DEM0019776MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEM0019776MA
DEM0019776MA DEM0019776MA DE M0019776M A DEM0019776M A DE M0019776MA DE M0019776M A DEM0019776M A DE M0019776MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure vessel
inlet
pressure
outlet opening
pneumatic conveying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. August 1953 Bekannitgemadht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Gefäßförderer nach dem Patent 862 429, bei welchem das gegen seinen Gutzulauf fest abschließbare, an eine pneumatische Fördervorrichtung angeschlossene Druckgefäß mittels einer Steuervorrichtung mit einer bestimmten, vom Fördergut abgeteilten Menge beschickbar ist.
Sie bezweckt, einen Gefäßförderer nach dem Hauptpatent so zu verbessern, daß ein kontinuierlicher Betrieb mit einfachen Mitteln und für längere Betriebsdauer ungestört und außerdem gegen Entweichen des staubförmigen Gutes aus der Förderanlage in die sie umgebende Atmosphäre gesichert aufrechterhalten werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Gefäß förderer zum pneumatischen Fördern pulverförmigen und körnigen Gutes nach Patent 862 429 vorgesehen, bei welchem das gegen seinen Gutzulauf fest abschließbar©, an eine pneumatische Fördervorrichtung angeschlossene Druckgefäß mittels einer Steuervorrichtung mit einer bestimmten, vom Fördergut abgeteilten Menge beschickbar ist, welcher der Erfindung gemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß bei Anordnung von zwei Druck-
609-618/314
M 19776 XII'8Ie
gefäßen mit je einer steuerbaren, luftdicht abschließbaren Ein- und Auslaßöffnung je eine Wirbelschneeke für jedes Druckgefäß zwecks Überführung des Gutes in die Druckförderleitung derart vorgesehen ist, daß beide Wirbelschnecken gleichachsig, jedoch in entgegengesetztem Drehsinn arbeitende, in einem gemeinsamen, mit je einer Guteinlaßöffnung und einer gemeinsamen Gutauslaßöffnung versehenen Gehäuse angeordnet sind, wobei die Guteinlaßöffnungen gegenüber dem zugehörigen Druckgefäß und die Gutauslaßöffnung gegenüber dem mit einer Druckluftdüse versehenen Mischkopf der pneumatischen Förderleitung in an sich bekannter Weise luftdicht abschließbar sind.
Ein gemäß der Erfindung,durchgebildeter Gefäßförderer ist insbesondere!dazu geeignet, im Bergbau Feinkcnhile, d. h. Kohle, die mit einer Korngröße bis zu etwa 5 mm unter Tage anfällt, mehrere hundert Meter von unter Tage nach über Tage auf pneumatischem Wege zu fördern.. Die Anlage erfüllt insbesondere die dabei höchst wichtige Forderung, es auf jeden Fall zu verhindern, daß sich bei ihrem Betriebe in der sie umgebenden Luft Staub entwickelt, der zu den gefürchteten Staubexplosionem führen würde.
In der Zeichnung ist ein Gefäß förderer in zwei Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform in Vorderansicht und in
Fig. 2 in Seitenansicht in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Richtungspfeiles I;
Fig. 3, die eine der Fig. 2 entsprechende Seitenansicht ist, zeigt eine andere Ausführungsform.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1 und 2
Mit ι und 2 sind zwei nebeneinanderliegende Druckgefäße gleicher Bauart bezeichnet. Die Druckgefäße haben oben je einen Einlaßdom 3, an welchen Einlaufleitungen. 4 angeschlossen sind. Die Gefäße 1 und 2 sind über die Einlaufleitungen 4 von einem gemeinsamen Behälter, z. B. einem Vorratsbunker, beschickbar. Sie können aber auch durch jegliche andere bekannte AufgabevoTrichtungen, z. B. einen Gurtförderer, mit Gut beliefert werden. Die Druckgefäße 1 und 2 haben oben im Dom je eine Einlaßöffnung 5 und in ihrem unteren konisch zulaufenden Teil je eine Auslaßöffnung 6. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Betriebszustand der Anlage ist bei dem Druckgefäß 1 die Einlaßöffnung 5 geöffnet und bei dem Druckgefäß 2 die Auslassöffnung 6 geöffnet. Die Druckgefäße 1 und 2 setzen sich unten in ein konisches Zwischengefäß 7
. fort.
Die Einlaßöffnungen 5 der Druckgefäße 1 und 2 sind durch Kegelventile 8 und die Auslaßöffnungen 6 durch, ähnliche Kegelventile9 luftdicht abschließbar. Die Ventile 8 und 9 werden durch Druckluft gesteuert. Hierzu befinden sich in den Druckgefäßen 1 und 2 je zwei voneinander unabhängige Druckluftzylinder 12, in welchen druckluftbeaufschlagte Kolben 11 auf und ab beweglich angeordnet sind. Die Ventile 8 und 9 sind jeweils auf einer Kolbenstange 10 angebracht. Eine be- . : liebige, nicht weiter dargestellte Drucklufterzeugungsanlage bekannter Art versorgt die einzelnen Zylinder 12 mit Druckluft. '■■'. .
Die Steuerung der Kolben 11 und damit der Ventile 8 und 9 kann in beliebiger bekannter Weise geschehen, beispielsweise von Hand aus oder auch selbsttätig durch- einen Zeitregulator oder auf ■ sonstige Weise. -!
13 ist ein luftdicht nach außen gesichertes Schneckengehäuse mit je einem Einlaßtrichter 14 an den beiden Enden des Gehäuses. Die Einlaßtrichter sind luftdicht an die Zwischenbehälter 7 der DrUiCkgefäße 1 und 2 angeschlossen. In dem Schneckengehäuse 13.sind zwei,Schnecken 15 mit gegenläufiger Steigung gemeinsam auf einer Welle 16 angeordnet, die in Lagern 17 gelagert ist'. Die Schneckenwelle 16 ist bei 18 nach außen hin luftdicht abgeschlossen, beispielsweise durch Stopfbuchsen. Die beiden Schnecken 15 erstrecken sich bis zu einem von Schneckenwindungen freien Räum 19 des Schneckengehäuses, an welchen der Mischkopf 20 einer pneumatischen Förderleitung 21 angeschlossen ist (s. Fig. 2). Im Mischkopf 20 ist, wie Fig. 2 zeigt, eine Druckdüse 22 vorgesehen, aus welcher der Druckluftstrahl der bei 23 eingeführten, durch einen Hahn 24 regulierbaren Druck- go luft austritt und sich in Richtung des eingezeichneten Pfeiles A der Fig. 2 aufwärts bewegt.
Die beiden Schnecken 15 sind sogenannte »Wirbelschnecken«, d. h., sie werden durch einen in Fig. ι schematisch bei 25 gezeigten Elektromotor in schnellen Umlauf versetzt und wirbeln oder schleudern in bekannter Weise das ihnen zufließende Fördergut in den Mischkopf 20 in feinverteiltem Zustand hinein.
Erfindungsgemäß ist auch dafür gesorgt, daß der Ί00 Durchlaufquerschnitt der Aus laß öffnung en 6 veränderlich ist. Dies ist nötig, damit die Wirbelschnecken 15 immer nur so1 viel Fördergut erhalten, daß sie das Gut einwandfrei in den Mischkopf hineinwirbeln können. Die Veränderung des Durchlaufquerschnittes geschieht in bekannter. Weise, etwa durch in den Deckeln der Zylinder 12 der Auslaßventile 9 angeordnete Stellschrauben. Diese ermöglichen, den Hub der Kolben 11 zu verändern und damit den Hub der Auslaßventile 9. no
Beschreibung der Wirkungsweise des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 und 2, das eine in einem Bergwerk unter Tage arbeitende, für Kohle über Tage fördernde Anlage sei
Es sei angenommen, daß das Druckgefäß 2 gefüllt und das Druckgefäß 1 leer ist. Der Elektromotor 25 und die Förderdruckluft werden angestellt und die Ventile 8 und 9 in der aus Fig. 1 ersichtlichen. Weise gesteuert, d.h., die einzelnen Zylinder 12 werden entsprechend mit Druckluft beliefert.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Betriebszustand der Anlage ist also die Einlaßöffnung 5 des Druckgefäßes ι geöffnet und seine Auslaßöffnung 6 geschloissen, beim Druckgefäß 2 hingegen die Einlaß-
618/314
M 19776 XlI'8Ie
öffnung 5 geschlossen und die Auslaßöffnung 6 geöffnet. In diesem Betriebszustand., wobei beide Wirbelschnecken 15 mit hoher Geschwindigkeit umlaufen, läuft das Druckgefäß 2 leer, und das Druckgefäß 1 füllt sich von neuem auf.
Aus dem geöffneten Druckgefäß 2 fließt also die Feinkohle aus und durch den Einlauftrichter 14 der Schnecke zu. Diese fördert das Gut weiter und wirbelt es in den Mischkopf 20 und den dort wirksamen, aus der Düse 22 ausströmenden Druckstrahl hinein. Die auseinandergewirbelten Gutteilchen werden vom Druckstrahl erfaßt und in der Förderleitung 21 in Richtung des Pfeiles A (Fig. 2) aufwärts getrieben.
Während sich das Druckgefäß 2 leert, füllt sich das Druckgefäß 1. Ist das Druckgefäß 2 leergelaufen, dann wird zunächst das Ventil 9 der Auslaßöffnung 6 geschlossen und erst dann das Ventil 8 der Einlaßöffnung 5 dieses Gefäßes geöffnet, so daß der leere Behälter 2 sich von neuem mit Fördergut anfüllt. Gleichzeitig aber wird bei dem Druckgefäß ι das Ventil 8 der Einlaßöffnung geschlossen ■ und dann erst das Ventil 9 der Auslaßöffnung dieses Gefäßes geöffnet, so daß das in diesem Behalter befindliche Fördergut seiner Wirbelschnecke zulaufen kann. Diese Schnecke wirkt dann in der gleichen beschriebenen Weise wie die Wirbelschnecke des Druckgefäßes, 2.
In diesem Arbeitsspiel wechseln sich die beiden Druckgefäße ab, so daß ein ununterbrochener Betrieb der Anlage gesichert und durchführbar ist. Durch die gemäß der Erfindung zwischengeschalteten und steuerbaren beiden Druckgefäße ist dafür gesorgt, daß die Fördierdruckluft kein staubförmiges oder feinkörniges Gut rückwärts in den umgebenden Raum bläst, wenn infolge einer Betriebsstörung in der Anlage Druckluft rückwärts in das, Schneckengehäuise schlagen sollte.
Die Erfindung schafft ein Verfahren, welches gewährleistet, daß zur Staubentwicklung neigendes Fördergut einwandfrei auf pneumatischem Wege gefördert werden kann, ohne dabei den umgebenden Raum durch Staubbildung zu verunreinigen und zu gefährden..
, Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht noch darin, daß die jeweils leerlaufende Wirbelschnecke mithilft, das von der anderen, arbeitenden Wirbelschnecke zum Mittelraum 19 gebrachte Gut in den Mischkopf 20 zu schleudern.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels nach Fig. 3
Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Teile der Anlage nach Fig. 1 und 2.
Dieses Ausführungsbeispiel, das ebenso wie die Anlage nach Fig. 1 und 2 zwei wechselseitig arbeitende Druckgefäße 1 und 2 umfaßt, unterscheidet sich von dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel nur dadurch, daß die Druck- und Steuerzylinder 12 für die Einlaß- und Auslaßventile 8, 9 außerhalb der Druckgefäße angeordnet sind. Sonst aber arbeitet die Anlage genauso wie die vorher beschriebene.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Gefäß förderer zum pneumatischen Fördern pulverförmigen und körnigen Gutes nach, Patent 862 429, bei welchem das gegen seinen Gutzulauf fest abschließbare, an eine pneumatische Fördervorrichtung angeschlossene: Druckgefäß mittels einer Steuervorrichtung mit einer bestimmten, vom Fördergut abgeteilten Menge beschickbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei Druckgefäßen (1, 2) mit je einer steuerbaren-, luftdicht abschließ-' baren Ein- und Auslaßöffnung (5, 6) je eine Wirbelschnecke (15) für jedes Druckgefäß (1, 2) zwecks Überführung des Gutes in die D ruckf or der leitung derart vorgesehen ist, daß beide Wirbelschnecken gleichachsig, jedoch in entgegengesetztem Drehsinn arbeitende, in einem gemeinsamen, mit je einer Guteinläßöffnung (14) und einer gemeinsamen Gutauslaßöffnung (19) versehenen Gehäuse (13) angeordnet sind, wobei die Gutemlaßöffnungen (14) gegenüber dem zugehörigen Druckgefäß (1,2) und die Gutauslaß öffnung (19) gegenüber dem mit einer Druckluftdüse (22) versehenen Mischkopf (20) der pneumatischen Förderleitung (21) in an, sich bekannter Weise luftdicht abschließbar sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 725 592, 596 565, 285.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2625263C3 (de) Vorrichtung zur Aufgabe von Schüttgut in eine pneumatische Förderleitung
EP0967149B1 (de) Dosiervorrichtung
EP0032481A2 (de) Vorrichtung zum Dosieren strömungsfähiger Medien
DE2751773A1 (de) Foerdereinrichtung fuer pulverfoermiges material
DE2411393C3 (de) Vorrichtung zum Fördern von pulverförmigem Material
WO2017072353A2 (de) Vorrichtung zum befüllen von behältern mit einem füllprodukt
DE3224710C2 (de) Schneckenpumpe mit an beiden Enden gelagerter Schnecke
DE10341174A1 (de) Vorrichtung zum Befüllen eines Sackes
DE102011007684A1 (de) Füllventil
DE970309C (de) Gefaessfoerderer zum pneumatischen Foerdern pulverfoermigen und koernigen Gutes
EP2785593B1 (de) Fülleinrichtung für eine packmaschine
DE69402546T2 (de) Pneumatisches fördersystem
DE3444816A1 (de) Pneumatische foerdervorrichtung
DE2907011A1 (de) Vorrichtung zum befuellen eines sackes
DEM0019776MA (de)
EP3523201B1 (de) Fülleinrichtung für eine packmaschine zum füllen von schüttgütern in gebinde
EP1362224B1 (de) Dosiervorrichtung
DE2701799C2 (de) Mischer
DE2456476C2 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen foerdern von pulverfoermigem und griessigem schuettgut
DE19962475C5 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Befüllung eines Sackes
DE3023356C2 (de) Blasfördereinrichtung für Untertagebetriebe
DE2252870A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur pneumatischen foerderung
DE20100783U1 (de) Vorrichtung zum Dosieren und Fördern von Schüttgütern
DE3144592A1 (de) Aufgabestation zur aufgabe von rieselfaehigem foerdergut mittels druckluft in die rohrleitung einer pneumatischen foerderanlage
DE102006043596B3 (de) Fördervorrichtung