DEM0022663MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. April 1954 Bekanrotgemaclit am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung, betrifft weitere Verbesserungen an einem Eintrommel-Steilrohrkessel mit einer dem
Überhitzer nachgeschalteten Verdampfungsheizfläche nach Patentanmeldung M 21496 Ia/13 a und ist
ein Zusatz zu diesem Patent.
In der Hauptpatentanmeldung ist ein Eintrommel-Steilrohrkessel beschrieben, bei dem die dem Überhitzer
nachgeschaltete Verdampfungsheizfläche aus einem winkelig abgebogenen Rohrbündel besteht,
das von den nach dem Kamin abziehenden Rauchgasen zweimal beaufschlagt wird. Der Hauptvorteil
dieser Anordnung besteht darin, daß trotz mehrfacher Beaufschlagung der Rohre durch die Rauchgase
weniger Sammler und weniger Anschlußschwieiße an den letzteren erforderlich sind; außerdem
ist die abgewinkelte RohrbündelanoTdnung im Hinblick auf die im Betrieb auftretendien Wärmedehnungen
relativ elastisch.
Die meisten Eintrommel-Steilrohrkessel einschließlich der in der Hauptpatentanmeldung be-.
schriebenen Ausführungsformen haben jedoch noch den Nachteil,, daß sich unterhalb des Überhitzers
zwischen der inneren Zugwand des absteigenden Rauchgaszuges und der Brennkammerrückwand ein
verhältnismäßig großer Totraum befindet, der zwar vollständig umbaut ist, jedoch keine Heizflächen
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M 22663 Ia/13a
enthält und somit für die Wärmeaufnahme des Kessels verloren ist. Die Beseitigung dieses Totrauimes
und seine Ausnutzung durch zusätzliche Heizflächen ist andererseits um so erwünschter,
als hierdurch auch die Möglichkeit gegeben ist, die Abgastemperatur des Kessels weiter zu erniedrigen
und damit den Wirkungsgrad um.einige Prozent zu erhöhen, ohne gleichzeitig den umbauten Raum des
Kessels vergrößern zu müssen. Die auf diese Weise
ίο erzielbare Senkung der Abgastemperatur entspricht
dam -heute in der Praxis herrschenden Bestreben, statt der bisher üblichen Abgastemperaturen von
i8o bis 2oo°C nur noch solche in der Größenordnung von etwa 1300 C zuzulassen.
Die sich gemäß vorstehenden 'Gesichtspunkten
stellende Aufgabe wird bei einem Eintrommel-Steilrohrkessel nach der Hauptpatentanmelidung
M 21496 Ia/ 13a erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das Rohrbündel in unmittelbarer Nähe der unteren Lenkwand zum Rauchgaszug hin abgewinkelt
ist und bis tief nach unten in den Raum zwischen Br-ennkammerrückwand und Zugwand erstreckt
ist.
Hierbei ragen nach einem weiteren Erfindungsmerkmal in die Rohrbündel Lenkwände derart hinein,
daß die Rauchgase hinter dem Überhitzer nacheinander mehr als zweimal durch Rohrbündelabschmitte
hindurchstreichen.
Andere Merkmale der Erfindung bestehen darin, daß der größte Teil der Zugwand durch die senkrecht
verlaufenden Fallrohre gebildet wird und daß in dem aufsteigenden Rauchgasabzug zwischen den
Zugwänden eine zusätzliche Heizfläche angeordnet ist, welche vollständig unterhalb des -oberen. Endes
der Zuglenkwand untergebracht werden kann.
Bei Eintrommel-Steilrohrkesseln, bei denen die
Verdampfungsheizfläche dem Überhitzer vorgeschaltet ist, ist es bekannt, daß sich dort nach dejm
Rauchgaszug hin abgewinkelte Rohrbündel in den Raum zwischen Brennkammerrückwand und Zugwand
erstrecken. Durch die Nachschaltung des Überhitzers ergibt sich hierbei aber für das Rohrbündel
eine um die Baulänge des Überhitzers vergrößerte Bautiefe, wodurch die Möglichkeit ausscheidet,
das Rohrbündel bis tief nach unten zu verlängern, in unmittelbarer Nähe der unteren Leitfläche
abzuwinkein und bis nahe an die Feuerbrücke des Wanderrostes herabzuführen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dargestellt. Hierbei
zeigt
Fig. ι einen Vertikalschnitt durch einen Eintrommel-Steilrohrkessel
bisheriger Ausführung mit dem Überhitzer nachgeschalteter Verdampfunigsheizfläche
gemäß Hauptpatentanmeldung M 21496 Ia/13 a, wobei der nicht ausgenutzte Toträum
■mit A bezeichnet ist,
Fig. 2 einen Schnitt durch den gleichen Kessel, jedoch in verbesserter Bauart gemäß vorstehender
Zusatzerfindung.
In der Darstellung ist analog der Hauptpatentanmeldung
r die Kesseltrommel, 2 der Überhitzer, während die im absteigenden Rauchgaszug 4 üblicherweise
angeordneten Nachbeizflächen. (Economiser) mit 3 bezeichnet sind.
Die hinter dem Überhitzer 2 als Verdampfungsheizfläche angeordneten und nach dem Rauchgaszug
4 hin abgewinkelten Rohre 5 sind erfindungsgemäß bis in den in Fig. 1 mit A bezeichneten
Totraum heruntergezogen und längs des senkrecht verlaufenden oberen Rohrbündelabschnittes 5« durch
eine vertikal verlaufende'Zwischenwand 17 von der inneren Zugwand 6 getrennt. Die Wand 6, der obere
Rohrbündelabschnitt ζα und der Überhitzer 2 sind
dabei so weit nach einwärts (in der Zeichnung nach links) verschoben, daß zwischen den Wänden 6, 17
ein volumetrisch ausreichender, aufsteigender Rauchgaszug 18 gebildet wird, der an seiner oberen Umkehrstelle
in den absteigenden Rauchgaszug 4 übergeht. Der Rauchgaszug 18 wird an seinem unteren
Ende von dem nach dem Rauchgaszug 4 abgewinkelten unteren Rohrbündelteil S/, überquert bzw. begrenzt,
wobei die Verdampferrohre 5 in derselben Weise wie bei der Hauptpatentanmeldung mit ihren
oberen Enden in Überstromrohre 9 und mit ihren unteren Enden in Sammelrohre 10 einmünden, an
welch letztere die Entwässerung 12 angeschlossen ist. In dem aufsteigenden Rauchgaszug 18 ist außerdem
die zusätzliche Heizfläche 19 angeordnet, die z. B. ein WasservoTwärmerrohrbündel sein kann.
In die Rohrbündelabschnitte ζα, ξι, ragen Lenk- wände
20, 21 hinein, welche die Rauchgase längs der Rohre 5 mehrmals in der Weise umlenken, wie
dies durch die gestrichelte Pfeillinie X angedeutet ist. Wie aus der Zeichnung zu ersehen, werden die
Rauchgase im Ausführungsbeispiel dreimal nacheinander durch die Rohre 5 hindurchgeführt. Die
Lenkwand 20 ist dabei zweckmäßigerweise unmittelbar hinter dem Überhitzer 2 und die Lenkwand 21
am unteren Ende der Zwischenwand 17 angeordnet. An dieser unteren Stelle wird, wie aus der Pfeillinie
X zu ersehen, der Rauchgasweg im ganzen U-förmig in den aufsteigenden Rauchgaszug 18 umgelenkt,
von wo nach nochmaliger Umlenkung die Rauchgase durch den Rauchgaszug 4 in den (hierin lo;>
nicht gezeigten) Kamin abziehen.
Unter dem Überhitzer 2 ist vorzugsweise an der Brennkammerrückwand 22 ein erster Aschenabfalltrichter
23 angeordnet, dem unterhalb des Rohrbündels 5 der Haupt-Aschenabfalltrichter 24 nach-
gesetzt ist. Die Asche kann dabei durch die Öfrnun:
gen 25, 26 ausfallen. Damit der Aschenabfluß vom Trichter 23 nach dem Trichter 24 nicht behindert
wird, sind die Rohre 5 an der Stelle 27, wo sie sich der Brennkammerrückwand 22 am -meisten nähern,
van dieser um einen durch die auftretenden maximalen Aschenzusammenballungen bestimmten Mindestabstand
entfernt.
Die Zugwand 6 wird zweckmäßigerweiise durch Fallrohre 28 gebildet, die von der. Kesseltrommel 1
zum Sammler ι ο führen. Ebenso wird die Zwischenwand
17 vorzugsweise durch einen vom Rohrbündel 5
abgezweigten Satz Steigrohre 29 gebildet, wobei in beiden Fällen diese Rohre jeweils die zur Bildung
einer Wand entsprechend geformten Schamottesteine tragen. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn das
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Schamo'ttemauerwerk die Fallrohre 28 ganz umschließt,
wähnend dagegen die Steigrohre 29 vorzugsweise zur Beheizung freigelassen werden.
Die Erfindung ist nicht auf die hierin gezeigte Ausführungsform beschränkt, vielmehr sind weitere
konstruktive Abwandlungen möglich, ohne daß dadurch vom eigentlichen Erfindungsgedanken abgegangen
wird. So können beispielsweise statt zwei Lenkwänden. 20, 21, je nachdem wie die Platzverhältnisse
dies erlauben, entweder mehr oder notfalls auch weniger Lenkwände angeordnet werden, wodurch
der Rauchgasdurchsatz der Rohre 5 vervielfacht oder auch verringert wird. Ebenso könnten
die Sammelrohre 10 statt, wie hierin gezeigt, vertikal auch horizontal angeordnet sein.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Eintrommel-Steilrohrkessel mit dem Überhitzer nachge'schalteter, winkelförmig abgebogener Verdampfungsheizfläche nach Patentanmeldung M 21496 Ia/ 13 a, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrbündel (5) in unmittelbarer Nähe der unteren Lenkwände (21) zum Rauchgaszug (4) hin abgewinkelt ist und bis tief nach unten in den Raum (A, Fig. 1) zwischen Brennkammerrückwand (22) und Zugwand (6) erstreckt ist.
- 2. Eintrommel- Steilrohrkessel na.c'h Anspruch i, dadurch .gekennzeichnet, daß in die Rohrbündel (ζα, 5&) Lenkwände (20, 21) derart "hineinragen, daß die Rauchgase hinter dem Überhitzer (2) nacheinander mehr als zweimal durch Rohibündelabschnitte (5a, 5i,) hindurchstreichen.
- 3. Eintrommel-Steikohrkessel nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise der größte Teil der Zugwand (6) durch die senkrecht verlaufenden Fallrohre (28) gebildet wird.
- 4. Eintroimmel-Steilrohrkessel nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch, gekennzeichnet, daß in dem aufsteigenden Rauchgasabzug (18) zwischen den Zioigwänden (6, 17) eine zusätzliche Heizfläche (19) angeordnet ist, welche vollständig unterhalb des oberen Endes der Zuglenkwand (6) untergebracht werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 657/126 10:56
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