihrer Herstellung billige Mehrstempelbrikettpresse entsteht, wenn der Preßkopf mit dem P res sen rahmen, ein einziges Gußstück bildet.
Auf diese Weise wird eine Brikettstrangpresse geschaffen, bei welcher alle angestrebten, bisher bei einer Presse jedoch stets nur teilweise erzielten Vorteile vereinigt sind. Der Mittenabstand der Formkanäle ist auf ein Mindestmaß gebracht, die Baubreite des Pressenrahmens ist durch ausschließliehe Anordnung der Kurbelwellenlager in den Seitenwangen des Presseiirahmeiis verringert, und der Preßkopf und Pres'senrahmen bestehen, aus einem einzigen Gußstück. Es brauchen weder Verklammerungsbolzen zum Zusammenhalten von Preßkopfteiilen noch Verbindungsschrauben zur Befestigung des Preßkopfes am Pressenrahmen vorgesehen zu werden. Da die Außenwände und die Zwischenwände zwischen den Formzeugkanälen des Mehrstempelpreßkopfes nicht mehr durch hindurchgeführte VerklammeirungsbOlzen geschwächt werden, kann, die Wandstärke herabgesetzt werden, bzw. es kann', auf herausgewölbte Seitenwände des Preßkopfes zur teilweisen Umschließung der Verklammerungsbolzen· und auf aus dem Preßkopf nach oben vorspringende Augen zur Lagerung der Bolzenmuttern verzichtet werden. Durch die Erfindung werden demnach nicht nur die äußeren Abmessungen des Preßkopfes und des Preissenrabmens vermindert, wodurch eine erhebliche Verbilligung erzielt wird, sondern die Presse erhält auch ein
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formschönes, glattes Äußere, das leicht sauberzuhalten und bequem zu warten ist.
Die durch die Bauweise nach der Erfindung vereinfachte und verbilligte Presse besitzt den weiteren Vorteil, daß der Kraftfluß innerhalb des Preßkopfes und des Pressenrahmens nun an keiner Stelle mehr durch Trennfugen oder größere Aussparungen, abgesehen von den Formzeugkanälen selbst, unterbrochen ist. Dadurch ist es möglich,
ίο den Mehrstempelpreßkopf aus Gußeisen herzustellen und trotzdem die Stärke seiner Außenwände und der Zwischenwände zwischen den Formzeugkanälen verhältnismäßig gering zu bemessen, so daß man mit einer entsprechend geringen Baubreite des Preßkopfes und des mit ihm ein einziges Gußstück bildenden Pressenrahmens auskommt.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Mehrstempelstrangpresse nach der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. ι einen senkrechten Längsschnitt durch eine Drillingspresse zum Brikettieren von Braunkohle nach Linie I-I der Abb. 2,
Abb. 2 eine Draufsicht auf die Presse,
Abb. 3 einen Querschnitt durch den Preßkopf nach Linie III-III der Abb. 1 in größerem Maßstab, Abb. 4, 5 und 6 verschiedene Ausführungsarten
einer Lösevorrichtung für den im Formzeugkanal liegenden Bodenkeil im senkrechten Schnitt durch den Preßkopf nach Linie I-I der Abb. 2, jedoch in größerem Maßstab.
Der Preßkopf 1 ist ungeteilt und bildet mit dem
. Rahmen 2 der Presse ein einziges Gußstück, und zwar gewährleistet die geschlossene Ausführung des Preßkopfes bei Verwendung eines hochwertigen Gußeisens die notwendige Festigkeit im Preßkopf. Der seitliche Abstand zwischen, den Formzeugkanälen 3, 3a und 3& kann dabei, da die Zwis ehe η w an de 4 und 4a nicht durch hindurchgeführte Verklammerungsbolzien od. dgl. geschwächt sind, verhältnismäßig gering gehalten werden, so> daß auch die Kurbelwangen 5 der Kurbelwelle 6 nicht breiter als unbedingt notwendig ausgeführt zu werden brauchen und die beiden Lager 7 der Kurbelwelle einander verhältnismäßig nahegerückt sind. Durch den geschlossen ausgebildeten Preßkopf i, bei dem auf Zungen und die zugehörigen Verstelleinrichtungen zum Nachstellen der Foonzeuge sowie erfindungsgemäß auf eine Teilung zwischen dem Preßkopf 1 und Pressenrahmen 2 verzichtet ist, wird die Baubreite von Preßkopf und Pressenrahmen auf das für beide Teile günstigste Mindestmaß gebracht und damit ihr Herstellungspreis wesentlich herabgesetzt. Die Presse erhält ein. formschönes, glattes Aussehen und kann leicht saubergehalten werden.
Im Preßkopf 1 ist in üblicher Weise jedem Formzeugkanal ein bis auf den Preßstempel 8 hinabreichender Kohlenzuführungsschacht 9 zugeordnet. Ferner sind im Preßkopf Kühlkanäle 10 vorgesehen. Die Formzeugteile 11 werden außerhalb der Presse zu einem Formzeugkörpeir fertig zusammengebaut, der nach dem Einführen in. den zugehörigen Formzeugkanal in diesem mittels eines Seitenkeils 12, eines Zwischenlagestückes 13 und eines Bodenkeils 14 festgelegt wird.
Der Bodenkeil 14 kann unmittelbar auf der Bodenfläche des Formzeugkanals aufliegen. In diesem Fall erhält der Formzeugkanal, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist, das Profil % bzw. das mit ausgezogenen Linien dargestellte Profil 3a. Um jegliche Beschädigung der Boden- und Deckenfläche des Formzeugkanals zu vermeiden, kann aber auch zwischen dem Bodenkeil 14 und der Bodenfläche sowie zwischen dem oberen Formhaken na und der Deckenfläche des Formzeugkanals je eine Verschleißplatte 15 bzw. 16 angeordnet werden, wobei das Profil des Formzeugkanals nach, unten und oben so erweitert wird, wie es in. Abb. 3 beim Kanal 3a mit gestrichelten Linien und beim Kanal 3 mit ausgezogenen, Linien dargestellt ist. Die untere Verschleißplatte 15 ist U-förmig ausgebildet und greift seitlich um den Bodenkeil 14 herum. Sie ist ebenso breit wie der Formzeugkanal. Die obere Verschleißplatte 16 weist die Form eines umgekehrten U auf, ist etwas breiter als der Formzeugkanal gehalten und greift in flache Aussparungen der Seitenwände des Formzeugkanals ein. Hierdurch wird erreicht, daß die Platte 16 beim Formzeugwechsel nicht herunterfallen kann. Um beim Formzeugwechsel das Lösen des Bodenkeils zu erleichtern, kann nach Abb. 4 zwischen ein an der Vorderseite des Preßkopfes 1 angeordnetes- Widerlager 17 und das vordere Ende 18 des Bodenkeils 14 oder nach Abb. 5 zwischen eine Stützfläche 19 an der Rückseite des Preßkopfes und eine nach unten vorspringende Nase 20 des Bodenkeils 14 eine hydraulische Druckdose 21 eingesetzt werden. Statt einer hydraulischen Lösevorrichtung kann auch, wie es Abb. 6 zeigt, in an sich bekannter Art eine Schraube 22 zum Abdrucken der Bodenkeilnase 20 von der Stützfläche 19 des Preßkopfes verwendet werden.
Die Erfindung ist nicht auf Drillingspressen und auch nicht auf die in der Zeichnung dargestellte Pressenausführungsform beschränkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Mehrstempelstrangpresse zum Brikettieren von Braunkohle mit ungeteiltem Preßkopf und nur mittels Boden und Seitenkeil in den Formkanälen festgelegten Formzeugen, bei der die Kurbelwellenlager ausschließlich in den Seitenwangen des Pressenrahmens vorgesehen sind, . insbesondere Drillingspresse, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkopf mit dem Pressenrahmen ein einziges Gußstück bildet.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 899 921, 272 719,
    804305, 589499;
    Franke, Handbuch der Brikettbereitung, i.Bd.,
    1930, Enke Verlag, Stuttgart, S. 281.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 738/228 12. 56

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