DEM0018482MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Mai 1953 Bekanntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für Rotationsdruckmaschinen, insbesondere für Offsetdruckmaschinen,
bei welchem die Hauptantriebswelle mit dem Farbwerksantrieb direkt verbunden ist,
der Druckzylinder dagegen über ein auf der Hauptantriebswelle angeordnetes Zahnrad mit ausrückbarer
Klauenkupplung angetrieben wird.
Eine solche Antriebseinrichtung ist bereits bei einer Druckwerkseinheit für Mehrfarben-Schön-
und -Widerdruck mit zumeist auf einem gemeinsamen Druckzylinder arbeitenden Formzylindern
und Farbwerken bekannt und dient z. B. zum Einlaufenlassen der Farbe oder dazu, daß bei kurzfristigem
Stillsetzen einer mit rasch trocknenden Farben arbeitenden Druckmaschine die dünne Färbschicht
nicht auf den Walzen der Farbwerke eintrocknen kann, wodurch beim Wiederanlaufen ein
schlechter, unsauberer Druck entstände.
Ein derartiger Antrieb erfordert jedoch einen erheblichen
Aufwand bei Reihenmaschinen mit mindestens zwei Druckwerkseinheiten. Darüber hinaus
sind bei der Ausbildung des Antriebs für die letztgenannten Druckmaschinen zusätzliche Maßnahmen
erforderlich, um das Färb- und Schnittregister
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M 18482 XII/ 15d
und das Register für beide Seiten einhalten zu können.
Erfindungsgemäß werden die erwähnten Nachteile dadurch behoben und den gestellten Anforderungen
entsprochen, indem bei Reihenmaschinen mit mindestens zwei Druckwerkseinheiten und der
an sich bekannten Ableitung des Antriebs der Papierrolle, der Papierzugwalzen und des Falzapparates
vom Druckwerksantrieb eine sämtliche
ίο Aggregate verbindende Hilfsantriebswelle vorgesehen
ist, deren Antriebszahnräder mit den an- und auskuppelbaren Zahnrädern für den Antrieb der
Druckzylinder verbunden sind. Die Hilfsantriebswelle ist dabei vorzugsweise parallel zu den unmittelbar
von den Elektromotoren angetriebenen Hauptwellen angeordnet und über lose auf den Hauptwellen
drehbare Zahnräder durch längs verschiebbare Muffen mit diesen kuppelbar.
Durch diese Maßnahmen ist neben der bereits erwähnten Registerhaltigkeit innerhalb der gesamten
Druckmaschine eine einfache Bauweise und eine leichte Bedienbarkeit derselben möglich.
So kann man beispielsweise die gesamte Druckmaschine
einschließlich der Papierrollen, Papierzugwalzen und des Falzapparates stillsetzen und
nur das Farbwerk kurzfristig weiterlaufen lassen, bis die gesamte Maschine wieder angefahren wird.
Auch können die Farbwerke zum Waschen der Walzen oder zum Einlaufen der Farbe angetrieben
werden, wobei alle anderen Einrichtungen einschließlich Papierbahn stillstehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Druckmaschinenantriebes nach der Erfindung
dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι schematisch die Ansicht einer Druckmaschine
mit zwei Druckwerken,
Fig. 2 schematisch die Seitenansicht eines einzelnen Druckwerks in größerem Maßstab,
Fig. 3 einen Axialschnitt durch die schaltbare Kupplung der Hauptantriebswelle in größerem
M aß stäbe.
In der Fig. 1 und 2 sind mit 1 die Druckzylinder
bezeichnet, mit 2 die Gummizylinder und mit 3 die Plattenzylinder. 4 sind die Farbauftragswalzen
und 5 die Farbkastenwalze. Zwischen den Auftragswalzen 4 und den Farbkastenwalzen 5 sind eine
Reihe von Verreiber- und Übertragungszylindern gezeigt, die nicht mit einer besonderen Kennziffer
bezeichnet sind. Die Papierbahn läuft von der Papierrolle 6 ab, die mittels des Gurtes 7 des
Papierrollenantriebes 8 angetrieben wird. Die Papierbahn 9 wird über eine Reihe von Führungswalzen
dem Druckzylinder 1 zugeführt und verläßt diesen wieder, nachdem an zwei Stellen mittels der
beiden Gummizylinder 2 ein zweifarbiger Druck aufgedruckt ist. Die Papierbahn wird mit Hilfe
der Zugwalze 10 durch die Druckmaschine gezogen und läuft schließlich über ein nicht dargestelltes
Schneidwerk zum Falzapparat 11.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch Elektromotoren 12, welche auf der Hauptantriebs welle 13
angeordnet sind. Von dieser Hauptwelle 13 erfolgt der Antrieb der Farbwerke mittels der Kegelradwellen
14 und 15. Der Antrieb der Druckzylinder 1 "
wird über die Kegelradwellen 16 und die Zwischenräder 17 und 18 geleitet. Mittels der Zahnradpaare
19, 20 sind die Hauptwellen 13 mit der Nebenwelle 21 verbunden, von der über die Kegelradwelle 22.
der Papierrollenantrieb und über Kegelradwelle 23 der Zugwalzen- bzw. Falzapparatantrieb erfolgt.
In der Fig. 3 ist in größerem Maßstabe im Schnitt die Schaltkupplung zwischen den Hauptantriebswellen
13 und der Nebenantriebs welle 21 sowie den Kegelradwellen 16 für den Antrieb der
Druckzylinder dargestellt. Das Zahnrad 24 ist auf . der verlängerten Nabe 25 des Kegelrades 26 aufgekeilt,
welche auf Wälzlagern 27 lose drehbar auf der Welle 13 läuft. Das Kegelrad 26 kämmt mit
dem Kegelrad 28 der Antriebswelle 16 für den Druckzylinder 1. Auf der Welle 13 ist ferner eine
mittels eines nicht dargestellten Hebels-verschiebbare
Kupplungsmuffe 29 angeordnet, dessen rechter Stirnflansch 30 mit Kupplungszähnen versehen ist,
die bei entsprechender Stellung der Kupplungsmuffe in die Kupplungszähne an der Kegelradnabe 25 eingreifen.
Die Entkupplung der Welle 16 für den Druckzylinder und der Nebenwelle 21 für die
Nebeneinrichtungen (Papierrollenantrieb, Zugwalze und Falzapparat) erfolgt durch" einfaches Verschieben
der Kupplungsmuffe 29 nach links, bis die Zähne des Kupplungsflansches 30 aus dem Eingriff
mit den entsprechenden Zähnen der Nabe 25 des Kegelrades 26 kommen. In dieser Stellung treiben
die Elektromotoren lediglich die beiden Farbwerke jedes Druckwerks über die Kegelradwellen 14 und
15 an, während sämtliche anderen Antriebe zum Stillstand gelangen. Da die Farbauftrags- und
Feuchtäuftragswalzen bei Stillstand der Maschine vom Plattenzylinder abgeschwenkt werden, laufen
in dieser Kupplungsstellung lediglich die Walzen der beiden Farbwerke.
Selbstverständlich können außer den in den Fig. ι und 2 dargestellten Nebeneinrichtungen auch
noch andere, wie z. B. Schneidapparate, Förderbänder usw., von der Nebenwelle aus angetrieben log
werden. Die Zahl der Druckwerke in einer Maschine ist unabhängig von der Erfindung. Es können dies
eins, zwei oder mehr Druckwerke sein.
Claims (2)
- Patentansprüche·.i. Antrieb für Rotationsdruckmaschinen, bei welchem die Hauptantriebswelle mit dem Farbwerksantrieb direkt verbunden ist, der Druckzylinder dagegen über ein auf der Hauptantriebswelle angeordnetes Zahnrad mit ausrückbarer Klauenkupplung angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Reihenmaschinen mit mindestens zwei Druckwerkseinheiten und der an sich bekannten Ableitung des Antriebs der Papierrolle, der Papierzugwalzen und des Falzapparates vom Druckwerksantrieb eine sämtliche Aggregate verbindende Hilfsantriebswelle (21) vorgesehen ist, deren Antriebszahnräder (24) mit den an- und auskuppelbaren Zahnrädern (26)617/13M 18482 XII115 dfür den Antrieb der Druckzylinder verbunden sind.
- 2. Antrieb für Offsetdruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsantriebswelle (21) parallel zu den unmittelbar von den Elektromotoren (12) angetriebenen Hauptwellen (13) angeordnet und über lose auf den Hauptwellen (13) drehbare Zahnräder (24, 26) durch längs verschiebbare Muffen (29) mit diesen kuppelbar sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 742317; britische Patentschrift Nr. 27 744 vom Jahre 1902.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 617/13 8. 56
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