DEM0001748MA - Leichtsohle und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents
Leichtsohle und Verfahren zur Herstellung derselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Leichtsohle, die aus einer spezifisch leichten, flexiblen Einlage besteht, die in einer Gummi- oder Kunststoffhülle eingebettet ist.
Als spezifisch leichte, flexible Einlage kommen erfindungsgemäß ausser Kork, alle spezifisch leichten Flächengebilde, wie z.B. kork- oder kieselgurhaltige Gummiplatten, poröse Gummiplatten, besonders aus Schwamm- oder Moosgummi, ferner poröse oder spezifisch leichte Füllstoffe wie Kork, Kieselgur o.dgl., enthaltende Platten aus vulkanisierbaren oder thermoplastischen Kunststoffen, z.B. weichgestelltes Polyvinylchlorid usw., in Betracht.
Die Gummi- oder Kunststoffumhüllung kann bestehen aus Naturcrepe, vulkanisierten Gummimischungen oder vulkanisierbaren oder thermoplastischen Kunststoffen, z.B. Polyvinylchlorid usw.
Die Verbindung der spezifisch leichten, flexiblen Einlage mit der Gummi- oder Kunststoffhülle kann gemäß der vorliegenden Erfindung auf verschiedene Weise erfolgen; die Art dieser Verbindung richtet sich nach der Beschaffenheit und Zusammensetzung der Einlage einerseits und der Umhüllung andererseits.
Bei einer Einlage aus einer Kork-Gummimischung kann man z.B. in der Weise verfahren, daß man zunächst aus einer Korkplatte eine Sohle nach dem jeweiligen Leisten stanzt. In
gleicher Weise wird aus einer durch Kalandrieren auf die gewünschte Stärke gebrachte Rohgummiplatte eine der Korksohle entsprechende aber größere Sohle gestanzt. Diese Gummisohle wird dann auf die Korksohle aufgelegt, der Rand der Gummisohle umgebugt und nach der Innenseite geklebt. Die so vorbereitete Sohle wird dann im Kessel unter Druck oder nach sonst in der Gummiindustrie üblichen Methoden frei geheizt.
Anstelle der Rohgummiplatte kann man von anvulkanisierten Gummiplatten ausgehen und diese in vorbeschriebener Weise zu einer gummiumhüllten Korksohle verarbeiten.
Zur Verstärkung der Laufsohle kann man die Gummiplatte vor der Anvulkanisation oder Vulkanisation mit entsprechenden Profilierungen, z.B. Stollen, Rillen, Mustern u.dgl., versehen.
Eine Verstärkung der Lauffläche kann erfindungsgemäß auch dadurch erzielt werden, daß man zuerst auf die Einlagesohle z.B. aus Kork, eine Rohgummiplatte auflegt und dann auf die so vorbehandelte Einlagesohle eine Gummiumhüllung in vorbeschriebener Weise aufbringt. Diese Umhüllung kann dabei z.B. vor Anvulkanisation profiliert ausgebildet sein, wodurch eine weitere Verstärkung der Lauffläche erzielt wird.
Die Profilierung der Gummiumhüllung kann so ausgebildet werden, daß die umgebugten Flächen der Gummiumhüllung, insbesondere der seitlichen Kanten der umhüllten Sohle eine Profilierung, z.B. eine Riffelung, zeigen.
Sofern die Profilierung, z.B. die Riffelung, der auf die Innenseite der umhüllten Sohle zu liegenden Gummifläche, z.B. beim Kleben oder Vulkanisieren, stört, kann man die Profilierung abschleifen oder den Rand der Korksohle in einem Falz entsprechend einpressen, damit die Profilierung nicht übersteht.
Gemäß dem vorliegenden Verfahren kann man auch mit Absätzen ausgerüstete Sohlen herstellen.
Eine gummi- oder kunststoffumhüllte Sohle mit einem Absatz
kann man z.B. dadurch erhalten, daß man eine Einlagesohlenform wählt, bei der eine absatzförmige Erhöhung vorgesehen ist.
Man kann auch in der Weise verfahren, daß man auf die Korksohle mit Hilfe einer Rohgummimischung einen Holzabsatz oder eine entsprechend geformte Platte aus einem leichten Material aufbringt, die Korksohle mit dem Absatz gemeinsam mit einer Rohgummiplatte umhüllt und anschliessend vulkanisiert.
Die Verbindung der spezifisch leichten Einlage z.B. aus Kork, mit der Gummiumhüllung kann nach den in der Gummiindustrie üblichen Methoden erfolgen. Man kann z.B. die spezifisch leichte Einlage mit einer Gummiumhüllung mit Hilfe geeigneter Klebstoffe oder Klebstofflösungen verbinden, wobei sowohl die spezifisch leichte Einlage als auch die Gummiumhüllung vor der Verbindung mit einem Klebstoffaufstrich versehen werden können.
Man kann auch in der Weise verfahren, daß man die spezifisch leichte Einlage mit der Gummiumhüllung durch Kalt- und Warmvulkanisation miteinander verbindet.
Verwendet man als Umhüllungsmaterial anstelle von Gummi keinen vulkanisierbaren, sondern einen thermoplastischen Kunststoff, so kann man bei sonst gleicher Herstellungsweise die Verbindung der spezifisch leichten, flexiblen Umhüllung mit dem thermoplastischen Kunststoff, wie z.B. Polyvinylchlorid, durch Kleben unter Verwendung entsprechend geeigneter Klebstoffe oder durch Pressen des zuvor durch Erhitzen plastisch gemachten Kunststoffes, erreichen.
Die nach der einen oder anderen Ausführungsform gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte gummi- oder kunststoffumhüllte Leichtsohle wird mit vulkanisierbaren oder unvulkanisierbaren Klebstoffen auf die Zwischensohle oder auf den gezwickten Schuh so aufgebracht, daß ein völlig flexibler Schuh erhalten wird.
Die Herstellung einer gummi- oder kunststoffumhüllten Leichtsohle bedeutet einen großen technischen Fortschritt gerade im
Hinblick auf die bisher bekannten umständlichen und dabei kostspieligen Herstellungsweisen.
Bisher mußten für die Sohlen zunächst kostspielige Formen gebaut werden, welche die Herstellung von genau der Schuhform entsprechenden Sohlen ermöglichten. Für die Herstellung verschiedener Sohlengrößen bzw. verschiedener Sohlenformen war ein großen Formenpark erforderlich. Diese zahlreichen Formen waren nicht nur in ihrer Herstellung sehr kostspielig, sondern auch in der Handhabung sehr umständlich.
Die Herstellung von gummi- oder kunststoffumhüllten Leichtsohlen gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt hingegen ohne Verwendung irgendwelcher Metallformen.
Man benötigt lediglich einfache Stanzmesser, mit welchen man aus dem Kork o.dgl., leichte Plattensohlen ausstanzt, die genau der Schuhform entsprechen.
Diese ausgestanzte Einlagesohle wird nach der Umhüllung mit Gummi oder Kunststoff im Kessel unter Druck oder sonstigen in der Gummiindustrie üblichen Maßnahmen frei geheizt, während man früher die Sohlen in Sohlenformen vulkanisieren mußte.
Man kann somit mit einfachen Stanzmessern mit einem Minimum an apparativem und maschinellem Aufwand in einfacher Weise gummi- oder kunststoffumhüllte Sohlen beliebiger Form und Größe erhalten, die den jeweiligen Anforderungen der Schuhfabriken und deren Leisten entsprechen.
Claims (8)
1. Leichtsohle, bestehend aus einer spezifisch leichten, flexiblen, der Leistenform des Schuhs entsprechenden Einlage, die in eine Gummi- oder Kunststoffhülle eingebettet ist.
2. Leichtsohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die spezifisch leichte, flexible Einlage aus Kork, kork-
oder kieselgurhaltigem Gummi, porösen Gummi, z.B. Schwamm- oder Moosgummi, bzw. poröse oder spezifisch leichte Füllstoffe enthaltenden vulkanisierbaren oder thermoplastischen Kunststoffen o.dgl., besteht.
3. Leichtsohle nach Anspruch 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung der spezifisch leichten, flexiblen Einlage aus Naturcrepe, vulkanisierten Gummimischungen oder vulkanisierbaren oder thermoplastischen Kunststoffen besteht.
4. Leichtsohle nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lauf- und gegebenenfalls auch die umgebugte Fläche der Umhüllung mit einer Profilierung, z.B. Riffelung, Stollen, Mustern u.dgl., versehen ist.
5. Leichtsohle nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einlage zunächst eine Zwischenplatte aus Gummi oder Kunststoff und dann die gegebenenfalls profilierte Umhüllung aus den gleichen Werkstoffen aufgebracht ist.
6. Leichtsohle nach Anspruch 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Einlage mit Hilfe einer Gummi- oder Kunststoffschicht ein Absatz aus Holz oder einem anderen leichten Werkstoff angeordnet ist und die Einlage und der Absatz mit einer Gummi- oder Kunststoffumhüllung überzogen sind.
7. Verfahren zur Herstellung einer Leichtsohle nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gummiumhüllung mit Hilfe einer vulkanisierbaren Klebstofflösung auf der Einlage aufgelegt, der Rand der Gummiumhüllung umgebugt und nach der Innenseite geklebt und die geklebte Sohle im Kessel unter Druck oder nach einer in der Gummiindustrie üblichen anderen Maßnahme frei geheizt wird.
8. Verfahren zur Herstellung einer Leichtsohle nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Einlage mit der thermoplastischen Kunststoff- oder Gummiumhüllung mit Hilfe von geeigneten Klebstoffen erfolgt.
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