DEM0015653MA - - Google Patents
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Description
M 15653 VII/29 a
Für verschiedene Zwecke, insbesondere für die Herstellung von künstlichen. Stapelfasern, ist es
notwendig, endlos hergestellte Fadenstränge, Bänder u. dgl. in gleich lange Stücke beliebiger Länge
zu schneiden, wobei der Schneidvorgang kontinuierlich durchgeführt werden muß. Beispielsweise
werden bei der Herstellung von Viskosezellwolle im sogenannten Sauerscrmittverfahrein die
von den Düsen kommenden Fadenbündel zu einem
to Fadenkabel zusammengefaßt, welches direkt eimer kontinuierlich arbeitenden Schneidvorrichtung zugeführt
und mittels dieser in Stapel geschnitten wird.
Es sind verschiedene Schneidvorrichtungen bekannt, insbesondere solche, bei welchen der senkrecht
von oben nach unten, geführte Fadienstrang
mittels auf einer horizontal umlaufenden Scheibe sitzenden Messern in Stapel geschnitten wird. Bei
solchen Schneidvorrichtungen ist es auch bekannt,
ao zur Erzielung eines ziehenden Schnittes (Deutsche
Patente 704 975 und 729 925) der Schneidkante der Messer eine nach hinten gekrümmte oder geradliniiig
!gebrochen ansteigende Form zu erteilen'. Um .Stapeluniglleicbmäßigkeiten zu vermeiden, ißt es
25' auch bekannt, den Fadensträng beim Schneiden einzuklemmen
(Deutsche Patente 665 939 und 748314). Dies ist insbesondere deshalb zweckmäßig,
weil beim Schneiden mit auf einer umlaufenden Scheibe sitzenden Messern der zu schneidende
Fadenstrang aus seiner senkrechten Lage abgelenkt werden kann und dadurch ungleich lange
Stapel entstehen können. Ferner sind Schneidvorrichtungen mit auf umlaufenden Scheiben
sitzenden Messern bekanntgeworden (Deutsches Patent 172 489), die in entgegengesetzter Richtung
umlaufen und genau parallel ausgerichtet sind, so daß die sich an jeder beliebigen Stelle kreuzenden
Messer eine Scherie bilden. Das Material wird auf der ganzen Messerkreisfläche den ' Messern zugeführt
und gleichzeitig an vielen Stellen, aber mit ungleicher Länge abgeschnitten, so daß diese Vorrichtung
nur für solche Stoffe gebraucht werden kann, bei welchen die Gleichmäßigkeit der abgetrennten
Stücke keine Rolle spielt.
Die Schneidvorrichtung nach der Erfindung besitzt ebenfalls auf gegenläufig umlaufenden Scheiben
befestigte Messer, die eine Scherwirkung ausüben. Erfindungsgemäß sind jedoch die Achsen der
umlaufenden Scheiben gegeneinander geneigt, und die die Schere bildenden Messer sind derart aus
den Ebenen der Scheiben,.abgebogen, daß die,. ,
Schneidkanten annähernd 'parallel liegen. Beirrt'■'"*
Kreuzen der gegenläufig bewegten Messer wird an der Schnittstelle eine Schere gebildet. Das Fadenband
wird mit einer bestimmten, im Verhältnis zur Drehzahl der Messerscheiben besonders eingestellten
Geschwindigkeit dieser Stelle 'zugeführt, wodurch gleich lange Stücke des Fadenbandes abgeschnitten
werden. ... . ■·', ".■..-'^y. ■..'.· ;.·.^ ..;:.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung ist aus den Fig. 1, 2a, 2b
und 2 c ersichtlich. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung, wobei die Achsen 6, 7 der umlaufenden Messerscheiben 4, 5 leicht gegeneinander
geneigt sind. Aus Fig.r ist 'ersichtlich, daß die
Messer- der Messerscheiben1- ikts- den Ebenen derselben
derart abgebogen sind, daß sie im Zeitpunkt des Schnittes in eine praktisch größtmögliche
Annäherung kommen. Die Schneidkanten der Messer liegen dann annähernd parallel.
In den Fig. 2a, 2b, 2c.sind einzelne Stadien des
Schneidvorganges schematisch dargestellt.
Fig. 2 a zeigt in Seitenansicht die Messerstellung im Zeitpunkt des Schnittes.
In den Fig. 2 b und 2 c ist in Aufsicht die Annäherung der gegenläufig bewegten Messer 2, 3 und
die Bildung der schneidenden Schere dargestellt, ι bezeichnet den zu schneidenden Fadenstrang.
Die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung ermöglicht ein kontinuierliches Stapelschneiden von
endlosen Fadensträngen unter Erzielung völlig gleichmäßiger Stapel. Der durch die vorliegende
Erfindung erzielte technische Effekt stellt daher einen erheblichen und wertvollen Fortschritt dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Vorrichtung zum' Schneiden von endlosen Fäden, Fadensträngen oder -bändern mittels auf gegenläufig umlaufenden Scheiben befestig- · ten Messern im Scherenschnitt, dadurch gekenn-1 zeichnet, daß die Achsen (6, 7)' der umlaufenden Scheiben (4, 5) gegeneinander geneigt sind und die die Schere bildenden Messer (2, 3) derart aus den Ebenen der Scheiben abgebogen sind, daß die Schneidkanten im Augenblick des Schnittes annähernd parallel liegen.
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