DEF0017513MA - - Google Patents

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DEF0017513MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Mai 1955 Bekanntgeniacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Gebilden mit wasserabstoßender, plüschartiger: Oberfläche durch Beflockung der mit Klebstoff versehenen Oberfläche! mit kurz geschnittenen; Cellulo'Sefasern im elektrostatischen Feld. Um Befloekungen einen hydrophoben Charakter zu verleihen, hat man bereits versucht, die Flocken vor der Aufbringung auf die Oberflächen mit den in der Textilausrüstung verwendeten ionogenen, thermolabilen Hydrophobierungsmittemi zu behandeln. Diese Verbindungen, die höhere Paraffinreste enthalten und gewöhnlich kationaktiven Charakter besitzen, verlieren, bei dem verfahrensmäßig notwendigen Erhitzungsprozeß ihren ionogenen, Charakter, und die Spaltprodukte treten mehr oder weniger mit Hydroxylgruppen der Cellulose in Reaktion. Bei der Übertragung dieses Verfahrens auf das Präparieren von Celluloseflo'cken, die zur Herstellung wasserabstoßender, plüschartiger Oberflächen im elektrischen Feld; dienen sollen, hat es sich gezeigt, daß die auf diese Weise ausgerüsteten Flocken sich nicht mehr ausreichend elektrisch aufladen lassen und wegen ihres ungenügenden Springverniögens für die elektrostatische Beflockung ungeeignet sind, . ' ·
Es wurde nun gefunden, daß die elektrostatische Beflockung von Oberflächen mit Celluloeefasern, die mit thermolabilen. ionogenen Hydropho'-bierungsmitteln, insbesondere quaternären Ammoniumsalzen;, präpariert sind), mit sehr gutem Erfolg durchgeführt werden kann, wenn man die
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präparierten Fasern; so vorsichtig trocknet, daß die Präparationsmittel ihren ionogenen Charakter behalten, und; keine chemische Reaktion mit der Cellulose stattfindet;, 'dann die Beflockung im elekirischen· Feld in üblicher Weise vornimmt und
i- schließlich die beflockten ,Gebilde noch kurze Zeit auf Temperaturen über ioo° erhitzt. Man kann, um das Verfahren abzukürzen, auch bei mäßig erhöhter Temperatur trocknen, wobei Temperaturen oberhalb 400 im allgemeinen vermieden werden sollen. Die bestgeeignete Temperatur muß von Fall zu Fall durch Ausprobieren ermittelt werden, da die in Frage kommenden chemischen Verbindungen erhebliche Unterschiede bezüglich ihrer
!5 Thermolabilität aufweisen. Besonders günstige Err gebnisse wurden erhalten mit Flocken, die nach dem Trocknen noe:h'''iO'bis 15 % Feuchtigkeit enthielten. Die mit den angegebenen Mitteln unter den angegebenen Bedingungen präparierten Fasern besitzen' im elektrischen Feld ein ausreichendes Springvermögen zu den mit Klebstoff, gewöhnlich einem Kunstharzkleber, bestrichenen Oberflächen. Die zu veredelnden, beliebige Formen aufweisenden Gebilde können im übrigen·, an ihrer Oberfläche aus den verschiedenartigsten Materialien
--·.. bestehen, z. B. aus Texti!fasern, oder -fäden, Leder, Pappe, Papier, Kunststoff- oder Metallfolien.
Auch das zur Erreichung des Hydrophobierungseffektes erforderliche Nacherhitzen muß der Reaktionsfähigkeit bzw. Zersetzlichkeit der angewandten Hydrophobierungsmittel angepaßt sein. In der Regel genügen Temperaturen, von 100 bis 1300.
Als Hydrophobierungsmittel eignen sich z. B. kationaktive Pyridinumsalze der Formel
R-X
wobei R einen Alkylrest mit mindestens 8 C-Atomen, X die Gruppe
Ο —CH9-CH,
■Ο-
_C0 — NH- CO-NH-
— Ο — CH2- NH- CO — NH-
und Ac einen Säurerest bedeuten kann. Der Pyridinring kann auch, durch einen. Alkylpyridinring ersetzt sein.
Ferner eignen sich als Hydrophobierungsmittel bifunktionelle Pyridinumsalze folgender Formel
/N-CH2-O-(CH2),
wobei χ eine ganze Zahl, vorzugsweise 5 und mehr bedeutet und der Pyridinring auch durch einen Alkylpyridinring ersetzt sein kann; weiterhin kationaktive Verbindungen der Formel
Γ R\ /R T
ft — CO— NH- CH2 -^ N ^-CH2-O-C2H5J CY
wobei R gesättigte Kohlenwasserstoffreste versinnbildlicht; oder Produkte vom Typ der Betaine folgender Formel .■'.,■
CHH.
R-O-CH9
-CH2-COO"
in der R für einen höheren Alkylrest steht.
Schließlich können auch thermische Thiuroniumverbindiungen,·. mit höheren aliphatischen Resten verwendet werden.
Beispiel 1
Reyonfasern vorn Einzeltiter 3 den mit einer Schnittlänge von o.,5 mm werden im Flottenverhältnis 1:20 15 Minuten bei: 6o° mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die im Liter 5 g Stearoylamido-methyl-pyridinumchlorid enthält. Die Fasern werden-:, auf etwa 90 % Gewichtszunahme abgequetscht und 12 Stunden, bei 200 getrocknet. Die so< vorbehandelten Reyonflocken läßt man im elektrischen! Feld, auf einen mit Kunststoffkleber bestrichenen Pappkarton aufspringen, und erhitzt , nachher den beflockten Karton 10 Minuten auf 1200. Man erhält eine gleichmäßige, plüschartige, sehr gut wasserabstoßende Oberfläche.
Beispiel 2
Reyonfasern vom Einzeltiter 6 den mit einer Schnittlänge von 0,5 mm werden, im Flottenverhältnis ι :2ο 30 Minuten bei 200 mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die im Liter 50 g einer 4opro'zentigen wäßrigen Paste des Betains aus OctadecylchloTmethyläther und N-Diäthylamino'-essigsäuremethylester enthält. Die Fasern, werden wie im Beispiel 1 auf etwa 90 % Gewichtszunahme abgequetscht und 12 Stunden bei 20° getrocknet. n5 Man läßt nun die präparierten, etwa 12 % Feuchtigkeit enthaltenden Flocken im elektrischen Feld auf einen mit Klebstoff bestrichenen Baumwollstoff aufspringen. Zur Ausbildung des Hydrophobierungseffektes wird der plüschartige Baum-Wollstoff 10 Minuten auf 1200 erhitzt.
Beispiel 3
Reyonfasern werden unter den oben anr gegebenen Bedingungen« mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die" im Liter 50 g des bis-
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Pyridinumsalzes aus Hexamethylen - bis - chlormethyläther enthalten. Die Fasern werden nach der Behandlung auf 90 °/o Gewichtszunahme abgequetscht und bei 300 auf einen Wassergehalt von, 14 °/o getrocknet. Anschließend läßt man die Fasern, im elektrischen Feld auf ein. mit Kunststoffkleber bestrichenes Baumwollgewebe springen, und erhitzt dann 15 Minuten bei 1200 nach. Das plüschartige Gewebe ist: gut wasserabstoßend.
Beispiel 4
Reyonfasern vom Einzeltiter 5 den mit einer Schnittlänge von 0,35 mm werden im Flotten-'verhältnis, 1:26 15 Minuten mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die im Liter 30 g Stearoylamidomethyltrimethyl-ammonium-chlori.d enthält. Die wie oben auf 90 % Feuchtigkeit abgeschleuderten Fasern trocknet man bei 300 auf einen Feuchtigkeitsgehalt vom 14 %. Man läßt dann die Fasern im elektrischen, Feld auf eine mit Kunststoffkleber bestrichene Aluminiumfolie aufspringen und erhitzt schließlich 15 Minuten auf 1300 nach.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von Gebilden mit wasserabstoßender, plüschartiger Oberfläche durch Beflockung mit geschnittenen Cellulosefasern nach der elektrostatischen Methode, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Beflockung dienenden Fasern mit ionogenen, thermolabilen Hydrophobierungsmitteln,, insbesondere qua.terna.ren Ammoniumsalzen, behandelt und anschließend bei so- niederen Temperaturen getrocknet werden, daß der ionogene Charakter der Hydrophobierungsmitteil erhalten bleibt, worauf die Beflockung der Gebilde in üblicher Weise im elektrischen Feld vorgenommen und die beflockte Fläche anschließend kurze Zeit auf Temperaturen über ioo° erhitzt wird.
2. Verfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der präparierten Flocken bei Temperaturen, unter 400 vorgenommen, wird.

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