DEM0000772BA - Stützen- oder Stempelanordnung, insbesondere für Grubenstempel - Google Patents

Stützen- oder Stempelanordnung, insbesondere für Grubenstempel

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John Maurice Towler
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Description

Bei Bergbauarbeiten, insbesondere beim Kohlenabbau, ist es üblich, längs eines Flözes Stützen, sog. Stempel, aufzustellen. Mit dem Fortgang der Arbeit weicht die Stirnwand zurück und neue Stützen müssen aufgestellt werden. Bei dem Vorrücken des Stützensystems werden Stützen oder Stempel, die weiter entfernt von der Stirnseite stehen, niedergelegt und in Lagen gebracht, die näher zur Stirnseite gelegen sind.
Beim Umsetzen der Stempel in neue Lagen stellt es sich bisweilen heraus, dass der eine oder andere Stempel für das Hängende an einer schwachen Stelle sich befindet mit dem Ergebnis, dass Einbruchgefahr des Hängenden entsteht, wenn der Stempel entfernt wird und das Dach an diesem Platz ungestützt bleibt. Demgemäss ergeben sich Bedingungen, die es wünschenswert machen, die Stempel stufenweise abzubauen, um sicherzustellen, dass kein gestütztes Dach plötzlich ungestützt verbleibt.
Die vorliegende Erfindung umfasst eine Stützen- oder Stempelanordnung, die aus miteinander in der Weise verbundenen Einzelstempeln besteht, dass die einzelnen Stempel in ihrer Lage zueinander verlegt werden können zwischen einer ersten Stellung, in welcher ein Stempel eine Dachfläche stützt an oder längs einer Fläche, die durch andere Stempel gehalten wird, und einer zweiten Stellung, in welcher die zuerst erwähnten Stempel eine andere solche Dachfläche unterstützen.
Die Anordnung ist eine derartige, dass das Stempelkonglommerat schrittweise von einer Stellung in eine andere bewegt werden kann, wobei jeder Schritt mit der Lockerung eines Einzelstempels von dem Hängenden beginnt und damit endet, dass dieser Stempel eine neue Dachoberfläche stützt, die nahe anstossend zu der noch von den beiden anderen Stempeln gehaltenen Fläche gelegen ist.
Das Stempelkonglommerat kann Kraftmaschinen zum Bewegen der einzelnen Stempel von einer Lage zu einer anderen umfassen.
Die beigefügten Zeichnungen zeigen schematisch ein Stempelkonglommerat gemäss der Erfindung. In den Fig. 1 und 2 finden sich Seitenriss und Aufriss, während die Fig. 3 einen Grundriss der Anordnung wiedergibt.
Wie angegeben, besteht das Stempelkonglommerat aus einem Paar von Aussen-Seitenstützen und einer Mittelstütze, die zwischen den erstgenannten angeordnet ist, wobei diese verschiedenen Stempel einen mit 4,5 und 6 bezeichneten Kopf besitzen, der das Flözdach A stützt. Die drei Stempel ruhen auf dem Flözboden B und haben verschiebbare Unterlagen 7,8 und 9 aus Kufen, welche nebeneinander liegen. Die Unterlagen 7 und 8 der äusseren Stempel sind untereinander mit Querstäben 10 und 11 verbunden, so dass sie aus einem einzigen starren Gebilde bestehen. Jeder dieser Querbalken 10 und 11 ist nach oben gebogen (Fig. 2), um die Unterlage 9 der Mittelstütze zu überbrücken. Ausserdem sind die Köpfe 4 und 5 durch Querbalken 12 miteinander verbunden, welche die Festigkeit der Konstruktion vergrössern. Die Köpfe 4 und 5 der äusseren Stempel haben eine lange, rechtwinklige Form, während der Kopf 6 der Mittelstütze verhältnismässig kurz ist.
Die Stempel arbeiten hydraulisch, ein jeder ist mit einem vertikalen hydraulischen Presszylinder 13,14 versehen, welcher zwischen der Unterlage und dem Kopf eines jeden Stempels angeordnet ist.
Die Unterlage 7,8, 10 und 11 der äusseren Stempel ist mit der Unterlage 9 der Mittelstütze durch eine horizontale angeordnete hydraulische Zylinderpressanlage verbunden, deren Zylinder 15 durch Zapfen 16 getragen sind, die auf Stützen 17 ruhen, welche an der Querverbindung 11 vorgesehen sind und deren Presstempel 18 einen Kopf 19 trägt, der durch Zapfen mit der Unterlage 20 an dem Zylinder 13 der Mittelstütze verbunden ist.
Es ist verständlich, dass bei Benutzung des Stempelkonglommerates die drei hydraulischen Stützenzylinder 13 und der Vortreibzylinder alle mit derselben hydraulischen Vorrichtung verbunden sind und die Mittelstütze 13, 14 und die Treibvorrichtung 15,18 je nach Bedarf auf die Druckseite oder auf die Entlastungsseite des Systems unter Verwendung der nicht gezeichneten Verteilungsventile verbunden werden können, welche übliche Ausführungsform haben können.
In den Fig. 1 und 3 ist das Stempelkonglommerat mit der Druckvertriebsvorrichtung 15,18 in voller Expansion wiedergegeben und der mittlere Stempel einen vollen Schritt nach links vorwärts geschoben, wobei deren Kopf 6 nahe an den oberen linken Querstab 12 zu stehen kommt. Diese Stellung des Konglommerates möge als die "offene" oder auseinandergezogene Stellung bezeichnet werden. Die andere extreme Stellung ist eine solche, in welcher die Vortriebsanlage 15,28 vollständig zusammengezogen ist und der mittlere Stempel alsdann eine verhältnismässig zurückgezogene Stellung einnimmt, bei welcher deren Kopf 6 nahe an der rechten oberen Querverbindung 12 zu stehen kommt. Diese Stellung der Anlage möge als die "geschlossene" oder zusammengezogene Stellung bezeichnet werden.
Wir nehmen an, dass das Stempelkonglommerat sich, wie gezeichnet, in der Offenstellung befindet, dass aber alle verti- kalen hydraulischen Einheiten 13,14 expandiert sind, so dass die Köpfe 4,5 und 6 der gesamten Anlage das Dach A stützen. Es ist dann offenbar, dass der mittlere Stempel eine Dachfläche stützt, welche zwischen den Grenzen liegt, die auch durch die äusseren Stempel getragen werden.
Wir nehmen an, dass das Stützen- und Stempelkonglommerat nun nach rechts in eine neue Lage verschoben werden soll. Zuerst wird die mittlere Stützenkomponente 13,14 zusammengezogen, sodass ihr Kopf 6 nach abwärts vom Dach A entfernt wird. Trotzdem ist das Dach noch gut gestützt durch die beiden Seitenstempel 4 und 5, die längs der Oberfläche stehen, die vorher von dem mittleren Stützenkopf 6 getragen wurde. Darauf wird die horizontale hydraulische Pressvorrichtung 15,18 zusammengezogen, um die Mittelstütze in die neue Lage zu bringen. Das Stützenkonglommerat nimmt so die "geschlossene" Stellung ein.
Der mittlere Stempel wird dann wieder expandiert, um das Dach zu stützen. Die nun durch den Kopf 6 gestützte Dachfläche liegt noch zwischen den Flächen, die durch die Köpfe 4 u. 5 unterstützt werden, aber einen vollen Schritt nach rechts hin verschoben. Die früher durch die verlagerte Mittelstütze gestützte Dachfläche liegt jetzt frei und dann geprüft werden, und wenn dieser Flächenteil sich fest genug herausstellt, werden die nachfolgenden Schritte durchgeführt:
Die äusseren Stempel der Vorrichtung werden zusammengezogen, so dass ihre Köpfe 4 und 5 vom Dach zurückgezogen werden.
Die Vortriebsanlage 15, 18 wird expandiert, so dass das äussere Stützenpaar als zusammenhängendes Gebilde einen vollen Schritt nach rechts bewegt wird. Alsdann werden die äusseren Stempel wieder expandiert, um wiederum das Dach zu stützen.
So wird es offenbar, dass die Mittelstütze als eine Einheit und das Paar der Aussenstützen als die andere Einheit nacheinander einen vollen Schritt nach rechts weiter bewegt sind. Dieses Verfahren wird fortgesetzt, bis die ganze Anordnung die gewünschte Lage eingenommen hat. Beim Bewegen der Anlage nach links werden die Einheiten entsprechend in aufeinander folgenden Schritten verlegt.
Bei dem in den Zeichnungen wiedergegebenen Beispiel ist der Rand der Bewegung der Mittelstütze in Bezug auf die beiden Aussenstützen derartig, dass ein gewisser Teil der dem Kopf 6 der Mittelstütze zufallenden Stützfläche innerhalb der Grenzen der äusseren Stützköpfe 4 und 5 fällt. So wird die Bewegung beim Vorschieben des Stützenkonglommerates von einer Lage in die andere intermittierend und findet in einer Folge von kurzen Stufen statt, bei welcher niemals die freigemachte Dachfläche ohne Unterstützung gegenüber den anderen unterstützten Deckenflächen bleibt. Mit anderen Worten, jede unterstützte Fläche liegt mehr oder weniger auch im Bereich der durch die anderen Stempel unterstützten Flächen.
Obgleich in dem beigegebenen Beispiel ein Paar von Aussenstützen und eine einzige Mittelstütze angegeben ist, kann auch eine andere Zahl von Stützenkomponenten in dem Konglommerat sich befinden.

Claims (3)

1.) Stützen- oder Stempelanlage, gekennzeichnet durch miteinander verbundene Stützenkomponenten (13,14), von denen eine jede im Verhältnis zu einer anderen verschoben werden kann zwischen einer ersten Stellung, in welcher eine Stütze einen Deckenteil stützt, der auch durch eine andere Stütze mit gestützt wird und einer zweiten Stellung, in welcher die ersterwähnte Stütze eine andere gleichartige Deckenfläche unterstützt.
2.) Stützenanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Paar äusserer Stützen oder Stempel mit Köpfen (4,5), die mit seitlich gelagerten Deckenflächen stützen können, und einer Mittelstütze mit einem Kopf (6), welcher alternativ Deckenflächen stützen kann, die zwischen den beiden, von den erstgenannten Stützen gestützten Flächen liegen.
3.) Stützenanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine hydraulische Vortriebsanlage (15,18), die mit den einzelnen Stützen verbunden ist, mit welchen die Stützenanordnung schrittweise von einer Lage in eine andere gebracht werden kann.

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