DEF0018203MA - - Google Patents

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DEF0018203MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. August 1955 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1953
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 22 a GRUPPE 2 INTERNAT. KLASSE C 09 b
F 18203 IVb/22a
Dr. Edgar Enders, Leverkusen
ist als Erfinder genannt worden
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft, Leverkusen-Bayerwerk
Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Monoazofarbstoffe
Es wurde gefunden, daß man wertvolle metallhaltige Monoazofarbstoffe erhält, wenn man auf sulfonsäure- und carbonsäuregruppenfreie Farbstoffe der allgemeinen Formel
OH OH
R-O9S
worin R für einen Alkylrest oder eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe steht und X Wasserstoff oder einen nicht ionogenen Substituenten bedeutet, metallabgebende, vorzugsweise chrom- oder kobaltabgebende Mittel einwirken läßt.
Monoazofarbstoffe der angegebenen allgemeinen Formel werden erhalten, indem man diazotierte i-Amino-2-oxybenzole, die im Kern eine gegebenenfalls substituierte Sulfonamidgruppe oder eine Alkylsulfongruppe enthalten und die einen weiteren nicht ionogenen Substituenten tragen können, mit 1, 8-Trimethylen-4-oxycarbostyril kuppelt.
Geeignete i-Amino-2-oxybenzole sind beispielsweise ι - Amino - 2 - oxybenzol - 5 - sulf onsäureamid 1 - Ämino-2 - oxybenzol - 5 - sulfonsäuremethylamid, 1 - Amino -
609 656/4Φ1
F 18203 IVb/22a
a-oxybenzol-S-sulfonsäuredimethylamid, ■' i-Amino-2-oxybenzol"5-sulf onsäureanilid, ι - Amino-2-oxybenzol-5-methylsulfon, i-Amino^-oxybenzol-S-äthylsulfon, i-Amino-a-oxybenzol^-sulfonsäureamid, · i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonsäure-dimethylamid, i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonsäure-anilid, i-Amino-2-oxybenzol - 4 - methylsulfon, ι - Amino - 2 - oxy - 5 - chlorbenzol-4-sulfonsäureamid, i-Amino^-oxy-S-methyrbenzol-4 - sulf onsäureamid, 1 - Amino - 2 - oxy - 3 - nitrobenzol-5-sulf onsäureamid.
Das als Azokomponente verwendete 1, 8-Trimethylen-4-oxycarbostyril läßt sich leicht durch Erhitzen von Tetrahydro chinolin mit Malonester gewinnen (Kayser und Reissert, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 25, [1892] 1193)..
Die Metallisierung der Monoazofarbstoffe kann nach
bekannten Verfahren beispielsweise durch Einwirkung von Chromkomplexen der Salicylsäure, Oxalsäure oder Weinsäure, durch Umsetzen mit Alkalichromaten bei Anwesenheit reduzierender Mittel,, durch Erhitzen mit Chrom(III)-salzen in organischen Lösungsmitteln oder durch Einwirkung ammoniakalischer Kobaltsalzlösungen erfolgen.
Metallfreie Farbstoffe der genannten Art, die eine genügende Wasserlöslichkeit aufweisen, können gegebenenfalls auch, auf,-der Faser, beispielsweise nach dem Einbadchromverfahren, in ihre Metallkomplexverbindungen übergeführt werden.
Die neuen metallhaltigen Farbstoffe färben Wolle und Materialien von ähnlichem färberischem. Verhalten. aus neutralem bis schwach saurem Bade in vorzugsweise roten bis rotbraunen Tönen. Die Wollfärbungen zeichnen sich bei guter Gleichmäßigkeit durch sehr gute Wasch-, Walk-, Dekatur- und Karbonisierechtheit sowie durch sehr gute Lichtechtheit aus. Gegenüber dem aus Beispiel 5 der deutschen Patentschrift 842 089 bekannten chromhaltigen Azofarbstoff zeichnen sich die erfindungsgemäßen chromhaltigen Farbstoffe durch besseres neutrales Ziehvermögen, verbesserte Waschechtheit und saure sowie alkalische Walkechtheit aus.
In den folgenden Beispielen stehen Gewichtsteile zu Volumteilen im Verhältnis von Gramm zu Milliliter.
Beispiel 1
11 Gewichtsteile i-Amino-^-oxybenzol-S-sulfonsäureamid werden mit 200 Volumteilen Wasser, und 12 Volumteilen konzentrierter Salzsäure angerührt und mit einer wäßrigen Lösung von 4,3 Gewichtsteilen Natriumnitrit diazotiert. Die Suspension der Diazoverbindung wird unter Rühren zu einer Lösung von 11,7 Gewichtsteilen i.S-Trimethylen^-oxycarbostyril in 100 Volumteilen I5°/Oiger Sodalösung, 15 Volumteilen 4o°/0iger Natronlauge, und 150 Gewichtsteilen Eis zugesetzt. Nach beendeter ,Kupplung wird der Ansatz auf 70 bis 86° erhitzt und der Farbstoff durch Zugabe von yerdünnter Essigsäure zur Abscheidung gebracht und abfiltriert. Die Farbstoffpaste wird in 500 Volumteilen Wasser unter Zusatz.. von. verdünnter Natronlauge gelöst und bei 70 .bis 8q° .mit einer ammoniakarischen Lösung von 8,5 .Gewichtsteilen kristallisiertem Kobalt- : sulfat verrührt. Nach beendeter Metallisierung wird der Farbstoff durch Zugabe von Kochsalz abgeschieden, abgepreßt und getrocknet. Er bildet ein braunes Pulver, das sich in Wasser leicht mit brauner Farbe löst und Wolle aus neutralem Bad in gleichmäßigen orangebraunen.Tönen von sehr guter Naß- und Lichtechtheit
färbt. , ,,.-.
Zur Herstellung der ■ Chromkomplexverbindung wird die Paste des metallfreien Farbstoffes unter Zusatz von verdünnter Natronlauge in 300 Volumteilen Wasser gelöst und mit 200 Volumteilen einer alkalischen Lösung von Chromsalicylsäure, entsprechend 2,5 Gewichtsteilen Chromoxyd, unter Rückfluß so lange erhitzt, bis die Metallisierung beendet ist. Der abgeschiedene Und getrocknete Farbstoff stellt ein rotbraunes Pulver; dar, das sich in Wasser leicht mit blauroter Farbe löst und Wolle aus neutralem Bad in gleichmäßigen rotstichigen Bordotönen von sehr guter Naß- und Lichtechtheit färbt.
Beispiel 2
13 Gewichtsteile i-Amino-2-oxy-5-chlorbenzol-4-sulfonsäureamid werden mit 250 Volumteilen Wasser und 12 Volumteilen konzentrierter Salzsäure angerührt und mit einer wäßrigen Lösung von 4,3 Gewichtsteilen Natriumnitrit diazotiert. Die Suspension der Diazoverbindung wird unter Rühren zu einer Lösung von 11,7 Gewichtsteilen i, 8-Trimethylen-4-oxy-carbostyril in 100 Volumteilen I5°/Oiger Sodalösung, 15 Volumteilen 4o°/0iger Natronlauge und 150 Gewichtsteilen Eis zugesetzt. Nach beendeter Kupplung wird der Ansatz auf 70 bis 8o° erhitzt und der Farbstoff durch Zugabe von .verdünnter Salzsäure zur Abscheidung gebracht und abfiltriert. Die Farbstoffpaste wird in 500 Volumteilen Wasser unter Zusatz von verdünnter Natronlauge gelöst und bei 70 bis 8o° mit einer ammoniakarischen Lösung von 8,5 Gewichtsteilen kristallisiertem Kobaltsulfat verrührt. Nach beendeter Metallisierung wird der Farbstoff durch Zugabe von Kochsalz abgeschieden, abgepreßt und getrocknet. Er bildet ein rotbraunes Pulver, das sich in Wasser leicht mit blauroter Farbe löst und Wolle aus neutralem Bad in gleichmäßigen blaustichigen Rottönen von sehr guter Naß- und Lichtechtheit färbt. .
Zur Herstellung der Chromkomplexverbindung wird die Paste des metallfreien Farbstoffes unter Zusatz von verdünnter, Natronlauge in 500 Volumteilen Wasser gelöst; ;zu der, Lösung wird unter schwachem Sieden eine schwach alkalische Lösung. von 6 Gewichtsteilen Natriumbichromat und 6,5 Gewichtsteilen Traubenzucker in 150 Volumteilen Wasser zugetropft. Nach beendeter Metallisierung wird der Farbstoff in üblicher Weise isoliert und getrocknet. Man erhält ein braunrotes Pulver, das sich in Wasser leicht mit blauroter Farbe löst und Wolle aus neutralem Bad in gleichmäßigen Bordotönen von sehr guter Naß- und Lichtechtheit färbt.
In analoger Weise können die in der folgenden Tabelle aufgeführten metallhaltigen Farbstoffe hergestellt werden.
«56/441·
F 18203 IVb/'22a
Nr. Diazokomponente Azokomponente Metall Färbung der Metall
komplexverbindung
auf Wolle
5 3· i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonsäure-
amid
i, 8-Trimethylen-4-oxy-
carbostyril
Co Ziegelrot
desgl. desgl. Cr Blaustichigrot

10
i-Amino-2-oxybenzol-5-sulfonsäure-
dimethylamid ■
desgl. Cr desgl.
6. i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonsäure-
dimethylamid
desgl. Co Ziegelrot
desgl. desgl. Cr Rotstichigbordo
8. i-Amino-2-oxybenzol-4-sulfonsäure-
anilid
desgl. Co Ziegelrot
desgl. desgl. Cr Rotstichigbordo
20 10. i-Amino^-oxybenzol-S-methyl-
sulfon
desgl. Co Orangebraun
II. desgl. desgl. Cr Blaustichigrot
12.
25
i-Amino-2-oxybenzol-4-methyl-
sulfon
desgl. : Co Ziegelrot
ΐ3· i-Amino-2-oxybenzol-5-äthyl-
sulfon
desgl. Co Orangebraun
30 Χ desgl. desgl. Cr Blaustichigrot
15 · i-Amino^-oxybenzol-S-n-propyl-
sulfon
desgl. Cr desgl.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Monoazofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man sulfon
    säure- und carbonsäuregruppenfreie Azofarbstoffe der allgemeinen Formel 90
    OH
    OH
    X X
    .C,
    R-O,S
    worin R für einen Alkylrest oder eine gegebenenfalls substituierte Aminogruppe steht und X Wasserstoff oder einen nicht ionogenen Substituenten bedeutet, mit metallabgebenden, vorzugs-
    O=C.
    H2C Cfl.2
    \ / ■
    CH2
    weise chrom- oder kobaltabgebenden Mitteln
    behandelt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 842 08g.
    © 609 656/441 9.56

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