DEM0003778MA - Flüssigkeitszerstäuber - Google Patents
FlüssigkeitszerstäuberInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen in der Hand oder Kleidertasche mitführbaren Flüssigkeitsverstäuber, insbesondere für Parfum, aus zwei ineinander geführten Schiebehülsen, von denen die eine den Flüssigkeitsbehälter mit dem Düsenkopf und einen an diesen angeschlossenen Pumpenzylinder und die andere den Pumpenkolben aufnimmt, der entgegen Federwirkung in den Zylinder einschiebbar ist. Bei den bekannten Ausbildungen dieser Flüssigkeitsverstäuber münden das Steigröhrchen für die Flüssigkeit und die Luftdüse frei in einem Hals des Flüssigkeitsbehälters, der mit einem Wandungsloch für den Austritt des verstäubten Mittels versehen ist und durch eine an der anderen Hülse verriegelbaren Kappe überfangen ist, die in der Schließlage das Wandungsloch abdeckt. Diese Riegelkappe bildet somit den einzigen Abschluss nach außen. Sie kann zwar bei gut abdichtender Führung auf dem Hals des Flüssigkeitsbehälters den Austritt des zu verstäubenden Mittels aus dem Loch des Halses verhindern, doch kann auch
in der Schließlage immer noch flüssiges Verstäubungsmittel aus dem Steigröhrchen in den Hals übertreten, insbesondere dann, wenn der Vorratsbehälter frei in den Hals übergeht. Diese Übertrittsmöglichkeit des zu verstäubenden Mittels in den Hals führt aber beim Lösen der Abschlusskappe für den Gebrauch des Verstäubers zu einem übermäßigen Austritt an Verstäubungsmittel.
Die Erfindung betrifft eine neue Ausbildung dieser Taschenverstäubung, durch die ein dichter Abschluss des Steigrohres in der Schließlage des Verstäubers erreicht und ein Übertritt von flüssigem Gut bei Nichtgebrauch in den Verstäuberhals vermieden wird. Hierzu ist bei einem Flüssigkeitszerstäuber der vorbeschriebenen Bauart mit in einem Hals des Flüssigkeitsbehälters ausmündener Verstäuberdüse für das zu verstäubende Mittel und einer dessen Mündung zugeordneter Luftdüse sowie einer den Hals überfangenden Kappe, die in der Schließanlage die beiden Hülsen aneinander verriegelt, die Kappe mit einem den Düsenaustritt in der Verriegelungsstellung abschließenden Dichtkörper gekuppelt. Vorteilhaft sind die beiden Düsen in einem den Hals gegen den Flüssigkeitsbehälter abschließenden Stopfen, und zwar zweckmäßig als diese durchsetzende Düsenbohrungen, untergebracht, wobei der Dichtkörper als der Oberseite des Stopfens zugeordnete Dichtplatte ausgebildet ist.
Die Kappe ist zweckmäßig mittels einer Bajonettführung auf dem Hals entgegen Federwirkung axial verschiebbar und in der eingeschobenen Stellung verdrehbar gehalten und trägt die Dichtplatte an einen inneren Achszapfen.
Die Luftdüse mündet vorteilhaft in einer die Verstäuberdüse umgebenden Ringeindrehung des Stopfens, und dieser ist dann noch mit einer Entlüftungsbohrung versehen, deren Durchgang zweckmäßig von einer federbelasteten Drossel beherrscht ist.
Die neue Ausbildung führt neben einer einfachen Ausbildung des Düsenkopfes zu einem unbedingt sicheren
Abschluss der Verstäuberdüse und der Entlüftungsbohrung in der Schließlage des Verstäubers und verhindert dann jeden Austritt von flüssigem Gut aus dem Vorratsbehälter in den Belüfterhals.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und 2 zwei um 90° versetzt zueinander liegende Längsschnitte in der Gebrauchsstellung,
Fig. 3 eine Stirnansicht in der Schließlage,
Fig. 4 und 5 eine zweite Ausbildung des Verschlusses in zwei um 90° zueinander versetzten Achsenschnitten und
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5.
In einer Hülse 1 ist eine zweite Hülse 2 ausschiebbar geführt unter Begrenzung des Ausschubweges durch in Schlitze 3 der Hülse 2 eingreifende Halteschrauben 4 der Hülse 1.
In der Deckplatte 5 der Hülse 2 ist durch einen Sprengring 6 ein Halsstopfen 7 eines Flüssigkeitsbehälters 8 gehalten, der im Boden mit einer Füllschraube 9 versehen ist. Zu beiden Seiten des Behälters 8 sind in der Hülse 2 zwei Pumpenzylinder 10 angeordnet, die durch Rohrstücke 11 an eine Querbohrung 12 des Stopfens 7 angeschlossen sind. In den Zylindern 10 sind Kolben 13 verschiebbar, deren Kolbenstangen 14 sich auf dem Boden der Hülse 1 abstützen. An den Kolbenstangen 14 sind Wickelfedern 15 geführt, die sich auf Bodentellern 16 der Kolbenstangen 14 und an den Zylinderdeckeln 17 abstützen, also bestrebt sind, die Hülse 2 in der Ausschublage zur Hülse 1 zu halten.
Der Stopfen 7 ist mit zwei Durchbohrungen 18, 19 versehen, von denen die Bohrung 19 in eine von einer Ringeindrehung 20 umgebene Düse 21 ausmündet und ein in
den behälter 8 ragendes Steigröhrchen 22 aufnimmt. Von der Querbohrung 12 des Stopfens 7 geht ein zu der Ringeindrehung 20 führender Düsenkanal 23 aus. Der Stopfen 7 trägt einen Rohraufsatz 24, der in der Richtung des Düsenkanals 23 mit einem Austrittsloch 25 versehen ist.
Durch eine Pumpenbewegung zwischen den Hülsen 1, 2 wird Druckluft aus den Pumpenzylindern 10 durch die Rohrstücke 11 und Querbohrung12 durch den Düsenkanal 23 ausgetrieben, reißt dabei unter feiner Zerstäubung Flüssigkeit aus dem Behälter 8 durch die Düse 21 mit und treibt den Flüssigkeitsnebel durch die Austrittsbohrung 25 aus. Die Bohrung 18 des Stopfens 7 dient zur Belüftung des Flüssigkeitsbehälters 8 und erleichtert das Ansaugen von Flüssigkeit durch das Steigröhrchen 22.
Um bei Nichtgebrauch des Verstäubers ein Ausfließen oder Verdunsten von Flüssigkeit aus dem behälter 8 zu vermeiden und um einen dichten Abschluss zu erreichen, ist auf dem Rohransatz 24 in Bajonettschlitzen 26 eine Kappe 27 axial verschiebbar und in der Schließlage verriegelbar geführt, die durch in die Schlitze 26 eingreifende Schräubchen 28 unverlierbar gehalten ist. Eine sich auf dem Rohransatz 24 abstützende Wickelfeder 29 der Kappe 27 ist bestrebt, diese in der Öffnungsstellung zu halten, in welcher die Auslassbohrung 25 des Rohraufsatzes 24 offen liegt.
Die Kappe 27 hat einen an zwei gegenüberliegenden Stellen unterbrochenen Rundrand 30, den bei eingeschobener Stellung der Hülse 2 Nasen 31 der Hülse 1 übergreifen und damit die Schließlage des Verstäubers sichern (Fig. 3). Die Kappe 27 trägt an einem Achsstift 32 in einem Teller 33 eine Abdichtscheibe 34 aus nachgiebigem Werkstoff, beispielsweise Gummi, die sich in der Schließlage der Kappe 27 auf die Stirnfläche des Stopfens 7 legt und dabei den Düsenkopf 20, 21, 23 und die Entlüftungsbohrung 18 abschließt. Es kann somit in der Schließstellung der kappe 27 keine Flüssigkeit aus dem Behälter 8 austreten.
Bei der Abwandlung nach Fig. 4-6 ist der Stopfen 7 in eine Rohrhülse 35 eingesetzt, die eine Schraubkappe 36 trägt. Die Schraubkappe 36 trägt an einem drehbaren Achsbolzen 37 den Teller 33 mit der Dichtscheibe 34, die sich beim Niederschrauben der Kappe 36 auf der Rohrhülse 35 gegen die Stirnfläche des Stopfens 7 liegt. In der Entlüftungsbohrung 18 ist ein federbelastetes Drosselventil 38 eingeschaltet, das den Eintritt von Luft in den Behälter 8 nur nach Maßgabe des in diesem sich einstellenden Unterdruckes freigibt.
Für den positiven Abschluss der Entlüftungsbohrung 18 des Stopfens 7 in der Schließlage des Verstäubers trägt der Abschlussteller 33 eine Ventilnadel 39, die dann die Bohrung 18 abschließt.
Der Boden der Hülse 1 hat eine Aussparung 40, um in der Schließlage des Verstäubers nach dem Lösen der Schraube 9 den Behälter 8 nachfüllen zu können.
Claims (5)
1) Flüssigkeitsverstäuber, insbesondere für Parfum, aus zwei ineinander geführten Schiebehülsen, von denen die eine den Flüssigkeitsbehälter mit dem von einem Hals umschlossenen Düsenkopf sowie den Pumpenzylinder und die andere den Pumpenkolben aufnimmt, und einer den Hals überfangenden Kappe, die in der Schließlage die beiden Hülsen in der eingeschobenen Stellung aneinander verriegelt, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe mit einem in der Schließlage den Düsenaustritt abschließenden Dichtkörper gekuppelt ist.
2) Flüssigkeitsverstäuber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugeordneten Austrittsdüsen für das zu verstäubende Mittel und die Verstäubungsluft in einem den Hals gegen den Flüssigkeitsbehälter abschließenden Stopfen untergebracht sind und der Dichtkörper als der Oberseite des Stopfens zugeordnete Dichtplatte ausgebildet ist.
3)Flüssigkeitsverstäuber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe mittels einer Bajonettführung auf dem Hals entgegen Federwirkung axial verschiebbar und in der eingeschobenen Stellung verdrehbar gehalten ist und an einem inneren Achszapfen die Dichtplatte trägt.
4) Flüssigkeitsverstäuber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenstopfen eine Entlüftungsbohrung von einer federbelasteten Drossel beherrscht ist.
5) Flüssigkeitsverstäuber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstäuber- und die Luftdüse in dem Stopfen durch Ausbohrung gebildet sind und die Luftdüse in einer die Verstäuberdüse umgebenden Ringeindrehung der Oberfläche des Stopfens ausmündet.
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