DEM0004243MA - Verfahren zum Rühren und Durch- oder Entmischen von mit Feststoffen durchsetzten Flüssigkeitsgemischen - Google Patents

Verfahren zum Rühren und Durch- oder Entmischen von mit Feststoffen durchsetzten Flüssigkeitsgemischen

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DEM0004243MA
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Germany
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stirring
mixing
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trough
liquid mixtures
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Gustav Netzel
Original Assignee
Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG, Neuß/Rhein
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Rühren und Durch- oder Entmischen von Trüben, Aufschwemmungen und ähnlichen mit Feststoffen durchsetzten Flüssigkeitsgemischen in muldenförmigen Gefässen, vorzugsweise in Trögen von Drehfiltern.
Es ist bekannt, in einer mit auszuscheidenden Feststoffen durchsetzten Flüssigkeit Rührwerke zu benutzen, die in dem die Flüssigkeit enthaltenden Trog entweder eine um eine Achse pendelnde, eine hin- und hergehende oder eine umlaufende Bewegung ausführen.
Hierbei hat sich als nachteilig herausgestellt, dass das zu rührende Flüssigkeitsgemisch in entsprechende Bewegung gerät, wodurch es nicht möglich ist, die Rührgeschwindigkeit entsprechend dem zu erstrebenden Erfolg beliebig zu steigern. Man hat versucht, diesen Nachteil durch Einbauten in den Trögen bzw. durch gegenläufig bewegte Rührwerke zu beheben, was aber nur in geringfügigen Maße Erfolg hatte. Mit den bekannten Rührvorrichtungen ist eine Regelung oder Beeinflussung des Durch- oder Entmischens nicht möglich; bei langsamen Rühren verringert sich der Bereich der Rührwirkung und besonders die gröberen Bestandteile setzen sich ausserhalb des Wirkungsbereichs der Rührvorrichtung ab und werden fest.
Es ist aber als erstrebenswert und vorteilhaft erkannt worden, wenn vorerst die gröberen Bestandteile des Flüssigkeitsgemisches aus diesem ausgeschieden werden, um höhere Leistungen zu erzielen. Der Versuch, dies durch seitliche oder obere Aufgabe des Flüssigkeitsgemisches zu erreichen, ist fehlgeschlagen, weil die Abdichtung der Tröge zur Aufnahme des Flüssigkeitsgemisches Schwierigkeiten bereitet.
Um bei Filtern mit unterhalb des Drehfilters angeordnetem Filtertrog das Gleiche zu erreichen, hat man die Steuervorrichtungen so ausgebildet, dass der Filtervorgang an der tiefsten Stelle des Troges beginnt. Auch in diesem Falle ist der Erfolg unvollkommen, weil bei heterogenen Gemischen, auch bei dem üblichen Rührvorgang, die feineren Feststoffanteile trotzdem auf das Filter gelangen und so den Durchflusswiderstand erhöhen und damit die Leistung des Filters herabsetzen.
Gegenüber dem Bekannten, besteht die Erfindung darin, dass das Gemisch durch Vibrationen, gegebenenfalls durch Ultraschall erschüttert wird. Dies kann vorteilhaft dadurch erreicht werden, dass zwei oder mehr Vibrationserzeuger verwendet werden, die unter entsprechender Ausbildung des Antriebs in ein- oder mehrvektorielle Schwingungen versetzt werden. Die Schwingungsweite und/oder die Schwingungszahl der Vibrationserzeuger kann hierbei stetig oder mit zeitlichen Unterbrechungen wechseln.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch so angewendet werden, dass von zwei oder mehreren Vibrationserzeugern mindestens einer die bekannte langsame Rührbewegung ausführt und damit zum Rühren dient, während mindestens ein weiterer Vibrationserzeuger mit hoher Schwingungszahl und kleiner Schwingungsweite arbeitet und damit das Durch- bzw. Entmischen des Gemisches regelt. Auch kann der Trog selbst in Vibration versetzt werden.
Mit der Erfindung wird erreicht, dass neben einer Rührwirkung auch jede zur Erhöhung der Filterleistung erforderliche Durch- oder/und Entmischung bewirkt werden kann. Es ist beispielsweise bei senkrecht verlaufenden Schwingungen eine beschleunigte
Anreicherung der gröberen Bestandteile des Flüssigkeitsgemisches in dem unteren Teil des muldenförmigen Gefässes erzielbar, während die feineren Bestandteile sich schnell entmischen und sich an der Oberfläche ansammeln, wie auch die etwa vorhandene Luft entweichen kann.
Bei Anwendung von Vibrationen mit sich überschneidenden Wirkungskreis kann eine Ent- oder Durchmischung bzw. eine Ausscheidung von Feststoffen bestimmter Korngrössen an bestimmten Stellen des Filters erzielt werden.
So kann beispielsweise, wenn mit der Filtrierung an der tiefsten Stelle eines Drehfilters begonnen wird, erreicht werden, dass die gröberen Bestandteile des Gemisches vorerst abgeschieden werden und auf dem Filterbelag ein durchlässiges Haufwerk bilden, auf dem dann beim Weiterlaufen der Filtertrommel sich die feineren Bestandteile anlagern, ohne hierbei die zwischen den gröberen Bestandteilen vorhandenen Poren zuzusetzen.
Hierdurch wird sowohl die Filterleistung stark erhöht, als auch beim Trockensaugen oder/und -drücken die Neigung des Filterkuchens zur Rissbildung wesentlich herabgesetzt.
Die gemäß der Erfindung zeitlich und räumlich wechselnden Schwingungsweiten und Schwingungszahlen erlauben es, schwankenden Betriebsbedingungen zu begegnen und die Durch- bzw. Entmischung den jeweiligen Betriebserfordernissen entsprechend beliebig zu regeln.
Durch die Verwendung hoher Schwingungszahlen ist es ausserdem möglich, die Dichte bzw. Kompaktheit des Filterkuchens zu regeln.
Besondere Vorteile bietet das erfindungsgemäße Verfahren auch beim Betrieb von Scheibenfiltern, bei denen eine einwand- freie Durchmischung der zu filtrierenden Stoffe bisher nicht möglich war. Ferner ist das erfindungsgemäße Verfahren auch bei feststehenden oder beweglichen Kristallisierungsvorrichtungen anwendbar, um bestimmte und gleichmässige Kristallgrössen herzustellen.

Claims (5)

1. Verfahren zum Rühren und Durch- oder Entmischen von Trüben, Aufschwemmungen und ähnlichen mit Feststoffen durchsetzten Flüssigkeitsgemischen in muldenförmigen Gefäßen, vorzugsweise in Trögen von Drehfiltern, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch durch Vibrationen, gegebenenfalls durch Ultraschall erschüttert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Trog in Vibrationen versetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Vibrationserzeuger verwendet werden, die unter entsprechender Ausbildung des Antriebs in ein- oder mehrvektorielle Schwingungen versetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungsweite und/oder Schwingungszahl der Vibrationserzeuger stetig oder mit zeitlichen Unterbrechungen wechselt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass von zwei oder mehreren Vibrationserzeugern mindestens einer die bekannte langsame Rührbewegung ausführt und damit zum Rühren dient, während mindestens ein weiterer Vibrationserzeuger mit hoher Schwingungszahl und kleiner Schwingungsweite arbeitet und damit das Durch- bzw. Entmischen des Gemisches regelt.

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