DEM0011673MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Dezember 1949 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Feuerungsroste bekannt, bei denen der Brennstoff mittels einer an der Unterseite der Zuführungsschurre
angeordneten, - luftbeschickten Streudüse, die sich über die gesamte Feuerungsbreite
oder einen Teil derselben erstrecken kann, zugeführt wird. Der Düsenstrahl sichtet die ihm
unter Ausnutzung der Schwerkraft, durch Schubwirkung od. dgl. in bekannter Weise zugeführten
Brennstoffteile in ihrer Korngröße und Dichte und streut sie in parabelförmigen Kurven auf dem
Rost oder auf das bereits vorhandene Brennstoffbett.
Aus feuerungstechnischen Gründen ist es erwünscht, zumindest innerhalb des zu derselben
Luftzuführungszone gehörigen Rostbereichs einen möglichst gleichmäßigen Luftdurchdringungswiderstand
der Brennschicht zu erreichen. Dieser hängt jedoch maßgeblich von der Körnung der Brennschicht
ab. Die nach Korngrößen klassierende Aufstreuung der Brennstoffteile, wie sie die eingangs
beschriebene bekannte Düsenanordnung ergibt, entspricht daher nur zum Teil den verbrennungstechnischen
Erfordernissen, da das feine Gut dem der Streudüse benachbarten Rostbereich vorenthalten
wird, so daß sich dort eine besonders. lockere Schicht ausbildet, während in dem weiter entfernten
Rostbereich vorzugsweise die feinen, schwerer luftdurchdringbaren Teile abgelagert werden. Bei
609· 528/146 '
M 1167 IaI24h
Brennstoffen, die aus miteinander verklebten Teilen oder Teilen sehr ungleicher Korngröße und damit
sehr unterschiedlicher Masse bestehen, kann der Übelstand auftreten, daß eine ausreichende Ver-5,
teilung der" gröberen Teile durch die Streudüse nur mit einer Strählstärke erreicht werden kann, die
für die kleinkörnigen bis staubförmigen Brennstoffteile bereits zu stark ist und zu großen Wurfweiten
führt, so daß ein unerwünscht großer Anteil
ίο des Feinkorns in der Schwebe verbrennt.
Die beschriebenen Nachteile werden bei der er-
findungsgemäßen Einrichtung, die in der Zeichnung beispielsweise dargestellt ist, weitgehend gemildert.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Beschickungseinrichtung,
Fig. 2 eine Einzelausbildung,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform zu Fig. 1. Das Neue und Fortschrittliche besteht darin, daß der mit großer Strahlenergie arbeitenden Hauptdüse ι eine Hilfsdüse 2 vorgeschaltet wird, welche mit vergleichsweise erheblich geringerer, jedoch ausreichender Strahlenergie arbeitet. Dadurch wird die. vorherige Aussonderung der Feinteile aus dem der Streudüsenanordnung zugeführten Brenn-Stoffstrom 3 bewirkt, so daß diese Feinteile 4 nur gering, jedoch mindestens so beschleunigt werden, daß sie nicht mehr der unmittelbaren Einwirkung des scharf blasenden Hauptdüsenstrahles 5 unterliegen. Die Feinteile durchsetzen also im weiteren Verlauf ihrer Flugbahnen nur noch Randgebiete 5' des bereits stark in Auflösung begriffenen, in seinem Leistungsvermögen somit schon stark abgeklungenen Hauptstrahles und erfahren dementsprechend nur noch eine unschädlich kleine Beeinflussung.
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform zu Fig. 1. Das Neue und Fortschrittliche besteht darin, daß der mit großer Strahlenergie arbeitenden Hauptdüse ι eine Hilfsdüse 2 vorgeschaltet wird, welche mit vergleichsweise erheblich geringerer, jedoch ausreichender Strahlenergie arbeitet. Dadurch wird die. vorherige Aussonderung der Feinteile aus dem der Streudüsenanordnung zugeführten Brenn-Stoffstrom 3 bewirkt, so daß diese Feinteile 4 nur gering, jedoch mindestens so beschleunigt werden, daß sie nicht mehr der unmittelbaren Einwirkung des scharf blasenden Hauptdüsenstrahles 5 unterliegen. Die Feinteile durchsetzen also im weiteren Verlauf ihrer Flugbahnen nur noch Randgebiete 5' des bereits stark in Auflösung begriffenen, in seinem Leistungsvermögen somit schon stark abgeklungenen Hauptstrahles und erfahren dementsprechend nur noch eine unschädlich kleine Beeinflussung.
Das Abklingen der Hauptstrahlenergie kann erfindungsgemäß durch geeignete Wahl des Düsenquerschnittes und der, Ausströmgeschwindigkeit
den Erfordernissen angepaßt werden. Ferner kann die Richtung beider Strahlen nach dem Verlassen
des von ihnen bestrichenen Klassiertisches 6,6' durch eine stärkere oder schwächere Krümmung 7,7'
am Ende 8, 8' jedes Klassiertisches beeinflußt werden. Diese Erkenntnis ist aus der Aerodynamik
(z. B. der Tragflächentheorie) übernommen, aus der es bekannt ist, daß ein Strahl an der Oberfläche
eines Körpers entlang weiterläuft, wenn der angeblasene Körper sich allmählich verjüngt. In
diesem Fall bilden sich keine Ablösewirbel, sondern der Strahl läuft an der allmählich zurücktretenden
Profiloberfläche entlang. Auf den vorliegenden Fall angewendet, erfährt der Strahl eine Ablenkung
nach unten. Wo dagegen die Profiloberfläche plötzlich zurückspringt, reichen die Adhäsions- und
Expansionskräfte im Strahl nicht mehr aus, um den Strahl zu zwingen, der plötzlich zurückspringenden
Fläche zu folgen; es tritt die Strahlablösung ein. Der Strahl behält dann seine einmal
angenommene Richtung praktisch bei und saugt im
Ablösungsbereich Luft oder Gas nach. Diese Wirkung tritt bei der Ausführung in Fig. 2 besonders
auffallend ein, gemäß welcher die Klassiertische 6,6' mit vorspringender Nase 9 ausgerüstet sein können.
Im einzelnen kann erfindungsgemäß die beschriebene:, zweistufig sichtende Wirkung der neuen Streuvorrichtung
durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
a) Durch Verwendung zwar gleichen Druckes des Druckmittels (Luft, Dampf oder Rauchgas) an
beiden Düsen 1, 2, also beispielsweise durch An-Schluß derselben an den gleichen Versorgungskanal
10, jedoch Anwendung unterschiedlicher Schlitzweiten 11, 11' bei beiden Düsen;
b) durch Verwendung eines unterschiedlichen
Wirkdruckes auf beiden Düsenstrahlen 5, 12 bei gleicher Schlitzweite 11 für beide Düsen, was beispielsweise
durch Anschluß der vorgeschalteten Düse 2 an den Unterwind der Feuerung und Anschluß
der Hauptdüse 1 an ein Gebläse höherer Pressung erreicht werden kann; ,
c) durch entsprechende Drosselung der Luft vor der Vorschaltdüse 2; dadurch kann ohne weiteres
während des Betriebes eine Veränderung der Luftausströmgeschwindigkeit
erreicht werden;
d) durch Vorsehen einer in ihrer Richtung zur Hauptdüse 1 entweder konvergierenden, parallelen
oder divergierenden Vorschaltdüsen 2, bzw. der diesen! Düsen nachgeschalteten. Klassiertische 6, 6';
e) durch eine zweckdienliche Kombination der unter a) bis d) beschriebenen Maßnahmen.
Beide Düsen 1 und 2 können unmittelbar hintereinander
angeordnet und zu einem einzigen Düsenkörper vereinigt sein (Fig. 1). Jede der Düsen 1
und 2 kann aber auch für sich gebaut und zwischen beiden kann eine Rutschfläche 13 angeordnet sein
(Fig. 3). Der Düsenschlitz, die Länge der Klassiertische sowie deren Neigung können bei beiden
Düsen je für sich verschieden und verstellbar sein. Für die Streuvorrichtung können Kalt- oder Heißluft,
Dampf oder Rauchgase zur Anwendung gelangen; die Medien können für die Vor- und für die
Hauptdüsen verschieden sein.
Um gleichmäßige Sichtungsverhältnisse an der Vor- und Hauptdüse zu erzwingen, kann durch
zweckentsprechende Einengung des Brennstoffzuführungskanal 14 vor .den Düsen 1, 2 Vorsorge getroffen werden, daß alle Brennstoffteile an einer
örtlich eng begrenzten Stelle in den Wirkungsbereich des Sichterstrahles 12 und des Aufstreustrahles
5 gelangen.
Durch die erfindungsgemäße zweistufige Streudüsenanordnung wird als Folge eines gleichmäßigen
Aufbaus der Brennstoffschicht sowohl eine Steigerung des Feuerungswirkungsgrades als auch der
spezifischen Flächenleistung der Feuerung erreicht.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Aufstreuen von Brennstoff
auf Feuerungsroste mittels Streudüse, dadurch gekennzeichnet, daß der mit großer
Strahlenergie arbeitenden Streudüse (1) eine mit geringerer Strahl energie arbeitende Sichterdüse
(2) vorgeschaltet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blasrichtungen der beiden Düsen (1, 2) zueinander parallel, divergierend '
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oder konvergierend und die Weite ihrer Ausströmschlitze
gleich oder verschieden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Düsen (1, 2)
an einem gemeinsamen Druckmittel-(Luft-, Dampf- oider1 Rauchgas)Versorgungskanal (10)
angeschlossen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der zu jeder Düse (1 bzw.
2) führenden Abzweigung des Druckmittel-Versorgungskanal je eine gesondert zu betätigende
Drosseleinrichtung eingebaut ist, so daß während des Betriebes eine Regelung der Ausströmgeschwindigkeit
an beiden Ausströmschlitzen unabhängig voneinander erzielbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Düsen (1, 2)
gesonderte Druckmittelzuführungen aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beiden Düsen
(1, 2) je ein Klassiertisch (6, 6') nachgeschaltet ist. '
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
und/oder Neigungen der Klassiertische beider Düsen verschieden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
und/oder die Neigung eines oder beider Klassiertische verstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Düsen
zu einem einzigen. Düsenkörper vereinigt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Brenn-Stoffzuführungskanal (14) vor den Düsen (1,2)
so eng gehalten ist, daß alle Brennstoffteile an einer örtlich eng begrenzten Stelle in den Wirkbereich
des Sichterstrahls (12) oder des Aufstreustrahls (5) gelangen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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