DEM0002648MA - Lager für Streckwalzen von Spinnereimaschinen - Google Patents
Lager für Streckwalzen von SpinnereimaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Lagerausbildung der Streckwalzen von Spinnereimaschinen für Baumwolle, Wolle oder synthetische Faserstoffe.
Ein bekanntes Verfahren zur Lagerung der Streckzylinder oder Streckwalzen von Spinnereimaschinen besteht darin, die Achsenenden der Walzen in Lagern aus Metall abzustützen, die in einem Walzenträger ausgebildet sind. Es hat sich gezeigt, dass das durch die Walzen laufende Gut erheblichen Schaden dadurch erleidet, dass das Schmieröl aus den Lagern über die Walzen kriecht und an den Fasern des Gutes hängen bleibt.
Ausserdem bedingt die Gewichtsbelastung der obenliegenden Druckwalzen, die erforderlich ist, wenn das Fasergut durch die Walzen läuft, einen erheblichen Verschleiss der Lager der Unterwalzen. Wenn dieser Verschleiss so weit fortgeschritten ist, dass eine Neueinstellung erforderlich wird, ist es notwendig, den ganzen Walzenträger auszuwechseln.
Die Erfindung bezweckt die Abstellung dieser Mängel und will Beeinträchtigungen des Fasergutes durch das Schmiermittel
und die Notwendigkeit einer Auswechslung des ganzen Walzenträgers bei Lagerneueinstellung vermeiden.
Erfindungsgemäss ist ein Lager für eine Streckwalze von Spinnereimaschinen mit einer auswechselbaren Einlage aus Sintermetall ausgestattet, die einschiebbar in eine Ausnehmung des Lagers eingepasst ist. Diese Einlage kann von schwalbenschwanzförmiger oder ähnlicher Form sein und in eine entsprechend geformte Ausnehmung des Lagerkörpers eingepasst sein, sie kann aber auch in einer rechtwinkligen Ausnehmung untergebracht werden. In diesem Fall kann ein Sintermetall von solcher Verformbarkeit gewählt werden, dass ein straffer Sitz gewährleistet ist, wenn die Einlage durch den Betriebsdruck belastet wird. Die Einlage kann unter Umständen sogar lose eingeschoben oder eingelegt werden, wobei ihr Gewicht von dem Lagerkörper aufgenommen wird und Axialbewegungen durch Anschläge verhindert werden.
Die Einlage kann aus gesinterten Eisen- oder Nichteisenmetallen hergestellt und porös oder nicht porös sein. Ist sie porös, so wird das Schmiermittel, beispielsweise Öl, dem Metall nach dem Sinterprozess zugegeben und von den Poren festgehalten. Ist die Einlage nicht porös, so wird das Schmiermittel dem Metall beispielsweise in Form von Graphit bereits vor dem Sinterprozess zugegeben.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, die eine Seitenansicht eines Streckwerkes darstellt; die in den Lagern der Walzenträger abgestützten Walzenachsen sind geschnitten.
Die Achsenenden 1, 2, 3 und 4 der unteren Streckwalzen sind in Lagern 5, 6, 7 und 8 gelagert, die in dem Walzenträger 9 ausgebildet sind. Einlagen 10, 11, 12 und 13 aus Sintermetall sind in Ausnehmungen der Lager 5, 6 und 7 sowie 8 in Längsrichtung eingepresst. Die Ausnehmungen besitzen ein schwalben-
schwanzförmiges Profil, um eine feste und stramme Lagerung auch dann zu gewährleisten, wenn durch Achsbewegungen Beanspruchungen auftreten. Die Sintermetalleinlage 10 in Lager 5 besitzt L-Form, wobei der aufrecht stehende Schenkel des L den Schub der Achse 1 an der Seite des Lagers 5 aufnimmt, der durch den Druck des oberen Streckwalzensatzes 14 bedingt ist. Ist dieser Schub zu vernachlässigen, kann die Einlage auf die Bodenfläche auch dieses Lagers beschränkt werden, wie es bei 11, 12 und 13 in den Lagern 6, 7 und 8 gezeigt ist. Umgekehrt können auch die Einlagen der übrigen Lager 11, 12 und 13 L-Form besitzen, wenn der seitlich auf die Lager wirkende Schub erheblich ist.
Eine Auswechslung der Einlagen lässt sich leicht vornehmen, indem man die abgenutzten Einlagen in Längsrichtung herausdrückt und neue Einlagen einpresst.
Wie die Beschreibung erkennen lässt, ist bei solchen Einlagen kein freies Öl vorhanden, das sich über die Walzen ausbreiten und das Fasergut schädigen könnte. Da sich ausserdem der Lagerverschleiss auf die Einlagen beschränkt, wird die Lebensdauer des Walzenträgers beträchtlich erhöht, da es nicht mehr erforderlich ist, den ganzen Träger auszuwechseln, um den Lagerverschleiss auszugleichen.
Es folgen Beispiele für die Herstellung des Sintermaterials für die Einlagen, wobei die angegebenen Zahlen Gewichtsverhältnisse bedeuten:
1. Zu einer Mischung von Kupfer und Zinnpulver im Verhältnis von etwa 90 : 10 und einer Siebfeinheit von etwa 3300 Masch/cm(exp)2 wird weniger als 1% Graphit oder Stearinsäure hinzugefügt und die Mischung mit einem Druck von etwa 2 t/cm(exp)2 in die gewünschte Form gepresst. Die Einlagen werden dann in einer reduzierenden Atmosphäre auf 750 bis 850°C erhitzt und danach in die richtigen Abmessungen innerhalb der erforder-
lichen Toleranzen gebracht. Die Einlagen werden dann mit Schmieröl imprägniert, indem man sie entweder 15 Minuten bei 110°C oder bei einer niedrigeren Temperatur im Vakuum in das Öl eintaucht.
2. Pulverförmigen Schwammeisen von einer Siebfeinheit von etwa 6000 Masch/cm(exp)2 wird durch einen Druck von 2,4 t/cm(exp)2 in die gewünschte Form gepresst und in einer Atmosphäre von gecracktem Ammoniak bei 1000 - 1200°C warm behandelt. Die Abmessungen werden innerhalb der erforderlichen Toleranzen nachgeprüft und die Teile schliesslich wie in Beispiel 1 mit Öl imprägniert.
3. Eine Mischung von pulverförmigem Kupfer, Zinn, Graphit und Blei im Verhältnis 70 : 10 : 10 : 10 wird unter einem Druck von 2 t/cm(exp)2 in die gewünschte Form gepresst, anschliessend in einer reduzierenden Atmosphäre von 700° bis 800°C gesintert und dann noch einmal in einer Matrize gepresst, bis das Erzeugnis im wesentlichen nicht mehr porös ist.
Claims (5)
1. Lager für Streckwalzen von Spinnereimaschinen, gekennzeichnet durch eine auswechselbare, die Streckwalze tragende Einlage (10 bzw. 11 bzw. 12 bzw. 13) aus Sintermetall, die einschiebbar in eine Ausnehmung des Lagers (5 bzw. 6 bzw. 7 bzw. 8) eingepresst ist.
2. Lager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (10 bzw. 11 bzw. 12 bzw. 13) schwalbenschwanzförmig oder ähnlich ausgebildet ist und in eine entsprechend geformte Ausnehmung des Lagerkörpers eingepasst ist.
3. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage porös und mit einem Schmiermittel imprägniert ist.
4. Lager nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage nicht porös ist und ein graphitisches Schmiermittel enthält.
5. Lager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage eine Bodenfläche und eine Seitenfläche aufweist.
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