DEM0001353MA - Dauermagnetwerkstoff - Google Patents

Dauermagnetwerkstoff

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DEM0001353MA
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Germany
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magnetic
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permanent magnet
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Expired
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Inventor
Erich Dr. Steingroever
Original Assignee
Magnetfabrik Gewerkschaft Windhorst, Bonn
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Dauermagnetwerkstoffe, die zerkleinerte Legierungen mit magnetischer Vorzugsrichtung und ein Bindemittel enthalten und unter Zuhilfenahme eines magnetischen Richtfeldes im Preßverfahren hergestellt werden.
Durch das Richtfeld sollen die einzelnen Körner der anisotropen Magnetlegierung mit ihrer Vorzugsrichtung in diejenige der späteren Magnetisierung gedreht werden, so daß trotz der Zerkleinerung der Werkstoffe der fertige Preßmagnet ebenfalls eine Vorzugsrichtung aufweist.
Bei Verwendung der bekannten anisotropen Magnetlegierungen (ca. 8% Al, 15% Ni, 24% Co, 3% Cu, 1% Ti, Rest Fe) konnten aber bisher nach dieser schon länger bekannten Vorschrift keine brauchbaren Dauermagnete hergestellt werden. Dies ist erfindungsgemäß darauf zurückzuführen, daß nicht alle Körner der zerkleinerten anisotropen Magnetlegierung in gleicher Weise durch das Richtfeld beeinflußt werden und daß daher ein erheblicher Teil der Körner in dem fertigen Preßling nicht in der magnetischen Vorzugsrichtung magnetisiert wird, sondern mit einer dazu senkrechten Komponente. Da die magnetischen Eigenschaften dieser anisotropen Legierungen senkrecht zur Vorzugsrichtung aber noch wesentlich unter denjenigen der Legierungen ohne Vorzugsrichtung liegen, wird der durch die gerichteten Körner erzielte Gewinn durch die nicht gerichteten wieder aufgehoben.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Verschlechterung der magnetischen Eigenschaften der fertigen Preßmagnete durch die nicht gerichteten Körner. Es hat sich gezeigt, daß die Fähigkeit der einzelnen Körner, sich im Magnetfeld auszurichten, unter anderem sehr von ihrer Größe und ihrer Gestalt abhängt. Bei sonst gleicher Gestalt können zum Beispiel große Körner besser richtbar sein als kleine, was dadurch erklärt wird, daß das Drehmoment im Richtfeld vom Volumen, die hindernde Reibung mit dem Nachbarkörnern aber von der Oberfläche abhängig ist und bei großen Körnern das Verhältnis von Volumen zu Oberfläche größer ist als bei kleinen. Auch kann die Gestalt der Körner zum Beispiel bei großen Körnern nadelförmig sein und bei weiterer Zerkleinerung sich mehr der Kugel nähern, so daß auch hierdurch eine Verschiedenheit der magnetischen Momente und mechanischen Reibungskräfte bei den einzelnen Korngrößenklassen auftreten kann.
Die Erfindung besteht darin, daß nur für die im Magnetfeld richtbaren Korngrößenklassen eine anisotrope Legierung mit magnetischer Vorzugsrichtung verwendet wird und für die weniger gut oder nicht richtbaren Korngrößenklassen eine isotrope Legierung ohne magnetische Vorzugsrichtung. Dadurch wird die Verschlechterung der magnetischen Eigenschaften durch die nicht gerichteten Körner vermieden und der Gewinn durch die gerichteten Körner der anisotropen Legierung nicht beeinträchtigt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird eine anisotrope Magnetlegierung mit einer oder mehreren zwischen 0,5 und 5 mm liegenden Korngrößenklassen oder Siebmaschenweiten und eine isotrope Magnetlegierung mit solchen von höchsten 1 mm verwandt. Je nach den mechanischen und magnetischen Eigenschaften der Legierungen können die Korngrößenklassen sich aber auch mehr oder weniger überschneiden oder auch die größeren Körner aus der isotropen und die kleineren Körner aus der anisotropen Legierung bestehen.
Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich wesentlich von einer anderen bekannten Vorschrift, nach der die Preßmagnete aus einer Mischung von zwei verschiedenen Legierungen hergestellt werden, z.B. einer Legierung mit hoher Remanenz und niedriger
Koerzitivkraft und aus einer solchen mit niedriger Remanenz und hoher Koerzitivkraft; hierbei wird auf die Korngrößenklassen und ihre Richtbarkeit im Magnetfeld keine Rücksicht genommen, und es werden von jeder Legierung die gleichen Korngrößen verwendet. Demgegenüber ist es das Wesen der vorliegenden Erfindung, die beiden verschiedenen Legierungen nach der Richtbarkeit der Korngrößenklassen geordnet zu verwenden.

Claims (3)

1) Dauermagnetwerkstoff, aus der Mischung zerkleinerter Magnetwerkstoffe und einem Bindemittel bestehend, der unter Zuhilfenahme eines magnetischen Richtfeldes im Preßverfahren hergestellt wird, gekennzeichnet durch Verwendung einer magnetisch anisotropen Legierung für die im Magnetfeld richtbaren Korngrößenklassen und einer isotropen Magnetlegierung für die weniger oder nicht richtbaren Korngrößenklassen.
2) Dauermagnetwerkstoff nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung einer anisotropen Magnetlegierung mit einer Korngröße oder Maschenweite zwischen 0,5 und 5 mm und einer isotropen Magnetlegierung von weniger als 1 mm Korngröße oder Maschenweite.
3) Dauermagnet aus einem Werkstoff nach Anspruch 1 oder 2.

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