DEF0016281MA - - Google Patents

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DEF0016281MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Dlie Herstellung von künstlichen Blumen ist verhältnismäßig schwierig und teuer; auch hängt ihre mehr oder weniger gelungene Ausführung von der Geschicklichkeit und Übung der sie zusammensetzenden Person ab.
Die Erfindung hat eine künstliche Blume zum Gegenstand, bei welcher in einfacher Weise getrennte, aus einem plastischen Werkstoff gespritzte Teile zusammengesetzt wenden, und bei der die verschiedenen Bestandteile keinerlei zusätzliche Befestigung, z. B. durch Kleben od. dgl., erfordern.
Hierbei wird je ein Kranz von 'Blütenblättern einer Blume in einer jeweiligen Form in einem zusammenhängenden kranzförmigen Stück in ihrer endgültigen Form hergestellt. Der Kranz besitzt einen kegelstumpfförmigen durchbohrten Fußteil, welcher die Form eines an seinem Boden durchbohrten Fingerhutes hat. Die Fußteile der verschiedenen Blattkränze haben ein solches Profil, daß man beim Ineinandersetzen der Fußteile einer entsprechenden Zahl von Blüteniblätterreihen selbsttätig die Höhenunterschiede zwischen diesen ver-
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schiedenen Kränzen erhält. Das Mittelteil der Blume wird je nach ihrer Art entweder, wie z. B. bei einer Gänseblume; durch eine Knospe oder, wie z. B. bei einer Nelke, Rose, Georgine od. dgl., durch eine weitere Reihe von Blütenblättern gebildet, die durch lange radiale Verbindungsglieder mit einem mittleren Schaft verbunden sind. Der Schaft bildet den Stengel der Blume und ist durch die kegelstumpfförmigen Fußteile der anderen Reihen hindurch' geführt, wobei sich die von ihm getragenen Blütenblätterkränze aufrichten und sich so gegeneinander drücken, daß sie den Mittelteil oder das Herz der Blume bilden. Der Ansatz der erwähnten Verbindungsglieder, welcher durch den untersten Fußteil der verschiedenen Blütenblätterreihen geht und unterhalb desselben vorspringt, bildet einen elastischen Vorsprung, welcher die verschiedenen Bestandteile der Blume in ihrer gegenseitigen Lage elastisch gelagert hält.
Unterhalb der Blütenblätterkränze wird die Blume durch einen umfassenden Kelch abgeschlossen, welcher mit Haftsite auf den Stengel aufgeschoben ist und die Fußteile der Blütenblätterkränze überdeckt.
Die Höhenabstufung der verschiedenen Blütenblätterkränze wird dadurch erhalten, daß sich entweder kegelstumpfförmige Fußteile mit gleichem ' Profil und gleichen Abmessungen ineinander mit ihren Seitenwänden gegeneinanderlegen, oder dadurch, daß Fußteile verschiedener Abmessungen sich mit ihrem Boden gegeneinanderlegen.
Das Zusammensetzen einer derartigen Blume ist einfach und erfordert nicht geübte Arbeiter.
Auch kann es schnell erfolgen, da die verschie-
.35 denen Bestandteile der Blume nicht mehr durch Kleben od. dgl. aneinander befestigt werden müssen.
Um schließlich jede Möglichkeit einer fehlerhaften Zusammensetzung auszuschließen, sind an gewissen Verbindungsgliedern der Blütenblätter des zentralen Teils Vorsprünge angebracht, welche zwei benachbarte Blütenblätter miteinander verbinden und nicht durch die Fußteile der Blütenblätterreihen hindurchtreten können, so daß sie als Anschläge das Eindrücken des Stengels begrenzen. . r
Die so hergestellte Blume kann auf beliebige Weise an einem verlängernden Stengel mit oder ohne Blätter angebracht werden.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnung als zwei Ausführungsformen einer Nelke erläutert.
Fig. ι zeigt eine Nelke in Seitenansicht;
Fig. 2, 3, 4, S und 6 sind Seitenansichten der Bestandteile dieser Nelke, so wie sie aus der Spritzform kommen;
Fig. 7 ist eine Aufsicht auf den zentralen Kranz von Blütenblättern;
Fig. 8 und 9 sind Einzelansichten, welche die
■60 mittlere Zusammensetzzone der verschiedenen Bestandteile der Blume in größerem Maßstab im Schnitt längs der Linie 8-8 der Fig. 9 bzw. Linie 9-9 der Fdg. 8 zeigen;.
Fig. 10 und 11 sind den Ansichten der Fig. 1 und 2 entsprechende Ansichten einer anderen Ausführungsform dieser Ne-lke; .,
Fig. 12 und 13 sind eine Vorderansicht bzw. eine Seitenansicht einer Blattgruppe,so wie sie aus der Spritzfqrm kommt. <
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Nelke besteht aus· fünf Bestandteilen, deren jeder durch Einspritzen einer plastischen Masse in eine Form hergestellt ist. Diese verschiedenen Teile sind folgende:
Ein erster Kranz von Blütenblättern 2, nämlich der Mittelteil. Diese Blütenblätter 2 sind durch , ■ Verbindungsglieder 3 mit einem mittleren Schaft 4 verbunden, welcher den Stengel der Blume bildet, auf welchem auch die weiteren Teile der Blume aufgeschoben werden. Es ist zu. bemerken, daß gewisse Verbindungsglieder 3 paarweise durch Laschen oder Ansätze 5 miteinander verbunden sind, deren Aufgabe weiter unten erläutert ist.
Ein zweiter Kranz von Blütenblättern 6, welche alle an einem kegelstumpfförmigen Fußteil 7 angespritzt sind, dessen Boden in seinem mittleren Teil durchbohrt ist.
Ein dritter Kranz von Blütenblättern 8, welche an einem kegelstumpfförmigen Fußteil 9 sitzen, dessen Boden in seinem mittleren Teil ebenfalls durchbohrt ist. Dieser Fußteil 9 hat das gleiche Profil und die gleichen Abmessungen wie der obige Fußteil 7. Die aus der Spritzform kommenden Blütenblätter 8 sind jedoch weniger aufgerichtet als die Blütenblätter 6 der vorhergehenden Reihe.
Ein vierter Kranz von Blütenblättern 10, welche wiederum an einem kegelstumpfförmigen Fußteil 12 mit gleichem Profil und gleichen Abmessungen wie die Fußteile 7 und 9 angeordnet sind und in der Mitte seines Bodens durchbohrt ist. Diese Blütenblätter 10 sind, wenn sie aus der Spritzform kommen, noch stärker geneigt als die. Blütenblätter 8 der vorhergehenden Reihe.
Ein ebenfalls in einer Form gespritzter Kelch 13, welcher in seinem Baden eine Öffnung 14 mit solchen Abmessungen aufweist, daß er mit Haftreibung auf den Schaft 4 des mittleren Teils der Blütenblätter aufgeschoben werden kann.
Die Nelke wird folgendermaßen zusammengesetzt: Auf den Schaft 4 des Mittelteils 2 von Blütenblättern wird der Fußteil 7 aufgeschoben, an welchem die Blütenblätter 6 sitzen. Die Verbindungsglieder 3 der Blütenblätter 2 treten dann, in der Zone ihres Ansatzes in den Fußteil 7 ein, so daß sie etwa lotrecht aufgerichtet werden und die Blütenblätter 2 das Zentrum oder das Herz der Blume in der von den Blütenblättern 6 der zweiten Reihe: frei gelassenen Zone bilden. DerScha;ft4 und die Verbindungsglieder 3 der Blütenblätter 2 gleiten in dem Fußteil 7, an welchem die Blütenblätter 6 sitzen, bis die Vorsprünge 5, mit denen ge-1 wisse Verbindungsglieder 3 versehen sind, gegen den von dem Boden des Fußteile 7 gebildeten Bund stoßen. Die dritte Blütenblätterreihe 8 wird dann nacheinander auf den Schaft 4, auf den unteren Teil der Verbindungsglieder 3 der Blütenblätter 2
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und auf den Fußteil 7 der Blütenblätter 6 aufgeschoben, bis sich der Fußteil 9 dieser Blütenblätter 8 mit seiner seitlichen Innenwand gegen die seitliche Außenwand des Fußteils 7 legt. Nachdem die Blütenblätter 8 so ihre Stellung erhalten haben, wird der vierte Blütemblätterkranz in der gleichen Weise aufgesetzt, indem ihr Fußteil 2 nacheinander auf den Schaft 4, auf den Ansatz der Verbindungsglieder 3 der Blütenblätter 2 und auf den Fußteil, an welchem die Blütenblätter 8 sitzen, aufgeschoben wird, und zwar bis der Fußteil 12 dieser Blütenblätter 10 mit seiner Innenwand gegen die Außenwand des Fußteils 9 stößt.
Infolge der Elastizität des die Bestandteile dieser Blume bildenden Werkstoffes bilden die Verbindungsglieder 3 der Blütenblätter 2 an ihrem Ansatz unterhalb der Fußteile 12, 9 und 7 der ver-. schiiedenen Blütenblätterkränze einen Vorsprung, welcher die verschiedenen Bestandteile der Blume elastisch festhält.
Die letztei Phaise des Zusammensetzen^ der Blume ist das Aufschieben des Kelches 13 mit Haftsitz auf den Schaft 4, wobei dieser Kelch den durch den Ansatz der Verbindungsglieder 3 gebildeten Vorsprung sowie den Fußteil 12 der Blütenblätter 10 verdeckt.
Bei der in Fig. 10 und 11 dargestellten anderen Ausführungsform einer Nelke bezeichnet 15 einen Metalldraht, welcher die Höhe der Blume hat. An
.30 seinem Ende ist der Draht 15 so umgebogen, daß ein Kopf 16 entsteht, gegen welchen sich der erste Blütenblätterkranz 17 legt, dessen Fußteil 18 auf den Draht 15 aufgeschoben wird, wobei dieser Blütenblätterkramz den Kopf 16 umschließt. Die anderen an ihren Fußteilen 23 bzw. 24 und 25 sitzenden Blütenblätterkränze 19 bzw. 21 bzw. 22 werden ineinander und über den Fußteil 18 des ersten Blütenblätterkranzes 17 geschoben, wodurch die Blume in der oben bereits erläuterten Weise entsteht. Der Kelch 26 wird auf den Draht 15 und über den Fußteil 25 des letzten Blütenfolätterkranzes 22 geschoben.
Hinter dem Kelch 26 wird mit verhältnismäßig großer Reibung auf den Draht 15 ein Rohr 27 aus einem plastischen Stoff geschoben, dessen Farbe den wirklichen Stengel der herzustellenden Blume nachahmt.
Auf den durch das Rohr 27 gebildeten Stengel werden anschließend mit verhältnismäßig großer Reibung kleine Rohre 28 aufgesetzt, welche die Blätter der Blume nachahmende dünne Lamellen 29 tragen.
Diese Blätter werden durch Spritzen in einer Form hergestellt, welche vorzugsweise eine große Zahl von Formabdrücken aufweist. So können, wie auf Fig. 12 und 13 dargestellt, in ein und derselben Form zwei Blattarten hergestellt werden, nämlich große Blätter 29 und kleine Blätter 31. Alle diese Blätter werden durch ihr Basisrohr mit einem gemeinsamen Einspritzrohr 32 verbunden.
Dieses Verfahren ermöglicht die Herstellung von Blättern, welche die natürlichen Blätter wirklichkeitsgetreu nachbilden, und gestaltet eine leichte und schnelle Anbringung dieser Blätter an dem Stengel der Blume in den verschiedensten Stelhingen.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Durch Zusammensetzen Von getrennten Teilen aus einem gespritzten plastischen Stoff gebildete künstliche Blume, dadurch gekennzeichnet, daß Blütenblätterkränze (6, 8, 10) mit einem kegelstumpf förmigeri durchbohrten Fußteil (7, 9, Γ2) in verschiedenen Profilen so ausgebildet sind, daß beim Ineinandersetzen der Fußteile einer Zahl von Blütenblätterkränzen Höhenunterschiede zwischen diesen verschiedenen Kränzen erhalten werden und das Zentrum der Blume durch eine Knospe oder durch einen anderen Blütenblätterkranz (2) gebildet wird, wobei alle Teile durch radiale Verbindungsglieder (3) mit einem mittleren Schaft (4) verbunden sind, -welcher den Stengel der Blume bildet und durch die kegelstumpfförmigen Fußteile der anderen Reihen hindurchgesteckt ist und wobei der Ansatz der Verbindungsglieder (3), welcher durch den Fußteil der verschiedenen Blüteriblätterkränze tritt und unter denselben vorspringt, einen elastischen Vorsprung bildet, welcher die verschiedenen Bestandteile der Blume in ihrer gegenseitigen Lage elastisch festhält. ■ ' ·
2. Künstliche Blume nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blume unterhalb der Blütenblätterkränze durch einen Kelch (13) abgeschlossen ist, welcher mit Haftsitz auf den Stiel (4) aufgeschoben die Fußteile (7, 9, 10) der Blütenblätterkränze überdeckt.
3. Künstliche Blume nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Höhe der verschiedenen ' Blütenblätterkränze entweder dadurch erhalten wird, daß die kegelstumpfförmigen Fußteile (7, 9, 12) gleiches Profil und gleiche Abmessungen haben und sich bei ihrem Ineinanderschieben mit ihren Seitenwänden gegeneinanderlegen, oder dadurch, daß die Fußteile verschiedene Abmessungen haben und sich mit ihren Böden gegeneinanderlegen.
4. Künstliche Blume nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne der langen Verbindungsgilieder (3) der Blütenblätter (2) des zentralen Teils Absprünge (5) tragen, welche zwei benachbarte Blütenblätter miteinander verbinden können, wobei diese Vorsprünge nicht durch die Fußteile der Blütenblätterreihen hindurchgehen können und so das Eindringen des Stengels begrenzende Anschläge bilden.
5. Künstliche Blume nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stengel mit der ersten Blütenblätterreihe in einem Stück gespritzt ist. ' ' '
6. Künstliche Blume nach Anspruch 1, bei welcher der Stengel durch einen Metalldraht
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gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende des Metalldrahtes "die erste Blütenreihe befestigt und ein Rohr aus plastischem Material über den Draht geschoben ist.
7. Künstliche Blume nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß kurze Röhrchen, an welchen die Blätter einzeln, paarweise oder in Gruppen angebracht sind, mit Reibsitz auf den Sitengel(i5) aufgeschoben sind.
Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 002 860.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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